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Feng Shui – So könnt ihr eure Wohnung strukturieren

Foto: Timothy Buck
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Hier dreht sich alles um das Qi, die unsichtbare Lebensenergie, die überall fließt und uns und jede Zelle belebt. Feng Shui soll uns helfen, das Qi im Fluss zu halten und zu leiten. Fühlt sich das Qi wohl und kann schön umherfließen, fühlt auch ihr euch wohl in den eigenen vier Wänden. Damit alles im Fluss bleibt, haben wir euch ein paar Grundregeln zusammengefasst, wie ihr eure Wohnung strukturieren könnt.

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Feng Shui – die Grundlagen

Auch wenn ihr mit Luft- und Wassergeistern, Yin und Yang nicht viel anfangen könnt, kann Feng Shui Harmonie in die eigenen vier Wände bringen. Ein paar einfache Tricks der uralten chinesischen Harmonielehre bringen euch mit eurer Umgebung in Einklang und das Qi fließt.

Spiegel

Foto: Suhyeon Choi

Spiegel sind erlaubt, sollten aber mit Bedacht aufgehängt werden. Gegenüber der Eingangstür hängt ein Spiegel besonders schlecht, denn dann wird das Qi direkt wieder aus der Wohnung hinausgespiegelt. Das wollen wir natürlich nicht. Auch im Schlafzimmer haben Spiegel zumindest gegenüber dem Bett nichts zu suchen. Die reflektierten alten Energien können zu einem unruhigen Schlaf führen. Aber im Esszimmer solle ein Spiegel laut Feng-Shui-Experten für gute Energien sorgen. Wo gehört ein Spiegel auch sonst hin?

Aufräumen und Entrümpeln

Es ist eine der wichtigsten Regeln im Feng Shui und gleichzeitig wohl allen bekannt: In einer aufgeräumten Wohnung lebt es sich schöner. Wer seine Wohnung ordentlich hält, ist auch im Inneren geordnet. Wenn alles schön aufgeräumt ist, können wir einen Schritt weitergehen und entrümpeln! Trennt euch von Dingen, die seit Jahren in der Schublade auf Verwendung warten. Fangt mit einem Schrank an, räumt ihn aus und überlegt bei jedem Teil, ob ihr es wirklich braucht. Nein? Dann weg damit. Es muss nicht unbedingt in den Müll landen, vielleicht freut sich jemand anderes darüber und hat Platz in seinem Schrank. So kann das Qi wieder frei fließen.

Dekoration

Foto: DESIGNECOLOGIST

Eigentlich ist unser Motto „mehr ist immer mehr“, aber in diesem Fall sollte es wohl überlegt sein, ob die zwölfte Schale mit Deko-Steinen wirklich noch aufgestellt werden muss. Zwar ist dekorieren nach Feng Shui erlaubt, aber bitte in Maßen. Das Qi kommt schnell ins Stocken, wenn der Raum voller getrockneter Blumen ist. Außerdem ist es gut, wenn die Dekoration immer zum Zweck des Raumes passt. Grelle Farben im Schlafzimmer sind ein Tabu, aber das ist auch fernab von Feng Shui klar, oder?

Feng Shui und Möbel

Foto: Charles 🇵🇭

Organische und geschwungene Formen mag das Qi am liebsten, daran kann es sich anschmiegen und elegant an den guten Stücken entlang fließen. Spitze oder eckige Möbel hingegen mag es gar nicht gerne. Also greift lieber zum geschwungenen Nierentisch als zu einem spitzkantigen Wohnzimmertisch.

