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Theater, Tanz, Oper in NRW: Das erwartet dich im Herbst

„Hedda Gabler“ in Dortmund | Foto: Birgit Hupfeld
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Du warst doch bestimmt schon lang nicht mehr im Theater oder in der Oper. Dabei sind Schauspiel-Tickets das perfekte Geschenk für Freunde und Familie! Hier eine Liste unserer handverlesenen Favoriten der kommenden Spielzeit in NRW im Umkreis Ruhrgebiet, Düsseldorf und Wuppertal.

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Theater, Tanz, Oper in Dortmund

Hedda Gabler

Foto: Birgit Hupfeld

Hedda Gabler ist weiterhin in Dortmund auf der Bühne zu sehen. Diese liebt ihren Mann nicht, aber das ist ihr egal. Denn ihre größte Priorität ist das kleinbürgerliche Glück und das möchte sie sich auch nicht nehmen lassen. Die ersten Probleme treten auf, als ihr Schwarm aus Schulzeiten wie aus dem Nichts wieder auftaucht und ihr Leben auf den Kopf stellt. Neben der Eifersucht und den Lügen beschäftigt sich die Figur Hedda auch mit ihren Ängsten und Wünschen in Verbindung mit moderner Emanzipation und dem Bild der “perfekten Ehefrau”.
Hedda Gabler: ab 29.9., Studio Dortmund

Play. Abriss einer Reise

Zehn Jahre lang hat Kay Voges am Schauspiel Dortmund gewirkt, dies ist nun die letzte Möglichkeit, seine Inszenierungen anzusehen. Eine seiner Errungenschaften ist der konsequente Einsatz digitaler Medien. Seine „Akademie für Theater und Digitalität“, die im Herbst 2019 mit elf Stipendiaten startet, forscht an der Schnittstelle zwischen Kunst und Technologie. Auf der Schauspielbühne verabschiedet sich Voges mit der Produktion „Play. Abriss einer Reise“ von seinem Publikum, wobei es ein Nebeneinander vieler Theater-Augenblicke geben wird.
Play. Abriss einer Reise: ab 11.10., Schauspiel, Dortmund 

Theater, Tanz, Oper in Düsseldorf und Wuppertal

Düsseldorf Festival

Next Zone | Foto: Dan Aucante

Zeit, das Zelt aufzuschlagen: Traditionell im September holt das Düsseldorf Festival Artisten, Musiker und Tänzer aus aller Welt auf den Burgplatz. Neben dem Hauptschauplatz, dem Zirkuszelt am Rhein, erklingt es aber auch an vielen weiteren Schauplätzen der Stadt – versteckt, sakral oder in luftiger Höhe. Mit dabei sind unter anderem die Düsseldorf-Festival-Urgesteine Les 7 Doigts de la Main mit ihrem Stück „Passagers“, in dem die Akrobaten aus Kanada die Zuschauer mit auf eine wilde Fahrt durch Tanz, Musik, Theater und akrobatische Höchstleistungen in zum Teil luftiger Höhe mitnehmen. Dass das Festival stets dem Cirque Nouveau verpflichtet ist, lässt die Performance „Forces of the North“ von Next Zone erahnen. Die dänische Hip-Hop-Gruppe stellt in ihrer Choreografie den Norden auf den Prüfstand. Wie sieht es aus mit Mythen, perfekten Körpern und Ritualen? Eine minimalistisch erscheinende Klang- und Bildwelt lässt muskelbepackte Tänzer wie Zirkusartisten agieren und im Theaterzelt einen Mix aus Wild- und Weichheit kreieren.
Düsseldorf Festival: 11.-30.9., verschiedene Orte, Düsseldorf

Der kleine Prinz und die Krähe

Foto: Thomas Rabsch

Ein klassischer Kinderstoff: Vergangenes Jahr hat sich der Düsseldorfer Kinderbuchautor Martin Baltscheit an eine Weitererzählung von „Der kleine Prinz“ gewagt. Ein Sakrileg, könnte man meinen, doch „Der kleine Prinz feiert Weihnachten“, in der Antoine de Saint-Exupérys berühmte Figur in die Welt des 21. Jahrhunderts fällt, wurde überraschend positiv aufgenommen. Das Junge Schauspiel erzählt sie ab Mitte September saisonunabhängiger als „Der kleine Prinz und die Krähe“.
Der kleine Prinz und die Krähe: ab dem 15.9., Schauspielhaus, Düsseldorf  

