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Streetcycled: Verkehrsnachrichten

Foto: Streetcycled
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Unternehmer für ein Jahr – Schüler des Max-Planck-Gymnasiums haben im Rahmen eines Projektkurses ihre eigene Firma gegründet. Bei „Streetcycled“ stellen sie aus alten Straßenschildern Wohnaccessoires und Möbel her. Das Geschäftsmodell hat auch einen ökologischen und sozialen Aspekt.

Wie Wirtschaft funktioniert, lernt man am besten in der Praxis. Am Düsseldorfer Max-Planck-Gymnasium gründen SchülerInnen der Q1 (11. Klasse) im Projektkurs Sozialwissenschaften jedes Jahr eine Schülerfirma – von der Geschäftsidee über Finanzierung und Produktion bis hin zu Vertrieb und Marketing.

Alina Schmolke ist die Pressesprecherin von „Streetcycled“, das ausgemusterten Verkehrsschildern neues Leben einhaucht. „Wichtig war uns vor allem Nachhaltigkeit“, erzählt sie. So sei man auf das Thema Upcycling gekommen; gesucht war ein Rohstoff für Wanduhren, da sie die tristen Zeitmesser in den Klassenzimmern so öde fanden. „Und da wir uns alle gerade mit dem Führerschein beschäftigen“, stand plötzlich die Idee der ausrangierten Straßenschilder im Raum.

Mittlerweile gibt es nicht nur Uhren, sondern auch trendige Kleinmöbel, jedes Stück ein Unikat: Beistelltische „Vorfahrt“ oder „Kreuzung“, kleine Garderoben „Parkzeit 2 Std.“ oder „Anlieger frei“, Tabletts wie „Tempolimit 70“ und Abstellregale „Halteverbot“ oder „LKW“. Was läuft am besten? „Die Einbahnstraßen-Garderobe ist der Renner“, sagt PR-Frau Alina.

Den Metallschrott bezieht Streetcycled von Autobahnmeistereien und Bauhöfen; für die Verarbeitung kooperiert die Firma mit dem Franz-Jürgens Berufskolleg, das den Schülern seine Werkbänke zur Verfügung stellt. Das Upcycling der unbrauchbaren Schilder kommt der Umwelt zugute – andernfalls würden sie eingeschmolzen, wobei das Treibhausgas CO2 entstünde. Den eingesparten CO2-Wert errechnen die Streetcycler und wandeln ihn Luftballons um: Mitte April lag die Menge bei 5.000 Ballons. Darüber hinaus wird ein Teil der Verkaufserlöse an eine Wohltätigkeitsorganisation für Verkehrsunfallopfer gespendet.

Ob und wie es mit Streetcycled weitergeht, ist derzeit noch unklar; für die Jungunternehmer steht nächstes Jahr das Abitur auf dem Plan. Überlegungen, das Projekt als GmbH weiterzuführen, sind bereits angedacht.

streetcycled.de

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