Elemente im Feng Shui

Foto: stux

Es ist eines der Grundprinzipien des Feng Shui: die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die Elemente haben aufeinander Einfluss, stärken oder schwächen sich gegenseitig. Ziel ist es, die Elemente in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Denn (ihr wisst was jetzt kommt) das Qi soll fließen. Damit ihr in eurer Wohnung kein Feuer legen müsst, sind den Elementen verschiedene Formen, Farben, Jahres- und Tageszeiten zugeordnet. So stehen die Farbe Rot, der Süden, der Sommer und die Mittagszeit, Kerzen, Lampen und spitze Formen für das Element Feuer. Holz wird durch die Farbe Grün, den Osten, Frühling und Holzmöbel symbolisiert. Erde durch die Mitte, die Farben Gelb und Braun, Leinen, Lehm und Porzellan. Der Herbst, die Farben Weiß, Silber und Gold und die Materialien Eisen und alles aus Metall steht für (wer hätte es gedacht) das Element Metall. Schlussendlich wird Wasser durch den Norden und den Winter, durch die Farben Blau, Schwarz und Violett und durch Glas, Wasserspiele und runde Objekte symbolisiert. So weit, so logisch. Was also tun? Ganz einfach: Überwiegt in einem Raum ein Element, ist es gut in den anderen Räumen die vier anderen Elemente mehr zur Geltung zu bringen. Wo dunkle Möbel einen Raum beherrschen, sollten helle Akzente gesetzt werden. Spitze Zimmerpflanzen sollten mit solchen zusammengestellt werden, die runde Blätter haben. Und das bringt uns zum nächsten Thema.

Pflanzen

Foto: Lauren Ferstl

Zimmerpflanzen erleben gerade ein großes Comeback. Ein Interior-Influencer wäre kein Interior-Influencer, wenn er keinen heimischen Urban-Jungle vorzuweisen hätte. Klar. Aber nicht nur Oma wusste schon, dass Zimmerpflanzen toll sind, auch die Feng-Shui-Lehre hat es schon immer gewusst. Dabei zählt allerdings nicht die vertrocknete Grünlilie in der Zimmerecke, denn insbesondere gesunde (!) Zimmerpflanzen bringen Leben in die Wohnung und lassen das heißbegehrte Qi fließen. Auf der Fensterbank sollen sie sogar dabei helfen, die Energie in der Wohnung zu halten. Noch besser als grüne Zimmerpflanzen – blühende Pflanzen.

Feng Shui im Schlafzimmer

Das Bett

Foto: Christopher Jolly

Damit ihr super toll schlafen könnt und das geliebte Qi ordentlich fließen kann, gibt es ein paar Grundregeln für den Standort des Bettes. Habt ihr eine Dachschräge, dann stellt das Bett darunter, mit dem Fußende in den Raum. Wenn möglich, stellt das Bett nicht zwischen Fenster und Tür, das stört den Energiefluss. Über dem Kopfende des Bettes sollten keine Deckenbalken sein, das bedrückt. Auch ist es wichtig, dass eure Füße nicht zur Tür zeigen, sonst strömt das Qi auf euch ein und ihr könnt nicht in Ruhe schlafen. In der Nähe von Wasserleitungen oder Heizungsrohren soll das Bett auch nicht stehen. Auch nicht mitten im Raum. Habt ihr endlich einen Platz für das Bett gefunden, wünschen wir gute Nacht.

Die Farben

Foto: Andrej Lišakov

Feng Shui hin oder her, eigentlich ist es klar, dass knallige Farben im Schlafzimmer ein absolutes No-Go sind. Wer kann und will schon in einem neonpinken Zimmer schlafen? Feng Shui rät hingegen zu gedeckten, dezenten und  hellen Farben. Pastellfarben wären eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und erholsamen Schlaf zu finden.

Pflanzen

Foto: Ren Ran

Wir lieben Zimmerpflanzen – und Feng Shui auch. Auch im Schlafzimmer, aber hier bitte mit Bedacht. Zu viele Pflanzen können den Energiefluss stören. Runde Blattformen sind zu bevorzugen, das sorgt für ein rundes (ha!) Gesamtbild. Spitze Blätter hingegen stören die Atmosphäre.

Spiegel im Feng-Shui-Schlafzimmer

Foto: James Lindsay

Nein! Keine Spiegel! Die sind in der Feng-Shui-Schlafzimmer-Welt verboten. Sie werfen die verbrauchten Energien zurück und sorgen für einen unruhigen Schlaf. Wollt ihr selig schlafen, verbannt ihr den Spiegel aus dem Schlafzimmer. Könnt ihr aber nicht darauf verzichten, dann bitte nicht in Bettnähe.