Dantons Tod

Foto: Thomas Rabsch

Als das Düsseldorfer Schauspielhaus 1970 mit „Dantons Tod“ eröffnete, gab es draußen studentische Proteste. Wenn jetzt wieder ein neuer Abschnitt der Geschichte des Theaters mit „Dantons Tod“ eröffnet wird, wird wahrscheinlich die Freude überwiegen: Intendant Wilfried Schulz und sein Ensemble ziehen nach drei Jahren Sanierungsarbeit wieder zurück in das Haus am Gustaf-Gründgens-Platz. Die Interimsspielzeit an Orten wie dem Central nahe des Hauptbahnhofs hat allerdings überraschend so gut funktioniert, dass man sich freuen würde, wenn die Auslastungszahlen (zuletzt gut 82 Prozent) in der alten Heimat so hoch blieben. Georg Büchners „Dantons Tod“ bringt Armin Petras auf die Bühne, der in Düsseldorf schon Orwells „1984“ inszeniert hat. Es erzählt von der Zeit fünf Jahre nach der französischen Revolution, einer hitzigen und unberechenbaren Zeit, die der heutigen in Bezug auf die Unübersichtlichkeit der politischen Positionen und Aggressivität der Debatten möglicherweise nicht so unähnlich ist.
Dantons Tod: ab 20.9., Schauspielhaus, Düsseldorf

Das Dschungelbuch

Regie-Legende Robert Wilson bringt „Das Dschungelbuch“ zur Premiere, das zuletzt 2016 als Realverfilmung für Diskussionen sorgte. Der 77-Jährige ist zwar als Theatermagier bekannt, seine Bühnensprache ist jedoch oft sehr karg und reduziert, intellektuell fordernd. Man darf gespannt sein, wie er den bekannten Kinderbuchstoff für Theaterbesucher ab acht Jahren umsetzen wird. Hilfe bekommt er vom Indiepop-Duo Coco Rosie, das fantasievoll-surreale Klangwelten schaffen will. Wilson freut sich über die Gelegenheit, die Welt noch einmal mit den Augen eines Kindes zu sehen. Das Düsseldorfer Publikum wird ihm eine Menge Vorschusslorbeeren gestatten – seine „Sandmann“-Inszenierung ist dauernd auskauft.
Das Dschungelbuch: ab 19.10., Schauspielhaus, Düsseldorf

Theater, Tanz, Oper in Essen, Bochum, Oberhausen

Sign here | Essen

Foto: Markus Spiske

Das für Theater-Games bekannte Berliner Kollektiv machina eX, manövriert sein Publikum in „Sign here“ durch einen fiktiven Papier- und Paragrafenwald einer Behörde. Zuschauer werden zu Spielern – wer besteht im verwirrenden Buchstaben-Spiel? Das seht ihr in diesem immersiven, spielbaren Theaterstück, das zugleich ein begehbares Computerspiel ist und eine Koproduktion von machina eX mit dem Schauspiel Essen darstellt.
Sign here: ab 28.9., Externe Speilstätte, Essen 

Geschichten aus dem Wiener Wald | Bochum

Am Bochumer Schauspielhaus ist das neue Ensemble unter der Leitung von Johan Simons mit Lob verwöhnt worden. Laut einer Kritikerumfrage erhielt die Bühne an der Königsallee die Beurteilung: „Bestes Theater der Saison in NRW“. Damit das auch so bleibt, eröffnet Regisseurin Karin Henkel mit „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth die neue Spielzeit. Ein berühmtes Volksstück von einer verlorenen und verlogenen Gesellschaft mit brillantem, bitterbösem Witz. Hauptfiguren sind Marianne, die Tochter des „Zauberkönigs“, die den Metzger Oskar heiraten soll. Der Gigolo Alfred ist jedoch anziehender.
Geschichten aus dem Wiener Wald: ab 3.10., Schauspielhaus, Bochum

Alles ist wahr – die neun Leben der Marita Lorenz | Oberhausen

Einen besonderen Coup kann die Oberhausener Bühne vermelden: Marita Lorenz, Ex-Geliebte Fidel Castros und Geheimnis umwobene Spionin, ist aus den USA nach Oberhausen umgesiedelt. Sie liefert die Vorlage für das Doku-Drama „Alles ist wahr – die neun Leben der Marita Lorenz“. Dramatiker Dominik Busch hat sie in New York City getroffen, um das Theaterstück anschließend zu entwickeln. Herausgekommen ist großes Kino, dass ein Leben voller Weltgeschichte, politischer Ideologien des Kalten Krieges und persönliche Entscheidungen aufzeigt.
Alles ist wahr – die neun Leben der Marita Lorenz: ab 11.10., Theater Oberhausen

