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La Mesa: Tapas in urbaner Atmosphäre

Foto: Michael Alisch
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„¡a la mesa!“ bedeutet „zu Tisch!“. Seit Juni 2016 bittet das Tapas-Restaurant von Babak Jawaheri an einem nagelneuen Gastronomiestandort an der Bessemerstraße um Aufmerksamkeit. Der Freisitz ist ziemlich einzigartig in City-Nähe.

Wer sehr stark an Subkultur und Kunst interessiert ist, weiß sofort, wo sich „La Mesa“ befindet: in den Räumen der alten Thyssen-Betriebskrankenkasse. Dort tat sich nämlich lange nichts, irgendwann bezogen Künstler die Verwaltungsräume und gründeten dort das FKT, das Freie Kunst Territorium. Doch das ist Historie, ein Investor erwarb den Komplex, in dessen Erdgeschoss jetzt ein großzügig bemessenes Tapas-Restaurant eingezogen ist.

Kulinarik statt Kunst also. Doch der erfahrene Gastronom Jawaheri (in Essen einstmals bekannt für das BLISS und das Pelayo, beide in Rüttenscheid) versteht sich darauf, kunstvoll seine Idee von Tapas zu lancieren. Der Gast hat es mit dem großen Parkplatz zunächst sehr bequem, auch die Inneneinrichtung lässt viele Wahlmöglichkeiten: Der Gastraum versprüht offene, urbane Atmosphäre, etwas trubelig vielleicht, doch das passt zum Temperament der Küche. Tapas stehen eindeutig im Zentrum des Geschehens, knapp gefolgt von den Weinen, denen auch ein eigenes Eckchen zur Verkostung und zum Verkauf gewidmet ist. In den Regalen reihen sich einige Hochkaräter von der iberischen Halbinsel aneinander, doch auch andere europäische Regionen sind vertreten.

Zur Küche: Neben vielen Tapas-Klassikern – beispielsweise „Datteln im Speckmantel“, „Patatas Bravas“ oder die saisonal angesagte kalte „Gazpacho“, die allesamt in guter bis sehr guter Qualität gereicht werden – finden sich auch seltenere Feinheiten auf der Karte. Das „Cerdo a la Plancha“ ist ein sehr aromatisches Pata-Negra-Schweinekotelett, es gibt deftige Rinderfiletstreifen in Roquefortsauce oder auch ein „Zanderfilet mit Fenchel in Weißwein“. Fisch- und Fleisch-Fans kommen hier ebenso auf die Kosten, wie die Freunde einer opulenten Salatauswahl, die mit neun Posten auf der Speisekarte besetzt ist. Der zum Kennenlernen sehr interessante Vorspeisenteller kostet übrigens 12,90 Euro, egal, ob vegetarisch oder „mit allem“.

Letztlich keine Neuerfindung eines Tapas-Restaurants, doch durchaus eine Herausforderung an regionale Konkurrenz. Das Alleinstellungsmerkmal des „La Mesa“ ist aber eindeutig anderer Natur. Denn es verfügt über einen Freisitz, der ins Grüne führt, beginnt doch direkt hinter dem Gebäude eine langgesteckte Brache, auf die die Holzterrasse wie ein kleiner Steg hinzeigt. So zentral gelegen, ist das eine Seltenheit.

La Mesa, Bessemerstr. 30, Bochum

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