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Die schönsten Kunst-Ausstellungen im Herbst 2019

Foto: Gilber Franco
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Der Sommer neigt sich dem Ende – trotzdem kein Grund, sich mit dem Herbst-Blues zuhause zu verkriechen. Kältere Tage sind perfekt, um sich neuen, schönen und auch herausfordernden Kunstausstellungen zu widmen. Ob Malereien, Skulpturen, Requisiten oder PopArt, wo das Kunst-Bestaunen in der Region am besten geht, haben wir für euch zusammengetragen!

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Ausstellungen in Düsseldorf und Umgebung

Blumen des Bösen | Schloss Benrath | Düsseldorf

Foto: Fabio Borquez

Die „Blumen des Bösen“ sind ein wiederkehrendes Motiv. Von Charles Baudelaire bis hin zu Tito & Tarantula gibt es in Literatur, Musik und Kunst zahlreiche Beispiele, die sich mit Gut, Böse, Leben und Tod auseinandersetzen. Im Düsseldorfer Schloss Benrath zeigen die verführerischen Bilder des argentinischen Bildkünstlers Fabio Borquez eine Mischung aus Floristik und Akt. Der Bogen der Werkschau der Werkschau „Flores de Mal“ spannt sich von bloßem, gebannten Hinsehen bis hin zum Hinterfragen aktueller Schönheitsideale.
Blumen des Bösen: 18.9.-5.1.2020, Schloss Benrath, Düsseldorf

Utopie und Untergang Kunst in der DDR | Kunstpalast | Düsseldorf

30 Jahre nach „friedlicher“ Revolution und Mauerfall blickt das Museum Kunstpalast bis zum 5.1.20 in der spannenden Schau „Utopie und Untergang: Kunst in der DDR“ auf die heterogene DDR-Szene zurück. Die Bilder bewegen sich zwischen sozialistischer Nationalkultur für die Werktätigen – dem „Bitterfelder Weg“ – und individueller, mehrdeutiger Formulierung, zwischen Figuration und Abstraktion. Neu lesbar werden Bilder von Prominenten und weniger Bekannten, darunter G. Altenbourgh, H. Glöckner, A. Hampel, A.R. Penck, und C. Schleime.
Utopie und Untergang Kunst in der DDR: bis 5.1.2020, Kunstpalast, Düsseldorf

Spuren. Bild- und Textgeschichten. Czernowitz | Gerhart-Hauptmann-Haus | Düsseldorf

Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch, ergab kürzlich eine Studie des Jüdischen Weltkongresses. Welche Auswirkungen es im schlimmsten Fall haben kann, wenn Hass gegen Personengruppen die Macht übernimmt, dokumentiert die Werkschau „Spuren. Bild- und Textgeschichten. Czernowitz – Düsseldorf“ bis zum 10.1. im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus. Die Landeshauptstadt ist mit der Geschichte des historischen Czernowitz verbunden. Viele Gemeindemitglieder haben dort ihre Wurzeln. Massenerschießungen und Deportationen folgten dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, fast 28 000 Überlebende reisten nach Ende des Krieges Richtung Westen aus. Fotos und Texte der ukrainische Dokumentarkünstlerin Kseniya Marchenko geben einen Einblick in die Geschichte.
Spuren. Bild- und Textgeschichten. Czernowitz: bis 10.1.2020, Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

Taking Root | Kunst im Tunnel (KIT) | Düsseldorf

Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich elf Kunstschaffende in der Ausstellung „Taking Root“ im Düsseldorfer KIT bis zum 26.1.20. Gemälde, Filme, Zeichnungen und Skulpturen betrachten Landschaften, Spuren und biografische Stationen der Künstler mit Staunen und Melancholie. Gemeinsam ist den Positionen, so unterschiedlich sie in ihrer Darstellung sein mögen, die Faszination für das Unbeständige.
Taking Root: 2.11.-26.1.2020, Kunst im Tunnel (Kit), Düsseldorf

Coal Mine Tipples – Pennsylvanische Kleinbergwerke | Kunstarchiv Kaiserswerth | DD

