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Die schönsten Kunst-Ausstellungen im Winter 2020

Foto: Gilber Franco
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Wenn der Weihnachts- und Silvester-Rummel sich langsam wieder legt, ist die perfekte Zeit, ein bisschen runterzufahren und sich ein bisschen Zeit für sich zu nehmen. Besonders geeignet: Ein Museumsbesuch! Ob Malereien, Skulpturen, Requisiten, Fotografien oder PopArt, wo das Kunst-Bestaunen in der Region am besten geht, haben wir für euch zusammengetragen!

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Ausstellungen in Düsseldorf und Umgebung

Taking Root | Kunst im Tunnel (KIT) | Düsseldorf

Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich elf Kunstschaffende in der Ausstellung „Taking Root“ im Düsseldorfer KIT bis zum 26.1.20. Gemälde, Filme, Zeichnungen und Skulpturen betrachten Landschaften, Spuren und biografische Stationen der Künstler mit Staunen und Melancholie. Gemeinsam ist den Positionen, so unterschiedlich sie in ihrer Darstellung sein mögen, die Faszination für das Unbeständige.
Taking Root: 2.11.-26.1.2020, Kunst im Tunnel (Kit), Düsseldorf

Coal Mine Tipples – Pennsylvanische Kleinbergwerke | Kunstarchiv Kaiserswerth | DD

Bernd & Hilla Becher: Reed & Herb Coal Co., Joliett, Schuylkill County, 1975

Es sind unfreiwillige und bizarre Kunstwerke, die die Landschaft Pennsylvanias zieren: Coal Mine Tipples – im Grunde schlichte Fördertürme aus Holz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie erbaut und in den 1970er-Jahren durch die fotografische Leistung von Bernd und Hilla Becher zu Kunstobjekten. Kommentarlos hielt das Ehepaar fest, was sich vor ihnen eröffnete. Damit haben sie die Düsseldorfer Photoschule begründet. Die Fotografien transportieren den Betrachter direkt an Ort und Stelle der Aufnahme. So wird bewusst, welche Magie dem Alltag innewohnt.
Bernd & Hilla Becher: Coal Mine Tipples – Penn- sylvanische Kleinbergwerke: bis 16.2.2020, Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård | Kunstsammlung K20 | Düsseldorf

Foto: Foto: Andreas Endermann / Kunstsammlung NRW

Knausgård hat für die Munch-Ausstellung die Methode seines autobiographischen Buchprojekts angewandt: Er ist sich selbst und den Menschen, mit denen er sich beschäftigt, möglichst nahe gekommen, hat Innenleben und Verhältnisse zur Außenwelt ergründet, um zu einem Kern des menschlichen Lebens in unserer Kultur vorzudringen. Wer die Ausstellung also wirklich mit seinen Augen sehen will, der sollte vorher das Buch „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche. Edvard Munch und seine Bilder“ lesen, in dem Knausgård in drei kurzweiligen Essays von seiner Auseinandersetzung mit Munch berichtet.
Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård: bis 1.3.2020, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20, Düsseldorf

Pablo Picasso. Kriegsjahre 1939 bis 1945 | K20 | Düsseldorf

Ebenfalls im Februar öffnet die Ausstellung „Pablo Picasso. Kriegsjahre 1939 bis 1945“ im K20. Mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Zeitdokumenten soll von dem Menschen Pablo Picasso während des Zweiten Weltkriegs und den Widersprüchen des Alltags in diesen Zeiten erzählt werden.
Pablo Picasso. Kriegsjahre 1939 bis 1945: 15.2.-14.6.2020, K20, Düsseldorf

Peter Lindbergh – Untold Stories | Kunstpalast | Düsseldorf

Peter Lindbergh:Naomi Campbell, Karen Elson, Jayne Windsor, Shirley Mallmann, Missy Rayder, Shalom Harlow, Marie-Sophie Wilson, Kirsten Owen, Esther Cañadas, Rachel Roberts, Stella Tennant & Natalia Semanova, Paris, 1997

Im September 2019 verstarb Peter Lindbergh. Mit „Untold Stories“ (5.2.-1.6.) zeigt der Kunstpalast eine besondere Hinterlassenschaft, des 1944 geborenen und in Duisburg aufgewachsenen Fotografen. Die Ausstellung ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Mit seiner Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980ern bis heute wird ein eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre ermöglicht. Die Schau ist zugleich ein persönliches Statement zur Modefotografie.
Peter Lindbergh – Untold Stories: 5.2.-1.6.2020, Kunstpalast, Düsseldorf

