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Wandern in der Eifel: Zu Fuß in die wilde Natur

Foto: Tourismus NRW e.V
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Die Eifel ist nicht nur Heimat einer erfolgreichen Krimi-Reihe. Das Mittelgebirge ist außerdem durchzogen von einem kilometerlangen Wanderwegenetzwerk, das von einheimischen und zugereisten Wanderern gleichermaßen frequentiert wird. Wir haben euch einige unserer Lieblingstouren rausgesucht, ob nun Eifelsteig, Römerkanal-Wanderweg oder Ahrsteig. Auch für Familien mit Kindern ist was dabei.

Achtung: Corona! Ein Ausflug ins Grüne ist ein gesundes Mittel gegen lauernde Lagerkoller in Corona-Zeiten. Viele öffentliche Gärten haben geschlossen, es gibt aber noch Grünflächen, die zum Bewegen einladen. Bitte lasst dabei Vernunft walten! Geht alleine spazieren oder nur mit den Leuten, mit denen ihr sowieso zu tun habt. Haltet Abstand zu anderen, reist kontaktarm an und partizipiert nicht am Gruppenliegen auf der Sonnenwiese.

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Eifelsteig | mehrere Etappen

Foto: Eifel Tourismus GmbH / Dominik Ketz

Wanderfreunde in der Eifel werden um den Eifelsteig kaum herumkommen. Mit seinen 313 Kilometern zählt der Fernwanderweg zu den längeren Vertretern seiner Art und führt euch in 15 Tagesetappen von Aachen bis nach Trier. Dabei durchquert und entdeckt ihr Highlights wie das Hohe Venn – das größte noch intakte Hochmoor Europas –, den atemberaubenden Nationalpark Eifel, die nicht nur geologisch spannende Vulkaneifel und schließlich die Buntsandsteinfelsen bei Trier. Da will man sich doch gleich zwei Wochen Urlaub nehmen. Oder man greift sich einfach eine der 15 Etappen für einen Tagestrip raus.
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Eifelsteig-Etappe 4 | Einruhr – Gemünd

Die Urfttalsperre | Foto: Eifel Tourismus GmbH / Dominik Ketz

Die vierte Etappe des Eifelsteigs führt euch mitten durch den Nationalpark Eifel. Los geht es in Einruhr, das ihr aber recht zügig hinter euch lasst, um dann dem Ufer des Obersees zu folgen, das bisweilen ziemlich felsig wird. Der Uferverlauf leitet euch schließlich bis zur beeindruckenden Urfttalsperre. Die hat immerhin schon mehr als hundert Jahre auf dem Buckel und sorgt bis heute für Stromerzeugung in der Region. Einkehr ist geraten, denn anschließend geht es steil hinauf auf die Dreiborner Hochfläche. Oben angekommen geht es weiter bis zur sogenannten NS-Ordensburg Vogelsang, die im Nationalsozialismus zur Ausbildung von Kadern diente. Heute findet ihr hier eine Dauerausstellung zur Geschichte des Bauwerks. Abschließend geht es hinab ins Tal der Urft und bis ans Etappenziel Gemünd.
Eifelstieg-Etappe 4, ca. 21 km, Start in Einruhr

Eifelsteig-Etappe 6 | Kall-Urft – Blankenheim

Burg Blankenheim | Foto: Eifel Tourismus GmbH / Dominik Ketz

Historisch unterwegs seid ihr auf der sechsten Etappe des Eifelsteigs, die von Kall-Urft bis nach Blankenheim verläuft. Das fängt schon beim Ausgangspunkt an, dem mittelalterlichen Kloster Steinfeld, das bis heute ein imposantes Bauwerk ist. Vom Kloster aus startet ihr hinab ins Gillesbachtal und anschließend wieder hinauf auf den Königsberg – anstrengend, aber dafür wandert man ja schließlich auch. Und für die Ausblicke, mit denen ihr auch hier belohnt werdet. Vom Königsberg aus folgt ihr dem Verlauf des kleinen Flüsschens Urft bis zur Grünen Putz. Von hier haben schon die alten Römer mit ausgetüftelter Architektur ihr Wasser bis nach Köln gespült. Ihr müsst allerdings nicht bis in die Domstadt wandern, sondern macht euch auf den Weg in Richtung Nettersheim und von dort entspannt zum Tagesziel Blankenheim. Früher stand hier mal ein römisches Kastell, heute erstrahlt dort eine mittelalterliche Burg. Beides beeindruckend.
Eifelstieg-Etappe 6, ca. 23 km, Start am Kloster Steinfeld, Kall-Urft

