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Gemüse grillen: So einfach gelingen diese 12 Gemüsesorten auf dem Grill

Foto: Chantal Garnier
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Bei richtiger Produktwahl und Zubereitungstechnik ist Grillgemüse ein vitamin- und abwechslungsreiches Highlight für jede Grillsession, da es sich als Beilage und sogar als Hauptgericht ganz hervorragend eignet. Im vierten Teil unserer Serie „Grillen für Anfänger“ verraten wir euch, wie ihr 12 beliebte Gemüsesorten problemlos auf dem Grill zubereiten könnt.

Perfektes Grillen ist die Kunst, Garzeiten zu kennen und Temperaturzonen zu beherrschen. Wann platziere ich was und wo auf dem Grill, damit alles gleichzeitig fertig wird? Ganz ideal lässt sich das mit verschiedenen Gemüsesorten üben. Wenn ihr Spargel, Zucchini und Co. „auf den Punkt“ grillen könnt, sind Steaks und Würstchen für euch keine Herausforderung mehr. Bei Gemüse gilt besonders für unerfahrene Griller das, was für Fleisch auch gelten sollte: Verzichtet auf ausschweifende Marinaden- und Gewürz-Orgien. Genießt den Eigengeschmack der möglichst erntefrischen Produkte, der durch die typischen Röstaromen wunderbar intensiviert wird und lauft nicht Gefahr, euch ein tolles Ausgangsprodukt durch falsche „Vorbehandlung“ zu verderben. Wer mag, verfeinert das Gemüse mit Gewürzen, Kräutern und hochwertigen Essenzen – aber bitte nach dem Grillvorgang. Erst wenn ihr über einen längeren Zeitraum euren eigenen Grillgeschmack und eure Techniken entwickelt habt, sollten vorgewürzte, überbackene oder marinierte Gemüsevarianten ausprobiert werden.

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Temperatur und Zuschnitte von Grillgemüse

Foto: Sanket Shah

Für das „direkte“ Gemüsegrillen, also das Zubereiten direkt über der Hitzequelle, wird eine Temperatur von 180 bis 200 Grad Celsius benötigt. Um viele Röstaromen zu bekommen, sollte die Aufnahmefläche möglichst groß sein. Schneidet Gemüse also in große, aber dünne Scheiben, damit es beim Grillen schnell durchgegart wird. Sollte das Gemüse eurer Wahl schon bestens angeröstet aber innen noch zu fest sein, wird es einfach im indirekt beheizten Bereich des Grills bei geschlossenem Deckel nachgegart. Kleine und „schlüpfrige“ Gemüsesorten wie Pilze oder Zwiebelringe können am besten in einem Grillkorb oder auf einer Plancha (Grillplatte) zubereitet werden, damit sie nicht versehentlich durch den Rost fallen. Wichtig ist, dass ihr euch von Anfang an einen Zeitplan erstellt: Verschafft euch einen Überblick über die Gemüsesorten, die gleichzeitig fertig werden sollen, ermittelt die jeweiligen Garzeiten und rechnet rückwärts, mit welchem Produkt ihr beginnen müsst und wann und in welcher Reihenfolge die übrigen Produkte hinzukommen.

Gemüse vorgaren

Oft werden sehr feste Gemüsesorten (Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli, Maiskolben), die in größeren Stücken oder sogar im Ganzen auf den Grill kommen, vorgekocht bzw. einige Minuten blanchiert. Das verringert die spätere Grillzeit ganz entscheidend. Alternativ können diese Sorten aber auch im indirekten Bereich des Grills und bei geschlossenem Deckel circa 30 Minuten gegart werden, bevor ihr sie im direkten Bereich mit Röstaromen verseht. Wie ihr indirekte Zonen im Grill einrichtet und sogar auf einem Grill ohne Deckel Produkte „garziehen“ könnt, erfahrt ihr HIER.

Aubergine grillen

Foto: Markus Spiske

Die Aubergine zählt zum eher geschmacksarmen Grillgemüse, weshalb ihr sie vor dem Grillen marinieren müsst. Die Aubergine wird dafür zunächst gewaschen und der Länge nach in circa ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Mithilfe eines Pinsels die Scheiben beidseitig mit einer Marinade aus nativem Olivenöl, Salz, Paprikapulver und frischem, gepresstem Knoblauch bestreichen und mindestens zwei Stunden einziehen lassen. Auf direkter Hitze bei 200 °C von jeder Seite circa fünf Minuten rösten und heiß servieren.

