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Herbert Fritsch inszeniert Herbert Grönemeyer in Bochum

Herbert Grönemeyer | Antoine Melis
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Erste Reaktion: ist der April schon da? Herbert trifft Herbert. Ein Superstar des Theaters trifft einen Superstar. Ort des Künstler-Gigantentreffs ist das Schauspielhaus Bochum. Herbert Fritsch inszeniert Herbert Grönemeyer und sorgt somit für eines der großen Comebacks auf den legendären Brettern an der Königsallee.

Hier begann der damals blonde, langhaarige Musiker seine Karriere als Theatermusikant und Schauspieler in den 1970er-Jahren, bevor er 1984 mit dem Album „4630 Bochum“ raketengleich berühmt wurde. Am 21. März wird das Theaterereignis „Herbert“ seine Premiere feiern. Herbert Grönemeyer begleitet die Proben und wird zur Premiere kommen. Was Herbert dann mit Herbert macht, das wird sicherlich etwas Besonderes.

Grönemeyer ist zur Stelle

Grönemeyer freut sich geradezu devot auf die Kooperation: „Fritsch darf alles. Er darf mich zerlegen, zerfleddern, ohne Ehrfurcht, mit Witz. Wenn er mich dabei braucht, bin ich zur Stelle. Wenn nicht, bin ich einfach nur neugierig. Es lebe das Chaos, der Fritsch’sche Wahnsinn!“. Der Theatermagier, der als Schauspieler zum Team Frank Castorfs an der Berliner Volksbühne gehörte, ehe er auch als Regisseur groß wurde, sagt zum Projekt: „Herbert Grönemeyer ist aus dem Theater gewachsen. Er hat seinen ganz eigenen, störrischen, charmanten Stil geprägt. Seine Liebe zu Bochum ist unermesslich! Da führt für mich, auf dieser ganz besonderen Bühne, kein Weg an ihm vorbei. Da muss ich mit seinen Texten und seiner Musik unbedingt was machen“.

Herbert Fritsch | Foto: Thomas Aurin

Fritsch gilt spätestens seit seiner Inszenierung „Murmel Murmel“ als „Kult-Regisseur“. Zu erwarten ist entsprechend keinesfalls ein bierselig, nostalgiebesoffener Singspiel- oder Heimatabend wie ihn zuletzt „Bochum“ von Lutz Hübner in diesem Theater lieferte. Fritsch steht für grundanderes Theater. Im letzten Jahr verjagte er an der Königsallee einige Zuschauer mit Marquis de Sades „Die Philosophie im Boudoir“ türenschlagend aus den Zuschauerreihen.

Hemmungsloses Grimassieren

Aber wer würde nicht gerne Herbert Grönemeyer sehen in der Inszenierung dieses Mannes, dem die Berliner Theaterpreisjury attestierte, Fritsch befreie „seine Schauspieler*innen zum hemmungslosen Grimassieren und kunstvollen Chargieren, zu exaltierten Tönen und haarsträubender Slapstickakrobatik. Im Zentrum seiner Regiekunst stehen der von ihm selbst gestaltete Raum und die Körper – in ihrer komischen bis grotesken Überzeichnung.“ Passt das zur größten Bochumer Pop-Zunge? Mitsingen, Mitklatschen oder wird alles ganz anders?

Grönemeyer traut sich was, Grönemeyer in Gefahr? Was auch immer geschehen mag, mehr Theater geht nicht.

Herbert: ab 21.3. (VVK ab 1.2.), Schauspielhaus, Bochum

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