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11 Ausflugsziele in OWL, um Natur und Kunst zu erleben

Externsteine im Teutoburger Wald | Foto: Silke
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Die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) bietet nicht nur mit dem Teutoburger Wald jede Menge schöne Ausflugsziele. Na klar, ihr könnt in diesem Freizeit- und Urlaubsgebiet mal wieder richtig durchatmen – Wanderwegen, Fahrradwegen, Heilbädern und Co. sei Dank. Aber genauso gut tankt ihr dort Kultur pur, wofür Schlösser, Burgen, einzigartige Museen und weitere Highlights parat stehen. Hier findet ihr die passenden Tipps für euren nächsten Ausflug in den Nordosten NRWs.

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Ausflugsziele OWL

Externsteine | Horn-Bad Meinberg

Foto: Markus Spiske

Die Externsteine sind eine faszinierende Felsformation im Teutoburger Wald. Von der Umwelt geschliffen, stehen die circa 40 Meter hohen, markanten Sandsteinfelsen neben dem Wiembecketeich im Naturschutzgebiet. Selbst eine halbe Millionen Touristen im Jahr tun der mystischen Wirkung keinen Abbruch. Dazu tragen auch ihre bis heute rätselhaften Anlagen bei. So wurde in die Felsen, vermutlich im 12. Jahrhundert, ein Kreuzabnahmerelief geschlagen. Dahinter befinden sich künstliche Grotten. Sicher ist, dass im 19. Jahrhundert die Treppenanlage mit Aussichtsplattform entstanden ist – so ist euch eine super Aussicht garantiert. Wer mehr über die archäologischen, kulturgeschichtlichen und naturkundlichen Hintergründe erfahren mag, dem sei ein Abstecher in die zum Teil interaktive Ausstellung im Infozentrum empfohlen.
Infozentrum, Externsteine Straße 35, Horn-Bad Meinberg

Marta | Herford

© Marta Herford, Foto: Felix Hüffelmann

Gerade Linien und rechte Winkel sind doch völlig überbewertet, denkt sich wohl Star-Architekt Frank Gehry stetig. Seine Kreationen von fließenden, gar tänzelnden Gebäuden sind echte Hingucker und weltweit berühmt. Eines seiner designten Schmuckstücke steht auch in OWL: Das Marta Herford, ein Backsteingebäude mit Edelstahldach, in dem ihr zeitgenössischer Kunst frönen könnt. Aktuell sind im Rahmen des 9. RecyclingDesignpreises funktionale und phantasievolle Upcycling-Produkte sowie Projekte etwa zum Thema Materialforschung zu sehen. Dienstags bis sonntags lässt sich durchs Museum streifen. Den Ausflug kann man übrigens bestens in der Kupferbar im Marta auf der Terrasse am kleinen Flusslauf der Aa ausklingen lassen.
Marta, Goebenstraße 2–10, Herford

Kunstpfad | Nieheim

Auf rund zehn Kilometern Wanderweg im Wald am Holsterberg lässt sich spannende Kunst entdecken. Dafür müsst ihr schon mal den schmalen Pfad verlassen, um die versteckten Werke zu finden. Inmitten erholsamer Natur stehen insgesamt acht bezaubernde Objekte, die von internationalen Künstlern geschaffen wurden. Da hängt schon mal ein rundes Baumhaus rum, auf einer Windwiege kann man der Natur lauschen und aus einem Haus wächst gar ein Boot. Oder scheint es genau andersherum zu sein? Das findet ihr besser selbst heraus.
Nieheimer Kunstpfad, 9,5 km, Start/Ziel: Parkplatz an der Eichenallee im Oberdorf, Nieheim- Holzhausen

Glass Cube | Bad Driburg

Foto: Ersin Suepke

Viel Glas, lichtdurchflutet und futuristisch – so  lässt sich dieser Bau knapp charakterisieren, der das Firmengebäude von glaskoch darstellt, das unter anderem Produkte eines gleichnamigen Renaissance-Künstlers produziert. Wo gearbeitet und ausgebildet wird, hat auch ein großer Showroom Platz gefunden. Der Glass Cube ist für Schulungen, Veranstaltungen, Fotoshootings und Co. buchbar. Hier haben zum Beispiel Dreharbeiten für die am längsten laufende Castingshow im deutschen Fernsehen stattgefunden. Wer das schicke, weiß dominierte Innere des Markengebäudes besichtigen möchte, wo auch schon Christoph Maria Herbst alias Stormberg sowie Elton und Simon drehten, kann dies nach vorheriger Terminabsprache tun.
Glass Cube, Industriestraße 23, Bad Driburg

Freilichtmuseum | Detmold

Foto: LWL Sánchez

Am Fuße des Teutoburger Waldes liegt Deutschlands größtes Freilichtmuseum. Von April bis Oktober schlendert man hier an 120 historischen Bauten entlang. Die 90 Hektar sind gefüllt mit authentischen, sehenswerten Gebäuden, die zum Teil woanders abgebaut und in Detmold im Originalzustand wieder aufgebaut wurden. Durch eine Schmiede, Wassermühle und diverse Höfe bekommt man einen Einblick in das ländliche Leben aller Sozialschichten und Regionen Westfalens der vergangenen Zeit. Auch tierische Bewohner fehlen hier nicht.
LWL-Freilichtmuseum, Krummes Haus, Detmold

