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Markthalle für Bochum nach Kopenhagener Vorbild

Foto: Pixabay
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Bochum bekommt eine Markthalle, die Einkaufen, Entspannen und Genießen miteinander verbinden soll. 2022 soll sie womöglich schon fertig sein. Vorbild ist die Torvehallerne in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Der Standort: direkt dem Rathaus gegenüber.

In den Torvehallerne ist immer etwas los. Gemütliches Mittagessen, entspanntes Abendessen, ein Snack zwischendurch, oder ein Gläschen Wein. Problem: Dieser coole Ort ist in Kopenhagen. Doch die Idee einer Markthalle, die Einkaufen, Entspannen und Genießen miteinander verbindet, soll jetzt nach Bochum importiert werden. Eigentlich die älteste Idee der Welt. Und eine gute. Es brauchte trotzdem eine gute Weile bis sich diese Idee auch politisch durchgesetzt hat, zuletzt bekam der bürgerschaftliche Wunsch nach einem solchen Konzept aber Dynamik. Nun soll schon vergleichsweise schnell im früheren Telekom-Gebäude, direkt vis-a-vis vom Rathaus die coole Bochumer Markthalle entstehen. Über den Ankauf der Immobilie soll bereits Ende April der Rat der Stadt entscheiden. Aktuell gehört das Gebäude noch dem Bochumer Geschäftsmann Andor Balz. „Wir haben uns von der Idee anstecken lassen“, so Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke. Entstehen soll eine täglich geöffnete Markthalle, die frische Premiumprodukte anbietet, aber auch zum kulinarischen Verweilen einlädt.

Bei der Umsetzung berät Herwig Niggemann. Er kennt die Markthallen-Konzepte der Welt gut. „Die Markthalle in Kopenhagen ist ein moderner Neubau“ präzisiert der Großhändler. „Wie in Bochum gab es dort bis dahin keine Markthalle.“ „Die Preise müssen vernünftig sein“, so  Niggemann weiter. „Und die persönliche Kompetenz der Händler ist wichtig, denn die Leute wollen mit ihnen reden.“ Das unterscheide die Markthalle von Supermärkten. In Dänemarks Hauptstadt existiere eine Verkaufsfläche von etwa zwei großen Supermärkten, der Umsatz belaufe sich auf  60 Millionen Euro im Jahr. Es werden hohe Quadratmeterumsätze von rund 30.000 Euro generiert. Konzeptentwickler Niels Lønberg Brandt sagt über seinen dänischen Geniestreich: „Es geht um Genuss und Nähe, um Vielfalt und Frische“. Gastronomie ist wichtig, um den Genuss-Aspekt zu unterstreichen, doch soll sie nicht überhand nehmen, damit die Markthalle nicht zur Partymeile für Adabeis mutiert. Während der Woche zieht vor allem das gastronomische Angebot, am Wochenende der Handel. Auch die berühmte Rotterdamer Markthalle bezog sich auf das dänische Vorbild, entwickelte sich dann aber wesentlich anders, vor allem größer.

Die Bochumer Markthalle soll gut 1500 Quadratmeter groß werden. Vergleichsweise kompakt also. Neben der Markthalle soll nach dem Willen der Stadt-Macher auch noch die Stadtbücherei und die Volkshochschule in das neue „Haus des Wissens“ einziehen. „2022 könnte die Markthalle im Bau oder vielleicht schon auf ihrer Zielgrade sein“, überschlägt Dr. Markus Bradtke den denkbaren Umsetzungszeitraum.

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