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Eine Verteidigung der Poesie teil von: Poetica – Widerstand

Diskussion mit den AutorInnen
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Veranstalterhinweis:

Im Jahre 1820 erschien in England ein Essay des Schriftstellers Thomas Love Peacock, The Four Ages of Poetry, der die gesamte Dichtung, von ihren Anfängen bis zum Ende des römischen Reiches, aber auch die danach, bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein verfasste, in vier Zeitalter unterteilte, vor allem aber der Verskunst seiner eigenen Zeit, der Lyrik von Wordsworth, Coleridge und Byron also, eine Abfuhr erteilt. Mehr noch, zielte doch die Streitschrift des Autors, in dessen Zweitname kurioserweise die Liebe und in dessen Nachname der Pfau auftaucht, auf die Verunglimpfung der Dichtkunst an sich: „Poesie war die geistige Rassel, die in der Kindheit der Zivilisation den Intellekt aufgeweckt hat“, schreibt er und spricht der Lyrik rundheraus jeglichen Nutzen ab. Es sei an der Zeit, dass der vernünftige, gereifte Mensch sich dieses Kinderspielzeugs endlich entledige. Und doch wäre Peacocks Essay längst in Staub und Dunkelheit versunken, wenn er nicht einen ihm bekannten Poeten, Percy Bysshe Shelley, dazu angestachelt hätte, eine gründliche und gültige Entgegnung zu verfassen – die Defense of Poetry. Und heute? Ist die Verteidigung der Poesie noch länger – oder vielleicht wieder – notwendig? Die Gedichte Shelleys mögen unvergänglich, der Name Peacocks hingegen fast vergessen sein – doch seine Vorbehalte, das Peacocksche an sich, hat die Vier Zeitalter der Poesie problemlos überdauert. Die Autorinnen und Autoren der Poetica denken gemeinsam über die Rolle der Poesie in unserer heutigen, unübersichtlichen Welt nach – und ersinnen mögliche Verteidigungsstrategien. Am Anfang des Gesprächs wird eine heutige Stellungnahme zur Poesie stehen, wird Sergio Raimondi seine Berliner Rede „Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean“ in Auszügen vorstellen. – Moderation: Jan Wagner

Location

Internationales Kolleg Morphomata
Weyertal 59
50937 Köln

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