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Konzerte im Winter: Unsere Favoriten

Foto: Thomas Hauser

Der Winter ist da! Gegen den beginnenden Winter-Blues hilft manchmal nur eins: MUSIK! Wo diese spielt, haben wir euch in unsere Konzert-Highlights gepackt.

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Ben Howard | Köln

Foto: Roddy Bow

Ein Surfer mit Akustikklampfe, da liegt der Vergleich mit Jack Johnson quasi auf der Hand. Doch der britische Singer-Songwriter emanzipierte sich schon mit seinem zweiten Longplayer von diesem Image und geht auf dem dritten noch weiter: „Noonday Dream“ ist ein atmosphärisch dichtes Album mit perfekt austarierten Elektrosounds. Träumchen!

30.11. Palladium, Köln

Matt Pless | Witten

Foto: Jeanette D. Moses

Der New Yorker Matt Pless fällt zwar in die Sparte „Singer/Songwriter“, gibt diesem eigentlich so ruhigen Genre aber ordentlich Dampf – mit punkigem Folkrock-Sound und kritischen bis wütenden Texten, die sich an Welt und Gesellschaft abrackern. Dazu werden übrigens DIY-Kurzfilme von Jak Kerley aus North Carolina gescreent. Eintritt frei, Hut geht rum.

1.12. Curly Cow, Witten

Drangsal | Bochum

Foto: Thomas Hauser

Als 2016 der junge Max Gruber vom pfälzischen Land unter dem Synonym Drangsal und mit dem Debütalbum „Harieschaim“ in Richtung deutsche Musiklandschaft aufbrach, war schnell klar, dass sich hier ein Meilenstein in die weiten Felder aus radiogefälligem Pop eingräbt. Sein Sound lieh kräftig aus den dustren Ecken der 80er, brachte epische Synthiekapriolen und brachiale Gitarrenparts. Textlich wie als Person flirtete Drangsal mit dem Uneindeutigen. Auf die aktuelle Tour bringt der Wahlberliner nun das Nachfolgewerk „Zores“ mit, dass teils in gleiche Kerben wie der Vorgänger schlägt, teils aber auch ganz neue Seiten zeigt. Weicher und harmonischer geht es zu, teils klingen die nun viel häufiger deutschen Lyrics gar kitschig. So wird Drangsals cleveres Spiel mit Sprache raffiniert wie Kristallzucker. Mehr Klarheit bezieht Gruber inzwischen auch, wenn’s um die eigene Person geht: Mittlerweise inszeniert er sich gerne als Bi-Mann, der für Queerness im Pop einsteht. Gut so, wir brauchen mehr solch mutiger Stimmen!

2.12. Bahnhof Langendreer, Bochum

Hozier | Köln

Foto: Edward Cooke

Seine Debütsingle war direkt ein Welthit: „Take Me To Church“ machte den irischen Sänger vor vier Jahren auf einen Schlag berühmt. Nach dem selbstbetitelten Debüt legt Hozier nun eine neue EP vor, die von prominenter Seite geadelt wurde – keine Geringere als die Soul-Ikone Mavis Staples ist auf „Nina Cried Power“ zu hören. Blues, Folkrock und Gospel prägen die Songs des Mannes mit der markanten Stimme, der sich in seinen Lyrics für Freiheit, Toleranz und Gleichheit starkmacht. Support: Suzanne Santo.

3.12. Palladium, Köln

The Prodigy | Düsseldorf

Foto: Matthias Hombauer & The Prodigy

Wenn The Progidy ein neues Album konzipieren, haben sie stets dessen Live-Präsentation auf der Bühne vor Augen. „Deswegen mache ich Musik: um sie auf Konzerten zu spielen“, lässt sich Mastermind Liam Howlett zitieren. Und so darf man sich auch den siebten Longplayer des britischen Breakbeat-Trios als druckvolles, bühnentaugliches Gesamtkunstwerk vorstellen. „No Tourists“ heißt das Werk und möchte dazu ermuntern, über den Tellerrand zu blicken und sich abseits der gewohnten Wege zu bewegen.

5.12. Mitsubishi Electric Halle, DD

Jain | Köln

Foto: RCA Records

Beschwingter Global Pop aus Frankreich: Die Musik von Jain ist das beste Mittel gegen den Herbst-/Winter-Blues. Wer einen ihrer Songs anspielt, versteht sofort, weshalb der 26-jährigen Sängerin (Englisch mit französischem Akzent) gerne „ein sonniges Gemüt“ bescheinigt wird. Man denke nur an den Überraschungshit „Come“, der vor drei Jahren ihr Debütalbum „Zanaka“ pushte. Der Schlüssel zu Jains speziellem Sound liegt in ihrer Biografie: Geboren wurde Jeanne Louise Galice in Toulouse, aufgewachsen ist sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Kongo. Unbekümmert mixt sie verschiedene Genres, Instrumente und traditionelle Klänge fremder Kulturen: Pop, Chansons, Reggae, Elektro, RnB, Soul, Hiphop, House, Techno, afrikanische Beats, Xylophon, arabische Trommeln – das Ergebnis sind federleichte Pop-Perlen, die ihresgleichen suchen. Mit „Souldier“ präsentiert die Französin nun ihr zweites Album und geht erstmals mit Band auf Tour. Einziges Deutschland-Konzert!

6.12. Kantine, Köln

Prada Meinhoff | Oberhausen

Foto: Band

Dieses Berliner Duo brennt aktuell jede Bühne ab, in das es seine Absätze bohren kann. Abgefeuert wird tanzbarer Elektro-Punk-Pop mit Glamour besprenkelt, mit Schmutz zwischen den Fugen, mit Schärfe in den Worten. Exzessiv, abgebrüht, krud – und live ohne Zügel. Gut gemacht, aber nicht in die Aalesglätte produziert. Wer musikalische Vergleiche braucht: Prada Meinhoff klingen wie die ganz frühen MIA., wie Luxuslärm gerne geworden wären, wie Jennifer Rostock hätten sein können. Steiles Zeug.