Bernd & Hilla Becher: Reed & Herb Coal Co., Joliett, Schuylkill County, 1975

Es sind unfreiwillige und bizarre Kunstwerke, die die Landschaft Pennsylvanias zieren: Coal Mine Tipples – im Grunde schlichte Fördertürme aus Holz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie erbaut und in den 1970er-Jahren durch die fotografische Leistung von Bernd und Hilla Becher zu Kunstobjekten. Kommentarlos hielt das Ehepaar fest, was sich vor ihnen eröffnete. Damit haben sie die Düsseldorfer Photoschule begründet. Die Fotografien transportieren den Betrachter direkt an Ort und Stelle der Aufnahme. So wird bewusst, welche Magie dem Alltag innewohnt.
Bernd & Hilla Becher: Coal Mine Tipples – Penn- sylvanische Kleinbergwerke: bis 16.2.20, Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård | Kunstsammlung K20 | Düsseldorf

Foto: Foto: Andreas Endermann / Kunstsammlung NRW

Knausgård hat für die Munch-Ausstellung die Methode seines autobiographischen Buchprojekts angewandt: Er ist sich selbst und den Menschen, mit denen er sich beschäftigt, möglichst nahe gekommen, hat Innenleben und Verhältnisse zur Außenwelt ergründet, um zu einem Kern des menschlichen Lebens in unserer Kultur vorzudringen. Wer die Ausstellung also wirklich mit seinen Augen sehen will, der sollte vorher das Buch „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche. Edvard Munch und seine Bilder“ lesen, in dem Knausgård in drei kurzweiligen Essays von seiner Auseinandersetzung mit Munch berichtet.
Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård: bis 1.3.2020, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20, Düsseldorf

Zufall und Präzision | Schloss Reuschenberg | Neuss

Foto: Florian Schreiber

Die Kunstinitiative “Wurzeln und Flügel e.V.” holt den Düsseldorfer Künstler Horst Gläsker ins Schloss Reuschenberg in Neuss. Der Künstler und seine Werke sind vielfältig. Auf dem Schloss Reuschenberg werden über 80 Arbeitet aus verschiedenen Schaffensperioden von den 1970er-Jahren bis heute gezeigt. Schwerpunkte sind seine Malerei auf Sperrmüllteppichen und Tapeten, die abstrakt-ornamentale Hinterglasmalerei „Rhythmus“, Holzdrucke, Rundbilder und Gemälde aus der Reihe „Pinseltanz“.
Horst Gläsker – Zufall und Präzision: bis Januar 2020, Schloss Reuschenberg, Neuss 

Minjung Kim und Park Seo-Bo | Langen Foundation | Neuss

Foto: White Cube (Ollie Hammick) Courtesy White Cube

Hanji-Papier wird aus den Trieben des Maulbeerbaumes gewonnen und spielt in der koreanischen Kultur eine vielseitige Rolle. Nicht nur für Dokumente wird es genutzt, auch als Material für Fenster, Türen und Wände oder in der Kleidungsindustrie kommt es zum Einsatz. Park Seo-Bo und Minjung Kim arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Papier und erstellen skulpturale Oberflächen oder Collagen. Nun kommen sie zum ersten Mal nach Deutschland und zeigen in der Langen Foundation ihre asiatische Kunst, die ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne sein soll. Insgesamt werden 70 Werke in jeweils zwei Einzelpräsentation gezeigt.
Minjung Kim und Park Seo-Bo: bis 23.3.2020, Langen Foundation, Neuss

Die Wundermaschine | Gaskessel | Wuppertal

Foto: Lina Niermann

In Wuppertaler-Heckinghausen haben die Architekten Marcello Groß und Daniel Mai ein Haus in eine Coladose umgebaut. So lautete zumindest ihre Umschreibung für den Umbau des alten Gaskessels. Seit 2016 wurden Stück für Stück Beton-Einzelteile durch ein Loch in der Außenhülle geschoben, um sie im Innern, wie die Klötze eines Jengaturms, zu einem mehrstöckigen Gebäude aufeinanderzustapeln. Dieses beherbergt nun das mediterrane Restaurant Aposto im Erdgeschoss, ein Fitnessstudio der Sport-Park Group in der Mitte und eine 360-Grad-Leinwand im Obergeschoss. Gezeigt wird auf der Leinwand die Lichtshow „Die Wundermaschine“. Vom Kesseldach aus gibt es zudem einen Premiumblick über die gesamte Stadt. Beeindruckend!
Die Wundermaschine: bis 31.12., Gaskessel, Wuppertal

