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STARLIGHT EXPRESS: So erfüllte sich Markus Fetter seinen Kindheitstraum

Foto: © Mehr-BB Entertainment GmbH

Vor 31 Jahren fand die erste deutsche Aufführung im STARLIGHT EXPRESS-Theater Bochum statt. Ein Theater, welches nur für das Musical auf Rollschuhen erbaut worden ist. Seit dem Startpunkt ist STARLIGHT EXPRESS nicht mehr wegzudenken und spielte im Juni 2019 die 12.000 Show. Zum 30. Jubiläum wurde das Musical modernisiert – mit Frauenpower im Gepäck, neuer Technik und Kostümen, einem neuen Bühnenbild und neuen Songs. Wir durften hinter die Kulissen des spektakulären Rollschuhmusicals schauen und mit dem Musicaldarsteller Markus Fetter, der aktuellen Rusty-Erstbesetzung, über seinen Kindheitstraum sprechen.

Seit einigen Monaten bist du Darsteller bei STARLIGHT EXPRESS und sogar die Erstbesetzung von Rusty – wie hast du das geschafft?
Markus Fetter: Der Weg dorthin war ganz klassisch – STARLIGHT EXPRESS hatte ausgeschrieben, dass sie neue Darsteller suchen, daraufhin habe ich mich beworben. Nachdem meine Agentur meine Unterlagen verschickt hatte, bin ich zur Audition gegangen. Nach mehreren Runden, in denen ich vorgesungen und -getanzt habe, durfte ich Material aus der Show vorbereiten. Und schließlich wurde mir das Angebot gemacht, die Rolle des Rusty spielen zu dürfen.

Was war das Erste was du gemacht hast, als du erfahren hast, dass du als Musicaldarsteller bei STARLIGHT EXPRESS spielen darfst?
Das war ganz lustig, weil ich den Anruf von meiner Agentur bekam, bevor ich für eine andere Show auf die Bühne ging. Das heißt, ich saß in der Maske und habe mich fertiggemacht, als einer meiner Agenten anrief und meinte: „Du hast ein Angebot von STARLIGHT EXPRESS!“. Für welche Rolle ich das Angebot genau bekommen hatte, war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht klar. Als ich nach der Premiere, für die ich auf der Bühne stand, zurück in meine Garderobe kam und auf mein Handy schaute, stand auf dem Display tatsächlich: „Erstbesetzung: Rusty!“

Markus Fetter als Rusty | Foto: © Mehr-BB Entertainment GmbH

Konntest du schon vor STARLIGHT EXPRESS Rollschuhlaufen? Oder hast du das im Bochumer Theater gelernt?
Da ich bereits als Kind schon ein großer Fan von STARLIGHT EXPRESS war, habe ich mir damals Rollschuhe zu Weihnachten gewünscht. Als Kind und Jugendlicher habe ich so schon versucht, die Choreografien des Rollschuh-Musicals nachzutanzen. Das „tanzen“ auf Rollschuhen war demnach nicht komplett neu für mich. Die exakte Technik des Rollschuhlaufens für die Show, haben wir allerdings erst in den drei Monate der „Skateschool“ bei unserem Skate-Coach Michal Fraley gelernt.

Wie oft hast du STARLIGHT EXPRESS schon als Zuschauer erlebt?
Ich glaube sogar schon 15 Mal…Es ist ein schönes Gefühl, dass sich jetzt der Kreis so schließt und sich mein Kindheitstraum, als Rusty auf der Bühne stehen zu dürfen, erfüllt.

Was gefällt dir besonders an STARLIGHT EXPRESS ?
Ich glaube, ich persönlich verbinde mit STARLIGHT EXPRESS, dass es mein erstes Musical war, das ich gesehen habe. Ein einschneidendes Erlebnis, denn das Musical zu sehen, gab den Anstoß dazu, dass ich entschieden habe, Darsteller werden zu wollen. Mit 12 Jahren wusste ich also schon: „Das ist es!“ Ich war so verliebt in diese Show! Daraufhin habe ich später dann das Studium in Berlin als Musicaldarsteller absolviert. Deshalb verbinde ich damit – um deine Frage zu beantworten – die ganze Liebe zu diesem Beruf, die sich durch STARLIGHT EXPRESS entfacht hat.

Was ist die Höchstgeschwindigkeit die ihr mit euren Rollschuhen fahrt?
Ziemlich beeindruckend, auch für mich, als ich es das erste Mal hörte: Wir schaffen bis zu 50-60 km/h !

Das Ensemble von STARLIGHT EXPRESS | Foto: © Mehr-BB Entertainment GmbH

Wie oft probt ihr für die Show?
Ich als Erstbesetzung habe dreieinhalb Monate geprobt. Wir haben im Februar angefangen, sechs Wochen davon waren reines Skatetraining, acht Stunden am Tag. Und ab den sechs Wochen kamen dann weitere Proben hinzu – heißt musikalische Proben und choreografische Proben.

Wie lange sitzt du in der Maske? Und wirst du geschminkt oder schminkst du dich selbst?
Wir lernen durch unseren Chef-Maskenbildner, in so genannten Make-up-Calls, wie die einzelnen Make-ups aussehen sollen. Dabei wird eine Seite vorgeschminkt und die andere müssen wie selbst nachschminken. Ab dem Zeitpunkt, wenn wir das Make-up beherrschen, schminken wir uns eigenständig – ich benötige für mein Make-up eine Stunde. Ich komme in der Regel drei Stunden vor Showbeginn ins Theater um mich komplett für die Show, inklusive Warm-up, vorzubereiten.

Das Musical wurde letzte Jahr, zum 30. Jubiläum, modernisiert – auf was dürfen sich die Musicalfans freuen?
Die Musicalfans, die die Show schon gesehen haben, dürfen sich darauf freuen, dass meiner Meinung nach, die ganzen Vibes und die ganze Atmosphäre der Show viel „heutiger“ ist. Das Frauenbild ist viel moderner – endlich – dieses Thema wird auch sehr groß geschrieben, jetzt nach der Überarbeitung. Ich finde dramaturgisch hat die Show zudem viel mehr Tempo: es wird mehr und direkter erzählt, worum es in der Geschichte geht. Wir haben eine komplett neue Lichttechnik und ebenso neuen Sound. Alles wurde modernisiert und wir haben dazu noch innovatives Videomapping und faszinierende Projektionen auf der Bühne. Die ganze Show fühlt sich viel moderner an, in jeder Hinsicht: technisch, optisch, aber auch inhaltlich.

Die Zuschauer, die es noch nicht kennen, erleben ein riesen Spektakel, was man, glaube ich, erst nach gut zwei Tagen verarbeitet hat.

Du bist gebürtiger Düsseldorfer – vermisst du deine Heimat manchmal, weil du als Musicaldarsteller viel unterwegs bist?
Ja schon, muss ich zugeben. Jetzt ist es natürlich gerade echter Luxus, dass ich in der Nähe meiner Heimat bin und mal eben mit der Regionalbahn nach Düsseldorf fahren kann, um meine Eltern und meine Freunde zu sehen. Ich vermisse meine Liebsten also schon, aber es gehört auch einfach zum Job dazu und man weiß nie, was als nächstes kommt.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich persönlich möchte immer offen bleiben, für das was noch kommt. Insofern hoffe ich, dass ich in der Zukunft immer glücklich bin mit dem was ich gerade mache und morgens aufwache und spüre, dass ich mich auf den neuen Tag freue!

Das Interview wurde geführt von Katharina Lenger

Starlight Express, Stadionring 24, Bochum

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