Blumenkohl grillen

Auch wenn es oft anderes zu lesen und zu hören ist: Blumenkohl muss fürs Grillen nicht vorgekocht oder blanchiert werden. Am besten schmeckt der gegrillte Blumenkohl, wenn er nach dem Putzen in circa zwei Zentimeter dicke Steaks geschnitten wird. Damit die Scheiben nicht zu schnell trocken werden und dennoch ein gutes Röstaroma haben, werden sie vor dem Grillen mit nativem Olivenöl (hoher Rauchpunkt) bestrichen und bei 180 °C von jeder Seite rund zehn Minuten lang direkt gegrillt bis die Oberfläche gut angeröstet ist. Zum Schluss mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Brokkoli grillen

Foto: Hessam Hojati

Den Brokkoli-Kopf putzen und in Röschen teilen. Ganz klassisch wird das Gemüse fünf Minuten in Salzwasser blanchiert und anschließend in Eiswasser abgeschreckt, bevor es leicht kross gegrillt wird. Ohne zu blanchieren funktioniert‘s aber auch. Dazu müsst ihr die Röschen nur halbieren und über direkter Hitze bei 180 °C für rund 15 Minuten unter regelmäßigem wenden anrösten. Nach dem Grillvorgang kommt das noch heiße Gemüse in eine Schale und wird mit etwas Sesamöl und Sojasauce sowie einigen Chiliflocken mariniert und lauwarm serviert.

Karotten grillen

Karotten sind ein super leckeres Grillgemüse, da sie einen idealen Eigengeschmack mitbringen. Die Möhren werden vom Grün befreit, geschält und der Länge nach halbiert. Vor dem Grillen sollten sie mit einem Öl, das einen hohen Rauchpunkt hat (z.B. raffiniertes Sonnenblumenöl), bepinselt und mit Salz und Pfeffer gewürzt werden. Die so vorbereiteten Möhren grillt ihr dann im direkten Bereich bei 200 °C für rund sechs Minuten pro Seite.

Kartoffeln grillen

Foto: Marc Lorenz

Kartoffeln, besonders in den großen Varianten, gelingen euch am einfachsten, wenn ihr sie vor dem Grillen gründlich abwascht und mit Schale vorkocht. Zu empfehlen sind festkochende Knollen, da sie dem späteren Gericht noch einen ordentlichen „Biss“ geben und nicht auseinanderfallen. Vorgekochte und abgekühlte  Kartoffeln werden im Ganzen circa 10 Minuten bei rund 180 °C in der indirekten Zone des Grills auf Temperatur gebracht und sind dann sofort genießbar. Eine tolle Variante, die kein Vorkochen erfordert, sind Kartoffelecken. Dazu werden die Knollen mit Schale zunächst sehr gründlich „abgeschrubbt“, abgetrocknet und geviertelt. Die Stücke werden dann im indirekten Bereich (ca. 200 °C) mit geschlossenem Deckel für 30 Minuten gebacken. So sind sie außen schön kross und innen soft. Der „Gabeltest“ verrät, ob sie fertig sind. Zum Schluss werden die Kartoffelecken noch mit Pommessalz oder einer Gewürzmischung aus Salz und Paprika veredelt.

Maiskolben grillen

Die frischen Kolben von Blättern und Fäden befreien, wenn nötig den Stielansatz und die Spitze abschneiden und gründlich abspülen. Wenn ihr etwas Zeit sparen möchtet, kocht die Maiskolben 20 Minuten in gezuckertem Wasser vor. Alternativ werden die frischen Kolben leicht gezuckert, in Alufolie gewickelt und 30 Minuten bei 200 °C im indirekten Bereich gegart. Die Alufolie verhindert, dass die Maiskolben zu oft abkühlen, falls ihr zwischendurch den Grill öffnen müsst. Danach werden beide Varianten für rund 20 Minuten bei 180 °C unter regelmäßigem Wenden direkt gegrillt, bis sie von allen Seiten gleichmäßig geröstet sind. Vor dem Servieren sollten die Maiskolben noch mit viel Butter und etwas Salz versehen werden.

Paprika grillen

Zunächst werden die Paprikaschoten halbiert, vom Stil und vom Kerngehäuse befreit und abgewaschen. Die Grillzeit ergibt sich durch die Höhe der Temperatur und euren Vorlieben, wie knackig das Gemüse verzehrt werden soll. Da Paprika schnell anbrennt, sollte die Grilldauer im heißen, direkten Bereich (200 °C und mehr) sehr kurz sein (circa zwei Minuten von jeder Seite). Das Ergebnis sind leichte Röstaromen und ein bissfestes Gemüse. Bei 180 °C und weniger können die Paprikahälften bei regelmäßigem Wenden bis zu zehn Minuten gegart werden und sind innen dann deutlich weicher. Sollte euch die Schale doch einmal anbrennen, könnt ihr sie mühelos mit einem Messer abziehen.