Anders Wohnen | Museum Krefeld

Mit der Ausstellungsreihe „Anders Wohnen“ – Entwürfe für das Haus Lange und Haus Esters stellt das Museum Krefeld seit Mitte März Fragen zum Wohnen und Zusammenleben von gestern, heute und morgen. Dazu werden die beiden von Ludwig Mies van der Rohe erbauten Häuser zu experimentellen Ausstellungs- und Diskussionsplattformen sowie zu Denk- und Fabrikationslaboren verwandelt. Rund 20 internationale Künstler, Architekten und Designer wurden eingeladen, für die Häuser sowie den Gartenbereich Wohn- und Lebenskonzepte zu realisieren, die sich an den Themen Utopie, Mobilität und Dystopie orientieren. Die unterschiedlichen Ausstellungen werden über ein Jahr hinweg präsentiert.
„Anders Wohnen“ – Entwürfe für das Haus Lange und Haus Esters: bis 26.1.2020, Haus Esters, Haus Lange, Krefeld

Busy Girl – Barbie macht Karriere | Puppen- und Spielzeugmuseum | Ratingen

Foto: Museum Ratingen

Nein, als Vorreiterin des Feminismus gilt die Barbie-Puppe gemeinhin nicht. Dass die Spielzeugfigur aber weit mehr zu bieten hat als Wespentaille und langes Haar, wissen Bettina Dorfmann und Karin Schrey. Die beiden Journalistinnen, Sammlerinnen und Freundinnen haben in Ratingen eine Ausstellung kuratiert, die die Karrierefrau Barbie in den Fokus rückt. „Busy Girl. Barbie macht Karriere“ ist im Puppen- und Spielzeugmuseum im Trinsenturm, Ratingen zu sehen.
Busy Girl. Barbie macht Karriere: bis 1.3.2020, Puppen- und Spielzeugmuseum im Trinsenturm, Ratingen

Ein ganzes Leben für die Kunst | Museum DKM | Duisburg

Erwin Wortelkamp schafft nicht Skulpturen für einen bestimmten Ort, sondern sucht besondere Orte für seine Skulpturen. Das Museum DKM in Duisburg zeigt bis zum 1.3. eine Retrospektive des Schülers des dänischen Eisenbildhauers Robert Jakobsen auf seiner gesamten Wechselausstellungsfläche. Unter dem Titel „Ein ganzes Leben für die Kunst“ werden Werke aus den letzten 40 Jahren zu sehen sein.
Ein ganzes Leben für die Kunst: bis 3.5.2020, Museum DKM, Duisburg

Dies ist kein Porträt | Galerie 100 Kubik | Köln

Foto: Lídia Masllorens / Galerie 100 Kubik

Zitate sind in der Kultur beliebt: So bedient sich auch Lídia Masllorens in ihrer Ausstellung „Dies ist kein Porträt“ der Magritte’schen Deutungsweise. Wie die Pfeife in „Ceci n’est pas une pipe“ kein reales Rauchinstrument, sondern eine Abbildung war, zeigen auch die Porträts der aus Katalonien stammenden Künstlerin keine realen Personen, sondern archetypische Gesichter in Ultranahaufnahme. Mit minimalistischen Mitteln, die an die japanische Kaligraphie erinnern, schafft sie es, die Betrachter in die Gefühlswelt der Porträtierten zu ziehen. Mit einfarbigem Pinselstrich lenkt sie die Aufmerksamkeit auf einen Blick, eine Strähne oder einen angespannten Muskel. Zu sehen sind ihre Werke bis zum 31.1.20 in der Kölner Galerie 100 Kubik.
Dies ist kein Porträt: bis 31.1.2020, Galerie 100 Kubik, Köln

