Gutes tun zu Weihnachten: 8 Tipps aus der Redaktion

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Weihnachten steht vor der Tür und die Menschheit verfällt mal wieder in Hektik und Stress. Für viele lauten da die wichtigen Fragen: Was ziehe ich an, was kommt auf den Tisch und, vor allem, was kommt unter den Tannenbaum? Wir finden, Weihnachten ist ebenso die Zeit, in der man sich auf wichtigere Dinge im Leben besinnen sollte. Denkst du beispielsweise oft an Obdachlose in deiner Stadt, Tiere, die verelenden oder Kinderarmut? Eben! Oft fehlt einem nur die Anregung, wie man helfen und somit etwas ändern kann. Wir haben hier einmal zusammengefasst, was uns zur Weihnachtszeit bewegt. Dinge, die uns ans Herz gehen und dich eventuell auch berühren und inspirieren. Auf das gute Taten folgen, die die Welt ein bisschen besser machen! Denn ein Lächeln und Dankbarkeit sind schließlich das größte Geschenk.

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Hunden helfen

Vier Pfoten, knuffige Schnauze und kein Zuhause: Überall in Europa frieren Hunde während der Winterzeit, vor allem in südlichen Ländern, in denen es durchaus kalt wird, die Tierheime aber wenig Witterungsschutz bieten. Spenden sind daher stets gefragt: Egal ob alte Decken, Handtücher oder Pullis, Teppiche, Kissen oder Laken, alles was Wärme hält kann abgegeben werden. Entweder im örtlichen Tierheim oder beim lokalen Tierschutzverein. Lukas Vering

Weihnachtspäckchen für Bedürftige

Ein frohes Fest für alle: Auch in diesem Jahr sammeln die Tafeln der Region Weihnachtspäckchen für Bedürftige. Ins Paket dürfen länger haltbare Lebensmittel (wie etwa Kaffee, Tee, Kekse, Süßigkeiten oder Konserven), Hygieneartikel und Spielzeug. Damit das Geschenk dem Empfänger auch wirklich Freude bereitet, bitten die Tafeln um einen kleinen Hinweis am Päckchen, für wen der Inhalt geeignet ist (zum Beispiel: 1 Person, männlich oder 3 Personen, Familie mit Mädchen). Genaue Infos zu Inhalten und Abgabe-Möglichkeiten gibt es auf den lokalen Webseiten der Tafeln. Lina Niermann

Lebensmittelverschwendung vermeiden

Grafik: Welthungerhilfe

Hand aufs Herz: Gibt es etwas, das du wirklich dringend brauchst? Während wir uns über passende Geschenke und die weihnachtliche Völlerei den Kopf zerbrechen, wird an anderer Stelle gehungert. Deshalb sehe ich die Weihnachtszeit als einen guten Anlass, sein Konsumverhalten zu überdenken und vielleicht sogar auf Geschenke zu verzichten. Ebenfalls sollte man im Supermarkt nicht übertreiben: Nur so viele Leckereien mitnehmen, wie du auch wirklich verbrauchst. So trägst du dazu bei, die Verschwendung von Lebensmitteln zu vermeiden. Auch die richtige Lagerung von Lebensmitteln (siehe Bild) kann schon helfen, keine unappetitlichen Überbleibsel entsorgen zu müssen. Das ersparte Geld kann idealerweise an eine Hilfsorganisation (zum Beispiel Welthungerhilfe) gespendet werden (auch Papa wird sich darüber vielleicht mehr freuen, als über die obligatorischen Notfall-Socken). Denk daran: Du hast mehr Geld zur Verfügung als die meisten Menschen auf der Welt – überlege dir gut, welche Konzerne du unterstützen möchtest. Mit jedem Kauf gibst du eine Stimme ab. Larissa Schüler

Kleidung spenden

Du sucht wie in jedem Jahr das perfekte Outfit für die Festtage? Wie wäre es, wenn du Ugly Christmas Sweater und Co. mal links liegen lässt? Zu viel Fast Fashion schadet bekanntlich der Umwelt und ist ethisch ebenfalls nicht vertretbar. Stattdessen könntest du Kleidung (mit Freunden) tauschen oder Second Hand kaufen. So sorgst du dafür, dass Kleidung, die im Umlauf ist bis zum Ende aufgetragen wird. Wenn das keine Option ist, wechsle am besten zu Fair Fashion. Hier gibt es eine Liste von Geschäften in deiner Nähe, die nachhaltige Mode verkaufen. Wenn gleichzeitig dein Kleiderschrank überquillt, kannst du etwas Gutes tun. Denn wärmende Kleidung, die du nicht mehr benötigst, kann andere vor dem Kältetod retten. Aber Vorsicht: Der obligatorische Altkleidercontainer um die Ecke ist nicht immer ein Samariter. Sachspenden kannst du auch bei Kleiderkammern, sozialen Einrichtungen oder Sozialkaufhäusern direkt abgeben. Wenn du nicht weißt, wohin mit all deinen Gaben, findest du hier garantiert eine Anlaufstelle. Und Übrigens: Mutti hat dich bestimmt auch in altem Zwirn lieb! Stefanie Rink

