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Streetwear-Label aus Bochum: Ruhrindustries

Foto: Ruhrindustries

Seit 2011 gibt es schon das Label Ruhrindustries. Streetwear aus dem Geiste der Region. Urban, von Arbeit geprägt, modern gelebt. Zuletzt hat dieses von Jamshid Ahadzai gegründete Modelabel gleich zwei Schritte nach vorne gemacht. Mit einer echten Fußball-Legende als Partner und einem architektonischen Wunderwerk als Homebase. Cooler geht es nicht.

Links und rechts Graffiti-Garagen. Die Straße kopfsteingepflastert. Alle paar Minuten rauscht die S-Bahn 1 nur wenige Meter vor dem Fenster vorbei. Dabei liegt die Kleverweg keineswegs im Niemandsland. Vom Bochumer Hauptbahnhof sind es nur ein paar Meter, ein paar weitere Meter weiter führt der Tunnel von der Hermannshöhe fast direkt ins Herz des Bermudadreiecks. Dennoch ein sehr unwahrscheinlicher Ort für einen Mode-Shop, einen Showroom und ein Office.

Innenarchitekt Thomas Stark – auch verantwortlich für das Zentralmassiv am Springerplatz – hat hier eine wunderbare Vision verwirklicht. Urbaner geht es nicht, cooler kaum. Erster Mieter: Ruhrindustries, Jamshid, Diana Nae und Sven Mislintat. Mislintat? Ja, genau der. Der Mann, der als Spieler-Scout für Borussia Dortmund Shinji Kagawa entdeckte, Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang, um nur die bekanntesten Namen zu nennen. Der erste Scout, der dann, November 2017, für 1,3 Millionen Euro Ablösesumme nach London zu Arsenal wechselte. Kürzlich ging er als Sportdirektor zum VFB Stuttgart. Seit vier Jahren macht er auch Mode.

Foto: Ruhrindustries

Wir lernen von der Pike auf, glauben an unser cooles Konzept

„Wir haben das Glück, dass wir alle noch andere Standbeine haben“, grinst Mislintat. „Dennoch wollen wir weiter organisch wachsen, packen unseren Schweiß da rein. Unsere Geschichten gehören da dazu. Wir lernen von der Pike auf, glauben an unser cooles Konzept“ Und ergänzt: „Wir drei hier sind das Ruhrgebiet. Wir und unsere Familien stammen ursprünglich aus Afghanistan, Rumänien, Italien, Polen und Lettland. Unsere Eltern kamen zum Arbeiten, standen vor Kohle. Das ist die Mentalität. Und jetzt ändert sich vieles, dafür steht auch dieser Ort.“

Jamshid hatte schon 2011 mit zwei Kollegen und drei T-Shirts begonnen, seine Vision eines authentischen Ruhr-Labels zu leben. Heute gibt es Hoodies, Sweat-Shirts, einige T-Shirts und Caps. Allesamt in guter Baumwolle, im von Jamshid designten Look. RNDS heißt die aktuelle Linie, davor gab es schon Sons of Industries und Daughters of Industries. Alles in kleiner Stückzahl. Das wiederkehrende Zeichen ist der Wasserturm, die Schnitte lässig, oft Oldschool, oft Unisex, keine Nostalgie. Selbstbewusste Mode für hier, für alle, für jeden Tag. Hinter dem Bahndamm ein beeindruckendes Gesamtpaket, das spektakulär und gleichzeitig bodenständig zeigt, was gehen kann in den Städten der Region.
Ruhrindustries, Kleverweg 1, Bochum

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