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Goldstücke: Musik von hier

Botticelli Baby | Foto: Nicole Kempa
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I love music! Und deshalb gehe ich jeden Monat auf die Suche nach den freshesten Newcomern und vielversprechendsten Acts aus der Region. Und die Goldstücke, die ich dabei finde, möchte ich euch natürlich auf gar keinen Fall vorenthalten! Enjoy!

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Im Interview: Botticelli Baby!

Swing, Blues, Balkan-Sounds und eine Prise Punk: Boticelli Baby aus Essen vermischen seit 2013 in ihrer Musik alles, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Auf dem Debütalbum „Junk“ zeigt die siebenköpfige Band was sie kann. Tossia Corman sprach mit Gitarrist Jörg Buttler.

Zuallererst: Wieviel Pott steckt in Botticelli Baby?
Der Pott ist schon der Ursprung für alles, wir haben uns hier getroffen und haben sogar unseren ersten Song nach dem Stadtteil in Essen benannt, in dem wir damals geprobt haben: Kray. Dieser Song war damals so ein bisschen die Blaupause für unseren Sound. Außerdem haben wir im Pott unsere ersten Konzerte gespielt, sind hier als Band gewachsen und haben mittlerweile eigentlich in fast allen Clubs des Ruhrgebiets Gigs gespielt. Wir haben dem Pott also auch viel zu verdanken.

Euer Sound ist sehr speziell. Was sind eure musikalischen Backgrounds?
Bei sieben unterschiedlichen Charakteren gibt es ganz verschiedene Backgrounds. Klar, wir haben alle schon immer gerne Jazz gehört und gespielt, aber auch da gibt es zwangsläufig mehr als eine Sicht der Dinge. Was heißt schon Jazz?! Unterwegs hören wir querbeet Musik von Django Reinhardt zu The Sonics über Ricardo Villalobos bis SSIO. Wir haben alle auch neben Botticelli Baby viel mit Musik zu tun. Durch Theaterproduktionen, das Studium oder andere Projekte. Einer von uns studiert allerdings Malerei in Düsseldorf. Ihr müsst raten, wer…

Zieht sich ein roter Faden durch „Junk“?
Die Lieder sind über zwei Jahre entstanden und haben ganz unterschiedliche Farben und Interpretationen. Von Lovesongs bis dunkler New-Orleans- Predigt. Jazz und Punk eben. Der rote Faden hierbei ist vielmehr, dass wir einfach total Lust haben, unsere Musik zu machen und zu spielen. Ohne sich dabei nur einer Thematik zu verschreiben. Aber vielleicht kommt ja irgendwann mal ein Konzeptalbum?

Wie entstehen eure Songs?
Die Songs entstehen meistens um eine Idee herum. Das kann ein Melodie sein, ein Riff oder ein Text. An dem Prozess, diese auszuarbeiten, ist jeder beteiligt. Danach wird das rohe Gerüst so lange eingespielt, bis ein Song daraus wird. Mittlerweile fahren wir zweimal im Jahr für eine Woche weg. Dann schließen wir uns ein und verarbeiten die angesammelten Ideen. Das Haus für Januar ist schon gebucht.
botticellibaby.de

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Album des Monats |
Schlakks  | Indirekte Beleuchtung

Foto: Marco Saaber

Schlakks, Opek, Razzmatazz – tauchen diese drei Namen in Zusammenhang miteinander auf, kann das Resultat eigentlich nur grandios werden. Auch der neuste Streich des Hip-Hop-Power-Trios enttäuscht nicht: handgemachte, solide Beats, live eingespielte Instrumentals und natürlich clevere, humorvolle, on point formulierte Lyrics. 18 Tracks stark ist die dritte Platte des Rappers, und wie schon auf den Vorgängern widmet sich der Dortmunder Themen, die ihn offensichtlich ernsthaft interessieren und beschäftigen: gesellschaftliche und politische Zu- und Misstände, seine Liebe zur Subkultur und sehr persönliche Sichtweisen auf die Dinge, die ihn umgeben. Ein kleines, großes Meisterwerk!
VÖ: 7.9. / Tanz auf Ruinen | schlakks.de

 

TV Smith | Land Of The Overdose

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Foto: JKP

Punk straight outta London. Originaler geht’s ja wohl nicht! Dass JPK, das Tote-Hosen-Label aus Düsseldorf, die neue Platte rausbringt, macht Sinn. Der mittlerweil 62-Jährige, der eigentlich auf den Namen Tim Smith hört und stilecht aus der englischen Arbeiterklasse stammt, hat schon vor 17 Jahren mit den Düsseldorfer Ur-Punkern ein Album aufgenommen. Hosen-Drummer Vom Ritchie sitzt zudem auch bei „TV Smith“ hinterm Set. Thematisch wie musikalisch ist das Album Punk as Punk can be – politische Texte, harte Gitarrenriffs, rotziger Gesang. Und immer authentisch. Lieblingssong: „File It Under Not My Problem“.
VÖ: 14.9., JPK / Warner Music | tvsmith.com

Kopfecho | Sehen – Hören – Fühlen

Foto: MD Records

Punkrock mit weiblicher Frontfrau sollte in einer idealen Welt nichts Besonderes sein, ist es aber, und deshalb sei dies hier explizit erwähnt. Ansonsten gibt’s keine großen Überraschungen. Nicht nur, weil das kürzlich erschienene Album eine neu aufgelegte und mit drei zusätzlichen Titeln angereicherte Version des schon erschienen Debüts ist, sondern auch, weil die Fünf alles so machen, wie es im Punkrock-Lehrbuch steht: verzerrte Gitarren, ballernde Drums und dicke Bässe bilden den vordergründig harten Rahmen, in dem eben erwähnte Frontfrau sich mit Texten zu zeitgenössischen Themen und einer unverkennbaren Sehnsucht nach Gefühl austobt.
VÖ: 10.08., MD Records / Rough Trade | kopfecho.com

Chogori | Heat Haze

Foto: Modularfield

Das Trio hat sich der Erschaffung von retro-futuristischen Klangwelten verschrieben. Synthesizer, Kontrabass, Drum Machines und Fender Rhodes sind da folgerichtig die naheliegendst gewählten Instrumente. Klare Strukturen, immer offen für den Moment der Improvisation, machen die Kompositionen zu kleinen Edelsteinen, die zusammengenommen eine wunderschön glitzernde Halskette ergeben. Die Metapher ist gewählt, da das zweite Album der Düsseldorfer eine runde Sache ergibt, Ende und Anfang gehen ineninander über. Dass die Platte am Geburtstag der dies hier Schreibenden releast wird, trägt sicherlich zur Begeisterung bei!
VÖ:21.09., Modularfield | chogori.org

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