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13 tolle Brettspiele, die Langeweile vertreiben

Foto: Jaciel Melnik
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In Zeiten von Streaming, 3D-Kino und Rundumbeschallung erscheint der Griff zum guten, alten Brettspiel fast schon archaisch. Dennoch oder gerade deswegen lohnt sich ein Blick in die Welt der Würfler und Figürchen-Schieber. Denn Brettspiele machen analog Spaß, sorgen für Gruppenzusammenhalt, sehen in den meisten Fällen hübsch aus und fördern die Geselligkeit, ob im Freundeskreis oder in der Familie, ob für Kinder oder für Erwachsene. Außerdem sind sie ganz hervorragend als Geschenk geeignet! Hier sind einige unserer Empfehlungen

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Brettspiele für Familien

Thurn und Taxis

Foto: Hans im Glück

Ja, heute kommt die Post online, ganz egal, was Wind und Wetter machen. Aber früher, ganz früher, da musste noch der Postreiter kommen. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation des 17. Jahrhunderts kümmerte sich darum die Familie Thurn und Taxis und im gleichnamigen Brettspiel seid ihr für die erfolgreiche Postzustellung zuständig. Angelehnt an Klassiker wie „Auf Achse“ oder „Zug um Zug“ müsst ihr durch zufällig gezogene Stadtkarten nach und nach eure Postrouten auf der Landkarte setzen. Das ganze würde natürlich nur halb so viel Spaß machen, wenn man dabei nicht den Mitspielern wichtige Karten vor der Nase wegschnappen könnte. Das kann zwar für wenig frustresistente Spieler etwas ärgerlich sein, aber eine Runde dauert auch weniger als eine Stunde. Da ist an einem verregneten Sonntag auch mal eine Revanche drin.
Thurn und Taxis, 2–4 Mitspieler, ab 10 Jahren, ca. 50 Minuten

Scotland Yard

Foto: Ravensburger

Wo ist Mr. X? Mit dieser Frage müssen sich die Agenten von Scotland Yard, also ihr als Spieler, beschäftigen, denn er Schwerkriminelle (was genau hat er eigentlich angestellt?) ist in den Straßen Londons untergetaucht. Die schwer unterfinanzierten Exekutivkräfte sind in ihrer Verfolgung leider auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, doch auch Mr. X kann nur mit Taxi, Bus und der Tube fahren. „Scotland Yard“ überzeugt auch heute noch mit Teamplay, Pokerfaces und einem einzigartigen Spielprinzip. Wer von der Insel nicht überzeugt ist, kann auch zu einem der vielen Ableger wie zum Beispiel „N.Y. Chase“ greifen, der die Gaunerhatz dann nach New York verlegt.
Scotland Yard, 2–6 Mitspieler, ab 8 Jahren, ca. 45 Minuten

Carcassonne

Foto: Hans im Glück

Einmal eine mittelalterliche Landschaft ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten, wer hat davon noch nicht geträumt? In jedem Fall geht es darum im Plättchenlegespiel „Carcassonne“. Zwei bis fünf Spieler müssen aus einem Pool an Plättchen nach und nach eine Landschaft aus Städten, Weiden, Straßen und Klöstern zusammenzaubern. Am Ende gewinnt, wer die meisten Weiden, Städte, Straßen und so weiter mit seinen Rittern, Bauern und Mönchen besetzt hat. Da die Landschaft nach und nach zusammenwächst, kann man sich auch gut in eine Burg oder auf einer Weide einzecken, die ein Mitspieler in mühsamer Kleinarbeit zusammengebaut hat. Da fängt der Spaß erst richtig an. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Erweiterungen für das Hauptspiel.
Carcassonne, 2–5 Mitspieler, ab 8 Jahren, 30–45 Minuten

Brettspiele für Experten

Agricola

Foto: Lookout Spiele

So einen Bauernhof führen ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit, im 17. Jahrhundert sogar noch mehr. Genau darum geht es in „Agricola“, einem herrlich vielschichtigen Worker-Placement-Spiel, das 2008 zu Recht das Prädikat „Komplexes Spiel“ der „Spiel des Jahres“-Jury verliehen bekommen hat. Rundenbasiert müsst ihr eure Arbeiter, beziehungsweise eure Familienplättchen auf den verschiedenen Feldern verteilen. Dabei müsst ihr genau abwägen, was gerade ansteht: Braucht ihr Holz? Oder wollt ihr doch lieber ein Schaf fangen? Wollt ihr für Nachwuchs sorgen oder erst noch ein Zimmer an das Haus anbauen? Oder vielleicht einen Acker pflügen? Und dann kommt auch noch jede Runde ein Handlungsfeld dazu. Wenn man keinen rechten Plan hat, kommt schnell die Panik: viel zu viel zu tun, viel zu wenig Zeit. In regelmäßigen Abständen gilt es nämlich auch, die eigene Familie zu füttern. Wer nicht genug Nahrung hat, kassiert Minuspunkte. Und dann sind da auch noch die „lieben“ Mitspieler, mit denen man rechnen muss. Pro Runde darf nämlich jedes Feld nur einmal belegt werden. Und dann gibt es auch noch Handkarten, meine Güte! „Agricola“ ist definitiv eher ein Spiel für Vielspieler und verbrät einiges an Zeit. Aber nach einer intensiven Einspielphase macht es richtig, richtig Laune!
Agricola, 1–5 Mitspieler, ab 12 Jahren, 30 Minuten pro Mitspieler

