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Der himmlische Spiegel

Tanzstück von Hans Henning Paar, Musik von Pierre Oser
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Veranstalterhinweis:

Lust und Schrecken, Versuchung und Höllenqualen, Glaube und Aberglaube – kein Künstler malte die menschlichen Sehnsüchte, Abgründe und Ängste so anschaulich und gleichzeitig auch so rätselhaft wie Hieronymus Bosch (ca.1450–1516). Sein um etwa 1495 entstandenes Triptychon DER GARTEN DER LÜSTE fasziniert durch verlockend-verstörende Bilderwelten, denn nirgends liegen Traum und Albtraum, Utopie und Dystopie so eng beieinander wie in diesem Werk: In einer futuristisch anmutende Traumlandschaft, in der Lebloses animiert und Größenverhältnisse verkehrt werden, geben sich Figuren einem zügellosen Treiben hin und gehen bizarrste Paarungen ein. In diesem Garten, der zugleich Spielwiese und unsicheres Refugium ist, ein Ort des Begehrens und der Illusion, herrscht eine seltsame Poesie der Verlorenheit. Es ist eine Welt, in der Trug und Wahrheit, Heil und Hölle sich kaum mehr voneinander trennen. Bosch präsentiert uns, humorvoll-grotesk als auch moralisierend, die Vielfalt der Welt in all ihren Facetten und Möglichkeiten. Denn die Saat des Übels liegt schon im Paradies… und die Hölle ist überall, in jeder Epoche der Menschheitsgeschichte. – Inspiriert von der Zeitlosigkeit der metamorphen und fantastischen Bilderwelt Boschs, spürt Hans Henning Paar in seiner Inszenierung den fragilen und ambivalenten Zuständen der menschlichen Psyche nach. Unterstützt von der eigens für diesen Tanzabend komponierten Musik Pierre Osers entsteht ein faszinierendes Zusammenspiel von Raum, Klang und Bewegung.

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