Cafés in Bochum: Hier lässt du die Seele baumeln

Gemütlichkeit im Kugelpudel | Foto: Nils Hofmann
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Kaffee trinken geht immer. In Bochum steht in Sachen Kaffeekultur Tradition neben urbaner Moderne – aber im Endeffekt zählt der Geschmack, und der ist an vielen Orten und Cafés vortrefflich. Ob dir nun nach Siebträger-Kaffee und eigener Röstung oder einfach nach hausgemachtem Kuchen der Sinn steht, hier ist für jeden was dabei. Wir stellen vor:

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Innenstadt

Das Zentral

Foto: Café Zentral

Das Café Zentral hat seine Heimat seit über 20 Jahren ganz in der Nähe des Bochumer Hauptbahnhofs. Das Interieur strahlt Gemütlichkeit aus, das Lokal hat aber für gewöhnlich eine ausreichende Anzahl an Gästen, wodurch Schlafsaalatmosphäre vermieden wird. Das rege Treiben vor den Fenstern kann ebenfalls unterhaltsam wirken. Drinnen bekommt ihr nicht nur kaffeehaustypische Speisen und Getränke, mit einer Mittags- und einer Abendkarte kann das Zentral ebenfalls punkten.
Zentral, Luisenstraße 15-17

Kugelpudel

Foto: Kugelpudel

Der Kugelpudel ist ein wilder bunter Hund. Was hauptsächliche als Eisdiele mit krassen Sorten und stadtweit schier omnipräsentem Eiswagen daherkommt, lässt auch gerne im Heimathafen akustische Künstler klampfen, technoide DJs auflegen und andere Raketen steigen. Chefin Julia Bernecker und ihr Team weisen dabei beachtliche Feierkondition vor. Auch der Freisitz ist vogelwild vor dem Laden verteilt. Total urban.
Kugelpudel, Dorstener Str. 1

KRTLND

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Unter dem kryptischen Namen KRTLND verbirgt sich das szenige Café Kortland, das nach dem gleichnamigen Bochumer Kiez benannt ist. Hier geht es vornehmlich um Kaffee. Richtig guter Kaffee. Schöner, schwarzer, heißer, schöner Kaffee, Junge! Die Herkunft der schwarzen Bohne lässt sich nachverfolgen und wird in kleinen Röstereien endveredelt. Neben dem koffeinhaltigen Heißgetränk bekommt ihr im KRTLND außerdem eine Auswahl an Tee, Säften und Kuchen. Insgesamt ist die Speisekarte jedoch ziemlich puristisch, das erleichtert allerdings auch die Entscheidung!
KRTLND, Herner Str. 10

Café Eden

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Das Eden ist das öffentliche und doch sehr gemütliche Wohnzimmer in Bochum. Es ist kein klassisches Café, da es nur von Mittwoch bis Samstag in den Abend- und Nachtstunden geöffnet hat. Außerdem ist das Café Eden ein eingetragener Verein und die Einnahmen dienen daher nur der Kostendeckung. Mit Spieleabenden, Konzerten, Diskussionsrunden oder anderen Veranstaltungen kommt Abwechslung ins Programm. Mal Café, mal Bar, mal kuscheliges Konzertwohnzimmer. Das Eden ist, was ihr draus macht.
Eden, Herner Str. 13

I am Love

Foto: I Am Love

Vermutlich der Eisladen mit dem irgendwie außergewöhnlichsten Namen in Bochum. Aus dem nun an den Kortländer gezogenen Kugelpudel (hier fing der Namenswahnsinn wohl an) ist mittlerweile das I am Love geworden. Die Idee ist gleich geblieben: Selbst gemachtes Eis, unorthodoxe Sorten, vegane Auswahl, Kaffee und Snacks. Eissortenempfehlung: Heidirette (Heidelbeere, Joghurt, Schokostückchen) und die vegane Schoko-Eis-Variante. Dazu gibt‘s einen Top-Espresso.
I am Love, Dibergstr. 2