Newton

Foto: Asmodee

Wie wird man ein weltweit anerkannter Wissenschaftler? Durch das gekonnte Managen von Ressourcen, Arbeitskraft und seinem eigenen Hirnschmalz. In „Newton“ ist genau das eure Aufgabe. Ganz in den Fußstapfen des Namensgebers müsst ihr auf drei verschiedenen Spielfeldern eure Studenten, eure Hilfsarbeiter und euren Forscher manövrieren, um so ein Maximum an Punkten herauszuholen. Besonders die wunderschönen und leicht auseinanderzuhaltenden Spielkarten und -felder heben das Spiel von anderen seiner Sorte ab. Der Spielspaß greift schnell, obwohl man sich auf den ersten Blick von den vielen Möglichkeiten vielleicht etwas überfahren fühlt.
Newton, 1–4 Mitspieler, ab 12 Jahren, ca. 90 Minuten

Brettspiel-Klassiker

Die Siedler von Catan

Foto: Kosmos

Dieses Spiel darf in keinem Haushalt fehlen: „Die Siedler von Catan“ begründete 1995 den Brettspiel-Hype, der mehr oder weniger bis heute anhält. Als Siedler müsst ihr reihum die zufällig aus Spielfeldern zusammengelegte Insel Catan besiedeln. Durch die Würfel werden Runde um Runde die Rohstoffe ermittelt, die euch dabei zur Verfügung stehen. Besonders das Handeln mit den anderen Mitspielern macht Spaß und treibt das Spiel an. Mittlerweile sind zahlreiche Erweiterungen und Ableger, wie zum Beispiel „Die Sternfahrer von Catan“ erschienen, die das beliebte Spielprinzip aufgreifen und weiterentwickeln.
Die Siedler von Catan, 3–4 Mitspieler (mit Erweiterung bis zu 6), ab 10 Jahren, ca. 75 Minuten

Mensch ärgere Dich nicht

Foto: Schmidt Spiele

Wenn nichts anderes geht, dann geht „Mensch ärgere Dich nicht“. Das Spielprinzip ist dermaßen simpel, dass es auch der letzte Brettspiel-Muffel verstehen sollte: Wer als erster alle seine Figuren ins Haus bringt, hat gewonnen. Wie bei vielen anderen Spielen rührt der Spielspaß nicht zuletzt daher, dass ihr euren Mitspielern mit glücklichen Würfen die Figuren vom Spielfeld schlagen könnt. Gute Laune ist da vorprogrammiert, wie ja auch schon der Titel verrät.
Mensch ärgere Dich nicht, 2–4 Mitspieler, ab 5 Jahren, ca. 30 Minuten

Kooperative Brettspiele

Pandemie

Foto: Z-Man Games

Die Menschheit steht vor dem Aussterben, bedroht durch eine Vielzahl tödlicher Krankheiten, und ihr als Spieler müsst das verhindern. In „Pandemie“ spielt ihr gemeinsam gegen das Spiel, die Zeit und die sich ausbreitenden Krankheiten. Jedem Spieler kommt dabei eine zu Spielbeginn zufällig bestimmte Rolle zu, die ihm besondere Fähigkeiten gibt. In ständiger Absprache reist ihr dann um die ganze Welt, um Gegenmittel für die insgesamt vier verschiedenen Krankheiten zu entdecken. Das Spiel erzeugt seinen Spaß aus dem ständigen Zeitdruck, der euch allen im Nacken sitzt und natürlich der Kooperation mit den Mitspielern. Kommunikation ist das A und O. Da die Krankheitsausbrüche zufällig durch einen Kartenstapel bestimmt werden, könnte jeder Spielzug eine fatale Epidemie nach sich ziehen. Ziel des Spiels ist das Entdecken aller vier Gegenmittel. Durch die verschiedenen Rollen und zahlreiche Zufallsfaktoren hat „Pandemie“ einen hohen Wiederspielwert.
Pandemie, 2–4 Mitspieler, ab 12 Jahren, 45–60 Minuten

Die Legenden von Andor

Foto: Kosmos

Während die Geschichte in anderen Spielern eher im Hintergrund steht und am ehesten eine Rahmenfunktion wahrnimmt, steht sie in „Die Legenden von Andor“ ganz im Mittelpunkt. Das Brettspiel verbindet Strategie- und Rollenspielelemente zu einem explosiven Mix, der euch als Gruppe völlig gefangen nehmen kann. Im Basisspiel (es gibt natürlich Erweiterungen) sind fünf Legenden enthalten, die es zu vollbringen gilt. Das Spiel findet zwar immer auf derselben Karte statt, die Legenden bringen aber alle ihre eigenen Siegbedingungen mit. Auf diese Weise müsst ihr als Spieler euch auch für jede Legende eine eigene Strategie zurechtlegen. Eines der zentralen Spielelemente ist der Kampf mit Monstern, der fast schon wie in einem Pen-and-Paper ausfällt. Hier ist auch das einzige Manko des Spiels zu nennen: Wenn man bei einer Spieldauer von an die 90 Minuten das Spiel wegen unglücklicher Würfelwürfe verliert, kann das schon mal frusten. Umso größer ist aber das Erfolgserlebnis beim Sieg. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, hat mit „Die Legenden von Andor“ ein schön verarbeitetes Kooperationsspiel mit einem ziemlich innovativen Spielprinzip in der Hand.
Die Legenden von Andor, 2–4 Mitspieler, ab 10 Jahren, 60–90 Minuten

