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Silvester: Traditionen aus aller Welt

Foto:Ian Schneider on Unsplash
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Den Jahreswechsel verbringen die meisten 2020 im sehr kleinen Kreis. Große Partys, mitternächtliche Treffen auf der Straße sind aktuell eher suboptimal. Zwischen den obligatorischen 20 M inuten „Dinner for one“ und der Neujahrsansprache ist aber ganz viel Zeit, Neues auszuprobieren. Frei nach dem Motto „Andere Länder, andere Sitten“, hat Irmine Estermann auch den einen oder anderen Brauch gefunden, an dem man sich ordentlich verschlucken kann.

Brasilien:
Die traditionelle Megasause an der Copacabana wird wohl 2020/21 eher flachfallen, dennoch haben die Brasilianer einen Brauch, der sich auch in den heimischen vier Wänden umsetzen lässt: Sie erscheinen zum Jahreswechsel ganz in Weiß gekleidet. Zum einen steht es für Harmonie und Frieden, zum anderen soll es die Fruchtbarkeitsgöttin Yemania ehren. Auch weiße oder rote Unterwäsche ist zu Silvester Pflicht: Weiß für die Harmonie und Rot für die Liebe. Wer etwas klamm bei Kasse ist, sollte es mit dem Bohneneintopf Feijoada versuchen und wem die rote Unterwäsche fürs Liebesglück nicht reicht, der kann noch sieben Traubenkerne in Papier verpackt aufbewahren.

Schottland:
Beim „first footing“ gilt es die Corona-Regeln zu beachten – aber dann geht’s: Der Schotten liebster Silvesterbrauch erfordert, dass man nach Mitternacht der Erste sein muss, der die Türschwelle zu Nachbarn oder Freunden übertritt, um Whiskey, Shortbread und ein Stück Kohle zu überreichen. Je mehr sich der Besuchte über den Überbringer freut, desto mehr Glück wird er haben. Man munkelt allerdings auch, dass der Überbringer ein dunkelhaariger Mann sein muss.

Japan:
Mit Vorsicht zu genießen, aber beliebter Brauch in Japan, ist das Verspeisen von Mochi. Allerdings ersticken immer wieder Menschen an der klebrigen Reisspezialität, sodass die dortigen Behörden raten, es gut zu kauen und mit viel Flüssigkeit runterzuspülen. Kein Witz!

Spanien:
Wie in Brasilien (und Chile und Italien) ist hier rote Unterwäsche des Liebesglücks wegen angesagt. Wenn die Glocke dann zwölf Uhr schlägt, wird pro Glockenschlag eine Weintraube verspeist, dadurch sollen sich Wünsche erfüllen. Wer es nicht schafft, hat Pech. Um dieser Tradition weiter frönen zu können ohne zu ersticken, wurden die Glockenschläge der Madrider Rathausuhr auf 3 Sekunden pro Schlag verlängert – so hat man 36 Sekunden für 12 Trauben.

Griechenland:
Damit Fortuna lacht, wird zu Silvester Brot frisch gebacken. Darin versteckt ist eine Münze, wer sie beim Essen findet, hat im nächsten Jahr Glück.

Tschechien:
Das Apfelorakel ist weit aus weniger giftig als das Bleigießen – und schmeckt auch besser. Die Frucht wird halbiert. Sind die Kerne sternförmig angeordnet, bringt es Glück, liegen sie kreuzförmig, wird das Jahr nicht ganz so gut.

Foto: MartinBargl/Unsplash

China:
Wer viel Zeit zwischen den Feiertagen hat, kann sein Haus mit Bambuszweigen putzen und so böse Geister vertreiben. Nur bitte nicht mehr nach Neujahr, sonst wird das Glück mit ausgekehrt. Um mehr Glück ins Haus zu locken, öffnen Chinesen um 23 Uhr ihre Fenster.

Portugal:
Auch die Portugiesen wissen sich der bösen Geister zu erwehren: Um Mitternacht machen sie Krach mit Töpfen und Pfannen.

Dänemark:
Dänen werfen Geschirr vor die Haustüren deren, denen sie Glück wünschen wollen. Je mehr Geschirr, desto mehr Glück. Wer das hier versucht, sollte das nur vielleicht den verwirrten Nachbarn erklären. Für ihr eigenes Glück springen Dänen mit dem ersten Glockenschlag zu Mitternacht von einem Stuhl.

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