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PoKCal-Finale 2020: Abgesagt, aber nicht ganz vorbei

Foto: Israel Palacio/ Unsplash
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Update: Corona, du Übeltäter! Der PoKCal musste abgesagt werden, keiner unser fünf Anwärter wird den Preis in die Finger bekommen. Der Wichern Kulturort will die begabten Nachwuchskünstler aber nicht ohne leere Hände da stehen lassen. Wer spenden will, sei vergewissert: 100% davon gehen an die fünf Nominierten. (Die Daten dazu: Diakonisches Werk – Wichern; IBAN: DE90440501990001777777; BIC: DORTDE33XXX; Sparkasse Dortmund; Stichwort: Spende Künstler”PoKCal”). Wer schon Tickets hat, kann sich diese erstattet lassen – oder das Geld beim Kulturort lassen. An wen die gute Gabe geht, steht weiter unten.

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Dreads, Tattoos, Polyester und zweimal Klavier: Stundenlanges Aussieben und zahlreiche Diskussionen brauchte es, um die Nominierten für den diesjährigen Dortmunder Kabarett und Comedy PoKCal zu finden. Fünf markante Stimmen hört man beim Finale am 25.4. im Wichern Kulturort, die allesamt Durchstarterpotential haben, von denen am Ende aber nur eine PoKCal-prämiert sein wird.

Schon seit 2005 ringen muntere Bühnenunterhalter aus den Sparten Comedy, Kabarett und Zwerchfellstimulation um den PoKCal, seines Zeichen Dortmunder Kleinkunstpreis für Newcomer. Ihre Finger an der gelb-schwarzen Glasskulptur hatten schon Künstler wie Alain Frei oder Moritz Neumeier. 2020 stellen sich fünf neue Stimmen dem Publikum und der Jury, in der übrigens auch ein coolibri sitzt und mitentscheidet.

Dabei ist etwa Konstantin Korovin, der mit Dreadlockschopf und Stand-up Comedy aus Stuttgart anreisen wird. Kein weiter Weg, wenn man bedenkt, dass der Irgendwasmitmedien-Dauerstudent sich schon zum dritten Mal beworben hat. Aber als Millenial mit Migrationshintergrund ist das Unterhaltungs-Allround-Talent steile Wege ja sicherlich gewohnt… 2020 hat‘s für Korovin geklappt, weil einfach niemand schöner die Abenteuer von TKKG demontieren kann.

Konstantin Korovin | Foto: Pressefoto

Ebenfalls Wiederholungstäterin ist Alice Köfer, die schon 2010 als Teil des Ensembles Vocal Recall auf der PoKCal-Bühne stand – damals der erste Auftritt außerhalb Berlins für die quasselfreudige Musikerin. Neben feiner Klavierfertigkeit und unbestreitbarem Charme war es vor allem ihr aberwitziges Ausrasten über Stars, die ihre Autogramme schludern, das ihr den Finalplatz sicherte.

Alice Köfer | Foto: Pressefoto

Was aber macht ein großgewachsener, zutätowierter, beringter und bärtiger Kerl auf der PoKCal-Bühne? Klar: Poetry Slam. Lennard Rosar ist aber nicht bloß Dichter, Stand-up und Kabarett fließen genauso in seine Darbietungen ein. Eingeladen wurde er, weil er ein Stück BVB-Meisterrasen von 2011 zu Hause hat – bitte zurückgeben, Lennard! Gut, und weil niemand sonst dem Wort „schmissig“ so schmissig huldigen kann.

Lennard Rosar | Foto: Pressefoto

Schmissig ist auch die zeitlos modefreie Polyesterjacke von Ralf Senkel. Der könnte auch dieser eine Onkel sein, der sich in der Kleingartenanlage immer ungefragt an den Campingtisch setzt und nen Schwank ausm Leben zum Besten gibt. Bestechen konnte er mit seiner besonderen Art des Stand-ups: im Sitzen. Und mit seiner urkomischen Art zwischen Lakonie und Lethargie, die sich neben Johann König oder Rüdiger Hofmann setzt.

Ralf Senkel | Foto: Oliver Haas

Der letzte im Bunde ist Jungspund Pascal Franke, ein Kabarettist am Klavier, der sich nicht vor den pikanten Themen des Lebens sträubt. Eine gewisse Fixierung auf die menschliche Lendenregion ließe sich sicher attestieren, ins Finale gerufen wurde er aber für seine fantastische Begabung im Entgleisen der Gesichtszüge beim Singen schwarzhumoriger Liedchen.

Pascal Franke | Foto: Pressefoto

Diese fünf Stimmen hört man also im PoKCal-Finale – und wenn alles gut läuft, auch darüber hinaus. Denn alle fünf haben das Zeug für eine Karriere auf den Bühnen der Nation. Soviel steht schon jetzt fest. Wer sich aber über die Trophäe freuen darf, erfährt die Welt am 25.4.

Kabarett- / Comerdy-PoKCal: 25.4., Wichern Kulturort, Dortmund

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