Brotapfel

Das Brotapfel ist eigentlich kein reines Café, sondern eine Bäckerei, die mit ihren Sitzmöglichkeiten und Köstlichkeiten zum Verweilen und Genießen einlädt. Auf der Speisenkarten stehen verschiedene Kreationen mit Brot und Brötchen. So könnt ihr zum Beispiel eine Camembert-Feigen-Hofkruste, ein Champignon-Créme-Brötchen oder auch verschiedene Flammkuchen schlemmen. Der Kaffee ist Bio und Fairtrade und die leckeren Heimatsäfte sind hausgemacht. Außerdem lassen sich hier handgemachte Fruchtaufstriche vom Bauernhof und Röstkaffee für den heimischen Kaffeegenuss erwerben.
Brotapfel, Bongardstr. 17

Boulevardcafé bei Baltz

Den „höchsten Kaffeegenuss in Bochum“ verspricht dieses Café auf dem Dach des Modehauses Baltz. Partner des Traditionsmodekaufhauses ist dabei Wiacker, was die schöne Folge hat, dass deren berühmte Erdbeertörtchen auch hier zum allerersten Lockmittel werden. Direkt neben der Wäscheabteilung im vierten Stock geht es ins Café, das einen fabelhaften Blick auf die Stadt bietet, inklusive einer schönen Terrasse.
Boulevardcafé Wiacker, Bongardstr. 42

Fräulein Coffea

Foto: Nils Hofmann

Katrin und Nina Oberheitmann sind die Oberfräuleins dieses netten Eck-Cafés in Schauspielhaus-Nähe. Diese führt dazu, dass der Laden auch bei den Akteuren des Stadttheaters recht beliebt ist. Es gibt deftige Schnittchen mit dem Brot von Bio-Bäcker Hutzel, tolle Torten und selbst gemachte Kuchen – auch einige vegane sind darunter. Tipps: die Himbeer-Tarte mit weißer Schokolade und die Quiche macht auch Spaß. Und: Der Freisitz ist überraschend gemütlich.
Fräulein Coffea, Oskar-Hoffmann-Str. 34

Pottkultur

Foto: Pottkultur

Das Pottkultur ist eine sehr schnieke und stilsicher eingerichtete Lokalität, die mit ihrem Namen und ihrer Aufmachung nach an den Ruhrpott erinnern möchte (Das Bergbaumuseum ist übrigens nur 5 Gehminuten entfernt). Dazu werden hier Elemente des Lokalkolorits mit moderner Gastronomie vermengt. Auf der Speisenkarten stehen daher deftige Pottkniften, die wahlweise mit Mett, Bremsklötzen (Frikadellen) oder Ei mit Remoulade belegt sind. Wem das kulinarisch etwas zu fleischlastig ist, der kann sich Baguettes und Paninis nach Wahl belegen lassen. Die Kaffeespezialitäten werden alle aus der Tonino Lamborghini red Espresso, einer Mischung aus zentralamerikanischen und brasilianischen Arabica-Bohnen, hergestellt.
Pottkultur, Herner Str. 3

Butterbrotbar

Foto: Konrad Bender

Deutschland ist Land des Butterbrots, soviel ist klar. Hier, im Bochumer Ehrenfeld, wird dieses perfektioniert und mit zahlreichen, extrem leckeren Aufstrichen und Aufschnitten belegt. Doch die Butterbrotbar hat einiges mehr zu bieten, als die selbst gebackenen Sauerteigbrote: Ein täglich wechselnder Mittagstisch (immer auch mit vegetarischer oder veganer Variante) und zahlreiche Kaffeespezialitäten locken täglich die Massen aus Bochums In-Viertel an. Und wer nicht selbst kommen kann, wird mit ein bisschen Glück per Brotkurier beliefert. Ein absolutes Top-Konzept, liebevoll umgesetzt.
Butterbrotbar, Hans-Ehrenberg-Platz 1

Café Konkret

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Ein Klassiker. Vom linken Konzept der Gründerzeit ist allerdings nur noch der Name übrig, nichtsdestotrotz vergeht hier die Zeit offenbar sehr, sehr langsam. Kulinarisch verhalten sich die Macher traditionell unauffällig, der Kaffee schmeckt seit Jahren gleich. Draußen sitzt man an einem zentralen Punkt des Dreiecks, das Personal ist nett. Man trifft Schüler, Zeitungsleser, Rentner, Touristen, Studenten.
Café Konkret, Kortumstr. 19–21