Zufall und Präzision | Schloss Reuschenberg | Neuss

Foto: Florian Schreiber

Die Kunstinitiative “Wurzeln und Flügel e.V.” holt den Düsseldorfer Künstler Horst Gläsker ins Schloss Reuschenberg in Neuss. Der Künstler und seine Werke sind vielfältig. Auf dem Schloss Reuschenberg werden über 80 Arbeitet aus verschiedenen Schaffensperioden von den 1970er-Jahren bis heute gezeigt. Schwerpunkte sind seine Malerei auf Sperrmüllteppichen und Tapeten, die abstrakt-ornamentale Hinterglasmalerei „Rhythmus“, Holzdrucke, Rundbilder und Gemälde aus der Reihe „Pinseltanz“.
Horst Gläsker – Zufall und Präzision: bis Januar 2020, Schloss Reuschenberg, Neuss 

Minjung Kim und Park Seo-Bo | Langen Foundation | Neuss

Foto: White Cube (Ollie Hammick) Courtesy White Cube

Hanji-Papier wird aus den Trieben des Maulbeerbaumes gewonnen und spielt in der koreanischen Kultur eine vielseitige Rolle. Nicht nur für Dokumente wird es genutzt, auch als Material für Fenster, Türen und Wände oder in der Kleidungsindustrie kommt es zum Einsatz. Park Seo-Bo und Minjung Kim arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Papier und erstellen skulpturale Oberflächen oder Collagen. Nun kommen sie zum ersten Mal nach Deutschland und zeigen in der Langen Foundation ihre asiatische Kunst, die ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne sein soll. Insgesamt werden 70 Werke in jeweils zwei Einzelpräsentation gezeigt.
Minjung Kim und Park Seo-Bo: bis 23.3.2020, Langen Foundation, Neuss

Die Wundermaschine | Gaskessel | Wuppertal

Foto: Lina Niermann

In Wuppertaler-Heckinghausen haben die Architekten Marcello Groß und Daniel Mai ein Haus in eine Coladose umgebaut. So lautete zumindest ihre Umschreibung für den Umbau des alten Gaskessels. Seit 2016 wurden Stück für Stück Beton-Einzelteile durch ein Loch in der Außenhülle geschoben, um sie im Innern, wie die Klötze eines Jengaturms, zu einem mehrstöckigen Gebäude aufeinanderzustapeln. Dieses beherbergt nun das mediterrane Restaurant Aposto im Erdgeschoss, ein Fitnessstudio der Sport-Park Group in der Mitte und eine 360-Grad-Leinwand im Obergeschoss. Gezeigt wird auf der Leinwand die Lichtshow „Die Wundermaschine“. Vom Kesseldach aus gibt es zudem einen Premiumblick über die gesamte Stadt. Beeindruckend!
Die Wundermaschine: bis 30.06.2020, Gaskessel, Wuppertal

Anders Wohnen | Museum Krefeld

Mit der Ausstellungsreihe „Anders Wohnen“ – Entwürfe für das Haus Lange und Haus Esters stellt das Museum Krefeld seit Mitte März Fragen zum Wohnen und Zusammenleben von gestern, heute und morgen. Dazu werden die beiden von Ludwig Mies van der Rohe erbauten Häuser zu experimentellen Ausstellungs- und Diskussionsplattformen sowie zu Denk- und Fabrikationslaboren verwandelt. Rund 20 internationale Künstler, Architekten und Designer wurden eingeladen, für die Häuser sowie den Gartenbereich Wohn- und Lebenskonzepte zu realisieren, die sich an den Themen Utopie, Mobilität und Dystopie orientieren. Die unterschiedlichen Ausstellungen werden über ein Jahr hinweg präsentiert.
„Anders Wohnen“ – Entwürfe für das Haus Lange und Haus Esters: bis 26.1.2020, Haus Esters, Haus Lange, Krefeld

