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Musik von hier: Goldstücke

I love music! Und deshalb gehe ich jeden Monat auf die Suche nach den freshesten Newcomern und vielversprechendsten Acts aus der Region. Und die Goldstücke, die ich dabei finde, möchte ich euch natürlich auf gar keinen Fall vorenthalten! Enjoy!

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Bad Bone Beast: Hoffnungsträger

Bad Bone Beast kommen aus Düsseldorf und Osnabrück. Dort lernte sich das Trio beim gemeinsamen Musikstudium kennen. Souliger Blues-Rock steht auf dem Zettel, wenn die Drei an ihre IInstrumente gehen. Über die Debüt-EP „Water into Wine“, das Musikbusiness und das Leben als (Berufs-)Musiker haben wir mit Sänger und Bassist Ruben Claro gesprochen.

„Water into Wine“ : Was steckt hinter dem Namen eurer EP?
Als Kind war ich bis zum jungen Erwachsenenalter sehr gläubig und religiös veranlagt, was sich in einem bestimmten Abschnitt meines Lebens schlagartig änderte. Ich hatte plötzlich meine eigenen Werte aufgestellt und der Glaube wich den Parties und der Erfahrung mit mir selbst. Es geht in den Texten viel um Verantwortung, Selbstkritik, Reflexion und das permanente Verlangen nach dem Unerreichbaren. Das sind mitunter die ersten Texte, die ich zu Papier gebracht habe und da ist es klar, dass die Vergangheit nur so aus mir raussprudelte. Die Textzeile ‚You turn the water into wine‘ imTiteltrack ist dementsprechend auf den ersten Blick vielleicht auf eine Frau bezogen, allerdings hat sich auch hier mein Unterbewusstsein viel mehr eingemischt, als mir erstmal klar war.

Das Musikbusiness hat sich verändert. Ist es mutig, noch eine Band zu gründen und Musik zu veröffentlichen?
Es kommt ganz darauf, was man vor hat. Das Musikbusiness ist keine Oase für Kreativlinge mehr. Jeder, der ein Smartphone bedienen kann und mindestens zwei Finger besitzt, kann sich heutzutage Musiker schimpfen und sogar seine Musik verkaufen. Es ist schwieriger denn je, ausschließlich vom Musik machen zu leben. Aber der Rock gibt uns ein Ventil und er gibt uns Hoffnung. Er ist nicht tot, wie viele glauben. Er ist nur irgendwo, ab vom Trubel, und ruht sich aus, um dann mit geballter Energie zurückzukommen. Aber ja, es ist nicht nur mutig, sondern auch verdammt wahnsinnig, wenn man in der heutigen Zeit eine Band gründet. Deshalb ist es auch unausweichlich für uns, nebenbei in anderen Bands zu spielen.

Was hält euch bei der Stange? Was ist eure Inspiration?
Die Inspiration ist das ständige Musikmachen mit anderen Musikern, die Herausforderung, der Anspruch an sich selbst mehr zu erreichen, besser zu werden. Es ist eine unheimliche Bereicherung vor einem Publikum zu stehen und zu wissen, dass man diesen Menschen einen tollen Moment beschert hat und diese es einem auch noch danken. Das ist die größte Belohnung. Wenn man damit noch etwas Geld verdienen kann, hat man den besten Job der Welt. Und es gibt gratis Drinks!
„Water into Wine“ VÖ: 27.1. / badbonebeast.com

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Album des Monats
Juniors Zambrana | La Ciudad de las Columnas

   

Musik aus Kuba: Bei diesem Stichwort geht die erste Assoziation bei den meisten in Richtung hotter Salsa-Beats oder Buena Vista Social Club. Juniors Cesar Zambrana Sarracent ist auf Kuba geboren und aufgewachsen. Zum Studium, das er mit Auszeichnung abschloss, zog es ihn nach Düsseldorf, wo er inzwischen an seiner Alma Mater als Gitarren-Dozent unterrichtet. Zambrana zeigt mit seinem kleinen Meisterwerk eine ganz andere Seite der lateinamerikanischen Musik: klassische Gitarrenklänge, wunderschön interpretiert und auf höchstem Niveau gespielt. Perfekt, um sich die trüben Wintermonate mit sonnigen Gedanken zu versüßen. Lieblingslied (nicht ausschließlich wegen des Titels): „La Ceiba y el Colibri“.
VÖ: 12.12.18 

Luciel | …and that’s all that I remember

Pop und Jazz gehen Hand in Hand, daran ist so langsam nicht mehr zu rütteln. Und auch die – in dieser Hinsicht durchaus zeitweise etwas unversöhnliche – Musikzene in Köln hat dies mittlerweile akzeptiert. Zum Glück! Luciel ist ein Ergebnis dieser Verschmelzung, the Best of both Worlds sozusagen. Als Kollektiv wollen die vier Bandmitglieder werden, eine Stammbesetzung mit verschiedenen Sängerinnen. Dass hier Instrumente und Stimmen fast bis zur Perfektion beherrscht werden und das Songwriting exellent ist, muss fast nicht erwähnt werden, viel wichtiger ist die wunderbar mitreißende und ansteckende Energie, die bei jedem der elf Songs des Debütalbums übers Ohr direkt in den Körper fährt. Der Frühling kann kommen!
VÖ: 11.1. / Herzog Records | lucielband.com

Lemur | Die Herrschaft der Kakerlaken

„Alles hat ein Lied verdient“: Bereits der erste Song auf der EP des Rappers, der mit diesem Werk sein drittes vorlegt, macht die Richtung klar. Hat man sich durch knapp eineinhalb Minuten Intro gehört(das namenesgebende Gedicht „Everything deserves a Song“ des irischen Poeten David Ryan), eröffnet sich, in musikalischem Rahmen, die Gedankenwelt des Wortpoeten. Düster sieht es aus in dessen Kopf. Endzeitszenarien, Gentrifizierung (Lemur lebt mittlerweie in Berlin, natürlich) und persönliche Katastrophen – nichts hält der Mittdreißiger hinterm Berg. Alles hat ein Lied verdient, eben. Und das ist gut!
VÖ: 16.11.18 / Kreismusik | facebook.com/lemurmusik

Braunkohlebagger |Abbruch

Braunkohlebagger aus, na klar, Essen, präsentieren ihre Debüt-Ep „Abbruch“ (natürlich!). Mehr Pott geht ja gar nicht? Na wohl! Schon der erste Satz des Opener-Songs „Endlosschleife“ trägt so viel Ruhrgebiets-Stimmung in sich, wie die in Düsseldorf beheimatete Autorin dieser Zeilen sich den Vibe da drüben vorstellt: „Ich bin ein ganz normaler Typ, darum hat mich meine Frau nicht lieb…“. OK! Die beim Hören aufkommenden Bedürfnisse, den Sänger mal ganz fest zu drücken oder ihm einen Arschtritt verpassen zu wollen, halten sich die Waage. Mit einem riesigen Augenzwinkern natürlich – so wie die Texte der fünf Stück Starken EP (hoffentlich) auch zu verstehen sind.
VÖ: 10.8.18 | braunkohlebagger.bandcamp.com

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