Römerkanal-Wanderweg | mehrere Etappen

Antike Sandalenträger stehen auch im Mittelpunkt des treffend benannten Römerkanal-Wanderwegs. Der misst immerhin stolze 116 Kilometer Streckenlänge und führt in sieben Etappen von Nettersheim bis nach Köln. Der Name des Weges rührt daher, dass in etwa über diese Strecke eine antike Wasserleitung der Römer lief, mit der sie Colonia Agrippina am Rhein, heute bekannt als Köln, versorgt haben. Dementsprechend könnt ihr auf diesem Weg nicht nur sehr viel Natur sehen, sondern auch allerlei über die Geschichte der Eifel lernen.
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Römerkanal-Wanderweg-Etappe 4 | Euskirchen – Rheinbach

Auf entspannten 16 Kilometern führt die vierte Etappe des Wanderwegs vom Euskirchener Stadtteil Kreuzweingarten bis nach Rheinbach. Zunächst geht es eine kleines Stück den Felssporn hinauf zum Hubertuskreuz, von wo aus man eine wunderbare Aussicht auf Kreuzweingarten hat. Von hier geht es durch den Wald und an der imposanten Hardtburg vorbei, oder besser gesagt dem, was davon noch übrig ist. Noch ein Stück durch den Wald, und dann öffnet sich die Landschaft weit und ihr wandert durch Felder und über die Dörfer bis nach Rheinbach hinein und habt währenddessen – bei gutem Wetter – die ganze Zeit das Siebengebirge in der Ferne im Blick.
Römerkanal-Wanderweg-Etappe 4, ca. 16 km, Start in Euskirchen-Kreuzweingarten

Römerkanal-Wanderweg-Etappe 6 | Bornheim – Brühl

Foto: Eifel Tourismus GmbH / Dominik Ketz

Startpunkt der sechsten Etappe des Wanderwegs sind die Ausläufer des Bornheimer Stadtteils Brenig (Haltestellte Bornheim Brenig Sportplatz). Von hier wandert ihr stracks durch die Felder und anschließend die Ortschaften Hemmerich und Rösberg, wo ihr das gleichnamige Schlösschen passiert. Alles recht pittoresk. Der Wanderweg führt weiter am Naturschutzgebiet Villewälder entlang in Richtung Walberberg und von dort dann direkt hinein in den Wald. Hier schlängelt sich der Weg idyllisch am Berggeisterweiher entlang, den ihr optional auch umrunden könnt. Weiter geht es durch den Wald bis zur Ville-Seenplatte, die, nachdem hier früher Braunkohle gefördert wurde, renaturiert wurde. In der Ferne hört ihr vielleicht Kinderjauchzen aus dem Phantasialand. Anschließend führ euch der Weg noch am Pingsdorfer See entlang, bis ihr wieder aus dem Wald hinaustretet und bereits Brühl vor Augen habt. Ein Stück noch am Waldrand entlang und ihr habt das Etappenziel, den Parkplatz Wasserturmweg, erreicht.
Römerkanal-Wanderweg-Etappe 6, ca. 15 km, Start in Bornheim-Brenig

Wandern mit Kindern in der Eifel

Drover Heide | Kreuzau

Foto: Herbert Aust

Unter der Nummer 52 folgt ihr in Kreuzau bei Düren dem Wanderweg Drover Heide über eine beschauliche Länge von gut elf Kilometern. Dank der wenigen Höhenmeter ist das auch gut für Kids machbar. Start- und Zielpunkt dieser Kurzwanderung ist der Parkplatz Drover Heide an der K28. Von hier aus stapft ihr zunächst munter durch die Heide, dann durch Wiesen und Felder und schließlich durch einen kleinen Wald und schließlich wieder zum Ausgangspunkt zurück. Immer am Wegesrand: Kleingewässer mit vielen, interessanten Tieren. Überhaupt ist der Wanderweg ein echtes Highlight für kleine Zoologen, denn in der Heide leben so einige Tiere und Pflanzen, die es anderswo nicht zu sehen gibt. Vom Parkplatz geht übrigens auch eine verkürzte, barrierefreie Runde ab.
Drover Heide, ca. 11 km, Start am Parkplatz Drover Heide, K28 bei Kreuzau