Busy Girl – Barbie macht Karriere | Puppen- und Spielzeugmuseum | Ratingen

Foto: Museum Ratingen

Nein, als Vorreiterin des Feminismus gilt die Barbie-Puppe gemeinhin nicht. Dass die Spielzeugfigur aber weit mehr zu bieten hat als Wespentaille und langes Haar, wissen Bettina Dorfmann und Karin Schrey. Die beiden Journalistinnen, Sammlerinnen und Freundinnen haben in Ratingen eine Ausstellung kuratiert, die die Karrierefrau Barbie in den Fokus rückt. „Busy Girl. Barbie macht Karriere“ ist im Puppen- und Spielzeugmuseum im Trinsenturm, Ratingen zu sehen.
Busy Girl. Barbie macht Karriere: bis 1.3.2020, Puppen- und Spielzeugmuseum im Trinsenturm, Ratingen

Dies ist kein Porträt | Galerie 100 Kubik | Köln

Foto: Lídia Masllorens / Galerie 100 Kubik

Zitate sind in der Kultur beliebt: So bedient sich auch Lídia Masllorens in ihrer Ausstellung „Dies ist kein Porträt“ der Magritte’schen Deutungsweise. Wie die Pfeife in „Ceci n’est pas une pipe“ kein reales Rauchinstrument, sondern eine Abbildung war, zeigen auch die Porträts der aus Katalonien stammenden Künstlerin keine realen Personen, sondern archetypische Gesichter in Ultranahaufnahme. Mit minimalistischen Mitteln, die an die japanische Kaligraphie erinnern, schafft sie es, die Betrachter in die Gefühlswelt der Porträtierten zu ziehen. Mit einfarbigem Pinselstrich lenkt sie die Aufmerksamkeit auf einen Blick, eine Strähne oder einen angespannten Muskel. Zu sehen sind ihre Werke bis zum 31.1.20 in der Kölner Galerie 100 Kubik.
Dies ist kein Porträt: bis 31.1.2020, Galerie 100 Kubik, Köln

Inside Rembrandt | Wallraf-Richartz-Museum | Köln

Foto: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Foto RBA Köln

Mystisch, aufwühlend, detailversessen und von einzigartiger Lichtführung getragen – so wird seine Kunst bis heute wahrgenommen. Anlässlich des 350. Todestags von Rembrandt stellt sich die Frage: Was begeistert die Betrachter über Epochen und Ländergrenzen hinweg so sehr an ihm? Als Antwort ruft das Wallraf-Richartz-Museum Köln das Rembrandtjahr aus und präsentiert unter dem Titel „Inside Rembrandt“ eine Reise ins Zentrum seines Schaffens.
Inside Rembrandt: bis 1.3.2020, Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Andy Warhol. Now | Museum Ludwig | Köln

Das Museum Ludwig plant zusammen mit der Tate Modern in London eine große Retrospektive zu Andy Warhol (1928-1987). Die Schau wird mit über 100 Werken ab dem 10. Oktober 2020 in Köln zu sehen sein; davor läuft sie in London. Mit der Ausstellung soll auch das Bild des Künstlers auf Grundlage neuer Forschungserkenntnisse erweitert werden.
Andy Warhol. Now: bis 21.2.2020, Museum Ludwig, Köln

Ein ganzes Leben für die Kunst | Museum DKM | Duisburg

Erwin Wortelkamp schafft nicht Skulpturen für einen bestimmten Ort, sondern sucht besondere Orte für seine Skulpturen. Das Museum DKM in Duisburg zeigt bis zum 1.3. eine Retrospektive des Schülers des dänischen Eisenbildhauers Robert Jakobsen auf seiner gesamten Wechselausstellungsfläche. Unter dem Titel „Ein ganzes Leben für die Kunst“ werden Werke aus den letzten 40 Jahren zu sehen sein.
Ein ganzes Leben für die Kunst: bis 3.5.2020, Museum DKM, Duisburg

Lynn Chadwick – Biester der Zeit | Lehmbruck Museum | Duisburg

Das Lehmbruck Museum Duisburg präsentiert mit „Lynn Chadwick – Biester der Zeit“ eine umfassende Retrospektive des wichtigsten britischen Bildhauers der Nachkriegszeit. Sein Markenzeichen: fantastisch anmutende Schöpfungen aus verschweißten Eisenteilen, die der Künstler aus Abstraktionen menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickelt hat. Die Schau beleuchtet das gesamte künstlerische Schaffen des Bildhauers von den frühen 1950er-Jahren bis Ende der 1990er-Jahre.
Lynn Chadwick – Biester der Zeit: 29.2.-26.7.2020, Lehmbruck Museum, Duisburg

