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Theater, Tanz, Oper in NRW: Das erwartet dich im Frühsommer

„Grand Finale“ im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen | Foto: Rahi Rezvani

Du warst doch bestimmt schon lang nicht mehr im Theater oder in der Oper. Dabei sind Schauspiel-Tickets das perfekte Geschenk für Freundinnen, Freunde und Familie! Hier eine Liste unserer handverlesenen Favoriten in NRW im Umkreis Ruhrgebiet, Düsseldorf und Wuppertal.

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Theater, Tanz, Oper in Dortmund

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Foto: Birgit Hupfeld

Satt, sinnlich, geradezu Barock, lokal: Ommas – mit Doppel M – kommen meist aus dem Ruhrgebiet. Hier in Essen-Rellinghausen steht oder stand dann auch das Freudenhaus, in dem die Omma aus Anna Baseners Roman residierte. Rückblickend wird erzählt aus dem Leben der Prostituierten und ihrer Umgebung: Deftig und heftig, zwischen Brutalität und Zärtlichkeit, von den ewigen Hoffnungen auf die große Liebe und über die Verzweiflung angesichts des steten Scheiterns. Von starken Frauen und vielen dummen Kerlen. Als Folie dient das heutige Berlin, wo die erzählende Enkelin Bianca schicke Seidenschlüpfer als prekäres Ein-Frau-Start-Up-Unternehmen schustert. Ruhrpott-Omma trifft Hipster-Berlin, ganz groß.
Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte: bis 29.6., Schauspielhaus Dortmund

Das Land des Lächelns

Foto: Björn Hickmann

Kulturelle Auseinandersetzungen und Konflikte in interkulturellen Beziehungen sind keine Seltenheit. In der Operette von Franz Lehár geht es um Unterschiede, die manchmal tiefe Kluften in Liebesverhältnisse treiben können. Es ist eine Geschichte über tiefe Liebe, chinesische Kultur, Konflikte und sehnsüchtige Erotik mit berührender, melancholischer, aber auch energetischer Musik.
Das Land des Lächelns: bis 2.6., Opernhaus Dortmund

Theater, Tanz, Oper in Hagen

Il Turco in Italia

Foto: Klaus Lefebvre

Rossinis Oper bewegt sich zwischen Realität und Fiktion: Der Dichter Prosdocimo schrieb inspiriert vom Eheleben seines Freundes Geronio eine komisch-dramatische Oper über kulturelle Missverständnisse, Temperament und Lebensfreude. Als Geronios Ehefrau von dem türkischen Fürsten Selim umworben wird und sie nicht abgeneigt reagiert, entwickelt sich ein spannendes Hin und Her voller Eifersucht, Hartnäckigkeit und Dramatik.
Il Turco in Italia: bis 30.6., Theater Hagen

Tristan und Isolde

Wagners berühmteste Oper erfährt eine neue Inszenierung durch Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Regisseur Jochen Biganzoli. Die beiden Protagonisten fallen unter den Zauber eines Liebestranks und Tristan bricht damit die Verpflichtungen zu seinem König, der ihn als Brautwerber zu Isolde gesandt hatte. Liebe und Tod – kurzlebig und intensiv.
Tristan und Isolde: bis 10.6., Theater Hagen

Theater, Tanz, Oper in Duisburg

Ballett am Rhein b.38

Fotos: Gert Weigelt

Die Tanzaufführung setzt sich aus drei vollkommen gegensätzlichen Stücken zusammen: Mal geht es um Innovation und Revolution, dann bekommt alles einen realistischeren, nachdenklicheren Zug und auf einmal taucht der freche und verspielte Charakter Ulenspiegels auf. Eine größere Bandbreite ist kaum vorstellbar.
Ballett am Rhein b.38: bis 21.6., Theater Duisburg

Ringzyklus

Das Rheingold Fotos: Hans Jörg Michel
Die Walküre
Siegfried
Götterdämmerung

Der Ringzyklus ist die Sammlung Wagners Opern über die Nibelungensage und ist in vier Stücke an vier verschiedenen Spieltagen unterteilt.
Rund um Herrschaft und Liebe in der Welt der Götter entfaltet sich die Handlung in Form von Intrigen, Machtkämpfen und Flüchen mit schweren Konsequenzen für die Unsterblichkeit der Götter und ihren Umzug nach Walhall.
Die Inszenierung reist durch verschiedene Theater. Hier die kompletten Daten für die Spielzeiten im Theater Duisburg:
1. Das Rheingold: 23.5., Theater Duisburg
2. Die Walküre: 26.5., Theater Duisburg
3. Siegfried: bis 30.5., Theater Duisburg
4. Götterdämmerung: 2.6., Theater Duisburg

