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Klezmerwelten

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Veranstalterhinweis:

Schon seit dem Jahr 2003 gibt es in Gelsenkirchen die klezmer.welten. Die Zeit der Vorbereitung eingeschlossen blicken die Organisatoren nun auf fast zwei Jahrzehnte der Entwicklung einer internationalen Musikszene zurück, die in dieser Zeit vor allem durch stetigen Wandel und Entwicklung bestimmt war. Man könnte nun fragen: “Was macht jiddische Musik immer wieder faszinierend? Warum interessieren sich mehr und mehr Musiker*innen und Zuschauer*innen für sie?” Eine gesicherte Antwort darauf zu geben, wäre vermessen – aber vielleicht ist eine Vermutung erlaubt:

Jiddische Musik und Klezmer vereinen in sich diverse kulturelle Einflüsse aus ganz Europa. Die jiddische Sprache wurde in Deutschland geboren und noch heute beweist eine Vielzahl paralleler Volkslieder in deutscher und jiddischer Sprache diesen sehr frühen, engen Zusammenhang. Die jiddische Sprache und Kultur entwickelte sich dann in Osteuropa weiter, wo sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein unglaublicher Reichtum an jiddischer Literatur, Musik, Poesie, Theater und Kabarett bahn brach. Innerhalb Osteuropas wiederum gab und gibt es auch durchaus unterschiedliche sprachliche und musikalische Entwicklungen, etwa zwischen litauischen, polnischen, russischen oder bessarabischen Traditionen. Kurz: jiddische Kultur war schon immer transnational, vielfältig und interkulturell, fast jede*r Europäer*in wird in ihr auch auf irgendeine Art und Weise sich selbst entdecken.

Aber nicht nur Europäer*innen! Immer wieder findet sich auch jiddisches Repertoire, Tonleitern und Spielweisen in osmanischen oder nahöstlichen Traditionen wieder. Genau hiermit beschäftigt sich der Workshop der in diesem Jahr mit einem internationalen Dozent*innenteam in der zweiten Woche der Herbstferien stattfindet.

Das Festival eröffnet in diesem Jahr Daniel Kahn, musikalischer Tausendsassa, Songwriter, Schauspieler und Sänger mit einem extra für die klezmer.welten zusammengestellten Programm. Natürlich laden wir Sie auch wieder zum Mitmachen beim Tantshoyz und dem Schabbat Abend in der Synagoge ein! Es folgt nach dem Abschlusskonzert des Workshops mit dem KlezOrient Orchestra der Berliner Jiddisch-Barde Karsten Troyke, der Repertoire aus den jiddischen Kabaretts Odessas, Berlins und Paris singen wird. Ihm folgt ein spezielles Projekt, das zeigt, dass sich auch in Europa vieles bewegt: das Caravan Chamber Orchestra, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Yiddish Summer Weimar und der Universität Haifa, spielt jiddische und arabische Musik: groovig, spannend und spontan! Mit Lebedik und der Sängerin Sasha Lurje sehen wir ein weiteres Zeichen dafür, wie sich in Deutschland neue Projekte im internationalen Kontext bilden. Die Klezmatics sind sicherlich der Höhepunkt der klezmer.welten 2019 und wir freuen uns, sie bereits zum zweiten Mal in Gelsenkirchen begrüßen zu dürfen, dieses Mal im dafür bestens geeigneten Hans-Sachs-Haus. Die Agilität der französischen Szene zeigt die Waxband unter der künstlerischen Leitung von Amit Weisberger, eine faszinierende Reise in die Zeit der ersten Aufnahmen jiddischer Musik. Auch in England geschieht musikalisch viel Interessantes und Neues, Fran & Flora sind hierfür ein wunderbares Beispiel. Den Abschluss des Festivals bildet dann noch einmal Weltklasse in Gelsenkirchen: die Kantorin Sveta Kundish präsentiert ihr gemeinsames Programm mit Alan Bern, einem der wichtigsten Vertreter jiddischer Musik weltweit.

Wir wünschen Ihnen ein interessantes und mitreißendes Festival und freuen uns auf Austausch, Dialog und Begegnung mit Ihnen und allen Künstlerinnen und Künstlern des Festivals!

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