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Konzerte in Köln 2019: Unsere Empfehlungen

Sudan Archives | Foto: Alex Black
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Köln bietet dir mehr Konzerte als alle anderen Städte in NRW zusammen, keine Frage. Damit du in all dem Wust den Überblick behältst, gibt es hier laufend aktualisiert meine handverlesenen Favoriten für die kommenden Monate – natürlich frei von jeder Objektivität und jedwedem Anspruch auf Vollständigkeit.

Inhaltsverzeichnis [verbergen]

Konzerte im Oktober 2019 in Köln

Bodi Bill | 20.10. | Club Bahnhof Ehrenfeld

Foto: Katia Wik

Gut acht Jahre ist es her, dass Bodi Bill etwas von sich haben hören lassen. Die drei Berliner bauten sich seit Mitte der 2000er durch ihren charakteristischen Mix aus Indie, Folk und Technoanleihen – der Schule machen sollte – eine stetig wachsende Fanbase, die lange dürsten musste. Fabian Fenk, Anton Feist und Alex Stolze tobten sich in anderen Projekten aus. Mit „What If“ und „Kiss Operator“ meldet sich das Trio mit zwei neuen Songs zurück, die „Hands On“-Tour startet im Oktober in Köln. Und wer weiß, vielleicht gibt’s da ja noch mehr neues Material auf die Ohren?
Bodi Bill: 20.10., Yuca

Metronomy | 22.10. | Carlswerk Victoria

Foto: Michele Yon

Metronomy prägten wie wenige andere Bands das Klangempfinden der Mitt-2000er-Indie-Kids. Auch wenn das mittlerweile länger her ist, als manch einer wahr haben möchte, hat die Band dennoch nicht an Relevanz eingebüßt. Im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres haben die fünf Briten sich stetig weiterentwickelt und konstant neue Musik veröffentlicht, jüngst „Metronomy Forever“ im September 2019. Wenn im Carlswerk „The Look“ erklingt, ist trotzdem ein bisschen Nostalgie erlaubt.
Metronomy: 22.10., Carlswerk Victoria

The Thurston Moore Group | 23.10. | Kulturkirche

Foto: Vera Marmelo

Bei Thurston Moore denkt man erst einmal an Sonic Youth, klar. Die sind nun aber seit 2011 Geschichte. Der 61-Jährige ist musikalisch  nicht stehengeblieben, sondern firmiert mit seiner Band als „The Thurston Moore Group“ – quasi eine Indie-Supergroup mit James Sedwards an der Gitarre (Nought), Deb Googe am Bass (My Bloody Valentine) und Steve Shelley am Schlagzeug (Sonic Youth). Die Sonic-Youth-Vergangenheit lässt sich zwar erahnen, bestimmt aber nicht das musikalische Wesen des Projekts. Davon könnt ihr euch im angemessenen Ambiente der Kulturkirche überzeugen.
The Thurston Moore Group: 23.10., Kulturkirche

Reignwolf | 25.10. | Artheater

Foto: Omar Kasrawi

Reignwolfs Frontmann Jordan Cook ist der in menschliche Form gegossene Geist des Rock’n’Roll. Wer das nicht glaubt, soll sich mal eins seiner Live-Videos anschauen, auf denen der Kanadier die Bühne abreißt wie nichts Gutes. Als Trio sind Reignwolf schon länger unterwegs, das richtige Debütalbum „Hear Me Out“ kam ab erst in diesem Jahr. Das Artheater darf sich warm anziehen.
Reignwolf: 25.10., Artheater

Skepta | 27.10. | Halle Tor 2

Foto: Melt Booking

Die wohl eigenartigste Spielart des britischen Hip-Hops ist Grime, und der Vorzeige-Künstler des Grime ist Skepta. Der 37-Jährige ist bereits seit Anfang der 2000er in der Szene aktiv und räumte 2016 den renommierten Mercury Prize für sein Album „Konnichiwa“ ein. Im Sommer 2019 erschien der Nachfolger „Ignorance Is Bliss“ und Skepta scheint auch weiterhin nicht müde zu werden. Wir jedenfalls finden das sehr gut.
Skepta: 27.10., Halle Tor 2

Yassin | 27.10. | Club Volta

Foto: V.Raeter

Deutscher Rap versprüht bekanntermaßen gerne mal Häme. Das hat auch das Berliner Hip-Hop-Duo Audio88 & Yassin jahrelang umgesetzt. Als Solokünstler stimmt Yassin nun aber auch emotionalere Töne an: Empathie, Angst oder Zuversicht zeigen sich unmittelbar in autobiografischen Songs, die auf dem Solo-Debüt „Ypsilon“ versammelt sind. Feature-Gäste sind by the way etwa Mädness oder der raustimmige Capser.
Yassin: 27.10., Club Volta, Köln