Theater, Tanz, Oper in Düsseldorf

Fight Club

Basierend auf dem Roman, nach dem auch die gleichnamige Verfilmung gedreht wurde, hat das neu inszenierte Stück im Central seine Uraufführung.
Der namenlose Protagonist mit erheblichen Schlafstörungen findet aufgrund der Eintönigkeit sowie Fremdbestimmtheit seines Lebens Freude an der Teilnahme an diversen Selbsthilfegruppen unter falscher Identität. Als er auf den charismatischen Tyler Durden trifft, begibt er sich in einen Strudel aus Gewalt, Machtfantasien und Kriminalität. Schnell verliert er den Überblick über Realität und Illusion.
Fight Club: Premiere 18.5., Central, Düsseldorf

Der gute Mensch von Sezuan

Diese Parabel ist ebenfalls ein Werk Brechts und handelt von der jungen Prostituierten Shen Te aus der chinesischen Provinz Sezuan. Sie behandelt die Waage im Leben zwischen Moral und gesellschaftlichem Erfolg, aber auch die Beziehungsformen zu männlichen und weiblichen Machtpersonen.
Drei Götter suchen in Sezuan eine Unterkunft und Shen Te nimmt sie bei sich auf. Als Dank entlohnen die Götter sie finanziell mit der Bedingung, dass sie sich weiterhin in guten Taten übt. Sie eröffnet einen kleinen Tabakladen und lebt daraufhin in bescheidenem Wohlstand, wobei sie weiterhin ihren Mitmenschen hilft, wo sie kann. Doch diese fordern mit der Zeit immer mehr und Shen Te bleibt nichts anderes übrig als ihre eigenen Werte zurückzustellen und als ihr erdachtes Alter Ego, Vetter Shui Ta, ihre eigenen Interessen durchzusetzen.
Der gute Mensch von Sezuan: Premiere April, Central, Düsseldorf

Theater, Tanz, Oper in Essen

Otello

Foto: Thilo Beu

Die Eifersucht brodelt im Kopf hoch und kocht am Ende in die Realität über: Fähnrich Jago setzt Otello die Saat in den Kopf, die durch dessen Zweifel an seiner Ehefrau und vermeintliche Indizien für ihre Untreue immer weiter wächst. Also plant er seine Rache an seinem Rivalen Cassio. Jago, der Otello aufgrund seiner höheren militärischen Stellung beneidet, macht gezielt intrigante Bemerkungen, die den Protagonisten vor Eifersucht und Schmerz fast um seinen Verstand bringen.
Verdis vorletzte Oper mit Shakespeare-Vorlage ist ein Drama mit leidenschaftlichen Gefühlen, Neid und der Tragweite von Gedanken.
Otello, bis 28.6., Aalto-Theater, Essen

Der Ring an einem Abend

Eine kurzgefasste Alternative zur Nibelungensage mit Texten von Loriot ist Der Ring an einem Abend. Entsprechend humoristisch ist die komprimierte Vorführung und gibt dem oftmals steifen Image der Wagner-Oper eine neue Leichtigkeit ohne sie ihrer Qualität und Außergewöhnlichkeit zu berauben.
Typischer Loriot-Humor: freche Kommentare mit Augenzwinkern, Spielereien mit Klischees, Situationskomik und Überzeichnungen, aber stets mit Niveau.
Der Ring an einem Abend: bis 5.7., Aalto-Theater, Essen

Theater, Tanz, Oper in Wuppertal

Im Schatten kalter Sterne

Foto: Yong Chuan

Der Softwareentwickler Dr. Wolfgang Anders wechselt von einem kleinen Start-Up zu der großen Rüstungsfirma Bimini und soll dort nun fortan vollautonome Mikrodrohnen entwickeln. Er lernt die Tänzerin Milena kennen, die beginnt ihm unangenehme Fragen zu seiner eigenen ethischen Verantwortung in seinem Beruf zu stellen. Das lässt ihn nicht mehr los und stürzt ihn in ein tiefes Dilemma, dass durch traumatische Erinnerungen an einen verunglückten Freund aus Jugendzeiten und vermehrte Terroranschläge zu einer Auseinandersetzung drängt.
Im Schatten kalter Sterne: bis 28.6., Opernhaus Wuppertal

