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Do it yourself: Ikea-Hacks für kreative Köpfe

Foto: Jonny Caspari
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Den meisten Deutschen sind Produktnamen wie „Hemnes“, „Metod“, „Lack“ oder „Kallax“ geläufig. Ikea-Hacks sind individuelle Kombinationen, Zweckentfremdungen und Individualisierungen von Produkten des schwedischen Inneneinrichters, die sich großer Beliebtheit erfreuen. DIY – Do it yourself ist die Devise. Ikea-Produkte bieten häufig eine tolle Basis, um mit relativ wenig Aufwand einen tollen, individuellen Möbel- oder Einrichtungsgegenstand zu schaffen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, daher sind die folgenden Ikea-Hacks nur eine kleine, aber dafür feine Auswahl, die wir als interessant und empfehlenswert erachten.  

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Ikea-Hacks: Licht

Konsolen – Lampe

Foto: Alexander Weilkes

Die Grundlage für diese einfach herzustellende Dekoleuchte ist die Konsole „Ekby Valter“ (28*31cm oder 18*23) in Birke oder Schwarz. Zusätzlich müsst ihr noch ein Leuchtmittel auswählen. Für gemütlichen Kerzenschein sollte dieses eine Farbtemperatur im Bereich um 1800 Kelvin haben und einen Lichtstrom (Helligkeit) von etwa 100-400lm besitzen. Die Form des Leuchtmittels wählt ihr nach persönlichem Geschmack aus. Zusätzlich benötigt ihr noch eine Zuleitung mit integriertem Schalter, Stecker und eine Lampenfassung, die für euer Leuchtmittel passt (Standard sind hier E27 und E14). Die drei zuletzt genannten Teile gibt es auch im Paket zu kaufen. Grundsätzlich muss nur ein Loch an der Konsole gebohrt werden. Die beiden vorgebohrten Löcher auf der Auflagenseite, wo eigentlich das Regalbrett platziert wird, könnten allerdings zu klein sein für euer Kabel, sodass diese ggf. geweitet werden müssen. Um das Kabel wie auf dem Bild von unten nach oben durchzuführen, muss ein Loch in die Diagonalverstrebung gebohrt werden.

Regolit-Lampe

Für rund sechs Euro bekommt ihr eine komplette Lampe: Lampenaufhängung, LED-Leuchtmittel und den Regolit-Hängeleuchtenschirm im jungfräulichen Weiß. Es existiert eine schier unzählige Menge von Hacks für diese Lampe – nur eure Phantasie und euer handwerkliches Können setzten dem Grenzen. Die einfachste Variante, um den Lampenschrim aufzumotzen, besteht im Anmalen. Ob farbige Punkte oder ein komplettes Makeover zum Todesstern, das ist euch überlassen. Ihr könnt auch einen kleinen Korb unter dem Schirm befestigen und zusammen mit ein paar Kordeln eine Art Heißluftballon basteln. Unser Favorit: Ihr besorgt euch Moosgummiplatten und malt zum Beispiel Blumen darauf. Die schneidet ihr dann aus und klebt sie auf den Lampenschirm. Zu guter Letzt schneidet ihr das Papier in den Räumen zwischen den Moosgummi-Blumen heraus. Wenn ihr nun die Lampe einschaltet, wird ein Leuchtmuster an die Wand geworfen. Wenn ihr dann noch ganz viel Langeweile habt, könnt ihr noch Strasssteine auf die Blumen aufbringen.

Hektar-Schreibtischlampe

Das Produktdesign der „Hektar“-Lampe in der Variante als Wand-/Klemmspot ist schon von Haus aus dafür prädestiniert, dass ihr euch kreativ damit austobt. Die Lampe ist für die Wandmontage geeignet und besitzt somit bereits eine Schraubbefestigung, womit ihr die Lampe an einer Wand oder einem Gegenstand eurer Wahl festmachen könnt. Für eine Schreibtischlampe reichen in der einfachsten Umsetzung zwei Holzbretter, die idealerweise über eine Gehrungsverbindung zu einer Einheit verschmolzen werden. Um den Gehrungsschnitt durchzuführen, davon braucht es hier zwei in der Anzahl, braucht man jedoch das passende Werkzeug und Know-How. Eine Tischkreissäge mit Winkelanschlag empfiehlt sich. Alternativ könnt ihr die Bretter aber auch bei einem Tischler eures Vertrauens zuschneiden lassen. Wer ein organischeres Design bevorzugt, so wie er im obigen YouTube-Video realisiert wurde, der nimmt sich zwei Hälften eines Holzstammes und bearbeitet diese nur so viel, wie es für die gewünschte Optik von Nöten ist. Die beiden Holzteile verleimt man dann an den Schnittkanten oder verschraubt sie zum Beispiel mit Spenglerschrauben aus Edelstahl, was gut zu einem rustikalen Look passt.

