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Bochumer Rottstraße: Ein Viertel formiert sich

Foto: Alexander Fichtner

Ein neues soziales Projekt will das Quartier rund um die Rottstraße aufwerten und lebenswerter machen. Dazu treffen sich Anwohner, Unternehmer und Vertreter der Stadt und entwickeln in Zusammenarbeit neue Zukunftsperspektiven.

Das Viertel an der Bochumer Rottstraße hat seine Probleme: große Schlaglöcher, kaputte Gehwege, etwas schmuddelig und laut ist es. Es gibt aber auch durchaus Positives zu berichten, denn gastronomisch, kulturell und sozial sind einige Anlaufpunkte präsent und geben der Gegend einen modernen Anstrich. Schon jetzt bieten junge Konzepte, wie das Bar-Bistro Neuland und das Rottst. 5-Theater, Anreize um den Viertel einen Besuch abzustatten. Und es regt sich Widerstand gegen die marode Infrastruktur in der Ostspitze des Bochumer Westends. Unter dem Namen Wostspitze organisiert Jens Behling, Unternehmens- und Gründungsberater, gemeinsam mit Quartiersgastronom Andreas Browa seit diesem Monat gemeinsame Entwicklungstreffen im Neuland. Das Konzept dafür wurde vor einem halben Jahr eingereicht, nun wurde es von der Bezirksregierung bewilligt. Die Idee dahinter: Ein Netzwerk schaffen, das Lebensqualität und Ansehen des Viertels steigert. „Der Kontakt zu anderen Quartieren rund um die Innenstadt wird vorangetrieben, damit ein Ideenaustausch stattfinden kann“, so Behling. Er moderiert die Entwicklungsplanung, vermittelt zwischen den einzelnen Akteuren und der Stadt.

Dialoge fördern

Die finanzielle Förderung kommt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und ist Teil des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, einem Projekt der ecce GmbH. Das Programm setzt auf die Förderung des Dialoges zwischen Kreativen und Kultur- und Wirtschaftsverwaltungen der Städte. „Wir wollen gemeinsam von unten, mit Anwohnern, Akteuren und allen Interessierten, den Ort voranbringen“, erklärt Behling weiter. Die Bistro-Kneipe Neuland an der Rottstraße dient dabei als Versammlungsort für die Gesprächsrunden, an denen auch Stadtplaner teilnehmen. So werden Vorschläge direkt mit städtebaulichen Vorgaben abgestimmt und weiter entwickelt. Nicht nur Ortsansässige sind zu den Treffen eingeladen. Jeder, der Lust an dem Projekt und Ideen zur Verbesserung hat, ist willkommen und kann seinen Teil beitragen. Neben der Funktion als Forum für die Entwicklung, ist das Neuland schon länger als Stadtzimmer im Quartier vertreten und dient als Treffpunkt eines Viertels, dass sich in eine vielversprechende Richtung entwickelt. Dustin Basse

Entwicklungstreff Nr. 2: 26.10., 17.30 Uhr  
Punk goes Acoustic: 6.11. 
Ton ohne Strom: 13.11.
Neuland, Rottstr.15

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