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Musik von hier: Newcomer und neue Alben aus NRW

Foto: Sandiger Superschurke
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We love music! Und deshalb gehen wir jeden Monat auf die Suche nach Bands und Newcomern, die neue Musik, neue Songs und CDs herausbringen. Von Düsseldorf nach Köln, über das Ruhrgebiet und den Niederrhein – weil Musik aus Deutschland locker mithalten kann auf dem internationalen Markt. Und weil Musik hören einfach das allerschönste ist! Die Goldstücke, die wir dabei finden, möchten wir euch natürlich auf gar keinen Fall vorenthalten! Enjoy!

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Interview: Leitkegel

Leitkegel alias LTKGL bewegen sich zwischen Indie, Emo, Punk und Hardcore. Im Dezember ist ihr Album „Wir sind für dich da“ erschienen. Wieso darauf ein Song namens „Tocotronic darf niemals siegen“ zu finden ist, verriet Sänger Daniel Schnaithmann Nadine Sole im Interview.

Ihr kommt aus Essen, Düsseldorf und Ravensburg. Wo ist die Band-Base?
Gegründet haben wir uns 2011 in Essen. Zu der Zeit haben wir auch alle noch dort gewohnt. In der Zwischenzeit gab es einen Bassistenwechsel und berufliche Veränderungen, so dass mittlerweile zwei Leute in Essen, einer in Düsseldorf und einer in Ravensburg leben. Unsere Base ist aber nach wie vor Essen, weil wir dort auch unseren Proberaum haben.

Was hat es mit eurem Song „Tocotronic darf niemals siegen“ auf sich?
Weniger mit Tocotronic, als man vermuten mag. Wir haben im Laufe unserer Bandgeschichte skurrile Gespräche mit Zuschauern geführt, in denen seltsame Vermutungen über uns angestellt wurden. Der Song ist ein „Best-of“ der schönsten Unterstellungen. Dass der Song „Tocotronic darf niemals siegen“ heißt, ist eher Zufall. In der Regel legen wir die Song-Titel ganz am Ende fest. In dem Fall – das muss so 2013/14 gewesen sein – sprach uns jemand auf unseren Song „Kapitulation? Ja bitte!“ an und war davon überzeugt, dass das eine Hommage an Tocotronic sei. Tatsächlich gibt es bis auf das Wort „Kapitulation“ keinerlei Anknüpfungspunkte. Wir fanden es witzig, damit zu kokettieren und so wurde der Slogan „Tocotronic darf niemals siegen“ zum Running-Gag, den wir mit Bühnenansagen, Stickern und Merch befeuerten. Dann war der Song fertig und passte wie die Faust aufs Auge.

Auf eurem Album behandelt ihr unter anderem „Erste Welt Probleme“. Wie lenkt ihr den Fokus aufs Wesentliche? Und was ist das für euch?
Um zum Kern der wirklich wichtigen Probleme zu kommen, muss man erst mal das Unwichtige definieren. Bevor ich mich mit einem komplexen Sachverhalt wie beispielsweise dem Klimawandel widmen kann, muss ich realisieren, dass das, was ich vielleicht als Problem wahrnehme, im großen Kontext gar nicht so dramatisch ist. Manchmal sind bestimmte Probleme ja auch Ausdruck bestimmter Privilegien, die wir haben.

Was steht bei euch als nächstes an?
Aktuell sitze ich am Booking für Konzerte und die Festival-Saison. Da hoffen wir natürlich, dass sich was ergibt und wir 2020 einige Auftritte werden spielen können. Außerdem haben wir schon wieder neues Material und gehen im Februar ins Studio, um eine EP aufzunehmen.

Wir sind für dich da | VÖ: 13.12 | My Favourite Chords

 Louder Than Wolves | Malfunctions

Foto: Backseat

Rasante Entwicklungen, Reizüberflutungen und Tyrannen. Der Kölner Band Louder Than Wolves gelingt auf ihrer EP ein thematischer Bogenschlag in nur vier Songs. Außerdem bestücken sie das Ganze mit Gefühl, das einem die Schuhe auszieht. Etwa, wenn in „Pace“ kleine, rhythmische Fill-Ins das Innehalten im viel zu schnellen Strudel beschwören. Melodisch-schwebende Gitarrensounds ziehen sich spielerisch und in Shoegaze-Manier durch die Stücke und die Stimme von Sänger Oliver Schmitz kommt herrlich unaufgeregt und trotz Emotendenzen kein bisschen krakeelig daher. Fazit: „Something ain’t right with me / But maybe that’s just okay“. – Fehlfunktionen rocken!
Malfunctions | VÖ: 6.12.19 

Déjà | Place Called Home

Foto Ruud Claessen; Artwork: Thomas Erven

Dass Désiree vom Duo Déjà im Video zum Titelsong der EP ein Mumford-and-Sons-Shirt trägt, ist kein Zufall. Die Musikerinnen Desi aus Roermond und Julia aus Düsseldorf wandeln auf folkigen Pfaden und klingen nach beherzten Fußstampfern und knisternder Heimeligkeit. Etwas getragener kommt das Titelstück „Place Called Home“ daher und verweist auf den Kern des Duos: zweistimmigen Gesang und eine entwaffnende Harmonie – sanfte Violinenklänge, Mundharmonika und Akustikstimmung inklusive. Inzwischen hat das Duo Band-Zuwachs bekommen. Was auf den fünf Stücken der EP funktioniert, dürfte Freunde von Folk, Pop und Americana live vom Hocker reißen.
Place Called Home | VÖ: 25.1. 

Emma6 | Möglichkeiten

Foto: ferryhouse productions

„Ich muss gar nichts außer gar nichts müssen“ ist ein kluger Satz. Eingebettet in die Wohlfühl-Indierock-Klänge von Emma6 aus Heinsberg wirkt er wie eine Aufforderung, Sorgen über Bord zu werfen und die unzähligen Entscheidungsmöglichkeiten links liegen zu lassen. Dass die Brüder Peter und Henrik Trevisan und ihr Schulkumpel Dominik Republik bereits seit über vierzehn Jahren zusammen musizieren, hört man ihrem harmonischen Klangfluss an. Statt Langspielern veröffentlicht das Trio außerdem konsequent EPs. Der Grund: „Momentaufnahmen statt Mammutprojekte.“ Kluge Wortspiele treffen auf tanzbare Roadtrip-Rhythmen und minimalistische Stimmung.
Möglichkeiten | VÖ: 24.1

Beiträge: Nadine Sole | Lukas Vering 

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