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The BossHoss in Oberhausen: Nicht gut zu stempeln

Foto: Universal Music

Fernsehen, Radio, Internet, Print: The BossHoss gehören zu den Dauerbrennern in den bundesdeutschen Medien. Alle acht Studioalben wurden mit Platin ausgezeichnet, dazu Touren im Vorprogramm von Motörhead oder ihre Juroren-Präsenz bei „The Voice of Germany“ oder „Sing meinen Song“. Kurz vor dem Start ihrer neuen Tour haben wir ihnen noch auf den Zahn gefühlt.

Black Is Beautiful“ – so nennen The BossHoss ihre aktuelle Platte. Sänger Alec Völkel, alias ‚Bossburns‘, erklärt diesen Titel wie folgt: „Während der Albumphase ist ein gleichnamiger Song entstanden. Wir schauen immer, welcher Songtitel exemplarisch auch gut für das Album herhalten könnte. ‚Black Is Beautiful‘ ist natürlich auch ein bisschen metaphorisch gemeint. Es geht nicht nur um die Farbe schwarz im Allgemeinen. Ich finde, ‚Black‘ ist die Farbe des Rock’n’Roll schlechthin – schwarz ist der vorherrschende Ton im Kleidungsstil, da ist man nicht sehr farbenfroh. Zudem geht es um die Dunkelheit der Nacht, also die Zeit, wenn wir rausgehen – da passieren unsere Live-Shows, da hängen wir im Studio ab und da kommen uns die besten Ideen.“

Häufig werden Boss Hoss mit Truck Stop verglichen, aber bei näherer Betrachtung gibt es außer den Cowboyhüten keine weiteren Gemeinsamkeiten. Sind Boss Hoss nicht viel eher so etwas wie eine moderne Glamrock-Band? „Das finde ich nicht falsch“, sagt Alec und erklärt: „wir sind in unserer Wahrnehmung ziemlich eigenständig. Der BossHoss-Sound ist sehr eigen. Was unser Lifestyle und was unser Image ist, ist auch irgendwie eigen. Dieser Truck-Stop-Vergleich hat immer genervt, weil das eine ganz andere Kiste ist. Wir spielen zwar damit, dass wir die Urban Cowboys aus Berlin sind, aber wir sind natürlich wesentlich facettenreicher als dieses eine Stempel-Klischee.“ Auch mit dem Mainstream, sagt Alec, sei es immer so eine Sache in Deutschland: „Eigentlich wollen alle heimlich hin zum Mainstream, aber irgendwo ist das auch immer ein Schimpfwort.“

Wenn man „Black Is Beautiful“ genauer seziert, merkt man wie viele Einflüsse die Band aus den unterschiedlichsten Genres aufgesaugt und verarbeitet hat: hier geben sich Wall Of Voodoo, John Lee Hooker, T-Rex, Depeche Mode oder Portishead nacheinander die Hand – die Band hat keine Angst vor Pop und speist das mit unglaublicher Vielseitigkeit: „Als ich 20 Jahre alt war, gab es für mich nur Heavy Metal, Grunge und Punkrock auf dem Plattenteller. Aber mit den Jahren entwickelt man sich weiter und lernt irgendwann als Musiker über den Tellerrand zu schauen. Gute Musik ist gute Musik. Heute höre ich alles quer durch den Garten, weil mir das nicht mehr wichtig ist, was da für ein Prädikat draufsteht. Ich höre Klassik und Jazz, dann wieder alte Metallica, gefolgt von modernen Popsachen, die mich ansprechen. Das erweitert stetig den Horizont. Wenn man offen ist für vieles, kann man sich viel besser inspirieren lassen.“

Wo Alec sich als gelernter Grafik-Designer viel um das visuelle Erscheinungsbild der Band kümmert, ist sein Bandbruder Sascha Vollmer so etwas wie der musikalische Direktor der Band: „Jeder hat seinen Verantwortungsbereich, das funktioniert ganz gut bei uns. Sascha ist das Studio-Mastermind, der Hauptsongschreiber und Produzent, ich kümmere mich viel mehr um das Visuelle wie unser Bühnenbild oder das CD-Artwork. Das heißt aber nicht, dass der eine dem anderen nicht reinredet. Wir begegnen uns als Sparringspartner.“ Klingt gut!

The BossHoss: 5.4., König-Pilsener-Arena, Oberhausen

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