Richard III

Richard Gloster geht über viele Leichen, um an die Krone zu kommen und macht daraus auch keinen Hehl. Dementsprechend ist seine Herrschaft geprägt – Angstpolitik in seiner reinsten Form. Doch auch er selbst bleibt nicht davon verschont. Geplagt von Paranoia und schlaflosen Nächten gerät er unter Druck, während die Opposition seinen Sturz plant.
Richard III: 11.5.-30.5., Theater im Engelsgarten, Wuppertal

Die tote Stadt

In Korngolds Oper macht das Publikum einen psychologischen Trip durch Liebe, Verlust und Ängste. Paul trauert um seine verstorbene Frau Marie und als er die Tänzerin Marietta kennenlernt, verwandelt sich seine anfängliche Faszination aufgrund ihrer starken Ähnlichkeit zu Marie, mit der Zeit in Hass. Ein Spagat zwischen Realität und Traum.
Die tote Stadt: 16.6.-30.6., Opernhaus Wuppertal

Das Labyrinth

Foto: Abdul Azis

Inspiriert vom griechischen Mythos von Theseus, verknüpft mit aktueller Geflüchtetenpolitik und Seenotrettung, interpretiert Marie-Ève Signeyrole geschickt Altes mit Neuem. Der griechische Held soll dem Minotaurus geopfert werden, um das halb Stier, halb Mensch Ungeheuer friedlich zu stimmen. Doch Theseus hat andere Pläne, um das Biest unschädlich zu machen und Athen von dessen Tyrannei zu befreien.
Das Labyrinth: 5.7.-9.7., Opernhaus Wuppertal

Theater, Tanz, Oper im Rest von NRW

tanz nrw 19

„GEISTER – Fragment XL“ von Ben J. Riepe | Foto: Alexander Basile

Beim Festival tanz nrw 19 wird getanzt, was das Zeug hält. In neun Städten zeigen Künstler 24 Produktionen des zeitgenössischen Tanzes. Darunter sind vier Premieren, wie das Stück „Neuer Neuer Neuer Tanz“ des Essener Folkwang Tanzstudios. Alle Arbeiten entstanden in den letzten zwei Jahren in NRW. Den Künstlern ist gemein, dass sie eindeutig Stellung beziehen. Sei es zum Thema Körper im Alltag oder zu gesellschaftspolitischen Fragen. Das kostenlose Format „tanz.backstage“ bietet die Chance auf Gespräche mit den Künstlern und einen Blick hinter die Kulissen.Vor oder nach ausgewählten Stücken können Interessierte zudem bei angeleiteten Körper- und Wahrnehmungsübungen selbst aktiv werden.
tanz nrw 19: 8.-19.5., Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld, Mülheim/Ruhr, Münster, Viersen, Wuppertal

Ruhrfestspiele Recklinghausen

„The Great Tamer“ von Dimitris Papaioannou | Foto: Julian Mommert

Bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, eines der größten Theaterfestivals Europas, gibt es in diesem Jahr ein explizit junges und politisches Programm. So zeigt etwa das Berliner Grips Theater die Boy-meets-Girl-Geschichte „Dschabber“ und wirft damit einen unaufgeregten Blick auf die Kopftuchdebatte. Ein jugendtauglicher „Steppenwolf“ nach Hermann Hesse steht auch zur Auswahl und in dem „Krabbelkonzert“ ab 0 Jahren (!) entern die Allerkleinsten das Theaterstudio. Das Jugendprogramm begleitet ein dreiköpfiges Team, es gibt rund ein Dutzend Angebote mit Workshops und einem Theaterclub. Mit fünf Musikern tritt außerdem die israelische Hofesh Shechter Company auf und zeigt im „Grand Finale“ beeindruckende Bilder einer Welt im Umbruch. Dies ist ganz im Sinne des Festivalmottos „Poesie und Politik“ des neuen Intendanten, der die Kraft der Kunst nutzen möchte, um gesellschaftliche Veränderungen sichtbar zu machen. Dazu stehen viele weitere Lesungen, Musik- und Kabarettabende auf dem Programm.
Ruhrfestspiele Recklinghausen: 1.5.-9.6., Festspielhaus Recklinghausen und andere Spielorte