Wünsche erfüllen

Du bist gerade mitten in deinem vorweihnachtlichen Einkaufsrausch und rennst durch die Stadt? Gut! Dann halt Ausschau nach einem Wunschbaum. Soziale Organisationen kooperieren oft mit Einzelhändlern, um Kindern oder alleinstehenden Senioren zu Weihnachten eine kleine Freude zu machen. Die Wünsche, die auf den Zetteln an den Tannenbäumen hängen, sind oft bescheiden: Eine Topfpflanze oder eine Mütze, ein bisschen Gebäck und einen Tee. Also Zettel geholt und weitergeshoppt. Wenn man jemand anderem eine kleine Freude machen kann, macht das Geldausgeben doch gleich doppelt Spaß. Irmine Estermann

Nachtbusse unterstützen

Foto: Uwe Schaffmeister

Baby, it’s cold outside – für die einen ein Weihnachts-Klassiker, für andere bittere Realität: Wenn es draußen stürmt, regnet und schneit, haben die meisten Obdachlosen auf der Straße noch viel mehr mit ihrer Situation zu kämpfen. Obwohl wir alle erfüllt sind vom vorweihnachtlichen Zauber, hetzten wir doch mit hochgeklapptem Mantelkragen und Schal vorm Gesicht durch die Stadt und übersehen dabei oft die, die es gerade in der kalten Jahreszeit zu sehen gilt. Zum Glück gibt es Initiativen wie den gutenachtbus – das Projekt von fiftyfifty  und vision:teilen (die übrigens auch noch eine ganze Menge andere tolle soziale Projekte betreuen) wurde 2011 ins Leben gerufen und ist seitdem ganzjährig im Einsatz. Der Bus fungiert als mobiles Ess- und Sprechzimmer, es gibt warme Kleidung und sonstige Dinge, die man zum Leben so braucht (und die für uns völlig selbstverständlich sind). Betreut von einer Sozialarbeiterin und ehrenamtlichen Mitarbeitern schlägt der gutenachtbus an verschiedenen festgelegten Orten in der Stadt auf, bei Temperaturen unter 0° auch auf Abruf. Wer also ein bisschen was zurückgeben möchte, kann dies auch hier tun: In Form von Sachspenden, freiwilliger Mitarbeit oder auch „nur“ durch einen Anruf, hat man das Gefühl, jemand sei akut in Not.
Die Stellplätze des Busses und alle anderen Informationen findet ihr hierTossia Corman

Repair-Cafés nutzen

Ein weiterer Hieb in die Kerbe „Nachhaltigkeit“: Repair-Cafés, in denen du allerlei Gerätschaften und Gegenständen von ehrenamtlichen Bastlern und Tüftlern reparieren lassen kannst, liefern Antwort auf gleich mehrere Herausforderungen unserer Zeit und Gesellschaft. Erstens helfen sie dir, Dinge zu erhalten, die du sonst vielleicht weggeworfen und neu gekauft hättest. Zweitens schaffen sie Gemeinschaft und Beziehungen und helfen dir so, deine eigene Nachbarschaft neu kennenzulernen und mit Menschen in Kontakt zu treten, die du vielleicht sonst nie kennengelernt hättest. Frei nach dem Motto: Each One Teach One. Konrad Bender

Hingucken und helfen

Gerade jetzt, wenn es draußen dunkel und kalt ist, lohnt ein Extra-Blick: Schafft der Rollstuhlfahrer es eigentlich allein aus dem Bus? Hüpft das Kind gerade gedankenverloren auf die Straße? Und warum geht einem die ältere Dame im Schneckentempo eigentlich so auf den Senkel? Entschleunigung lautet die Devise. Denn nicht alle funktionieren immer einwandfrei. Und in einer außergewöhnlichen Lebenssituation findet man sich schneller wieder als man gucken kann. Ein tolles Projekt in diesem Zusammenhang ist Viersen für alle. Inklusionsmanager André Sole-Bergers testet Alltagssituationen mit sechs Experten, allesamt Menschen mit Behinderung. In diesem Sinne: hingucken und helfen! Nadine Beneke 

Weitere Anregungen

Die Welt ist riesig und steckt trotz ihrer Schönheit auch voller Probleme. Es gibt daher so viele Themen, über die man mal nachdenken sollte, und natürlich Möglichkeiten sich einzusetzen. Hier findest du noch weitere Anregungen:

Unser Autor Lukas hat ein großes Herz für Tiere.
Lina denkt nicht nur an Weihnachtspakete für die eigene Familie.
Das große Thema Welthunger lässt Larissa nicht los.
Mit Kleidung Gutes bewirken ist Stefanies Ziel.
Irmine weiß, wie man Wünsche wahr werden lassen kann.
Für Konrad haben Repair-Cafés gleich mehrere Vorteile.
Nachtbusse sind für Tossia wahre Samariter.
Nadine schaut nicht weg.
Die Redaktion und Pelle wünschen frohe Weihnachten.

 

 

 

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