Beethoven. Welt.Bürger.Musik | Bundeskunsthalle | Bonn

2020 ist Beethoven-Jahr, denn es jährt sich der 250. Geburtstag des in Bonn geborenen Komponisten. Die Bundeskunsthalle leitet bereits seit dem 17. Dezember 2019 in das Jubiläumsjahr „BTHVN2020“ ein – mit der Ausstellung „Beethoven. Welt.Bürger.Musik“, die Leben, Werk und Wirken vermittelt. Bis zum 26. April 2020 gibt es zahlreiche Original-Exponate zu sehen – darunter herausragende Beethoven-Autographen, ikonische Porträts oder historische Musikinstrumente.
Beethoven. Welt.Bürger.Musik: bis 26.4.2020, Bundeskunsthalle, Bonn

Mœbius | Max Ernst Museum | Brühl

Mœbius, La Chasse au
Major, 2009, Acryl auf Leinwand,
90 x 130 cm © 2019 Mœbius Production

Das Max Ernst Museum Brühl bietet bis zum 16.2.20 eine Bühne für die „surrealen Comicwelten“ des weltweit gefeierten Zeichners und Szenaristen Mœbius. Der Betrachter soll durch sie dazu ermächtigt werden, seine Wahrnehmung zu verändern, zu fliegen und sich dem Diesseits zu entziehen. Mittel dafür sind private Notizbücher, Comicfolgen, abstrakte Gemälde und Drucke.
Mœbius: bis 16.2.2020, Max Ernst Museum, Brühl

Ludwig lebt! Beethoven im Pop | rock’n’pop Museum | Gronau

Das rock’n’pop museum in Gronau widmet sich Ludwig van Beethoven. Die Ausstellung „Ludwig lebt! Beethoven im Pop“ beleuchtet offensichtliche und überraschende Spuren von Beethoven im Pop – von Musik, Film und Comic über Literatur bis hin zu Pop-Art. Präsentiert werden soll ein Beethoven-Referenzraum, der so umfassend noch nie aufgearbeitet wurde.
Ludwig lebt! Beethoven im Pop: 17.5.-25.10.2020, rock’n’pop Museum, Gronau

Dürer – Karl V. – Drei Ausstellungen| Suermondt-Ludwig-Museum, Neues Stadtmuseum, Ludwig Forum für Internationale Kunst | Aachen

Fans von Albrecht Dürer dürfen sich bereits den 7. Oktober 2020 vormerken, denn dann werden exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers in Aachen drei Ausstellungen das historische Treffen von Künstler und König Karl V. behandeln, der damals im Dom zum König gekrönt werden sollte. Des Weiteren wird Dürers letzte Reise gewürdigt, die ihn über Aachen in die Niederlande geführt hat.
Dürer – Karl V. – Drei Ausstellungen: ab 7.10.2020, Suermondt-Ludwig-Museum, Neues Stadtmuseum, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen

Ausstellungen im Ruhrgebiet

“Nimm das Adolf” | schauraum comic + cartoon | Dortmund

„Nimm das, Adolf“: Unter diesem Titel widmet sich eine Comic-Ausstellung dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Der Dortmunder „schauraum comic + cartoon“ zeigt bis zum 15.3.2020 knapp 100 seltene, zumeist erstmals ausgestellte Originalzeichnungen und Dokumente.
Nimm das Adolf“: bis 15.3.2020, schauraum comic + cartoon, Dortmund

Artists & Agents – Performancekunst und Geheimdienste | Dortmunder U | Dortmund

Foto: Buchwald_Scheigen_Clara_Mosch_c_VG_Bild_Kunst_Bonn_2019

Die Ausstellung „Artists & Agents“ widmet sich zahlreichen Arbeiten und Archivmaterialien der schwerwiegenden Unterwanderung der Kunstszene durch Geheimdienste in der DDR und weiteren ehemaligen Ostblock-Ländern. Dabei liegt der Fokus auf dem Umgang mit Performancekunst, die von den Geheimdiensten besonders gefürchtet wurde. Zu den Gründen sagt Ko-Kuratorin Sylvia Sasse: „Performancekunst galt deshalb als so gefährlich, weil die Geheimpolizei sie überhaupt nicht einordnen konnte. Sie produziert ja keine ‚Bilder‘ oder ‚Skulpturen‘. Sie konnte überall und jederzeit auftauchen – und wieder verschwinden.
Artists & Agents – Performancekunst und Geheimdienste: bis 22.3.2020, HMKV im Dortmunder U, Dortmund

