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7 Freilichtmuseen für einen Tagesausflug in NRW

Das Freilichtmuseum in Detmold | Foto: LWL/Sánchez
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Freilichtmuseen bieten dir die Gelegenheit, einen lebendigen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Auf diese Weise bildet ein Ausflug in eines der Freilichtmuseen in NRW eine hervorragende Kombination aus Unterhaltung und Bildung, ob für den Betriebsausflug oder den Kindergeburtstag. In unserer Liste findest du garantiert ein Museum in deiner Nähe – zum Beispiel in Hagen oder Detmold.

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Freilichtmuseum Hagen

Das Freilichtmuseum in Hagen fällt durch seine markanten Fachwerkfassaden ins Auge. Dahinter verbergen sich sowohl Ausstellungen wie auch echte Werkstätten, in denen man regelmäßig die jeweiligen Produktionen live miterleben kann. Wie wird eine Sichel geschmiedet? Die Antwort gibt’s im Sensenhammer. Wie stellt man eigentlich ein Seil her? In der Seilerei kann man das mit eigenen Augen sehen. Mit 27 verschiedenen Werkstätten, von denen täglich etwa 16 im Betrieb sind, steht in Hagen also das Thema „Mensch und Technik“ gänzlich im Mittelpunkt.

Daneben finden sich im beschaulichen Mäckingerbachtal, in dem das Museum liegt, aber auch noch weitere Highlights. So wird täglich frisch gebackenes und wunderbar leckeres Brot verkauft, die Museumsterrasse bietet westfälischen Mittagstisch oder bergische Kaffeetafel und die museumseigene Brauerei schenkt frisch gezapftes Mäckinger aus.

Die Saison in Hagen geht von April bis Oktober. Außerdem findet jedes Jahr am ersten Adventswochenende ein großer Weihnachtsmarkt auf dem Gelände statt. Sonntags kann man an einer kostenfreien Führung über das Gelände teilnehmen, darüber hinaus können Schulklassen, Gruppen und Vereine sich geschlossen für eine Führung anmelden. Auch Kindergeburtstage sind im Museum gern gesehen. Hunde dürfen auch aufs Gelände, allerdings nicht mit in die Gebäude.
Freilichtmuseum Hagen, Mäckingerbach, Hagen, April bis Oktober

Freilichtmuseum Detmold

Foto: LWL/Jähne

Auf über 90 Hektar Fläche kannst du im Freilichtmuseum Detmold knapp 120 historische Gebäude jedweder Couleur erkunden. Diese wurden teilweise an anderen Orten ab- und dann im Freilichtmuseum im Originalzustand wieder aufgebaut, um das Erlebnis so authentisch wie möglich zu gestalten. So finden sich auf dem Gelände so verschiedene Bauten wie eine Schmiede, eine Wassermühle, diverse Höfe sowie ein ganzes Sauerländer Dorf.

Das will erstmal alles erkundet werden. Für einen Besuch in Detmold solltest du daher einiges an Zeit mitbringen. Denn zusätzlich zu den Werkstattshows sind die vielen Höfe auf dem Gelände mit Tieren aller Art bevölkert: Esel, Pferde, Bentheimer Schweine, Landschafe, Lippegänse und auch Hühner, um nur einige der tierischen Bewohner des Museums zu nennen. Die wechselseitige Beziehung zwischen Mensch und Tier ist nämlich der zentrale Aspekt in Detmold.