Feng Shui im Wohnzimmer

Sofa

Foto: Taylor Hernandez

Wo setzt ihr euch hin, wenn ihr ein Restaurant betretet? Auf den freien Platz mit der Wand im Rücken. So haben wir ein schützendes Element hinter uns und können sehen, was im Raum vor sich geht. So sollte es auch im Wohnzimmer ein. Das Sofa braucht die schützende Wand. Am besten ist es so platziert, dass ihr Tür und Fenster im Blick habt, wenn ihr sitzt. So habt ihr automatisch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Möbel

Foto: Curology

Stell dein Wohnzimmer nicht zu voll, das stört den Energiefluss. Und auch ihr wollt euch doch frei bewegen können, ohne überall anzustoßen. Außerdem sollten die fünf Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Metall und Holz) vertreten sein und sich gegenseitig ausgleichen. Sie repräsentieren die Natur, die wir durch dicke Mauern ausgesperrt haben.

Dekoration

Dekoration ist natürlich weiterhin erlaubt, aber bitte nicht zu viel. Die Accessoires sollten mit Bedacht ausgewählt werden und am besten noch eines der Elemente repräsentieren. Verzichtet allerdings auf getrocknete Blumen, die toten Pflanzen stören den Energiefluss extrem.

Feng Shui und Bilder

Foto: Jonny Caspari

Mehrteilige Bilder

Modulare Kunst ist recht beliebt, aber in Feng-Shui-Augen eine Todsünde. Ein einzelnes Bild in mehrere Teile zu zerlegen, ist ein Harmonie-Killer. Habt ihr allerdings mehrere Bilder wie eine Galerie an der Wand angeordnet, ist das in Ordnung. Noch besser wäre es, wenn die einzelnen Bilder thematisch miteinander verbunden wären.

Wachstumsbilder

Gemälde von Wäldern oder Pflanzen sind nicht nur sehr beruhigend, nach der Feng-Shui-Weisheit sollen sie auch Liebesbeziehungen positiv beeinflussen. Denn Bäume und Pflanzen stehen für Wachstum. Herbstlandschaften hingegen sollten vermieden werden. Außer in der Beziehung ist eh nichts mehr zu retten – dann ist es auch egal.

Feng Shui im Arbeitszimmer

Schreibtisch

Foto: Freddie Marriage

Wer konzentriert und produktiv bei der Arbeit sein will, sollte den Schreibtisch dementsprechend aufstellen. Gerne wird der Tisch ans Fenster gestellt und wir sitzen mit dem Rücken zum Raum. Aber ähnlich wie beim Wohnzimmer ist das nicht ideal. Am besten ist es, immer mit der schützenden Wand im Rücken zu sitzen und den Blick auf Tür und Fenster zu haben. Stellt den Schreibtisch also am besten ein bisschen in den Raum hinein und setzte euch dahinter, so fließt das Qi und die Kreativität sowieso.

Farben

Sanfte, freundliche Farben sorgen für Ausgeglichenheit. Erdtöne stehen für Ordnung, Grün- oder Blautöne für Konzentration und Kreativität. Grau und Weiß fördern Klarheit und Disziplin, die Farben helfen uns fokussiert zu bleiben. Rote Farbe ist zwar aktivierend, aber keine gute Wahl für den Langzeitgebrauch.

Feng Shui im Garten

Yin und Yang

Foto: PIRO4D

Ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Pole Yin und Yang ist essenziell für einen Feng-Shui-Garten. Wo Licht ist, sollte auch Schatten sein. Kleine Blätter und Blüten sollen auf große Blätter und Blüten treffen. Kleine und große Steine, dunkle und helle Farben, gerade und geschwungene Formen, Steine und Wasser: Diese Kombinationen ergänzen sich super.

Fünf Elemente im Garten

Die fünf Elemente sind nicht nur in der Wohnung wichtig, auch der Garten profitiert von ihnen. Werden die Elemente in einem ausgewogenen Maße eingesetzt, erhaltet ihr einen geschlossenen Kreislauf. So sind beispielsweise die Blätter des Elements Holz schmal und länglich, von Feuer spitz und stachelig, von Erde kubisch, von Metall kugelförmig und von Wasser hängend und unregelmäßig. Zusätzlich könnt ihr einen Teich oder einen Springbrunnen anlegen. Ruhiges Gewässer hilft beim Entspannen, aktives Wasser bringt neuen Schwung in euer Leben.

Wege

Foto: Katelyn Wamsley

Die angelegten Wege in eurem Garten sollten geschwungen und abwechslungsreich gestaltet sein. Habt ihr Spaß, darauf zu spazieren, dann fühlt sich auch das Qi wohl und fließt schön durch euren Garten. Lange gerade Wege hingegen lassen das Qi vorbeirasen, davon habt ihr dann nicht viel.

 

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