Dorfrundgang Erkensruhr | Simmerath

Ebenfalls eher in die Kategorie „erweiterter Spaziergang“ fällt der gemütliche Rundgang um das Dörfchen Erkensruhr bei Simmerath. Der ist nämlich gerade einmal gut machbare 6,7 Kilometer lang und lässt sich auch mit Kind und Kegel bewältigen. Das heißt aber nicht, dass es nichts zu sehen gibt, im Gegenteil: Der Rundweg belohnt euch mit schicken Fachwerkfassaden, idyllischen Waldansichten, urtümlichen Felswänden und historischen Lehrtafeln. Im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache.
Dorfrundgang Erkensruhr, ca. 7 Kilometer, Start am Parkplatz Ortseingang Erkensruhr, Simmerath

Weitere Wanderrouten in der Eifel

Heckenlandroute | Simmerath-Eicherscheid

Foto: Eifel Tourismus GmbH / Dominik Ketz

Die Heckenlandroute hält, was sie verspricht. Der Wanderweg erstreckt sich nämlich auf entspannten 14,5 Kilometern im Monschauer Heckenland, das nach seinen historischen Heckenkonstruktionen benannt ist. Doch auf dem Wanderweg werden nicht nur Freunde des gepflegten Landschaftsgartenbaus glücklich. Vom Simmerather Ortsteil Eichenscheid aus geht es zunächst ein gutes Stück ins Tal der Rur (Verwechslungsgefahr) hinab. Dann folgt ihr dem Fluss in südlicher Richtung bis in den Ort Hammer. Hier macht ihre eine Schleife über den Hammer Berg, steigt noch mal ins Rurtal hinab, um abschließend den Aufstieg die Eicherscheider Hochfläche hinauf in Angriff zu nehmen, wobei ihr die Schutzhütte Am Weißen Kreuz und den Aussichtspunkt Uhusley passiert, die beide zu einer Pause einladen.
Heckenlandroute, ca. 14 km, Start in Simmerath-Eicherscheid

Ahrsteig-Etappe 1 | Blankenheim – Freilinger See

Der Freilinger See | Foto: Marisa@Pixabay

Der Ahrsteig führt auf gut 100 Kilometern von der Quelle der Ahr bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Sinzig. Besagte Quelle in Blankenheim ist dementsprechend auch Startpunkt der ersten Etappe, die euch bis an den Freilinger See führt. Anfangs verläuft der Weg noch durch bebaute Gebiete und am Eifelmuseum vorbei, das durchaus einen kleinen Abstecher wert ist. Doch recht bald geht es in den Wald und auch noch steil hinauf auf den Finkenberg, womit ihr den höchsten Punkt der Wanderung bereits erreicht habt. Doch bloß keine Müdigkeit vorschützen: Zwar geht es zunächst wieder hinab ins Ahrtal, doch die gesamte Wanderung über erwarten euch weitere Steigungs- und Abstiegspartien, sodass die verhältnismäßig überschaubaren elf Kilometer der Etappe durchaus fordern. Nach zwei Dritteln des Weges habt ihr mit der Reetzer Mühle allerdings den tiefsten Punkt erreicht. Nun geht es noch einmal auf einer Strecke von zwei Kilometern 80 Meter hinauf über den Birker Berg und den Bohrsberg, bevor ihr am Freilinger See wohlverdient einkehren könnt.
Ahrsteig-Etappe 1, ca. 11 Kilometer, Start an der Ahrquelle in Blankenheim

Geopfad | Schuld

Das kleine Örtchen Schuld liegt gerade so hinter der nordrhein-westfälisch-rheinland-pfälzischen Grenze. Das soll die wackeren NRW-Wanderer aber nicht abhalten, den dortigen Geopfad in Angriff zu nehmen! Der ist nicht nur eine Freude für Fuß und Auge, sondern bringt euch mit seinen elf Lehrtafeln auch noch eine ganze Menge über die örtliche Geologie bei. Man lernt ja schließlich nie aus, woll? Doch nicht nur das Gehirn wird gefordert. Der Weg beträgt in der Länge sportliche 15,2 Kilometer, während derer ihr insgesamt 525 Höhenmeter rauf und wieder runter marschiert. Aber keine Sorge, der Pfad ist als Rundweg angelegt und führt euch zu eurem Ausgangspunkt in Schuld zurück, wo ihr auch gleich einkehren könnt. Und bei einem frischen Pils oder einer erfrischenden Apfelschorle muss sich nach dieser Wanderung nun wirklich niemand schuldig fühlen.
Geopfad Schuld, ca. 15 km, Start in der Ortsmitte Schuld

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