Das Museum ist von April bis Oktober geöffnet. Mit Anmeldung erhält man als Gruppe eine Führung über das Gelände, wobei sowohl allgemeine Führungen wie auch spezielle Themenführungen angeboten werden. Darüber hinaus gibt es für Schulklassen und Kindergruppen kindgerechte Programme – ein absolutes Highlight ist die Aktion „Museumsschläfer“, bei der Schulklassen im Freilichtmuseum übernachten können.
Freilichtmuseum Detmold, Krummes Haus, Detmold, April bis Oktober

Freilichtmuseum Kommern in Mechernich

Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern

In Mechernich in der Eifel findest du das Freilichtmuseum Kommern. Mit seinen 95 Hektar und mehr als 65 historischen Gebäuden zählt das Museum zu den größten seiner Art in Europa. Entsprechend umfangreich ist das Angebot. Bauernhöfe, Mühlen, Werkstätten und gruppierte Dorfhäuser prägen das Bild, das sich dem Besucher in Kommern bietet. Die verschiedenen Bereiche des Museums sind nach unterschiedlichen Regionen Westdeutschlands gegliedert. Vertreten sind die Eifel, der Niederrhein, das Bergische Land sowie der Westerwald. Demnächst kommt noch der „Marktplatz Rheinland“ hinzu. Auf der Homepage des Museums kann man genau nachvollziehen, woher die einzelnen Häuser ursprünglich kommen.

Bevölkert werden all diese Stätten von Handwerkern, Landwirten oder auch einer Mäusefallenkrämerin. Im Programm „Gespielte Geschichte“ treten diese den Besuchern gegenüber als Zeitzeugen in der Ersten Person auf und helfen so, die zeitliche Distanz zur Vergangenheit zu überbrücken und diese früheren Zeiten unmittelbar erlebbar zu machen. Zu den Menschen gesellen sich außerdem zahlreiche Tiere, von Weideschweinen und Edelziegen über Rinder, Pferde und Esel bis hin zu fleißigen Bienen.

Das Freilichtmuseum Kommern hat 365 Tage im Jahr geöffnet. Die riesige Fläche des Museums lässt sich entweder auf eigene Faust auf einem der Museumsrundgänge erkunden, oder aber in einer der zahlreichen angebotenen Führungen mit kundiger Begleitung bezwingen. Darüber hinaus führt das Museum einen prallvollen Veranstaltungskalender, in dem sich so schillernde Programmpunkte wie ein Bogenbauseminar, ein historischer Jahrmarkt oder ein Kurs zur Nutzung von Küchenkräutern aus dem Hausgarten tummeln.
Freilichtmuseum Kommern, Eickser Straße, Mechernich-Kommern, ganzjährig geöffnet

Freilichtmuseum Lindlar

Im Freilichtmuseum Lindlar wird das Leben des 19. Jahrhunderts im Bergischen Land dargestellt. Die Originalbauten, deren Baujahre von 1800 bis in die 1960er-Jahre reichen, sind in verschiedenen Baugruppen arrangiert, die jeweils eine bestimmte Zeitspanne repräsentieren. Gefüllt werden diese Gebäude, wie auch in den anderen Freilichtmuseen, von Betrieben wie Schmieden, Seilereien oder Imkereien.

Neben den Siedlungen wird das Gelände des Museums durch landwirtschaftliche Bereiche bestimmt. Äcker und Felder werden mit historischen Hilfsmitteln bewirtschaftet und vermitteln ein Bild von der harten körperlichen Arbeit, die frühere Generationen in ihren Broterwerb investieren mussten. Außerdem lassen sich sogenannte Kulturlandschaften begutachten, also Landstriche, die sich durch menschliche Eingriffe wie Rodung und Beackerung deutlich von ihrem Naturzustand unterscheiden.

Gruppen, Schulklassen und Kindergeburtstage sind in Lindlar gern gesehene Gäste. Eine offene Holzwerkstatt lädt zum Basteln und kreativ Ausleben ein, Naturspielplatz und die Tiere auf dem Gelände sind ebenfalls kinderfreundlich. In der Museumsherberge „Gut Dahl“ können Schulklassen sich über Nacht einquartieren. Aber auch für große Gäste gibt es Führungen, allgemein gehalten oder als spezielle Themenführung.
Freilichtmuseum Lindlar, Lingenbacher Weg 2, Lindlar, ganzjährig geöffnet

Archäologischer Park Xanten

Foto: Alex Thünker/DPG

Ich frage euch, was haben die Römer je für uns getan? Nicht nur den Aquädukt, sondern auch den archäologischen Park Xanten, zumindest indirekt. Das Freilichtmuseum am Niederrhein ermöglicht dir einen Einblick in die Römerzeit, in der Xanten (beziehungsweise Colonia Ulpia Traiana) eine der bedeutendsten römischen Siedlungen im heutigen Deutschland war.