Konzerte im November 2019 in Köln

The Libertines | 2.11. | Carlswerk Victoria

Foto: Prime Entertainment

Unter all den Nachrichten, Skandälchen und Eskapaden eines Pete Doherty steckt bis heute ein Ausnahmemusiker, der noch vor seiner Zeit bei den Babyshambles mit The Libertines die Türen für ein britisches Garage-Rock-Revival aufgestoßen hat. 2004 war Schluss, erst 2015 gab es neues Material von der Truppe in Form des dritten Langspielers „Anthems for Doomed Youth“. Noch in diesem Jahr soll ein viertes dazu kommen, deren Songs auf der Wintertour auf Livetauglichkeit getestet werden.
The Libertines: 2.11., Carlswerk Victoria

The Midnight | 4.11. | Luxor

Foto: Julia Drummond

The Midnight sind die Chance für alle Zuspätgeborenenen, doch noch ein Stück der 80er mitzunehmen. Und was für eins! Synthie-Pop der Extraklasse, an der Grenze zum Cheese und dazu gesellst sich hier und da auch noch ein Saxophon. Dazu gibt’s Beats aus dem Drumcomputer und haufenweise reingeschnibbelte Zitatverschnitte. Zack, fertig ist die Neon-Laube. Seit 2012 fahren Tyler Lyle und Tim McEwan schon auf diesem Retrozug, der scheinbar nur noch an Fahrt aufnimmt.
The Midnight: 4.11., Luxor

Lightning Bolt | 6.11. | Gebäude 9

Foto: Scott Alario

Lightning Bolt klingen ein bisschen, als würde einem mit Leidenschaft ein halber Werkzeugkasten aufs Trommelfeld gezimmert werden: laut, schnell, übersteuert, chaotisch und mit leichten Nintendocore-Anleihen (man denke an Horse, The Band). Klar, das ist sicher nichts für jeden, wer aber ziemlich weit über den Gitarrenmusik-Tellerrand hinausschauen will, wird hier fündig. Außerdem gibt’s einige der geilsten und abgefahrensten Coverarts, die derzeit auf dem freien Markt erhältlich sind.
Lightning Bolt: 6.11., Gebäude 9

Sudan Archives | 13.11. | Club Bahnhof Ehrenfeld

Foto: Alex Black

Wer sich als Mittzwanziger mit Brittney Denise Parks vergleicht, kann nur verlieren. Als Sudan Archives agiert die 24-Jährige Kalifornierin als Ein-Frau-Band und verbindet ihr exquisites Geigenspiel mit Elementen aus R’n’B, Hip-Hop, Elektro und sudanesischem Folk. Dort hat sie nach eigenen Angaben auch eine Art des Geigenspiels gelernt, die sich von der „klassischen“ Spielweise völlig unterscheidet. Obwohl sich das alles wie ein wilder Mix liest, klingt Sudan Archives wie aus einem Guss und vor allem verdammt hörbar.
Sudan Archives: 13.11., Club Bahnhof Ehrenfeld

Brandt Brauer Frick | 14.11. | Stadtgarten

Foto: Max Parovsky

Dass Techno mehr sein kann als nur ein stumpfer Vierviertelbeat (so tanzbar der auch sein mag), zeigen schon seit Jahren die drei auf eben diese Namen hörenden Herren Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick. Die vier Viertel liegen bei den Stücken des Berliner Trios zwar auch zugrunde, bauen darauf aber mit „klassischen“ Instrumenten – Piano, Violine, Schlagzeug und weitere Percussion – filigran-faszinierende Klangkonstruktionen auf, die immer wieder aufs Neue zum Entdecken einladen. Wer wissen will, wie weit Techno gehen kann, hört Brandt Brauer Frick.
Brandt Brauer Frick: 14.11., Stadtgarten

Kochkraft für KMA | 15.11. | Subway

Foto: Kochkraft durch KMA

Elektropunk liefert das Beste aus beiden Welten: Laser-Synthie-Beats und akkuraten Rhythmus aus dem Elektro und Rotzigkeit, direkte Message und Aufs-Maul-Attitüde aus dem Punk. Die Vorzeigegruppe auf der Achse Duisburg-Köln in dem Genre sind ohne Frage Kochkraft durch KMA. Die selbsternannten Vorreiter der „Neuen Deutschen Kelle“ machen auf der Bühne keine Gefangenen und machen mit ihren dadaistischen Texten vor allem einfach Laune.
Kochkraft durch KMA: 15.11., Subway

Raketkanon | 19.11. | Sonic Ballroom

Foto: Anton Coene

Der Belgier Pieter-Paul Devos macht nicht nur mit Kapitan Korsakov hervorragende Musik, sondern auch mit seinem anderen Projekt Raketkanon. Bei beiden Bands ist die Grundlage der Noise-Rock, gefällig ist das hier also alles nicht. Takt- und Harmoniegefühl des ein oder anderen mag sich hier beleidigt fühlen, dennoch machen Raketkanon das, was sie machen, ziemlich gut. Synthie-Beats sind auch dabei.
Raketkanon: 19.11., Sonic Ballroom