Stücke 2019: Mülheimer Theatertage NRW

Wonderland Ave. von Sibylle Berg

Neue Bühnenstoffe, Autoren zum Anfassen und heiße Diskussionen – das sind die Theatertage „Stücke 2019“. Monatelang ist eine fünfköpfige Jury durch die Lande gereist, hat unzählige Textseiten verschlungen – letztendlich sind sieben Aufführungen, plus fünf Kinderstücke, in Mülheim zu sehen. Eröffnen wird die Berufszynikerin Sibylle Berg mit „Wonderland Ave.“ am 11. Mai. Sie beschreibt ein Endzeit-Szenarium, in dem die letzten Menschlein in einer Art Sanatorium von Robotern gegängelt werden. Der Kampf Mensch gegen Maschine vollzieht sich in der speziellen Bühnenästhetik des Regisseurs Ersan Mondtag. Neben Sibylle Berg dürfen sich der Sprachakrobat Wolfram Höll („Disko“), die Vielschreiberin Elfriede Jelinek („Schnee Weiss“) sowie Thomas Köck („atlas“) als ehemalige Preisträger des Mülheimer Dramatikerpreises abermals dem Wettbewerb stellen. Eine Übersetzerwerkstatt, abendliche Publikumsgespräche, ein Blog und die legendäre abschließende Jurydebatte (1.6., Übertragung Live im Internet) bilden das Rahmenprogramm. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit Bochumer Studierenden der „Szenischen Forschung“ intensiviert. Sie laden vor Aufführungsbeginn zu Performances, Fotografie-Ausstellungen, Installationen ein und zeigen ihre Sichtweisen auf die jeweiligen Stücktexte.
Stücke 2019, Mülheimer Theatertage NRW: 11.5.-1.6., Stadthalle, Theater an der Ruhr und dezentrale, Mülheim

Theaterpremieren NRW im Mai

Bochum
3.5. 2069 – Das Ende der Anderen von Julia Wissert und Ensemble (R: Julia Wissert), Kammerspiele
4.5. Lehrer*innen von Björn Bicker (R: Malte Jelden), Ratssaal im Rathaus
7.5. Judas von Lot Vekemans (R: Johan Simons), Schauspielhaus
17.5. Orest in Mossul von Milo Rau und Ensemble nach Aischylos (R: Milo Rau), Kammerspiele
17.5. 50 Schatten von Grau von Susanne Scheffler (R: Susanne Scheffler), Zukunftsakademie NRW
26.5. Leonce und Lena von Georg Büchner (R: Liliane Brakema), Zeche Eins

Castrop-Rauxel
9.5. Verräter von Can Dündar (R: Christian Scholze), WLT-Stadthalle

Dortmund
18.5. Emil und die Detektive von Erich Kästner, ein Solo für Gustav von Bettina Zobel (R: Bettina Zobel), Kinder- und Jugendtheater
24.5. Echnaton von Philip Glass (R: Giuseppe Spota), Opernhaus
25.5. Im Irrgarten des Wissens von Thorleifur Örn Arnarsson, Mikael Torfason (R: Thorleifur Örn Arnarsson), Schauspielhaus

Essen
4.5. Der Kirschgarten von Anton Tschechow (R: Alice Buddeberg), Grillo-Theater
25.5. Stromer von Sarah V., Claude K. Dubois (R: Sarah Mehlfeld, Thomas Jäkel, Christina Hillinger), Casa

Gelsenkirchen
11.5. Das Rheingold von Richard Wagner (R: Michael Schulz), Musiktheater im Revier

Hagen
18.5. Wassermusik und Dido and Aenas (R: Francis Hüsers, Ch: Francesco Nappa), Theater Hagen

Mülheim
24.5. Yvonne, die Burgunderprinzessin von Witold Gombrowicz (R: Bernhard Deutsch), Junges Theater an der Ruhr

Oberhausen
2.5. Existent! (L: E. Aydogdu)
3.5. Körperschreiben. Eine fantastische Sammlung, (L: J. Prestipino, L. Ortmann)
5.5. Axolotl Roadkill, (L: C. Bayer)
7.5. Als das Kind Kind war…, (L: Sarah Gibson, Anke Weingarte

2.5. Willkommen in der Hobbythek (L: A. Barba, R. Domkowsky, M. Spieker)
3.5. Coloured von Nediem Arem, Yannis Klindworth (L: N. Arem, Y. Klindworth, C. Langanki)
7.5. Übergänge ins Gelb von Madeleine Flötgen, Kira Kaßen, Camilla Mücksch, Emilia Reichenbach, Mervan Ürkmez, Natascha Zander (L: N. Zander)
8.5. Großeltern haben/sein (L: E. Hoppe, D. Rothaug)
9.5. Vom Proben eines Buches oder der Fall M. (L: R. Schreurs)
24.5. Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare (R: P. Dittrich), alles im Theater Oberhausen

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