Adlerwarte Berlebeck | Detmold

Foto: Kathy Büscher

Seit 80 Jahren besteht die Adlerwarte im Detmolder Ortsteil Berlebeck. Das war wohl genügend Zeit, um den gefiederten Nachwuchs aus aller Welt groß zu bekommen. Die Greifvogelwarte soll mittlerweile die artenreichste Europas sein. Steile Sturzflüge in den Vorführungen auf der Tribüne lassen euch die Greifvögel hautnah erleben. Der Falkner vermittelt Wissenswertes rund um die Tiere und lässt diese über eure Köpfe hinweg brav und zielgenau auf seiner Faust landen. Neben den zwölf Großvolièren und einer Kleingreifanlage befinden sich ein Café, ein Bistro sowie ein Spielplatz im Park. So lässt sich hervorragend ein ausgiebiger Tag mit der ganzen Familie dort verbringen.
Adlerwarte Berlebeck, Hangsteinstraße, Detmold

Altstadt | Minden

Ist Minden euer auserkorener Ausflugsort, bietet sich ein Gang durch die Altstadt an. Aber nicht auf die altbackene Art und Weise samt zellulösem Stadtplan, sondern mit digitaler Stadtführung auf der „Minden Beacon Mile“ via App. An den Sehenswürdigkeiten sind rund 70 kleine Sender (Beacons), mit eurem Smartphone oder einem Audioguide lassen sich an diesen Punkten dann Podcasts abhören. Das Beste: Dafür gibt’s sogar freies Minden-WLAN. Auf der Route vom Dom bis zur Schiffmühle kann man in dem ein oder anderen Café gemütlich rasten. Was euch dann noch zusätzlich den Tag versüßt: „Gute Nachrichten“, die von Beacons an vor allem sakralen Bauten versendet werden. Eine schöne Idee für neue Denkanstöße und andächtige, ruhige Moment.
Altstadt, Minden

Graffitiführung | Paderborn

Um die Stadt mal abseits von gängigen Sehenswürdigkeiten wie dem Paderborner Dom zu entdecken, wird die Stadtführung für Gruppen „Paderborn und seine Graffitis“ angeboten. Was für manche eine Verschmutzung darstellen mag, ist Kunst! Die Mauerwerke werden schließlich meist nicht einfach aus dem Ärmel gesprayt. Der in der Paderborner Kunst- und Kulturszene verwurzelte Sven Niemann erläutert Hintergründe zur Kunstform und zeigt, wo die schönsten Anlaufpunkte der Stadt sind. Einer ist etwa die neu gestaltete Klostermauer der Vincentinerinnen.
Tourist Information (Buchungsstelle), Marienplatz 2, Paderborn

Schloß Neuhaus | Paderborn

Foto: Pixabay

Im Stadtteil Neuhaus befindet sich das gleichnamige Schloß. Der Ursprung geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Erst zwei Jahrzehnte später kam allerdings der Umbau zur Vierflügelanlage mit runden Ecktürmen und Gräfte zu Stande. Es ist ein frühes Beispiel der Weserrenaissance, das bis 1802 als Residenz der Paderborner Fürstbischöfe diente, heute aber ein Naturkunde- und ein Kunstmuseum beheimatet. Das Wasserschloss mit rekonstruiertem Barockgarten bildet den Mittelpunkt des Schloß- und Auenparks – Austragungsort des jährlichen SchlossSommers. Hierbei macht euch ein Open-Air-Programm aus Musik, Theater, Märkten und vielem mehr die Tage von Mai bis Oktober noch schöner.
Schloß Neuhaus, Residenzstraße 2, Paderborn

Junkerhaus | Lemgo

Foto: Pixabay

Ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk liegt am Stadtrand von Lemgo. Hier hat sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts Karl Junker ein Haus gebaut – aber garantiert kein gewöhnliches. Junker, Sohn der Stadt Lemgo, war gelernter Tischler und schloss in München zudem ein Kunststudium ab. Diese Kombi ist in jedem Winkel des Hauses sichtbar. Von außen ist der zweigeschossige Fachwerkbau samt Backsteinsockel schon einzigartig. Doch einmal eingetreten, kommt man aus dem Staunen nicht raus. Schließlich hat Junker Zeit seines Lebens innen Holzverkleidungen von Decken und Wänden sowie reich geschnitzte Bauornamentik angefertigt. Wand- und Deckengemälde sowie imposant geschnitzte Holzmöbel, die Game of Thrones als Vorbild für den Thron hätten dienen können, zaubern eine leicht schaurige Stimmung. Ein Must-See.
Junkerhaus, Hamelner Straße 36, Lemgo

Sparrenburg | Bielefeld

Foto: Pixabay

Was die Stadt Bielefeld noch existenter erscheinen lässt, ist die schöne Sparrenburg in Mitte. Bei einem Besuch mit der Familie könnt ihr die mittelalterliche Festungsanlage erklimmen und nach einem Turmaufstieg über 120 Treppen den Panoramsicht genießen. Spannend ist auch der Blick unter die Erde: Auf der Kasematten-Tour zeigt sich die über 750 Jahre alte Burggeschichte. Soldaten haben hier den Bau und die Stadt vor Feinden geschützt. Wie hart dabei die Bedingungen waren, verdeutlicht ein Runde durch das 300 Meter lange unterirdische Gangsystem mit dunklen Verliesen und engen Lichtschächten. Für Kinder gibt’s zudem eine Sparrenburg-Rallye.
Sparrenburg, Am Sparrenberg 40, Bielefeld

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