Inside Rembrandt | Wallraf-Richartz-Museum | Köln

Foto: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto RBA Köln

Mystisch, aufwühlend, detailversessen und von einzigartiger Lichtführung getragen – so wird seine Kunst bis heute wahrgenommen. Anlässlich des 350. Todestags von Rembrandt stellt sich die Frage: Was begeistert die Betrachter über Epochen und Ländergrenzen hinweg so sehr an ihm? Als Antwort ruft das Wallraf-Richartz-Museum Köln das Rembrandtjahr aus und präsentiert unter dem Titel „Inside Rembrandt“ eine Reise ins Zentrum seines Schaffens.
Inside Rembrandt: bis 1.3.2020, Wallraf-Richartz-Museum, Köln

California Dreams: San Francisco — ein Portät | Bundeskunsthalle | Bonn

Harold John Brothers
Russian Hill, San Francisco
1945
Farbschablonendruck
Fine Arts Museums San Francisco
© Foto: Fine Arts Museum of San Francisco

Ein besseres Leben an anderen Orten. Das zog schon immer Träumer und Freidenker an, die Neues schufen und Platz für ihre Ideen brauchten. Der sich stetig wandelnde Zeitgeist, vom Goldrausch bis hin zur Freiheitsbewegung der Siebziger, hinterließ Spuren in der Metropolregion San Francisco. Eben jene wurden in Form von Malereien, Kultobjekten und Fotografien gesammelt und sind nun in der „ersten Ausstellung über San Francisco in Europa“, so der Intendant der Bundeskunsthalle, Rein Wolfs, für jeden bis zum 12.1.20 unter dem Titel „California Dreams: San Francisco – ein Porträt“ in Bonn zu sehen. Dabei beschränkt sich die Werkschau nicht nur auf die positive, träumerische Seite der Stadt. Die Klimaproblematik steht ebenso im Fokus wie die Protestbewegungen. Außerdem geht es um den technischen Fortschritt in Silicon Valley, die Gleichstellung und die Beat Generation.
California Dream: bis 12.1.2020, Bundeskunsthalle, Bonn

Mœbius | Max Ernst Museum | Brühl

Mœbius, La Chasse au
Major, 2009, Acryl auf Leinwand,
90 x 130 cm © 2019 Mœbius Production

Das Max Ernst Museum Brühl bietet bis zum 16.2.20 eine Bühne für die „surrealen Comicwelten“ des weltweit gefeierten Zeichners und Szenaristen Mœbius. Der Betrachter soll durch sie dazu ermächtigt werden, seine Wahrnehmung zu verändern, zu fliegen und sich dem Diesseits zu entziehen. Mittel dafür sind private Notizbücher, Comicfolgen, abstrakte Gemälde und Drucke.
Mœbius:  bis 16.2.2020, Max Ernst Museum, Brühl

Ausstellungen im Ruhrgebiet

Human Impact | Künstlerhaus | Dortmund

Foto: Andrea Gjestvang

Andrea Gjestvang zeigt nur einen Tag in der Geschichte, den 22. Juli 2011. Auf der norwegischen Insel Utøja hatte der rechtsextreme Attentäter Breivik ein Massaker mit 77 Toten angerichtet – viele Überlebende sind gezeichnet und traumatisiert. Die preisgekrönte Serie der Fotografin ist eine von fünf Positionen zum Thema Sicherheit und Gesellschaft, die innerhalb der Ausstellung „Human Impact“, bis zum 1.12. im Künstlerhaus Dortmund zu sehen sind.
Human Impact: bis 1.12., Künstlerhaus, Dortmund

“Nimm das Adolf” | schauraum comic + cartoon | Dortmund

„Nimm das, Adolf“: Unter diesem Titel widmet sich eine Comic-Ausstellung dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Der Dortmunder „schauraum comic + cartoon“ zeigt bis zum 15.3.2020 knapp 100 seltene, zumeist erstmals ausgestellte Originalzeichnungen und Dokumente.
Nimm das Adolf“: bis 15.3.2020, schauraum comic + cartoon, Dortmund

