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Selbstversorgung ist sexy: meine ernte

Foto: meine ernte
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Ein eigener Garten, selber Obst und Gemüse anbauen – für viele Städter leider nur ein Wunschtraum. Natalie Kirchbaumer und Wanda Ganders schaffen Abhilfe: Die beiden Betriebswirtschaftlerinnen haben 2009 „meine ernte“ gegründet. An 26 Standorten bietet die Plattform Gemüsegärten zur Miete an.

Die Idee enstand während des gemeinsamen Studiums: „Unsere kleinen Studentenwohnungen boten keinen Platz für Selbstversorgung und unser Budget ermöglichte nicht unbedingt eine Bio-Ernährung aus dem Reformhaus“, erzählen die Gründerinnen. Schnell kam dann die Idee zum Mietgemüsegarten. „Wir wollten unser Leben bewusster gestalten und uns von der Wegerfgesellschaft distanzieren.“ Saisonales, unbelastetes Gemüse, selber gehegt, gepflegt und geerntet – ein Konzept, das ankommt: „Unsere Gärtnerzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich und damit auch die Anfragen aus neuen Städten, die sich dem Projekt gerne anschließen möchten.“ Das Prinzip ist einfach: Von Landwirten professionell vorbereitete Gärten warten auf begeisterte Hobby-Bauern. Wasser, Geräte und Unterstützung sind die ganze Saison frei verfügbar. „Es ist unsere Vision, dass sich möglichst viele Menschen ein Stück weit selbst versorgen können. Daher bieten wir neben den Gemüsegärten zum Mieten auch Zubehör und Bio-Saatgut Pakete, um im eigenen Garten oder auf dem Balkon Gemüse selbst anzubauen“, so Kirchbaumer und Ganders.

„Jeder ist doch stolz, etwas sein eigen nennen zu können“

Neben den schon mit rund 20 Gemüsesorten präparierten Flächen gibt es auch ein Wunschbeet für jeden Mieter, in dem er sich saatenmäßig austoben kann. Jeweils eine Saison läuft der Mietvertrag, danach kann man verlängern – oder auch nicht. Dass Selbstversorgung im Trend liegt, spielt „meine ernte“ in die Hände: „Wir sind in den letzten Jahren alle viel sensibler geworden, wenn es um unsere Ernährung geht.“ Allerdings sei dies nicht ausschließlich Trend-bedingt, ein Umdenken in der Gesellschaft passiere gerade auf vielen Ebenen. „Unsere Landwirte freuen sich über das wachsende Interesse am Gemüseanbau und an der Arbeit, die sich dahinter verbirgt.“ In Düsseldorf kann man an zwei Standorten drauflosgärtnern: In Niederkassel und in Volmerswerth wurde die Saison im April offiziell eröffnet. Die Gründerinnen sind zuversichtlich, dass das Thema Selbstversorgung erst ganz am Anfang steht: „Jeder ist doch stolz, etwas sein Eigen nennen zu können, ganz besonders, wenn es eine ertragreiche Ernte ist.“

meine-ernte.de

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