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Support Your Local: Kultur und Geschäfte in Dortmund unterstützen

Das Labsal im Unionviertel | Foto: Serkan Akin
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Corona legt das öffentliche Leben auch in Dortmund lahm. Viele Kulturtreibende, lokale Geschäfte und Gastronomen fürchten um ihre Existenz. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen­: Mit Online-Konzerten, Lieferdiensten oder Crowdfunding-Kampagnen versuchen sie, ihre Verluste abzumildern und die Stadt lebendig zu halten. Dabei sind sie auf euren Support angewiesen! Wir zeigen euch, wie ihr die Szene in eurer Stadt unterstützen könnt.

Ihr kennt noch andere Aktionen und Support-Möglichkeiten? Lasst es uns wissen, wir erweitern die Liste laufend. Mail an: sonderthemen@coolibri.de  

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Support für Kulturbetriebe in Dortmund

Großmarktschänke

Großmarktschänke | Foto: Eva-Marlene Etzel

Schon bitter, wenn auf der eigenen Facebookseite Folgendes zu lesen ist: „Die Großmarktschänke Dortmund hat keine bevorstehenden Veranstaltungen.“ Wegen Corona kann die Tradition des wilden Teppichtanzes zurzeit leider nur zu Hause aufrechterhalten werden. Für den richtigen Soundtrack stellt die Sixties-Schänke aber jede Menge Playlisten auf Spotify zur Verfügung. Außerdem nutzen die Macher die neu eingerichtete Dortmunder Plattform Neovaude, um mit gestreamten DJ-Sets das heimische Wohnzimmer zu fluten. Dafür lässt sich doch bestimmt der ein oder andere solidarische Taler lockermachen? Spenden sind per Paypal möglich.

Dortmunder Kunstverein

Auch die Pforten des Dortmunder Kunstvereins sind momentan geschlossen. Doch ein Vorbeischlendern lohnt sich trotzdem: Durch die rundum laufende Fensterfront könnt ihr die Ausstellung „La La Cunt“ der französischen Künstlerin Anne-Lise Coste betrachten. Durch den Einsatz von Sprühfarbe, einfachen Formen und kurzen Textbotschaften ähneln ihre Arbeiten häufig urbanen Graffitis. Von 17 bis 20 Uhr werden die Räume zusätzlich beleuchtet. Noch bis 31.5.! Über neue Mitglieder und Förderer freut sich der Verein natürlich jederzeit.

Junkyard

Poetry-Slam im Junkyard | Foto: Luise Frentzel

Der Junkyard an der Schlägelstraße hat sich seit 2016 zum angesagten Kultur-Hot-Spot gemausert. Ob Open-Air-Konzerte, Poetryslams oder Comedy-Abende ­– hier geht immer einiges. Nur bedauerlicherweise momentan nicht. Wie leider bei alternativen Kulturstätten Usus, muss auch das Junkyard ohne öffentliche Förderung auskommen. Via Crowdfunding-Kampagne werden jetzt Spenden gesammelt. Als Dankeschöns winken Merch wie T-Shirts, Tassen und Sticker. Bombe!

Oma Doris

Auf Senioren soll man dieser Tage ja besonders achtgeben. Dazu gehört auch Oma Doris. Im beliebten Tanzcafé in der Dortmunder City steppt normalerweise der Bär. Neben Partys und Konzerten besucht man die Oma auch für Lesungen, Filmabende oder Flohmärkte. Um Doris Zukunft von düster zu rosig zu verwandeln, könnt ihr euch an der gestarteten Crowdfunding-Kampagne beteiligen. Hier stehen etwa das limitierte Stay-Home-Supporter-Shirt, ein DJ-Workshop oder die Garderobenmarke mit lebenslanger Gültigkeit als Dankeschön zur Auswahl.

Rekorder

Die Gäste bleiben aus, doch die Kosten laufen weiter: Mit diesem Problem hat auch der Rekorder am Dortmunder Hafen zu kämpfen. Damit der liebenswerte Kulturort die Corona-Dürre überlebt, lädt der dahinterstehende Verein Tonbande regelmäßig zu Internet-Konzerten (RekorderLive). Zu Besuch waren unter anderem schon Schlakks, Cmern & Opsay oder Glitterminister. Den Eintritt könnt ihr via Pay-Pal spenden. 60 Prozent des Erlöses gehen an die Künstler, 30 Prozent an den Rekorder und 10 Prozent an den Dortmunder Verein „Grenzenlose Wärme“, der sich für Flüchtlinge in Griechenland einsetzt. Außerdem könnt ihr den Rekorder unterstützen, indem ihr Tickets für die Soli-Geisterparty kauft.