Pilze grillen

Die kleinen „Erdlinge“ vertragen ordentlich Hitze, damit sich der Grillgeschmack gut entfaltet. Nach dem Waschen sollten sie mindestens halbiert und mit einem Öl, das einen hohen Rauchpunkt hat (Tipp: Soja-Öl), eingepinselt werden. Bei 200 bis 220 °C werden die Pilze dann direkt für knapp fünf Minuten angegrillt und dabei regelmäßig gewendet. Da die kleinen Leckereien dabei gern durch den Rost fallen, solltet ihr zum Grillen eine Grillplatte oder ein Grillkorb nutzen. Kurz vor dem Servieren mit etwas Salz, Rosmarin und Thymian würzen.

Spargel grillen

Wer den puren Spargel zu genießen weiß, legt die edlen Stangen direkt auf den Rost. Hierbei eignet sich der grüne Spargel am besten. Er ist recht dünn, wird daher schneller gar und muss nicht aufwendig geschält werden. Den grünen Spargel müsst ihr nur gut abwaschen und die eventuell holzigen Enden abschneiden. Unmittelbar vor dem Grillen werden die Stangen dann mit etwas temperaturbeständigem Öl (Raps- oder Olivenöl) eingepinselt und direkt bei 180 Grad und regelmäßigem Wenden gegrillt. Nach zehn bis zwölf Minuten sollte der Spargel genussbereit sein. Weißer Spargel muss vor dem Grillen natürlich geschält werden und braucht mindestens die doppelte Grillzeit. Schneller ans Ziel kommt ihr, wenn ihr den weißen Spargel vorher blanchiert. Dazu einfach fünf Minuten in kochendem Wasser vorgaren. Für weiß und grün gilt: Wie beim klassischen Spargelkochen gibt der „Gabeltest“ Aufschluss über den Zustand. Die Stangen sollten weich, aber innen noch bissfest sein. Die echten Spargelfans benetzen den Spargel nun nur noch mit etwas (Kräuter-)Butter und berieseln ihn mit etwas Salz und Pfeffer. Ein Tipp zum Abschluss: Wer Bedenken hat, dass die Spargelstangen durch den Rost rutschen könnten, verbindet sie mit Schaschlikstäben zu kleinen Spargel-Mini-Flößen.

Tomaten grillen

Foto: Julie Pearce

Tomaten sind eine der wenigen Gemüsesorten, die mit Röstaromen nur schwer klarkommen. Daher solltet ihr sie nur indirekt garen. Dazu die Tomaten waschen, die Stilansätze entfernen und je nach Größe halbieren oder sogar vierteln. Mit der Schnittfläche nach oben legt ihr die Tomaten dann in eine Grillschale (z.B. einen Edelstahl-Bräter) und beträufelt sie mit ein wenig Knoblauchöl und würzt mit Salz und Pfeffer. Im indirekten Bereich des Grills werden die Tomaten dann bei 200 °C für rund zehn Minuten bei geschlossenem Deckel gegart.

Zucchini grillen

Der „Sommerkürbis“ ist eines der leckersten und einfachsten Grillgerichte. Wichtig ist nur, dass die Saftigkeit der Zucchini nicht verloren geht. Daher darf vor dem Grillvorgang auf keinen Fall gesalzen werden. Schneidet die Zucchini einfach in runde, circa ein Zentimeter dicke Scheiben und bepinselt sie mit etwas nativem Olivenöl. Bei 180 °C werden die Zucchinischeiben dann von beiden Seiten direkt gegrillt, bis eine leichte Röstung entstanden ist. Das dauert in der Regel rund zehn Minuten. Aber Vorsicht: Es ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Zucchini sollte außen angeröstet und innen weich sein. Überprüft das aber nicht mit einer Gabel, da sonst zu viel Saft austreten könnte. Entweder mit dem Finger in der Mitte leicht andrücken oder mit der Grillzange an einer Ecke anheben, um die „Biegsamkeit“ der Scheiben zu prüfen. Falls die Zucchini innen noch nicht weich ist, aber außen schon ausreichend geröstet, wird sie einfach im indirekten Grillbereich „nachgezogen“.

Zwiebeln grillen

Foto: Mike Fox

Zum Grillen eignet sich die Gemüsezwiebel am besten. Sie ist zwar nicht ganz so intensiv im Geschmack, bietet aber aufgrund ihrer Größe eine tolle Röstfläche. Bei der haushaltsüblichen Speisezwiebel ist das Vorgehen aber analog. Ihr müsst die Zwiebel nur schälen und in rund 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Danach werden sie mit etwas Rapsöl (oder eine andere Sorte mit hohem Rauchpunkt) eingepinselt und leicht gesalzen. Auf dem Grill müsst ihr die Scheiben dann nur noch unter häufigem Wenden bei 200 °C rund acht Minuten direkt grillen.

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