Röst.Art

Foto: Röst.Art

Kees van der Westen ist der Ferrari unter den Kaffeemaschinen. Eine Sonderanfertigung im Wert eines besseren Kleinwagens bildet das Epizentrum allen Handelns im Röst-Art. Claudia Schiweck und Richard Miklas haben damit ihren eh schon unangefochtenen Kaffee noch unangreifbarer gemacht. Als Rösterei versorgt Röst.Art viele Gastronomien, als Café ist der kleine Laden eigentlich schon lange zu klein. Doch die Gäste arrangieren sich, die charmantesten Kellnerinnen überhaupt beruhigen alle und wenn dann erst der Käsekuchen auf dem Tisch steht, ist alles gut. Weitere Tipps: Panini mit Serrano und Hobelkäse und der Espresso auf Malzeis. Wenn es um Kaffee geht: State of the Art.
Röst.Art, Grabenstraße 1-3

Eiscafé Cortina

Unterhalb des Gebäudes der Hauptsparkasse, quasi in der Galerie, liegt dieses italienische Eiscafé. Das Spaghettieis schmeckt nach Kindheit, die weiteren Angebote sind klassisch. Hier muss nicht mehr groß experimentiert werden, italienisches Eis ist eben eine Bank.
Eiscafé Cortina, Grabenstr. 27–29

Zlatanz Menami

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Das Menami hat nicht lang gebraucht, sich eine recht treue Stammkundschaft aufzubauen. Im Stile einer italienischen Frühstücksbar im Industrieromantik-Schick sitzt man hier, isst etwa üppig belegte Focaccia, schöne große Salate oder die Frühstücksangebote. Das WLAN ist gut, der Kaffee sehr, sehr beachtlich und die Zeitschriftenauswahl top für so einen kleinen Laden. Einfach ein guter Platz für alle, die ein wenig Zeit über haben. Hat das Zeug zum Klassiker.
Menami, Huestr. 5

Café Tucholsky

Foto: Café Tucholsky

Das Café Tucholsky gibt es schon seit 1988 im Erdgeschoss des Hauses an der Viktoriastraße, in dem sich früher einmal das Hotel Siebeck befand. An selber Stelle befindet sich heute auch das art Hotel Tucholsky und eine Tapas-Bar. Das Interior des Cafés überzeugt mit Leder, Kupfer und dunklem Holz und erschafft so eine gediegene Atmosphäre. Die Speisenkarte sowie der Mittagstisch wechseln wöchentlich und das Frühstück im Tucholsky ist legendär. Warum? Die wichtigste Mahlzeit des Tages wird hier bis 18 Uhr aufgetischt. Guten Tag meine Damen und Herren, guten Morgen liebe Studierende! (frei nach Klaus Jürgen Haller).
Café Tucholsky, Viktoriastraße 73

Mandragora

Das Mandragora ist ein Urgestein des Bermuda Dreiecks, das seit 1977 existiert und für seine Crêpes bekannt ist. Doch eigentlich ist diese Lokalität ein Alleskönner, der sich abhängig von Tages- und Jahreszeit, im Sommer bietet sich der Biergarten an, verändert und anpasst. Samstags und sonntags lässt es sich hier ab 10 Uhr frühstücken. Außerdem werden bretonische Galettes, das sind Buchweizenpfannkuchen, in allen erdenklichen Variation angeboten. In den Abendstunden wird aus dem Café dann eine Bar, in der ihr unter anderem eine sehr solide Auswahl an Bier vom Fass trinken könnt. Neben deutschen Bieren laufen auch Guinness und Stowford Cider aus den Zapfhähnen. Sláinte!
Mandragora, Konrad-Adenauer-Platz 1

Café Ferdinand

Foto: Nils Hofmann

Schon seit 30 Jahren heißt es nun „Liebling, ich möchte jetzt mit dir ins… Café Ferdinand“. Das Urgestein unter den Bochumer Cafés ist zwar etwas in die Jahre gekommen, büßt aber trotzdem nur wenige Gäste ein. In Gleis- und Alsenstraßen-Nähe zählt das „sehen und gesehen werden“ eben schon genug. Das kann man hier zur Frühstücks-, Mittags- sowie zur Abendbrotzeit, oder eben durchgängig.
Café Ferdinand, Ferdinandstraße 44

