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Musik im Tunnel: #Tonträger

Sabine Wiegand | Foto: Thomas Stelzmann
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Düsseldorfer Bands? Die Toten Hosen und Kraftwerk fallen da sofort ein. Doch im Untergrund tummeln sich nach Schätzungen des Kulturamts aktuell rund 200 weitere Bands, die so vielfältig sind wie die Stadt selbst. Ein Journalist und ein freier Fotograf machten sich auf die Suche und bündeln ihr Schaffen in der Ausstellung zum Projekt „#Tonträger“.

Vom 29.9 bis zum 3.10 ist im KIT ein Querschnitt der städtischen Musiklandschaft zu sehen. Während der fünftägigen Ausstellung werden zudem mehrere Acts erwartet. Die 80er Jahre-Band „Nichts“ und Michael Clauss alias Micki Matschkopf, Grischa Bender spielen auf. Genau wie der Tunnel, befand sich auch die Szene lange Zeit im Verborgenen. Der freie Fotograf Thomas Stelzmann und der Journalist Dr. Michael Wenzel wollen nun in Kooperation mit dem Musikveranstalter „KIT Water Music“ Licht ins Dunkle bringen. Viele Jahre sind vergangen, seit es zuletzt eine Bestandsaufnahme der landeshauptstädtischen Musikszene in Wort, Bild und Ton gab. Zu verdanken haben wir dies der Publikation „City Beats“ aus dem Jahr 1995. An dieses Werk knüpfen die beiden jetzt an, indem sie vier Jahre lang Künstler potraitierten, die damals wie heute aktiv sind. Die Methode der beiden: „Oral History“.

Nicht umsonst lautet der Titel des Projekts: „#Tonträger – Musiker aus Düsseldorf erzählen“. Um das Ganze umzusetzen, suchten sich die Künstler Orte aus, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Oft vergingen viele Jahre, bis sie zu diesen Orten zurückkehrten – ein besonders emotionaler Moment, eingefangen mit der Kamera. „Die Portraits werden in Schwarz-Weiß präsentiert, da die Wirkung einer Bescheidenheit und Zeitlosigkeit erzielt werden soll“, erklärt Fotograf Stelzmann. Als Beispielort ist als einer unter vielen der Schlachthof in Derendorf zu nennen, welcher bei mehreren Musikern als Kulisse diente. Zahlreiche Bands wie KFC, Nichts oder Happi Müller hatten hier ihre Proberäume und machten das alte Industriegelände zu einem Epizentrum der Düsseldorfer Musikszene. Darüber hinaus erwarten den Besucher der Ausstellung viele weitere Aufnahmen verborgener Orte. Stelzmann und Wenzel sind zuversichtlich, ihr Projekt weiterzuführen und haben die Newcomerszene weiter im Auge. In den vier Jahren erfassten sie gerade mal 30 Bands der aktuell 200 aktiven. Auf Unterstützung können sie schon mal vertrauen, da das Kulturamt ihre Arbeit fördert.

#Tonträger 29.9.–3.10, KIT, Düsseldorf

Nikolas Beitelsmann

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