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Zweirad-Schätzchen: Velocipediade in Essen

Foto: Fabian Paffendorf

Wann ist ein Oldtimer ein Oldtimer? Beim Auto gibt’s ja das H-Kennzeichen, wenn die Karre 30 Jahre alt ist. Bei Drahteseln herrscht hingegen Uneinigkeit, wie alt sie sein müssen, um als historisch durchzugehen. Zweifelsfrei fest steht aber, dass eine Menge an alten Zweirad-Schätzchen bei der Velocipediade 2018, dem Jahrestreffen der Freunde historischer Fahrräder, in Essen an den Start gehen.

Erstmalig in der Geschichte des dreitägigen Rad-Festivals kommt die Veranstaltung in den Pott. Und was dann in und um die Zeche Carl zu sehen sein wird, ist geeignet, nicht nur nostalgisch angehauchten Fahrrad-Fans Freudentränen in die Augen zu spülen. „Mehrere Hundert Sammler von historischen Rädern werden dabei sei“, verspricht Stephan „Stepp“ Klasen, der in den vergangenen 18 Monaten mit der Organisation des Happenings ordentlich zu tun hatte.

Kein Pappenstiel, wenn man rund 600 Fahrrad-Sammlern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die schönsten Ecken der Heimat präsentieren will. Auf dem Programmplan der Velocipediade ist eine Menge los. In und um die Zeche Carl findet die Auktion historischer Zweiräder statt, es gibt zum Beispiel einen Teilemarkt sowie eine große Kostümausfahrt und ein Rennen auf Hochrädern.

Rund ums Rad wird also feste gefeiert. Und mit Stephan Klasen hat der ausrichtende Verein „Historische Fahrräder e.V.“ zugleich einen Ruhrgebiets- wie auch Rad-Kenner mit den Planungen betraut. Der Ex-Radprofi hat unlängst auch Essen-Kupferdreh als kleines Mekka für an der Fahrrad-Historie Interessierte auf die Landkarte gebracht. Dort betreibt er seinen Fahrradladen „Bergetappe“ mitsamt historischer Werkstatt, in deren Räumen auch die eigene Sammlung rund um die Drahtesel-Klassiker aus dem Hause Opel zu bestaunen ist. 60 Vehikel und Antikes aller Art zum einst größten Fahrradhersteller der Welt sind ausgestellt.

Gerade auch für Leute, die mehr über Adam Opel und die Firmengeschichte der Marke erfahren wollen, lohnt daher schon ein Besuch im kleinen, privaten Museum von Stephan Klasen. „Das Kapitel Fahrräder wird in Rüsselsheim bei Opels Oldtimerwerkstatt nur kurz gestreift, deswegen kann man meine Sammlung auch als Ergänzung ansehen“, so Klasen. Alte Fahrräder als Sammelleidenschaft zu haben, muss nicht zwingend ins Geld gehen, wie der Essener sagt. „Je nach dem, wie man den Schwerpunkt legt, reichen 50 Euro und etwas Glück, um einen schönen Fang zu machen.“ Dennoch ist das Sammeln antiker Zweiräder ein durchaus exotisches Hobby. Zwischen Rhein und Ruhr sind Stephan Klasen gerade einmal knapp 30 Sammler bekannt. Daher bietet ein Besuch der Velocipediade auch eine gute Gelegenheit, sich mit der gesamtdeutschen Szene auszutauschen.

Velocipediade: 17.-19.8, Zeche Carl, Essen, historische-fahrraeder.de

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