San Marco

Foto: San Marco

San Marco ist ein Familienbetrieb, der nicht jedem Eistrend nachrennt. Spektakuläre oder avantgardistische Kreationen wie sie in manchem Kreativviertel aufgetischt werden, sucht man vergebens. Hausbecher, Spaghetti-Eis, Amarena-Becher sind die Klassiker. Manch einer redet vom besten Eis im Ruhrgebiet.
San Marco, Huestraße 4

Tante Yurgan’s

Foto: Tante Yurgang’s

Lange war dieses wunderhübsche Lokal an der Castroper das Treibsand. Als dessen Besitzer Peter Schulze an den Springerplatz wechselte, nahm er den Namen mit, nicht aber Treibsand-Urgestein Jürgen. Der übernahm die Schicht, wischte kräftig durch und macht seither als Tante Yurgans weiter. Und was soll man sagen: es ist alles gut. Der Kaffee, die Snacks, die Musik, die Stimmung, der Freisitz. Alternativ, subkulturell, doch genussfreundlich. Hier lässt es sich aushalten.
Tante Yurgans, Castroper Str. 79

Café zur Altstadt

Wer Spitzendeckchen zum Kaffee gerne hat, dem sei dieser Klassiker empfohlen. In einer kleinen Seitenstraße zwischen Boulevard und Dr. Ruer-Platz residiert dieses Refugium des guten, alten, wahren Kaffeegenusses mit hausgemachten Torten und tollem Konditorhandwerk. Das Publikum ist meist etwas betagter, doch längst findet auch die Enkel(innen)generation es wieder schick, das Altmodische.
Café zur Altstadt, Pariser Straße 40

Café Treibsand

Foto: Konrad Bender

Ob Kaffee, Frühstück, Snacks oder Wein, hier gibt‘s alles in lockerer Atmosphäre. Zudem findet etwa einmal im Monat eine Offene Bühne für Autoren, Comedians, Liedermacher oder auch Zauberer statt, bei der sich Anfänger und Profis ans Mikro wagen. Einfach mal treiben lassen.
Café Treibsand, Springerplatz 1

Café Safran

Das prägnante Eckcafé im Ehrenfeld lockt schon seit Jahren mit stets frisch in der offenen Küche zubereiteten persischen Gerichten (sehr gerne auch in vegetarischen Varianten). Nach dem plötzlichen Tod des ursprünglichen Besitzers Djamshid Davoodi 2013 war die Zukunft des Cafés zunächst ungewiss. Doch dann übernahm Mohammed Tarig Monfared das Lokal und führt es seither genauso liebevoll und herzlich weiter wie sein Vorgänger. Preiswerter, qualitativ guter Mittagstisch, der aber manchmal etwas Zeit braucht.
Café Safran, Kronenstr. 31

Doc-Beckers Coffee & ICE

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Hier gibt es hingegen aller Vermutungen keine deutschen Schnellzüge, sondern teils veganes, aus Naturprodukten hergestelltes Eis. Dazu ein Käffchen aus frisch gemahlenen Bohnen, einige Snacks und Kuchen.
Doc Beckers, Kortumstr. 115

Weitmar

Baristoteles

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Früher in Wiemelhausen in der Königsallee zu finden, ist das Baristoteles mittlerweile in den Schloßpark gezogen. Hier, im Kubus gibt es neben diversen Kaffeespezialitäten ebenfalls kleine Snacks, Kuchen und Wein & Feinkost. Der Alleskönner unter den Cafés quasi.
Baristoteles, Nevelstraße 29D

Wiemelhausen

Kleine Zuckerbäckerei

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Besitzerin dieses Ladens ist die Konditorin Anke Rhönisch, die definitiv weiß, was süßer Luxus ist. Ihre Cupcakes sind legendär, darüber hält sie sogar Seminare ab. Zusätzlich zu den süßen Tortenträumen gibt es in der Zuckerbäckerei auch Herzhaftes und täglich Mittagstisch.
Kleine Zuckerbäckerei, Wiemelhauser Str. 211a

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