Brettspiele, die Freundschaften zerstören

Risiko

Foto: Hasbro

Risiko ist wohl die Mutter aller Spieleabende, die mit Fluchen und umgeworfenen Tischen enden. Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Als Spieler müsst ihr entweder eure Mission erfüllen (zum Beispiel alle Truppen eines Mitspielers besiegen oder zwei bestimmte Kontinente vollständig kontrollieren) oder kurzerhand die gesamte Welt erobern (was die einzig richtige Art ist, Risiko zu spielen!). Die Provinzen der Welt werden zu Spielbeginn gleichmäßig unter den Spielern aufgeteilt, die sie dann mit ihren Starteinheiten füllen können. Reihum geht es dann in nervenaufreibende Kämpfe, vom kleinen Scharmützel bis hin zur halbstündigen Materialschlacht. Allianzen werden geschlossen und wieder gebrochen, ebenso wie alle anderen Arten von Abmachungen. Animositäten aus vorherigen Runden dürfen und sollen in die neue Runde übertragen werden, das verlangt die Tradition.
Risiko, 2–6 Mitspieler, ab 10 Jahren, ab 90 Minuten

Dog

Foto: Schmidt Spiele

„Dog“ ist im Grunde wie „Mensch Ärgere Dich Nicht“, allerdings ohne Würfel. Stattdessen bekommt jeder Mitspieler Nummernkarten zugeteilt, mit denen dann die Figuren gezogen werden. Auf diese Weise bekommt „Dog“ eine gewisse Taktiktiefe, da man seine Züge im Voraus planen muss. Ebenfalls anders als in der Vorlage ist, dass jeweils zwei Spieler ein Team bilden und sich gegenseitig Karten zuschanzen können. Und der Spaß wäre natürlich nicht komplett ohne diverse Sonderkarten, mit denen man den Mitspielern eins reinwürgen kann. Der Slogan „Mensch, ärgere dich nicht“ greift so noch mehr als bei der Vorlage.
Dog, 2–6 Mitspieler, ab 9 Jahren, ca. 45 Minuten

Besonders schöne Brettspiele

Flügelschlag

Foto: Feuerland

Vogel-Freunde und Hobby-Ornithologen aufgepasst, hier kommt euer Spiel: In „Flügelschlag“ müsst ihr eine Landschaft mit möglichst vielen verschiedenen Vögeln besiedeln und so mehr Punkte kassieren, als alle eure Mitspieler. In festen Rundenabläufen legt ihr Vögel auf eurem Spielfeld aus, versorgt sie mit Nahrung und sorgt für Nahrung. Die ausgelegten Karten wiederum versorgen euch mit Boni, die euch einen Vorteil gegenüber euren Mitspielern verschaffen. Ganz klar im Vordergrund steht in „Flügelschlag“ aber das liebevolle Design bis ins kleinste Detail. Die Vogel-Karten sind wunderschön gemalt, genauso wie die Spielfelder. Statt die Würfel einfach schnöde auf den Tisch zu pfeffern, beinhaltet das Spiel ein Vogelhäuschen aus Karton, in das ihr die Würfel oben reinwerft und unten das Ergebnis rauskommt. Auch die Eier-Spielsteine sind richtige kleine Eier und nicht einfach Holz- oder Plastikwürfel. Die Basis-Version des Spiels beinhaltet „nur“ nordamerikanische Vögel, es gibt aber auch eine Europa-Erweiterung.
Flügelschlag, 1–5 Mitspieler, ab 10 Jahren, 40–75 Minuten

Azul

Foto: Next Move Games

In „Azul“ müsst mit aus herrlich anzusehenden, bunten Kunstharz-Spielsteinen euer Spielfeld schneller als alle anderen Spieler befüllen. Der Clou: Überflüssige Spielsteine zählen als Minuspunkte. Da sich alle Spieler aus demselben Pool bedienen, gewinnt das Spiel trotz seines simplen Spielprinzips (easy to learn, hard to master) schnell Dynamik, da man den Mitspielern gerne mal den letzten wichtigen Stein wegschnappt – ob nun mit oder ohne Absicht. Dank der kurzen Spieldauer und verschiedener Strategien, die man anwenden kann, verfügt „Azul“ über einen hohen Wiederspielwert. Die wertigen und schönen Spielmaterialien tun ihr Übriges, um dieses Spiel zu einem Instant Classic zu machen.
Azul, 2–4 Mitspieler, ab 8 Jahren, 30–45 Minuten

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