Ikea Lack – Infinity-Mirror-Table

In der Serie „Lack“ gibt es Beistell- und Couchtische. Für den Infinity-Table bietet sich der kleine oder der große Couchtisch an. Kernbestandteile dieses Projekts sind zwei verschiedenartige Spiegel: Ein normaler, vollreflektierender Spiegel und ein Einwegspiegel, der für eintreffendes teilweise durchlässig ist. Werden beide Spiegel aufeinander ausgerichtet, entsteht ein Infinity-Mirror, der eine optische Tiefe vorgaukelt. In Kombination mit einem LED-Band erhaltet ihr den im Foto abgebildeten optischen Effekt. Der Bau des Tisches ist handwerklich nicht allzu anspruchsvoll und im Netz existieren viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Das obige Video ist die Bewegtbildervariante davon.

Ikea-Hacks: Möbel

Kallax – Pimp

Die Kallax-Regale sind preiswerte Produkte, die aus beschichteter Spanplatte bestehen. Fertig aufgebaut aus dem Karton erfüllen sie ihren Verwendungszweck, optisch machen sie jedoch nicht wirklich viel her – aber dafür kosten sie auch wenig Geld. Das Schöne am Selbermachen ist ja, dass ihr euch etwas schaffen könnt, das ganz euren Wünschen entspricht. Eine Idee für das Kallax in den Maßen 77cm*77cm (4 Fächer): Macht einen Schrank daraus! Dafür braucht es eigentlich nur zwei Schranktüren und Griffe. Vier Stück hübsche Schrankbeine oder Kufen runden die Sache optisch ab. Für die Schranktüren nehmt ihr ein Holz eurer Wahl, das sich optisch vom Kallax abhebt. Das funktioniert am besten, wenn das Kallax-Regal weiß ist. Das Holz lasst ihr euch passend im Baumarkt zuschneiden. Die Türscharniere, Griffe, Beine und, wenn erwünscht, eine Schrankinnenbeleuchtung (z.B. Ledberg) könntet ihr natürlich ebenfalls bei Ikea erwerben, aber das ist selbstverständlich kein Muss. Noch ein paar Löcher gebohrt und Schrauben reingedreht und schon könnt ihr euch am neuen Look eures Kallax-Schrankes erfreuen.

Küchenschrank/Kommoden-Bett

So ein Doppeltbett nimmt ja schon eine Menge Stellfläche weg. Wenn euer Wohnraum begrenzt ist oder ihr die Idee einfach nur toll findet, dann ist dieser Hack etwas für euch! Als Basis für das Bett könnt ihr zum Beispiel die Korpusse der Küchenunterschränke „Metod“ von Ikea verwenden. Die Breite der Unterschränke wählt ihr nach individuell benötigter Liegefläche und baulichen Voraussetzungen. Wenn euer Bett an zwei Wände grenzt (welches Monster stellt sein Bett schon mitten in den Raum?), dann sollte euer Unterbau ein L-Form bilden, an den Wänden könnt ihr dann zwei Holzplanken an die Wand anbringen. Die zwei „L“ bilden dann ein Viereck, auf dem eine Holzplatte angebracht wird, die hinterher die Liegefläche darstellt. Je nach Breite des Betts kann eine Mittenabstützung sinnvoll sein. Die Unterschränke könnt ihr dann zum Beispiel mit zwei großen Schubladen versehen, damit erhaltet ihr eine gefälligere Optik als mit Türen. Da die Unterschränke 80cm hoch sind, solltet ihr eine kleine Treppe einplanen, die sich bestimmt auch aus dem Ikea-Sortiment bekommen lässt. Wer nicht ganz so viel Stauraum benötigt, der kann anstatt der Unterschränke auch die „Nordli“-Kommode aus dem oben verlinkten YouTube-Video verwenden.