Artists & Agents – Performancekunst und Geheimdienste | Dortmunder U | Dortmund

Foto: Buchwald_Scheigen_Clara_Mosch_c_VG_Bild_Kunst_Bonn_2019

Die Ausstellung „Artists & Agents“ widmet sich zahlreichen Arbeiten und Archivmaterialien der schwerwiegenden Unterwanderung der Kunstszene durch Geheimdienste in der DDR und weiteren ehemaligen Ostblock-Ländern. Dabei liegt der Fokus auf dem Umgang mit Performancekunst, die von den Geheimdiensten besonders gefürchtet wurde. Zu den Gründen sagt Ko-Kuratorin Sylvia Sasse: „Performancekunst galt deshalb als so gefährlich, weil die Geheimpolizei sie überhaupt nicht einordnen konnte. Sie produziert ja keine ‚Bilder‘ oder ‚Skulpturen‘. Sie konnte überall und jederzeit auftauchen – und wieder verschwinden.
Artists & Agents – Performancekunst und Geheimdienste: bis 22.3.2020, HMKV im Dortmunder U, Dortmund

Lento furioso² | Flottmannhallen | Herne

Foto: Peter Nagel /Flottmannhallen

Wird bei Peter Nagel oft das Hässliche schön und edel dargestellt, kleidet Christoph Platz das Traurige in ein fröhliches Gewand. Die beiden Bildhauer verorten ihre Tätigkeit irgendwo zwischen stürmischer Langsamkeit und langsamer Raserei. Bis zum 12.1. sind ihre Arbeiten unter dem Titel „Lento furioso²“ in den Flottmann-Hallen in Herne zu sehen.
Lento furioso²: bis 12.1.2020, Flottmannhallen, Herne

An den Rändern der Seidenstraße | Wissenschaftspark | Gelsenkirchen

Eckhard Gollnow, der ehemalige Werkstattleiter des Farblabors der Folkwangschule Essen, ging 2018 auf Reisen. Sein Weg führte ihn von Pakistan über China, Kirgistan bis nach Usbekistan. Immer entlang der Seidenstraße, dem Ursprung der Geschichten aus Tausend und einer Nacht und wichtigster Transportweg für Seide, Porzellan und Gewürze in den Westen vor der Seefahrt. Fast in Vergessenheit geraten, investiert nun China in die alte Route. Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen zeigt bis zum 25.1. rund 100 Fotografien, die „An den Rändern der Seidenstraße“ entstanden sind.
An den Rändern der Seidenstraße: bis 25.1.2020, Wissenschaftspark, Gelsenkirchen

David RAUER – GWK-Förderungspreise Für Kunst 2019 | Märkisches Museum | Witten

78 Kunstschaffende bewarben sich um den GWK-Förderpreis, die Wahl fiel einstimmig auf David Rauer aus Osnabrück. Der 33-Jährige, der bereits diverse Preise und Stipendien einfuhr, produziert wunderbar amorphe, poppig glasierte Keramikobjekte oder kolossale Schaumstoffwesen zum Aufpumpen, die er mitunter mit Videomonitoren verkabelt und als Performance-Equipment einsetzt. Zu sehen sind seine Werke bis zum 26.1. im Märkischen Museum in Witten.
David RAUER – GWK-Förderungspreise Für Kunst 2019: bis 26.1.2020, Märkisches Museum, Witten

“Für Ulla” – Zum 100. Geburtstag von Ulla Schumacher | Emil Schumacher Museum | Hagen

Zum Jubiläum des zehnjährigen Bestehens zeigt das Emil Schumacher Museum in Hagen Arbeiten eines besonderen Zeitgenossen Schumachers. K.R.H. Sonderborg zählt zu den jungen Künstlern des Informel in Deutschland und hat die abstrakte Malerei in Deutschland nach Ende des Naziterrors mitgeprägt. Zu sehen sind „Die Bilder von Zeit und Raum“ bis zum 9.2.
Für Ulla – Zum 100. Geburtstag von Ulla Schumacher: bis 9.2.2020, Emil Schumacher Museum, Hagen

Wundersam Wirklich | Haus Opherdicke | Unna

Seit ihrer Gründung 2010 haben die RuhrKunstMuseen 20 Mitglieder – passend zum zehnten Geburtstag im kommenden Jahr, macht sich das Netzwerk selbst ein Geschenk und nimmt mit Haus Opherdicke erstmals ein weiteres Museum auf. Das Haus Opherdicke wurde 2011 gegründet befindet sich auf einem ehemaligen Adelsgut in Unna. Bis zum 16.2. ist dort die Ausstellung „Wundersam Wirklich – Magischer und Neo-Realismus aus den Niederlanden“ zu sehen.
Wundersam Wirklich: bis 16.2.2020, Haus Opherdicke, Unna 

