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Pilze sammeln im Pott

Foto: Lukas Vering
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Als Pendant zum Erdbeeren pflücken im Sommer bietet sich zur Herbstzeit das Pilze sammeln im örtlichen Waldgebiet an. Und das nicht nur für Selbstversorger und Naturverbundene, sondern auch für die hippe Generation der Ernährungsbewussten.
Doch Vorsicht: Jeder weiß natürlich, dass nicht jeder Pilz zum Verzehr geeignet ist, manche sogar gifitg sind, daher sollte immer ein Pilzbestimmungsbuch parat liegen oder sich eine entsprechende App auf dem Handy befinden. Alternativ bietet sich auch die Teilnahme an einer Führung oder Exkursion des örtlichen Pilzvereins an. Weiterhin gilt zu beachten, dass es in NRW eine Freimenge an Pilzen gibt, die gesammelt werden dürfen. Diese ist je nach Region unterschiedlich festgelegt, Richtwert ist in etwa ein Korb a ein Kilo. Alles andere ist strafbar – und ehrlich gesagt vielleicht auch ein bisschen übertrieben, es sei denn man hat gerade vor ein Pilzragout für drei Großfamilien zu kredenzen.

Vorweg: In öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten, Nationalparks, sowie auf eingezäunten Waldflächen und Flächen, auf denen Holz geschlagen wird besteht generelles Sammelverbot. Jetzt aber ein paar fungifile Orte in der Umgebung:
Bochum: Das Weitmarer Holz ist Bochums größte zusammenhängende Waldfläche und bietet einen großen und artenreichen Pilzbestand in Stadtnähe. Ebenfalls fündig werdet ihr im Berghofer Holz oder im uninahen Lottental, beziehungsweise im Kalwes. Mit der Campuslinie U35 könnt ihr auch gleich noch einen Abstecher nach Herne machen, wo ihr im Haus der Natur eine große Pilzaustellung und im Umkreis viele Sammelstellen findet.
Duisburg: Generell sind die besten Adressen, die schon etwas älteren Waldgebiete, in Duisburg finden die sich an der Sechs-Seen-Platte, in Großenbaum und im Rahmer Wald, sowie im Baerler Busch. Etwas weiter im Westen warten die Pilze im Hülser Berg bei Krefeld.
Dortmund: Als pilzfreundlich gelten vor allem Mischwäldern mit viel Moosboden, wie zum Beispiel der Aplerbecker Wald und die Gegend rund um die Syburg. Unweit finden sich auch das Grutholz in Castrop-Rauxel und die Wälder im Wannebachtal und der Ergster Wald bei Schwerte. Auch das Waldgebiet bei Bergkamen-Heil und das Südholz bei Bönen locken traditionell viele Pilzsammler an.
Oberhausen: Pilzlocation Number One ist in Oberhausen und Umgebung der Sterkrader Wald. In der Nähe empfiehlt sich auch die Kirchheller Heide in Bottrop als gute Sammeladresse.
Kreis Recklinghausen: Die Hohe Mark an der Grenze des Ruhrpottes zum Münsterland ist nicht nur ein bildhübsches Waldgebiet, sondern auch eine wahre Pilzoase. In der Nähe findet ihr auch den Dämmerwald bei Schermbeck oder Die Haardt (Datteln und Haltern), an deren unzähligen Spazierwegen viele Pilze gefunden werden können. Einmal in Haltern solltet ihr auch das Lippetal auschecken. Weiter Richtung Herten lohnen sich der Katzenbusch und die Halde Hoppenbruch – allgemein beherbergen Abraumhalden der Kohleförderung als Biotope jede Menge Pilze.
Merke: Auch das beste Buch oder die tollste App lässt Raum für Zweifel und ist kein Freifahrtschein für sorgenfreien Pilzkonsum. Ist der Pilz nicht eindeutig bestimmbar, lässt man ihn stehen und was über Selbstbelehrung nicht anzueignen ist, sollte man sich vom Experten erläutern lassen.

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Einfach bedienbares, kostenloses Bestimmungstool, das zudem mit schönem Design und Layout punktet. Kränkelt hier und da, insgesamt aber ein gutes Werkzeug für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Pilzführer (Nature-Lexicon)
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Für Pilzführungen oder begleitete Wanderungen checkt ihr am besten den lokalen Pilzclub oder Naturverein. Folgend ein paar hilfreiche Links.

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