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Das Ruhrkind: Fleischmanufaktur in Gelsenkirchen

Foto: Marc Lorenz

Nun sind es Drillinge. Nach dem Nierskind (Mönchengladbach) und dem Emskind (Rheine) hat sich mit dem Ruhrkind (Gelsenkirchen) ein Ableger des Fleischmanufaktur-Restaurants jetzt auch bei uns im Revier niedergelassen. Und wir loben: Der jüngste Spross scheint besonders gut gelungen.

So schmeckt uns der Strukturwandel gleich in mehrfacher Hinsicht ganz ausgezeichnet! Der ehemaligen Gelsenkirchener Industriestandort „Hafen Graf Bismarck“, wo fast ein Jahrhundert lang Koks verschifft wurde, hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven Mix aus Wohnen und Gewerbe entwickelt. Das Prachtstück: Der Stölting Harbor, den sich die gleichnamige Unternehmensgruppe rund 25 Millionen Euro kosten ließ. Oben Firmensitz, Büro- und Wohnräume, unten Gastronomie. Unter anderem das Ruhrkind – ein Steakhaus der eher ungewöhnlichen Art.

Schon andernorts konnte man mit diesem Konzept bereits erfolgreich landen. Doch während das Emskind in Rheine recht urig-ländlich im alten Bauernhaus aufwuchs, kann und will sein Geschwisterchen von der Ruhr seine Herkunft nicht leugnen: Zechen- und Kaue-Charme wird hier bewusst mit modernen Möbeln und Gestaltungselementen kombiniert. Praktisch und ein Hingucker: Einige Tische haben keine Beine, sondern sind an Ketten mit einem Schienensystem an der Decke verbunden. Hilft beim Saubermachen des Bodens, ist aber besonders toll, wenn man als Gruppe schnell mal ein paar Tische buchstäblich zusammenziehen möchte.

Zuallererst kommt man aber wegen der Speisen. Und die präsentieren sich ähnlich wie in Rheine und in Mönchengladbach. Nicht umsonst sprechen die Macher gern und stolz von einer Fleischmanufaktur. An der Theke kann man sich – ganz so wie beim Metzger um die Ecke – sein Fleisch und seine Cuts wählen.

Dry Aged, Rib Eye oder Filet, Deutsches Weiderind oder Nebraska Beef. Die Möglichkeiten sind zahlreich, das Servicepersonal hinter der Theke aber sehr fit und freundlich, sodass auch für diejenigen, die sich mit US-Cuts nicht auskennen, kaum Fragen ungeklärt bleiben. Auch die möglichen Garstufen werden hier verabredet. Am Tisch sucht man sich in der Karte seine Beilagen aus: Süßkartoffelpüree, gegrillte Kartoffeln oder (besonders gut!) die hausgemachten Fritten. Wer keine Lust auf Steaks hat, wählt Salate, Burger, Wurst oder Fisch. Klar dürfen hier auch nicht die „supergesunden“ Bowls fehlen.

Wir haben uns für ein 800 Gramm Prime Rib Cut (am Knochen) von der Deutschen Färse entschieden. 28 Tage gereift und in „medium-rare“ mit toller Kruste dank 800-Grad-Oberhitzegrill wirklich jeden Cent der rund 48 Euro wert.

Für uns ist das Ruhrkind eine neue Wellness-Oase des Fleischgenusses, das mit dem benachbarten Purino überdies noch ein feines italienisches Restaurant in direkter Nachbarschaft hat.

Das Ruhrkind, Johannes-Rau-Allee 15-19, 45889 Gelsenkirchen

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