Mensch und Tier im Revier | Ruhr Museum | Essen

Das Ruhr Museum in Essen startet eine neue Ausstellungsreihe in der ehemaligen Kohlenwäsche. In der Galerie in der 21. Etage sollen von nun an populäre Themen der Ruhrgebietsgeschichte abgebildet werden. Die erste Ausstellung „Mensch und Tier im Revier“ der grundlegenden Frage nach der kulturellen Identität nach. Mehr als 100 Objekte, Leihgaben anderer Museen und privater Sammler, thematisieren die verschiedenen Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung.
Mensch und Tier im Revier: bis 25.2.2020, Ruhr Museum, Essen

Simplicity – Einfachheit als Designprinzip | Red Dot Design Museum | Essen

Foto: Red Dot Design Museum/ Gerrit Thomas Rietveld

Der Niederländische Architekt und Designer Gerrit Thomas Rietveld verhalf mit seinem Red and Blue Chair der Moderne zum Durchbruch. Das Revolutionäre an seiner Idee war nicht nur das streng geometrische Sitzmöbel, sondern auch die Tatsache, dass er die Bauanleitung öffentlich machte. Das ist nur eines von vielen Beispielen für das Prinzip der Einfachheit im Design, die aktuell unter dem Titel „Simplicity“ im Red Dot Design Museum in Essen gezeigt werden. Zu sehen gibts die Stücke bis zum 8.3.
Simplicity – Einfachheit als Designprinzip: 26.11.-8.3.2020, Red Dot Design Museum, Essen

Der montierte Mensch | Museum Folkwang | Essen

Leihgeber und Foto: Maison d’Ailleurs, Schweiz / Agence Martienne

Keine bildende Kunst, höchstens Roboter, die auf Gemälde starren: Das Museum Folkwang hat mit dem Schweizer Science-Fiction-Museum Maison d’Ailleurs zusammengearbeitet und eine Ausstellung zur der prägenden Figur des Genres konzipiert. Die 250 Exponate aus der bedeutenden Schweizer Sammlung werden in acht Räumen thematisch geordnet. Dadurch werden verschiedene Aspekte in der Auseinandersetzung mit der Figur des Roboters akzentuiert: seien es unter den Mottos „Schöpfung“, „Funktion“ oder das „Serielle“ erste Vorstellungen, wie ein Roboter auszusehen hat, was in charakterisiert und welche Aufgaben er übernehmen soll, über den Fokus auf „Künstliche Intelligenz“ und Vermenschlichung bis hin zu dystopischen Narrativen.
Der montierte Mensch: bis 15.3.2020, Museum Folkwang, Essen

Secrets | Soul of Africa Museum | Essen

Foto: Markus Matzel / Soul of Africa Museum

Ritualgegenstände aus West- und Zentralafrika stehen im Zentrum der neuen Sonderausstellung „Secrets“ im Soul of Africa Museum in Essen. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Soul of Oku Museum in Kamerun. Die Dauerausstellung des Essener Museums geht während der Zeit auf Reisen und wird bis Mai 2020 als Leihgabe zum Thema Voodoo im Roemer und Pelizaeus Museum in Hildesheim zu sehen sein.
Secrets: bis 15.6.2020, Soul of Africa Museum, Essen 

Farbanstöße | Museum unter Tage | Bochum

Joachim Grommek (*1957)
o.T., #152, 2011
Lack, Acryl, Öl, Grundierung auf Spanplatte, 50 x 50 cm
Privatsammlung

Das Museum Unter Tage in Bochum zeigt bis zum 19.4. verschiedene Positionen zum Thema Farbe. In sich überschneidenden Schwerpunkten zeigen Kunstschaffende, wie Farbe vor allem in der neueren Kunst für immer wieder neue Seh- und Denkanstöße sorgt. Die Werke sind unter dem passen den Titel „Farbanstöße“ zu sehen.
Farbanstöße: bis 19.4.2020, Museum unter Tage, Bochum

Die Bude lebt. Trinkhallen im Ruhrgebiet | Kulturzentrum August Everding | Bottrop