Theater, Tanz, Oper in weiteren Städten

Die Pest | Moers

Für ungewöhnliche Theaterexperimente ist auch das kleine, aber feine Schlosstheater Moers bekannt. Gerade erst hat das künstlerische Team beim NRW-Theatertreffen den Ensemble-Preis abgeräumt, da proben sie schon wieder: „Die Pest“ von Albert Camus wird gemeinsam mit dem Puppenspieler Joost van den Branden auf die Schlossbühne kommen. Ein Bakterium namens Yersinia sorgt dafür, dass erst die Ratten und dann die Menschen sterben. Im Kampf gegen die Krankheit werden unterschiedliche Figuren und Strategien neben- und gegeneinander gestellt, von Fatalismus über Hedonismus bis zum Widerstand.Der Regie führende Intendant Ulrich Greb kann sich doppelt freuen, denn sein Vertrag mit der Stadt ist um weitere sechs Jahre verlängert worden.
Die Pest: ab 19.9., Schlosstheater, Moers

Endless Song of Silence | Solingen

Foto: Erik Spruijt

Jede Beziehung hat ihre Tiefen. Nanine Linnings Endless Song of Silence zeigt im Theater und Konzerthaus Solingen ein Paar, dargestellt durch zehn Tänzer. Die Dance Company entführt die Zuschauer dabei auf eine ergreifende Reise durch Nähe und Distanz, von der Zweisamkeit bis hin zum endgültigen Bruch. Das Geschehen wird durch die gefühlsvolle, teils dramatische Musik unterstrichen und mit Hilfe eines großen Bühnenraums, der mit Videoprojektionen, Schattenbildern und Live-Kameras ausgestattet ist, in die Nähe aller Zuschauer getragen.
Endless Song of Silence: 21.9., Theater und Konzerthaus, Solingen

Cardillac | Hagen

Das Theater Hagen leistet auch einen Beitrag zum Bauhausjahr: „Cardillac“ von Paul Hindemith ist nach einer Erzählung von E.T.A. Hoffmann in den 1920er-Jahren entstanden. Es geht um eine Mordserie, bei der Schmuck zunächst verkauft und der Käufer anschließend hinterrücks ermorden wird, um auf schließlich Schmuck und Geld behalten zu können. Was ein rätselhafter Goldschmied damit zu tun hat, findet ihr am besten selbst heraus. Die Oper in drei Akten funktioniert mit musikalischen Mitteln des „Bauhaus-Barock“, die Musik wirkt bombastisch und modern zugleich.
Cardillac: ab 21.9., Theater Hagen 

Weitere Premieren 2019

15.9.: Die große Klimakonferenz der Tiere (R: Anja Schöne), Theater Hagen

15.9.: Madama Butterfly von Giacomo Puccini (R: Tomo Sugao), Opernhaus, Dortmund

19.9.: Der Untergang der Titanic von Hans Magnus Enzensberger (R: Philipp Preuss), Theater an der Ruhr, Mülheim

20.9.: Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück von Winnie Karnofka nach Barbara van den Speulhof, Henrike Wilson (R: Antje Siebers), Kinder- und Jugendtheater, Dortmund

20.9.: Glaube, Liebe, Hoffnung von Ödön von Horváth (R: F. Fiedler), Theater Oberhausen

20.9.: Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch (R: Moritz Peters), Grillo-Theater, Essen

20.9.: Oh yeah, Baby! von Leandro Kees (R: Leandro Kees), Theater Oberhausen

21.9.: Der Reichsbürger (R: Thomas Krupa), Box, Essen

26.9.: Name: Sophie Scholl von Rike Reiniger (R: Annette Müller), Kinder- und Jugendtheater, Dortmund

28.9.: Woyzeck nach Georg Büchner (R: Anja Schöne), Lutz, Theater Hagen

28.9.: Frankenstein von Jan Dvorák nach Mary Shelly (R: Sebastian Schwab), Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

28.9.: Pique Dame von Peter Tschaikowsky (R: Lydia Steier), Theater Duisburg

7.12.: Bilder einer großen Liebe von Wolgang Hernndorf (R: Barbara Büchmann), Theater am Engelsgarten, Wuppertal

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