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Minze und Mittelmeer im Restaurant Diosmos

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Diosmos heißt Minze, diosmos heißt ein noch recht junges griechisches Restaurant an der Rotthauser Straße. Hier, wo einst das „Da Grandi“ durchaus als gefühlter Edel-Italiener wahrgenommen wurde, ist es nun vom Ambiente her wirklich edel geworden. Die gute Nachricht: der Laden ist modern, lässig, loungig, schön. Eine echte Bereicherung für Fans von guter einfacher Gastronomie.

Was hatte die griechische Küche in Deutschland lange für einen genial schlechten Ruf! Nicht umsonst kehrte der Protagonist aus „Fleisch ist mein Gemüse“ stets mit seinen Mucker-Freunden beim Griechen ein. Doch längst wandelt sich das Bild. Überall fördert die Jagd nach authentischen Gerichten, gepaart mit dem Wunsch nach einer gesunden, nachhaltigen und vernünftigen Küche zu Resultaten, die sehr befriedigend sein können.

Denn, wenn griechische Küche so durchdacht und lässig, gleichwohl üppig und sinnlich dargeboten wird, wie in Neron Tschataridis‘ Diosmos, dann ist es eine Freude für jeden Gast. Schon der Name. Diosmos heißt Minze. Kein griechisches Restaurant der 80er, 90er und auch die allerwenigsten der 00er Jahre wäre auf die absurde Idee gekommen, sich nach einem grünen Blättchen zu benennen. Hier finden sich an den Wänden weitere Gewürz- und Pflanzensilhouetten, dazu eine herrlich urbane Inneneinrichtung, die sich so von außen kaum erwarten lässt. Alles sei neu gemacht, erklärt der Patron, stolz. Die Fliesen aus Italien sind Hingucker wie die nette Bar und das durchgehende Blau, das an die Kykladen gemahnt.

Dazu passt eine moderne Küche, die eine gute Mischung hinbekommt. Tatsächlich weiß sie mit Fleischgerichten „alte“ Erwartungen trefflich zu befriedigen: Doch die „Souflaki Trilogie“ ist schon schicker und charmanter als anderswo: „Fleisch-Spieße von Hähnchen-, Schweine-, und Lammfleisch, dazu Zaziki-Dip, Kartoffelchips und Salat“ überzeugen durch Qualität und nicht durch genommene heftige Oregano-Über-Würzung. Feiner die Vorspeisen: „Katsikio Tiri“ ist „Ziegenkäse paniert mit Sesam auf einem Rote Beete-Carpaccio und Tomaten-Chutney“. Da wird gekonnt mit Aromen hantiert. Klassiker, toll dargeboten: Lammkoteletts gibt es mit Briam aus Kreta, ein Karree mit Duroc-Schwein, sautierte Garnelen werden mit Ouzo abgelöscht, Auberginen-Filets füllt die Küche mit Ziegenkäse. Der deutliche Aufschlag in Richtung Besser schlägt sich moderat im Preis wieder, der Service ist kenntnisreich. Gelsenkirchen verfügt jetzt über einen der besseren Griechen des Ruhrgebiets.

Diosmos, Rotthauser Str. 9, Gelsenkirchen

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