Trinkhallen im Ruhrgebiet sind ein Mikrokosmos zwischen Fruchtgummis und Soleiern. Hier gibt’s nicht nur Bier, sondern auch die gemischte Tüte – mit oder ohne Lakritze. Der Oberhausener Fotografenmeister Ulrich Tenbergen zeigt die Büdchen um die Ecke, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt wurden, um Bergleute und Arbeiter zu versorgen, in ihrer ganzen Liebenswürdigkeit.Das Stück Ruhrpott-Kultur ist bis 21. Dezember in der Städtischen Galerie im Kulturzentrum August Everding unter dem Titel „Ulrich Tenbergen – Die Bude lebt. Trinkhallen im Ruhrgebiet – Fotografie“ zu sehen.
Die Bude lebt. Trinkhallen im Ruhrgebiet – Fotografie: bis 21.12., Kulturzentrum August Everding, Bottrop

Der junge Josef Albers | Josef Albers Museum Quadrat | Bottrop

2019 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn / Foto: Tim Nighswander/Imaging4Art

„Der junge Josef Albers. Aufbruch in die Moderne“ heißt die Schau, die Teil des Jubiläumsprogramms 100 Jahre Bauhaus ist, obwohl ihr Hauptfokus auf Albers’ Frühwerk liegt, das er schuf, bevor er 1920 alles hinter sich ließ, um an der Kunstschule Bauhaus in Weimar noch einmal von vorn anzufangen. Wenn man ganz am Anfang der Ausstellung um die erste Stellwand geht, sieht man, wie krass sich die Ausbildung auf sein Schaffen ausgewirkt hat – wie deutlich aber auch Parallelen erkennbar sind. Besucher lernen, wie heimatverbunden Josef Albers war, der wegen des aufkommenden Nazi-Regimes 1933 in die USA emigrierte. Er zeichnet oder fotografiert Stadtansichten, Waldschneisen, Sandgruben, Gänse.
Der junge Josef Albers: bis 12.1.2020, Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop

nützlich & schön | Peter-Behrens-Bau | Oberhausen

Foto: LVR-Industriemuseum, Jürgen Hoffmann

PVC, Plexiglas und Nylon: Dank der Entdeckung neuer Kunststoffe kommt es in den 1920er-Jahren in Deutschland zu einer wahren Materialexplosion. Aluminium wird als das Material der Moderne gefeiert und angespornt durch den politischen Systemwechsel 1919 suchen die Künstler und Handwerker des Staatlichen Bauhauses eine neue Formsprache schönes Design und Massenproduktion vereinbar macht. Das LVR-Industriemuseum erzählt in seiner Ausstellung „nützlich & schön – Produktdesign von 1920 bis 1940“ von der Zeit, als Aluminiumtöpfe auf den Herd und Geschirr aus Pressglas auf den Tisch kamen.
nützlich & schön – Produktdesign von 1920 bis 1940: bis 23.2.20, Peter-Behrens-Bau, Oberhausen

Égalité, Liberté, Ostfriesentee! | Walentowski Galerie | Werl

Der Ottifant ist auf großer Reise. Otto Waalkes bekannteste Comicfigur ist bis zum 12.1. im Stammhaus der Walentowski Galerien in Werl zu sehen. Unter dem Motto „Égalité, Liberté, Ostfriesentee!“ hat der wohl bekannteste Ostriese in den vergangenen Jahren gemalt und gezeichnet. Die Ergebnisse hingen nicht nur in Museen in seiner Heimatstadt Emden, sondern auch in Frankfurt und Hamburg.
Égalité, Liberté, Ostfriesentee: 2.12.-12.1.2020, Walentowski Galerie, Werl

made in marl | Skulpturenmuseum Glaskasten | Marl

Der Glaskasten in Marl zeigt bis zum 1.3. Videos, Skulpturen, Installationen sowie Foto- und Plakatserien, die für das Museum erschaffen wurden. Künstler, die in den vergangenen acht Jahren im Glaskasten ausgestellt haben, haben sich für „made in Marl“ mit der Stadt auseinandergesetzt, Kunstwerk angefertigt und diese dem Museum geschenkt.
made in marl: bis 1.3.2020, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl

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