An den Rändern der Seidenstraße | Wissenschaftspark | Gelsenkirchen

Eckhard Gollnow, der ehemalige Werkstattleiter des Farblabors der Folkwangschule Essen, ging 2018 auf Reisen. Sein Weg führte ihn von Pakistan über China, Kirgistan bis nach Usbekistan. Immer entlang der Seidenstraße, dem Ursprung der Geschichten aus Tausend und einer Nacht und wichtigster Transportweg für Seide, Porzellan und Gewürze in den Westen vor der Seefahrt. Fast in Vergessenheit geraten, investiert nun China in die alte Route. Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen zeigt bis zum 25.1. rund 100 Fotografien, die „An den Rändern der Seidenstraße“ entstanden sind.
An den Rändern der Seidenstraße: bis 25.1.2020, Wissenschaftspark, Gelsenkirchen

David RAUER – GWK-Förderungspreise Für Kunst 2019 | Märkisches Museum | Witten

78 Kunstschaffende bewarben sich um den GWK-Förderpreis, die Wahl fiel einstimmig auf David Rauer aus Osnabrück. Der 33-Jährige, der bereits diverse Preise und Stipendien einfuhr, produziert wunderbar amorphe, poppig glasierte Keramikobjekte oder kolossale Schaumstoffwesen zum Aufpumpen, die er mitunter mit Videomonitoren verkabelt und als Performance-Equipment einsetzt. Zu sehen sind seine Werke bis zum 26.1. im Märkischen Museum in Witten.
David RAUER – GWK-Förderungspreise Für Kunst 2019: bis 26.1.2020, Märkisches Museum, Witten

“Für Ulla” – Zum 100. Geburtstag von Ulla Schumacher | Emil Schumacher Museum | Hagen

Zum Jubiläum des zehnjährigen Bestehens zeigt das Emil Schumacher Museum in Hagen Arbeiten eines besonderen Zeitgenossen Schumachers. K.R.H. Sonderborg zählt zu den jungen Künstlern des Informel in Deutschland und hat die abstrakte Malerei in Deutschland nach Ende des Naziterrors mitgeprägt. Zu sehen sind „Die Bilder von Zeit und Raum“ bis zum 9.2.
Für Ulla – Zum 100. Geburtstag von Ulla Schumacher: bis 9.2.2020, Emil Schumacher Museum, Hagen

Reshaped Reality. 50 Jahre Hyperrealistische Skulptur | Osthaus Museum | Hagen

Die Ausstellung „Reshaped Reality. 50 Jahre Hyperrealistische Skulptur“ im Osthaus Museum Hagen zeigt anhand von 30 Skulpturen von 26 internationalen richtungsweisenden Künstlern verschiedene Tendenzen in der Darstellungsweise von hyperrealistischen Skulpturen der letzten 50 Jahre. Hyperrealistische Kunst nutzt reale Vorbilder, um im künstlerischen Prozess zu losgelösten, neuen Realitäten zu gelangen.
Reshaped Reality. 50 Jahre Hyperrealistische Skulptur: 14.5.-18.10.2020, Hagen

Wundersam Wirklich | Haus Opherdicke | Unna

Seit ihrer Gründung 2010 haben die RuhrKunstMuseen 20 Mitglieder – passend zum zehnten Geburtstag im kommenden Jahr, macht sich das Netzwerk selbst ein Geschenk und nimmt mit Haus Opherdicke erstmals ein weiteres Museum auf. Das Haus Opherdicke wurde 2011 gegründet befindet sich auf einem ehemaligen Adelsgut in Unna. Bis zum 16.2. ist dort die Ausstellung „Wundersam Wirklich – Magischer und Neo-Realismus aus den Niederlanden“ zu sehen.
Wundersam Wirklich: bis 16.2.2020, Haus Opherdicke, Unna 

„Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen | Museum Ostwall | Dortmund

Das Museum Ostwall präsentiert, nach einer längeren Umbauphase, ab Anfang Februar seine Sammlung unter dem Titel „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ neu.
Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen: 8.2.2020-27.2.2022, Museum Ostwall, Dortmund