Heute stehen viele der antiken Bauten rekonstruiert auf dem Gelände und können besichtigt werden. Zu den Highlights zählen der imposante Hafentempel und das nicht minder beeindruckende Amphitheater sowie die Überreste des Stadtbads. In den römischen Wohn- und Handwerkshäusern wiederum kann das alltägliche Leben der römischen Bevölkerung nachvollzogen werden. Das Herzstück des Parks ist aber das LVR-RömerMuseum, in dem die archäologischen Funde ausgestellt und erläutert werden.

Überhaupt ist der Park in Xanten ein lebendiges Museum. Auf dem ganzen Gelände finden permanent Ausgrabungen statt, die mehr und mehr über das antike Leben in der Colonia verraten. Damit man sich das nicht alles selbst erschließen muss, bietet das Team des Parks verschiedenste Führungen sowie Programme für Schulklassen und Familien an. Für das leibliche Wohl sorgt das römische Restaurant, das leckere Mahlzeiten nach antiken Rezepten zubereitet.
Archäologischer Park Xanten, Am Amphitheater, Xanten, ganzjährig geöffnet

Niederrheinisches Freilichtmuseum in Grefrath

Im Herzen des Niederrheinschen Freilichtmuseums in Grefrath steht die Dorenburg. Neben dem in der Wasserburg befindlichen Museum befinden sich um die Burg verteilt verschiedene historische Gebäude. Zu diesen architektonischen Ausstellungsstücken zählen unter anderem eine Schmiede, eine Korn-Brennerei, eine Dampfwalze oder ein Feuerwehr-Spritzenhaus.

Mit seinen 4 Hektar Fläche zählt das Museum am Niederrhein zu den kleineren Vertretern seiner Zunft, hat aber trotzdem ein umfangreiches Programm zu bieten. Ob Backseminare, Mairitt oder Mittelaltermarkt, Langeweile kommt hier nicht auf. Im Sommer außerdem empfehlenswert: das Sommerferienprogramm für Kinder von 6 bis 10 Jahren. Für große Besuchergruppen, Schulklassen und Kindergeburtstage gibt es eigene Gruppen.
Niederrheinisches Freilichtmuseum, Am Freilichtmuseum 1, Grefrath, ganzjährig geöffnet

Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster

5 Hektar misst das Freilichtmuseum Münster. Die aber sind gefüllt mit Wissen und Unterhaltung in insgesamt 30 verschieden Gebäuden. Die reichen dabei von der zentralen Bockwindmühle über Schreinerei und Schuhmacherhaus bis hin zu Landschule und Bienenhaus. Die Häuser sind dabei historisch ausgestattet, sodass man sich ein gutes Bild vom früheren Leben im Münsterland machen kann.

Das Programm des Museums gestaltet sich ebenso vielfältig: Vorträge zum Leben in Westfalen, Kinder-Workshops (zum Beispiel Seife gießen) oder Werksschauen im Bienenhaus, um nur einige zu nennen. Wie die anderen Freilichtmuseen in NRW bietet auch das in Münster Führungen für größere Gruppen, Schulklassen oder Kindergeburtstage an. Im Tagescafé „Dorfkrug“ wiederum kannst du nach einem bildungsreichen Rundgang einkehren und frischen Kuchen aus der museumseigenen Bäckerei genießen. Hunde dürfen mit ins Museum, aber nur an der Leine.
Mühlenhof-Freilichtmuseum, Theo-Breider-Weg 1, Münster, ganzjährig geöffnet

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