Metod-Floating-Sideboard

Dieser Hack ist eine Kombination von mehreren Ikea-Produkten: Grundlage sind hier drei „Metod„-Hängeschränke in den Maßen 80*37*40cm, die jeweils mit zwei Türen in den Maßen 40*40cm (insgesamt werden 6 St. benötigt) mittels jeweils zwei (insgesamt 12St.) Utrusta-Scharnieren befestigt werden. Bei den Türen könnt ihr natürlich frei wählen, zu „Metod“ passt zum Beispiel die „Häggeby“ oder „Veddinge“ in Weiß. Natürlich könnt ihr auch nur zwei Hängeschränke verwenden, die Stückliste müsst ihr dann dementsprechend anpassen. Für die Version mit drei Schränken braucht ihr zwei Metod-Aufhängeschienen, wovon ihr von einer 40cm abtrennen müsst, um in Verbindung mit der ungekürzten 200cm-Leiste die erforderliche Gesamtlänge von 240cm zu erhalten. Die Unterschränke werden nach Anleitung aufgebaut und mittels Schiene nebeneinander an die Wand gebracht. Außerdem benötigt ihr noch eine Holzplatte, die auf die Schränke geschraubt wird und zwei kleine Stücke für die Seiten. Zum Weiß passt zum Beispiel Eiche, die ihr in Form der „Karlby“-Arbeitsplatte bekommt und die ihr auf das benötigte Maß zuschneiden (lassen) müsst. Eine Anleitung zum Bau findet ihr unter dem YouTube-Link oben. Zu guter Letzt braucht ihr noch passende Griffe für die Türen – die könnt ihr frei nach eurem Geschmack wählen. In Summe erhaltet ihr dann ein schickes schwebendes Sideboard, das eine super Figur im Wohnzimmer macht.

Hemnes-Kommode reloaded

Diese Ikea-Produktlinie gehört zu den Klassikern und wahrscheinlich steht die Kommode auch in eurem Haushalt. Vielleicht sind mittlerweile ein paar Macken dran oder ihr habt euch am Design einfach sattgesehen. Aber das muss, obacht, kein Hemnes für euer Hygge-Gefühl sein. Was soll’s denn sein? Chabby-Shic oder doch eher Vintage? Wo liegt da noch gleich der Unterschied? Egal, Stillstand ist der Tod, es muss Veränderung her! Die Schubladen und der Korpus sollten eine unterschiedliche Optik bekommen, das bringt Kontrast und Abwechslung in die eingestaubten Sehgewohnheiten. Weiße Schubladen, den Korpus in Silbergrau? Seems legit. Dazu ein paar güldene oder kupferfarbene neue Griffe? Immer her damit! Viel braucht ihr dafür nicht. Vorher alle Flächen mit einem Schleifgerät anrauen, grundieren und dann immer drauf mit der Farbe eurer Wahl. Mit wenig Aufwand und Geld lässt sich so das alte Hemnes (höhö) beseitigen und alsbald wird euer bestes Stück im neuen Glanze erstrahlen. Natürlich könnt ihr die Kommode auch direkt nach dem Neukauf aufmotzen – ein Unikat ist doch immer schön anzusehen.

Ikea-Hacks: Sound

Älg – Ein Lautsprecher in der Bambuskiste

Foto: Alexander Gresler aka „donhighend“

Lautsprecher selben bauen macht Spaß und anscheinend denken Hobby-Bauer immer an das Eine, wenn sie, freiwillig oder auch manchmal alternativlos, durch die Gänge des schwedischen Inneneinrichters schlendern: Daraus könnte man ein Lausprechergehäuse bauen! Das dachte sich wohl auch „donhighend“. Der gute Herr hat wirklich Ahnung von Lautsprecherentwicklung – das ist nämlich gar nicht so einfach! Für seinen Desktop-Lautsprecher „Älg“ verwendete er die aus Bambus gefertigte Kiste „Variera“. Der mittig liegende Tragegriff kann gekürzt und als Versteifung eingesetzt werden oder man entfernt diesen und verwendet ein Versteifungsmatrix aus Multiplex. Zusammen mit einer Frontplatte aus MDF ergibt sich so ein Volumen von rund 3,5l. „donhighend“ hat dafür einen Zwei-Wege-Lautsprecher entwickelt, der mit recht preiswerten, aber sehr soliden Chassis von Mission und Tymphany aufwarten kann. Einen bebilderten Entwicklungsbericht, Bauteile, den Schaltplan der Frequenzweiche und Messwerte sowie alle Informationen zum Nachbau findet ihr auf der Website von „donhighend“. Wer darüber hinaus an Lautsprecherbau interessiert ist, dem empfiehlt sich die Entwicklergruppe Der Akustische Untergrund, in welcher der Erschaffer der „Älg“ ebenfalls tätig ist. Dort findet ihr zum Beispiel auch einen weiteren Lautsprecher mit dem Namen „Vildapel„, der von „Sayrum“ entwickelt und nach dem für das Gehäuse verwendeten und gleichnamigen Übertopf von Ikea benannt wurde.

 

 

 

 

 

 

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