Fatada/Fassade | Dortmunder U | Dortmund

Der HMKV (Hartware MedienKunstVerein) zeigt ab April/Mai 2020 die Ausstellung „Fatada/Fassade“ basierend auf einem kollaborativen Nachbarschaftsprojekt in der Dortmunder Nordstadt. Es werden Fragen zu kultureller, politischer und baulicher Repräsentation diskutiert und Hausmodelle entwickelt – inspiriert von Roma-Bauformen. Neben Modellen und einem bereits umgesetzten Entwurf in der Nordstadt wird eine neue Wandgestaltung der Vertikalen im Dortmunder U entstehen.
Fatada/Fassade: ab April/Mai 2020, Dortmunder U, Dortmund

Mensch und Tier im Revier | Ruhr Museum | Essen

Blick in die Ausstellung, Ruhr Museum | Foto: Rainer Rothenberg

Das Ruhr Museum in Essen startet eine neue Ausstellungsreihe in der ehemaligen Kohlenwäsche. In der Galerie in der 21. Etage sollen von nun an populäre Themen der Ruhrgebietsgeschichte abgebildet werden. Die erste Ausstellung „Mensch und Tier im Revier“ der grundlegenden Frage nach der kulturellen Identität nach. Mehr als 100 Objekte, Leihgaben anderer Museen und privater Sammler, thematisieren die verschiedenen Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung.
Mensch und Tier im Revier: bis 25.2.2020, Ruhr Museum, Essen

Simplicity – Einfachheit als Designprinzip | Red Dot Design Museum | Essen

Foto: Red Dot Design Museum/ Gerrit Thomas Rietveld

Der Niederländische Architekt und Designer Gerrit Thomas Rietveld verhalf mit seinem Red and Blue Chair der Moderne zum Durchbruch. Das Revolutionäre an seiner Idee war nicht nur das streng geometrische Sitzmöbel, sondern auch die Tatsache, dass er die Bauanleitung öffentlich machte. Das ist nur eines von vielen Beispielen für das Prinzip der Einfachheit im Design, die aktuell unter dem Titel „Simplicity“ im Red Dot Design Museum in Essen gezeigt werden. Zu sehen gibts die Stücke bis zum 8.3.
Simplicity – Einfachheit als Designprinzip: bis 8.3.2020, Red Dot Design Museum, Essen

Der montierte Mensch | Museum Folkwang | Essen

Leihgeber und Foto: Maison d’Ailleurs, Schweiz / Agence Martienne

Keine bildende Kunst, höchstens Roboter, die auf Gemälde starren: Das Museum Folkwang hat mit dem Schweizer Science-Fiction-Museum Maison d’Ailleurs zusammengearbeitet und eine Ausstellung zur der prägenden Figur des Genres konzipiert. Die 250 Exponate aus der bedeutenden Schweizer Sammlung werden in acht Räumen thematisch geordnet. Dadurch werden verschiedene Aspekte in der Auseinandersetzung mit der Figur des Roboters akzentuiert: seien es unter den Mottos „Schöpfung“, „Funktion“ oder das „Serielle“ erste Vorstellungen, wie ein Roboter auszusehen hat, was in charakterisiert und welche Aufgaben er übernehmen soll, über den Fokus auf „Künstliche Intelligenz“ und Vermenschlichung bis hin zu dystopischen Narrativen.
Der montierte Mensch: bis 15.3.2020, Museum Folkwang, Essen

Survivors. Faces of Life after the Holocaust | Kokerei Zollverein | Essen

“Survivors” in der Kokerei Zollverein , Porträts von Martin Schoeller | Foto: Alexander Weilkes

Seit dem 22.01. ist die Ausstellung „Survivors. Faces of Life after the Holocaust” für die Öffentlichkeit geöffnet. Gezeigt werden 75 Porträts von Holocaust-Überlebenden, die der Fotograf Martin Schoeller in Israel besuchte. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen fast 5800 Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. 2020 jährt sich dieser Tag zum 75. Mal. 75 Porträts sind es auch, die der Fotograf Martin Schoeller von Überlebenden des Holocaust anfertigte, und die jetzt in der Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen zu sehen sind.
Survivors. Faces of Life after the Holocaust: bis 26.04.2020, Kokerei Zollverein, Essen

Secrets | Soul of Africa Museum | Essen

Foto: Markus Matzel / Soul of Africa Museum

Ritualgegenstände aus West- und Zentralafrika stehen im Zentrum der neuen Sonderausstellung „Secrets“ im Soul of Africa Museum in Essen. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Soul of Oku Museum in Kamerun. Die Dauerausstellung des Essener Museums geht während der Zeit auf Reisen und wird bis Mai 2020 als Leihgabe zum Thema Voodoo im Roemer und Pelizaeus Museum in Hildesheim zu sehen sein.
Secrets: bis 15.6.2020, Soul of Africa Museum, Essen 