7.12. Druckluft, Oberhausen

Lilly Among Clouds | Wuppertal

Foto: Katja Ruge

Ihre Stimme ist zum Steinerweichen, dabei hatte sie nie Gesangsunterricht: Die junge Würzburgerin Elisabeth Brüchner aka Lilly Among Clouds gilt als eines der größten Pop-Nachwuchstalente der Republik. Lillys selbst komponierte Songs handeln von den Widrigkeiten der Liebe und des Lebens, untermalt vom perfekten Pianospiel der Künstlerin. Dem ersten Album „Aerial Perspective“ soll in Kürze ein zweites folgen; ein Vorbote ist die aktuelle Single „Wasting My Time“. Taschentücher nicht vergessen!

7.12. Utopiastadt, Wuppertal

Kreidler | Düsseldorf

„Wichtige Alben deutscher Popgeschichte live“: Zum dritten Mal bringt das Lieblingsplatte-Festival stilprägende Bands mit dem bedeutendsten Album ihres Œuvres auf die Bühne. Im Falle von Kreidler ist dies „Mosaik 2014“ (2009), ein futuristischer Klangkörper elektronischer Musik. Die Düsseldorfer spielen ihren Meilenstein erstmals in voller Länge am Stück.

10.12. zakk, Düsseldorf

Punk goes Acoustic | Bochum

Foto: Und mir der Mond

Das Bistro und Stadtzimmer Neuland lädt schon seit Monaten zur Konzertreihe „Punk goes Acoustic“, zum Weihnachtsspecial wird nochmal dick auf die Sahne geschlagen. Geladen sind zwei Bochumer Bands mit unterschiedlichen Punk-Attitüden plus Geheimgast. Loveshocks tischen harten Punk mit eingebackenen Glam- und Sleaze-Streuseln auf, während Und mir der Mond (Foto) Post-Punk mit Wave-Aromen kredenzen. Spannend, wie die komplexen Klangwelten der Bands ohne Strom klingen.

11.12. Neuland, Bochum

Abstürzende Brieftauben | Düsseldorf

Foto: Isabelle Hannemann

Ausgerechnet Musiker erweisen sich oft als intolerante Zeitgenossen: Dass sich die Tauben seit 1983 „Fun-Punk“ auf die Fahnen schreiben, gefällt den Traditionalisten gar nicht. Who cares? Die schrägen Vögel sind immer noch da und gehen auf „Süßer die Tauben nie klingen“-Weihnachtstour.

14.+15.12. Stone, Düsseldorf

The Intersphere | Köln

Foto: Thorsten Dirr

Zuletzt war ein bisschen die Luft raus bei den Mannheimer Alternative-Rockern, doch dann wollten sie es noch einmal wissen. Ihr fünftes Studioalbum folgte nicht wie üblich einem ausgeklügelten Plan, sondern einer zehntägigen Session, bei der ergebnisoffen experimentiert wurde. Mit Erfolg – „The Grand Delusion“ klingt erfrischend rough und dirty.

15.12. Luxor, Köln

Massendefekt | Düsseldorf

Foto: Polarkonzerte

Alle 24 Monate geben Massendefekt zum Jahresende ein Heimspiel in Düsseldorf, so will es die Tradition. Und jedes Mal platzen die Locations aus allen Nähten. Dass sie jetzt die Mitsubishi Electric Halle punkrocken, spricht für sich. Für die Band ist dieses Konzert ihre bislang größte eigene Headline-Show.

22.12. Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

Tschö4Ever Festival | Duisburg

Der Butterwegge | Foto: Künstler

Und wenn du gehst, geht nur ein Teil von dir: Die beliebte Duisburger Alternativo-Kneipe Indie macht dicht – Besitzer Butterwegge schließt aus gesundheitlichen und privaten Gründen. Indie-Fans bleiben nur die schönen Erinnerungen – und eine letzte Sause. Drei Tage lang sorgen 12 Acts für die Abschiedsgesänge, dabei sind etwa Katrin Ebbert, Marten Wedekind, Monster of Liedernachspieling, JIP, Wenn einer lügt, dann wir, Die ganz normalen Bürger und Der Butterwegge höchstpersönlich.

27.-29.12. Indie, Duisburg

Philipp Eisenblätter | Duisburg

Foto: Peter Wedel

Mit seinem ehrlichen Liebesmanifest an die Heimatstadt Duisburg, dem Sieg beim Duisburg Song Contest 2018 und als Vorband bei Stoppok machte Singer-Songwriter Philipp Eisenblätter dieses Jahr von sich Hören. Das erste Album enthält mehr als Lokalkolorit auf melancholischer Gitarre: markante Stimme, feine Kompositionen, gefühlvolle Texte.

28.12. Djäzz, Duisburg

The Backyard Band | Düsseldorf

Foto: Thomas Mohn

„Rotzig und laut. Punk-Rock-Blues mit Arschtritt“ nennen die vier Kölner ihren Sound, der weitaus erwachsener klingt, als es das junge Alter der Protagonisten vermuten lässt. Somit sind Moe, Maxi, Sebi und Simon absolut würdige Kandidaten, um im Tube die letzte Tanzveranstaltung des Jahres zu bestreiten. Vielleicht wird‘s sogar ‘ne Release-Party – das Quartett arbeitet mit Hochdruck am neuen Album. Special Guest des Abends ist der Citybeats-Sieger 2015: Line 418 – College-Punk vom Niederrhein.

29.12. The Tube, Düsseldorf

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