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Musik von hier: Newcomer und neue Alben aus NRW

Tom Blankenberg: atermus

I love music! Und deshalb gehe ich jeden Monat auf die Suche nach Bands und Newcomern, die neue Musik, neue Songs und CDs herausbringen. Von Düsseldorf nach Köln, über das Ruhrgebiet und den Niederrhein – weil Musik aus Deutschland locker mithalten kann auf dem internationalen Markt. Und weil Musik hören einfach das allerschönste ist! Die Goldstücke, die ich dabei finde, möchte ich euch natürlich auf gar keinen Fall vorenthalten! Enjoy!

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Album des Monats
Tom Blankenberg | atermus

Es folgt eine sehr persönliche Aussage der Autorin: Klavier IST das schönste Instrument der Welt. Punkt. Und wenn es dazu noch so unglaublich wundervoll in Szene gesetzt wird wie auf dem neuen Album des Pianisten Tom Blankenberg aus Düsseldorf, dann ist die Welt für knapp 45 Minuten plötzlich eine bessere. „atermus“ heißt dieses Goldstück, das ab sofort in keiner gut sortierten Musik-Bibliothek fehlen darf und sollte. 13 Songs lang nimmt Blankenberg uns mit auf eine Reise, die schöner kaum sein sollte. Schon, wenn die ersten Töne des Openers „Tori“ erklingen, entspannt man sich und lässt los, was auch immer einen gerade vielleicht umtreibt. Dass hier mit großer Musikalität und Liebe zum Instrument operiert wird, muss ja fast gar nicht erwähnt werden. Leise, sanft, aber doch mit Nachdruck erklingen die Melodien, wunderbar organisch eingebettet in Harmonien und Rhythmus. Dass Tom Blankenberg auf jegliches Beiwerk verzichtet und tatsächlich „nur“ das Piano im Fokus steht ist so logisch wie schön. Genau so, wie dass Genrebezeichnungen hier völlig fehl am Platz sind. Lieblingslied: 09h53. Allerwärmste Empfehlung!
VÖ: 15.2. / less-reccords.de/tom-blankenberg

 

The Planetoids | Indigo

Direkt ein ganzes Album rausbringen kann ja jeder – das dachten sich auch die Herren von The Planetoids, und ziehen das Release ihres neusten Werkes einfach auf vier EPs, die dann über die nächsten zwei Jahre rausgehauen und schließlich zu einer kompletten Platte zusammengebastelt werden. Nachhaltig, sozusagen. Und damit voll im Trend, right? Jeweils vier Songs sollen die einzelnen EPs enthalten, Nummer eins, “Indigo”, wurde schon in den Ether geschossen. Und was soll ich sagen? Von Sekunde eins an bin ich wie bescheuert (im bestmöglichen Sinne) durch meine Küche, den Hofgarten und schließlich mein Büro getanzt. Like nobody was watching (stimmt aber nicht, alle haben’s gesehen!). Und ja, ich muss es sagen – es klingt wie Jamiroquai in zeitgemäß, jung und unbedacht. And it is everything! Der Bass wummert, die Gitarre ist funky as funky can be, die Songs klingen einfach, haben aber eine versteckte Tiefe. Und das wichtigste – es macht so unglaublich viel Spaß, zuzuhören! Und ich bin sicher, dass die Band beim kreieren mindestens genau so happy war. Und das spürt man. In jedem Ton. Perfekter Frühlings-Soundtrack!
VÖ: 15.2. / the-planetoids.com

 

Tovte | Krawalle & Lieder

Klezmer und Tango – Tovte aus Köln haben sich diesen beiden wunderschönen Musiken verschrieben. Kontrabass, Gitarre, Klarinette, zwei Violinen. Zu fünft klingt die Band durchaus auch manchmal nach viel mehr, bevor es wieder leise und fast intim wird. Eigene Kompositionen genau wie neu arrangierte Traditionals haben sie für ihre Debüt-CD “Krawalle und Lieder” gesammelt und auf Platte gebannt. Auch wenn das natürlich kaum möglich ist, die Lebensfreude, Vielseitigkeit und auch Melancholie, die in dieser Musik steckt und aus den Händen beziehungsweise Lungen der Musikanten direkt in ihre Instrumente fließt, irgendwo einzufangen. Lieblingslied: September. (Und nein, nicht nur, weil ich da Geburtstag habe!)
VÖ: 09.2018 / tovte.de

 

Benjamin Schäfer | Hive Mind

Fast zwei Jahre lang hat sich Pianist und Komponist Benjamin Schäfer für sein neustes Werk Zeit gelassen. Um es dann direkt auf seinem eigenen Label “for the records” zu releasen. Sein erstes Big Band Album ist “Hive Mind”, und Schäfer hat sich dafür großartige Musiker ins Boot geholt. Schon der Opener “IO” zeigt die Richtung auf: Zeitgenössischer Jazz-Sound, der trotzdem auf dem Boden bleibt. Ein bisschen experimentell, ausgefeilte Bläsersätze, bombastische Arrangements. “So Near, So Far”, mein persönliches Lieblingsstück. nimmt einen von Anfang an knappe dreizehneinhalb Minuten mit auf eine Reise, der man sich nur zu gern hingibt. “Egregores” hingegen schleicht sich langsam, aber sicher zum Höhepunkt. Was mit Bravour gelingt. Besonders schön: Auch Menschen, die dem Genre “Jazz” vielleicht zunächst nicht sehr viel abgewinnen können und die bei dem Wort “Big Band” an traditionelle Tanzkappellen denken,  finden schnell einen Zugang zu dieser wirklich wunderbaren Platte – dies wurde von der Autorin selbst getestet!
VÖ: 30.11.2018 / benjaminschaefer.com

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