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Musik von hier: Goldstücke

Foto: Louis Maikowski

I love music! Und deshalb gehe ich jeden Monat auf die Suche nach den freshesten Newcomern und vielversprechendsten Acts aus der Region. Und die Goldstücke, die ich dabei finde, möchte ich euch natürlich auf gar keinen Fall vorenthalten! Enjoy!

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Im Interview: Die Wichtigsten

Antirevolution – das ist es, was sich Die Wichtigsten auf ihre noch relativ unverbrauchte Fahne geschrieben haben. Gegründet im Oktober letzten Jahres sind die Drei seitdem unterwegs, um das Establishment zumindest musikalisch wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Tossia Corman sprach mit Gitarisst und Sänger Karsten Wegner.

Wer seid ihr überhaupt?
Wir sind Die Wichtigsten. Keine Punkband, kein Teil einer Subkultur. Wir lehnen uns nicht gegen unsere Eltern auf. Dennoch ignorieren wir die Generation Bausparvertrag, denn noch toter als Punk sind „Lifegoals“, „Work & Travel‘‘ und radiotaugliche deutsche Popmusik.

Wie habt ihr euch gefunden?
Wir studieren zusammen. Im ersten Semester haben wir uns schon sehr viel Musik hin- und hergeschickt, deutsche Sachen gezeigt und so ziemlich jedes Police-Album. Irgendwann, bei einer Kneipentour, haben wir beschlossen: Wir gründen `ne Band! Wir haben uns aber noch längst nicht zu Ende gefunden, denn wenn wir Musik machen, lernen wir uns jedes Mal aufs Neue kennen.

Die Wichtigsten – ein großer Name. Wie seid ihr darauf gekommen?
Es gibt da ein Lied von den Sternen, „Wichtig“. Frank Spilker wiederholt immer wieder die Zeile „und ich bin wichtig“. Damit dachten wir, wäre das Eis schon gebrochen.

Und was ist für euch am wichtigsten?
Dass uns Leute lieben und hassen. Es wäre schade, wenn uns keiner hassen würde.

Was wollt ihr mit eurer Musik sagen ? Wen wollt ihr erreichen?
Der Alltag bietet viel Fläche, um ihn aus verschiedenen Perspektiven zu beschreiben. Abstrakte Texte sind dem dienlich, da sie in jedem individuelle Emotionen und Interpretationen hervorrufen können.

Ihr seid im Finale von City Beats – ein großer Band-Wettbewerb in Düsseldorf. Hättet ihr damit gerechnet, so relativ kurz nach eurer Gründung?
Das kam in der Tat überraschend! Wir freuen uns sehr, mitmachen zu dürfen und hoffen auf ein tolles Publikum! Immerhin bietet die Finalteilnahme an sich bereits eine kleine finanzielle Spritze für alle Teilnehmenden, mit der man aufnehmen und vielleicht auch ein Album produzieren kann.

facebook.com/lesimportants

 

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Album des Monats
molass | Green Sky

Mit ihrer im März erschienenen EP „Foramen Magnum“ (wärmste Empfehlung, by the way…) schürte die vierköpfige Band große Erwartungen, zeigte sie doch, dass urbaner Neo-Soul offenbar auch am Niederrhein zu Hause ist. Die dadurch selbst hoch gelegte Messlatte überspringt molass mit Leichtigkeit – das Debüt-Album „Green Sky“ ist vom ersten bis zum letzten Ton voll mit Musik, von der man nicht genug bekommt. Man merkt, dass hier alle ihr Handwerk verstehen, sehr clever und durchdacht sind Kompositionen und Lyrics – trotzdem bleibt alles organisch, lebendig, dynamisch intensiv. Und bei allem Respekt für die Herren an den Instrumenten: Sängerin Marissa Möller prägt mit ihrer im besten Sinne des Wortes außergewöhnlichen Stimme den Sound der Band und macht ihn damit unverwechselbar. VÖ: 19.10. | facebook.com/molass

 

Banquo | Humaniac

Vier Songs stark ist die Debüt-EP der vierköpfigen Band aus dem Rheinland. Ein bisschen düster, ein bisschen theatralisch, ein bisschen episch – dass der Bandname sich auf den besten Freund von Shakespeares Macbeth bezieht, den Geist Banquo, ist sicher kein Zufall: Diese Musik verfolgt einen. Und das ist was Gutes! Eingängige Melodien, der Sound tatsächlich unverkennbar inspiriert vom 90‘s Alternative Rock, dazu Texte, die hängenbleiben und sogar ein thematisches Konzept (welches, wird natürlich nicht verraten, da muss man schon selber hören…). Ein sehr gelungener Soundtrack für die eher düsteren Herbsttage. VÖ: 28.9. / Quasilectric | facebook.com/banquoband

Honig | The Last Thing The World Needs

Mit dem Titel seines vierten Albums stapelt der Düsseldorfer, der mittlerweile im selbstgewählten Exil in Köln lebt, tiefer als nötig – das Letzte, was diese Welt braucht, sind ganz sicher andere Dinge als dieses wirklich gelungene Album (den Gedanken des Titels in Gänze hier auszuführen, führte auf vielen Ebenen zu weit…). Denn diese Platte macht die Welt sogar ein kleines bisschen schöner! In altbewährter Honig-Manier musiziert sich der Singer/Songwriter durch elf Lieder, immer on point begleitet von seiner vierköpfigen Band. Anderthalb Jahre hat sich Honig Zeit gelassen, und das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Lieblingslied: „It’s Never The Wrong Time To Sleep“. Dass der Songtitel auch zeitgleich das Lebensmotto der Autorin ist, ist purer Zufall. VÖ: 24.8. / Haldern Pop Recordings | honigsongs.de

Nic Koray | Pearl Diver

Manchmal findet man Perlen, ohne gleich nach ihnen tauchen zu müssen – zum Beispiel, wenn sie, wie in diesem Fall, ins Mail-Postfach der Redaktion geschwemmt werden. Nic Korays zweites Album ist eine solche Perle. Eine schöne, klare Stimme, begleitet von eleganter, fast feingliedriger Musik. An Power fehlt es trotzdem nicht. Orgel, Schlagzeug, Flöte und Gitarre beherrscht Singer/Songwriterin Nic Koray, Letztere ist ihr Hauptinstrument.„Love and Learn“ fordert schon der erste Song auf – eine eigentlich schöne Aufgabe für die nun nahende, kühler und gemütlicher werdende Jahreszeit. VÖ: 15.9. | nickoray.de

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