Ska im Westend

Immer rund um Christi Himmelfahrt verwandelt sich der Westpark in eine multikulturelle Festmeile mit Musik, Trödelmarkt und leckerem Essen. Traditioneller Teil des Westparkfests ist das kostenlose Festival „Ska im Westend“ am Vatertag. Leider steht jetzt schon fest, dass  im Mai coronabedingt keine Reggae- und Skaklänge durch den Park schallen werden. Ob und wie die anderen Veranstaltungen stattfinden können, ist noch unklar. Ein herber Schlag, sollte die Sause zum zehnjährigen Jubiläum doch eigentlich besonders groß ausfallen. Damit das Aus in diesem Jahr kein Aus für immer bedeutet, sammeln die Macher Spenden mit der Kampagne: „Rettet das Ska im Westend“

Subrosa

Momentan kein „Poetry Jam“ im Subrosa | Foto: Subrosa

Stürmische Zeiten: Damit die urige Hafenspelunke Subrosa keinen Schiffbruch erleidet, lädt sie zur großen Benefiz-Punkgala. Die Tickets könnt ihr ab sofort kaufen, die Gala steigt allerdings erst, sobald sich Corona gelegt hat. Mit eurem solidarischen Beitrag unterstützt ihr nicht nur die Kneipe und ihre Mitarbeiter, sondern auch lokale Berufsmusiker. Die Wartezeit wird bei Facebook mittels Wohnzimmerkonzerten überbrückt. Allgemeine Spenden sind auch über die Plattform gofundme möglich.

Schauburg

Ausbleibende Kinobesuche schlagen nicht nur Filmjunkies aufs Gemüt. Die Kinobetreiber haben’s doppelt so schwer. Die Schauburg in Dortmund hat gehandelt und unter www.kino-on-demand.com Filmempfehlungen zusammengestellt. Wer die streamt, supportet das Kino. Außerdem gibt es Kinogutscheine für die Zeit danach und den Kinoplakatflohmarkt to go auf Facebook. Dort können Filmposter in einem Album durchgeblättert und ergattert werden.

Weinkeller

Auch der Dortmunder Weinkeller staubt zu. Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn jeden Samstag wird unter dem Hashtag „trinkentanzenzuhausebleiben“ live gestreamt. Von 21 bis 24 Uhr ist Rambazamba angesagt. Außerdem haben die Clubbesitzer ihre freie Zeit genutzt und einen Webshop bei Spreadshirt an den Start gebracht. Hier kann fresher Merch von T-Shirts über Tassen bis hin zum Kein-Bier-für-Nazis-Turnbeutel bestellt werden, um den Laden am Laufen zu halten. Schick!

Bodo e. V.

Die Bodo kann man jetzt per Post oder digital ordern. | Abbildung: Bodo e. V.

„Bodo, Bodo, Bodo! Eine Bodo für Sie?“ Seit 25 Jahren sind die Straßenmagazin-Verkäufer mit ihren roten Westen fester Bestandteil des öffentlichen Lebens. Wegen der Corona-Pandemie können sie allerdings derzeit keine Magazine an den Mann und die Frau bringen. Eine besonders schwierige Situation, befinden sich die Verkäufer doch in sozialen Notlagen, sind wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht. Deshalb versendet der Verein jetzt eine Doppelausgabe (April/Mai) per Post oder digital als PDF, zum Solidaritätspreis von fünf Euro. 50 Prozent davon fließen in die konkrete Hilfe für die Verkäufer. Absolut unterstützenswert!

Support für Dortmunder Geschäfte und Gastronomien

Labsal

Leere Tische im Labsal | Foto: Dennis Treu

Schwäbische Küche mit regionalen Zutaten, dazwischen immer wieder der ein oder andere Kulturhappen: Dafür steht Das Labsal an der Rheinischen Straße. Derzeit bietet das Lokal einen Mitnahme-Service an. Immer freitags bis sonntags zwischen 15 und 20 Uhr könnt ihr euch mit handgemachten Spätzle und Maultaschen eindecken – im gebotenen Sicherheitsabstand natürlich. Außerdem könnt ihr das Labsal mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen. Dabei bleibt euch selbst überlassen, ob ihr den Gutschein als Spende seht oder ihn zu Post-Corona-Zeiten einlöst.

Herr Liebig

Im Mai vergangenen Jahres übernahmen Beate Bußmann und Pia Danielmeier die Räume des Café Asemann, um dort ihren eigenen Tortentraum, das Kaffeehaus Herr Liebig, zu verwirklichen. Jetzt, knapp ein Jahr später, sind die Türen wegen Corona schon wieder zu. Doch die Inhaberinnen wissen sich zu helfen: Sie bieten einen „Kuchen to go“-Service an. Einfach per What’s App (+49 152 58797528 ) oder Mail  (post@herrliebig.de) Wunschkuchen vorbestellen und sich die Isolation versüßen!

Lokale Buchhandlungen

Auch die „transfer“-Buchhandlung in Hörde bietet einen Lieferservice an. | Foto: tansfer bücher und medien

Klar ist es bequem, alles gebündelt bei den großen Versand-Plattformen zu bestellen. Dann darf man sich nach der Corona-Krise aber auch nicht über leer stehende Ladenlokale beschweren. Gerade gemütliche Buchläden mit kompetenter Beratung wecken doch die Stöberlust. Der Carlsen-Verlag hat eine Google-Karte erstellt, mit der ihr schnell herausfinden könnt, welche Buchhandlungen in Deutschland noch ausliefern oder eine Abholmöglichkeit anbieten. In Dortmund sind das zum Beispiel Litfass, Dreesen-lesen, Comic Haus, Dortmunder Universitätsbuchhandlung. Bisher nicht auf der Karte eingezeichnet, aber trotzdem mit Lieferdienst und ganz viel Herzblut am Start: transfer. bücher und medien

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