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Love Story

Vortrag von Candice Breitz, zur gleichnamigen Videoinstallation
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Veranstalterhinweis:

Die Videoarbeit Love Story (2016) macht auf das weltweite Ausmaß der sogenannten Flüchtlingskrise aufmerksam und beruht auf umfangreichen Interviews mit sechs Menschen, die als Reaktion auf die jeweiligen Verhältnisse aus ihrem Land geflohen sind: Sarah Mardini floh aus dem kriegsgeschundenen Syrien, José Maria João ist ehemaliger Kindersoldat aus Angola, Mamy Maloba Langa ist eine Überlebende aus der Demokratischen Republik Kongo, Shabeena Saveri ist Transgender-Aktivistin aus Indien, Luis Nava Molero ist Regimekritiker aus Venezuela und Farah Abdi Mohamed floh als junger Atheist aus Somalia. Basierend auf diesen Interviews hat Breitz eine bewegende Videoinstallation geschaffen. – Die Künstlerin lässt die Geschichten der Geflüchteten zunächst von den beiden Schauspieler_innen Alec Baldwin und Julianne Moore erzählen, bevor sie die Geflüchteten selbst zu Wort kommen lässt. Die Zuschauer_innen sind zum einen den mutigen Schilderungen der üblicherweise namenlosen und anonymen Individuen ausgesetzt. Zum anderen gibt es das Schauspiel zweier Darsteller, die für den Inbegriff von Sichtbarkeit stehen. In Love Story wird eine von Medien gesättigte Kultur reflektiert, in der eine starke Identifizierung mit fiktionalen Charakteren und prominenten Persönlichkeiten parallel zu einer weitverbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber denjenigen verläuft, die sich in einer realen Notlage befinden. – Erstmals inszeniert Breitz ihre Videoinstallation für die große Ausstellungshalle des Museum Folkwang in einer zweiteiligen Aufführungssituation mit fester Anfangszeit: Die Besucher_innen sehen zunächst montierte Ausschnitte aus den Geschichten, die von den beiden Hollywood-Schauspieler_innen Alec Baldwin und Julianne Moore erzählt werden, und im Anschluss die vollständigen und vielschichtigen Interviews mit den Geflüchteten.

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