Keith Haring | Museum Folkwang | Essen

Keith Haring: Ignorance=Fear, 1989

Das Museum Folkwang widmet sich ab dem 29. Mai einer zentralen Künstlerpersönlichkeit der 80er: Keith Haring (1958-1990). In der großen Retrospektive werden frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance, großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl versammelt, ergänzt durch noch nie gezeigtes Archivmaterial. Im Fokus steht, wie er originär künstlerische Interessen mit ästhetischen Phänomenen der Globalisierung und Digitalisierung verbindet. Zudem wird der Performance-Aspekt von Harings Arbeit beleuchtet.
Keith Haring: 29.5.-20.9.2020, Museum Folkwang, Essen

Farbanstöße | Museum unter Tage | Bochum

Joachim Grommek (*1957)
o.T., #152, 2011
Lack, Acryl, Öl, Grundierung auf Spanplatte, 50 x 50 cm
Privatsammlung

Das Museum Unter Tage in Bochum zeigt bis zum 19.4. verschiedene Positionen zum Thema Farbe. In sich überschneidenden Schwerpunkten zeigen Kunstschaffende, wie Farbe vor allem in der neueren Kunst für immer wieder neue Seh- und Denkanstöße sorgt. Die Werke sind unter dem passen den Titel „Farbanstöße“ zu sehen.
Farbanstöße: bis 19.4.2020, Museum unter Tage, Bochum

nützlich & schön | Peter-Behrens-Bau | Oberhausen

Foto: LVR-Industriemuseum, Jürgen Hoffmann

PVC, Plexiglas und Nylon: Dank der Entdeckung neuer Kunststoffe kommt es in den 1920er-Jahren in Deutschland zu einer wahren Materialexplosion. Aluminium wird als das Material der Moderne gefeiert und angespornt durch den politischen Systemwechsel 1919 suchen die Künstler und Handwerker des Staatlichen Bauhauses eine neue Formsprache schönes Design und Massenproduktion vereinbar macht. Das LVR-Industriemuseum erzählt in seiner Ausstellung „nützlich & schön – Produktdesign von 1920 bis 1940“ von der Zeit, als Aluminiumtöpfe auf den Herd und Geschirr aus Pressglas auf den Tisch kamen.
nützlich & schön – Produktdesign von 1920 bis 1940: bis 23.2.2020, Peter-Behrens-Bau, Oberhausen

Fotografin unter Musikern. Linda McCartney – The Sixties and more | Ludwiggalerie Schloss | Oberhausen

„Es waren die Zeiten, als Jimi Hendrix aus heiterem Himmel in mein Apartment geschneit kam und ich mit Jim Morrison in Chinatown zum Essen ging“, erinnerte sich Linda McCartney (1941-1998) an die Sechziger, als sie zu fotografieren anfing und sich unmittelbar in der Musik-Szene wiederfand. „Fotografin unter Musikern. Linda McCartney – The Sixties and more“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen beleuchtet ihre Kariere mit Fotos aus den ‚Sixties‘ sowie darüber hinaus mit Arbeiten aus ihrer Reihe „Roadworks“ sowie den experimentellen, mit Sonnenlicht entwickelten „Sunprints“.
Fotografin unter Musikern. Linda McCartney – The Sixties and more: bis 3.5.2020, | Ludwiggalerie Schloss, Oberhausen

Jacques Tilly. Politik und Provokation – Karikaturen XXL | Kleines Schloss | Oberhausen

Passend zum Straßenkarneval gibt es ab dem 2.2. im Kleinen Schloss Arbeiten des Düsseldorfer Satirikers Jacques Tilly zu sehen.
Jacques Tilly. Politik und Provokation – Karikaturen XXL: 2.2.-14.6.2020, Kleines Schloss, Oberhausen

made in marl | Skulpturenmuseum Glaskasten | Marl

Der Glaskasten in Marl zeigt bis zum 1.3. Videos, Skulpturen, Installationen sowie Foto- und Plakatserien, die für das Museum erschaffen wurden. Künstler, die in den vergangenen acht Jahren im Glaskasten ausgestellt haben, haben sich für „made in Marl“ mit der Stadt auseinandergesetzt, Kunstwerk angefertigt und diese dem Museum geschenkt.
made in marl: bis 1.3.2020, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl

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