Radical Face | 20.11. | Kulturkirche

Foto: Roy Barry

Ben Cooper macht Musik für den gemütlichen stay-at-home-sunday – wenn man nicht so genau auf die Texte hört. Die unglaubliche Wärme, die der US-Amerikaner mit seiner Gruppe Radical Face auf musikalischer Ebene versprüht, wird nämlich von den teils tieftraurigen Texten konterkariert. Ohne geht es im Folk einfach nicht (man denke nur an Sufjan Stevens). In jedem Fall ist die Kulturkirche genau die richtige Umgebung für so ein Konzert.
Radical Face: 20.11., Kulturkirche

The Chats | 21.11. | Artheater

Foto: Four Artists

Ich aber frage euch: Was hat uns Australien je gegeben? Klar, Steve Irwin, aber in jüngerer Zeit vor allen den glorreichen Punk-Export The Chats. Drei Herren, die aussehen wie 15 und augenscheinlich völlig stilbefreit sind (darin aber wieder äußerst Stilsicher: Badelatschen, DHL-Shirt, rothaariger Nackenspoiler und Bikerbrille) und 2017 mit „Smoko“ einen so was von viralen Internet-Hit landeten. Wer sich noch andere Songs anhört, merkt schnell, dass hier Punk im Reinformat abgeliefert wird. War auch wieder mal Zeit.
The Chats: 21.11., Artheater

Sampa The Great | 25.11. | Reineke Fuchs

Foto: Highroad Touring

Sampa The Great könnte das nächste große Ding im interantionalen Hip-Hop werden. Die 1993 geborene Sambianerin veröffentlichte bereits 2015 ihr erstes Mixtape und ist mittlerweile beim Londoner Traditionslabel Ninja Tune unter Vertrag. Mit ihrer kräftigen, vollen Stimme und einem unaufhaltbaren Flow ist das in diesem Jahr erschienene Debüt-Album „The Return“ ohne Frage eine der Platten des Jahres.
Sampa The Great: 25.11., Reineke Fuchs

FKA twigs | 27.11. | Carlswerk Victoria

Foto: Paradigm Agency

FKA twigs ist wahnsinnig schwer zu ergründen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig, kann man ihre grenzgängerische Musik zwischen R’n’B, Elektro, Synthie, Soul und Avantgarde doch auch einfach als das wahrnehmen, was sie ist: schön und auch etwas schaurig. Ende Oktober erscheint ihr zweites Album „Magdalene“, dessen neue Songs nur auf dem einzigen Deutschlandkonzert 2019 in Köln zu hören sein werden.
FKA twigs: 27.11., Carlswerk Victoria

Kadavar | 28.11. | Essigfabrik

Foto: Joe Dilworth

Diese Band ist ein Segen für alle Spätgeborenen. Kadavar spielen Doomrock, als hätten Black Sabbath gerade erst das Licht der Welt erblickt. Die drei Berliner liefern Live-Shows, die auch die letzten Zweifler ruhigstellen und tragen einen Vintage-Style auf, der zum Niederknien ist. Das fünfte Studioalbum „For The Dead Travel Fast“ dürfte sich erneut als Gitarrengewitter entpuppen. Als Sahnehäubchen gibt’s Hällas und Pabst als Vorbands.
Kadavar: 28.11., Essigfabrik

Temples | 30.11. | Luxor

Foto: Prime Entertainment

Die volle Vintage-Breitseite holt man sich bei Temples ab. Die Briten atmen die 60er und spielen seit nunmehr sieben Jahren einen Psychedelic Rock, dass es eine helle Freude ist. Wer beim neuen Album „Hot Motion“ nicht sofort das Bedürfnis bekommt, den kompletten Kleiderschrank zu batiken, hat Musik nicht verstanden.
Temples: 30.11., Luxor

Konzerte in Köln im Dezember 2019

Mark Lanegan | 3.12. | Essigfabrik

Foto: One Beat PR

Die Definition einer Reibeisenstimme ist Mark Lanegan – oder zumindest an zweiter Stelle nach Tom Waits. In jedem Fall hat der US-Amerikaner an zig denkwürdigen Rockprojekten mitgearbeitet, ob als Frontmann der Screaming Trees oder als Teil der Queens of the Stone Age, hier beim Meilenstein-Album „Songs for the Deaf“. Doch auch auf Solo-Pfaden überzeugt der US-Amerikaner, 2019 erscheint sein elftes Solo-Album „Somebody’s Knocking“.
Mark Lanegan: 3.12., Essigfabrik

Alli Neumann | 5.12. | Helios37

Foto: Clara Nebeling

Deutscher Pop lebt! Unter anderem in Form von Alli Neumann. Klar ist ihre Musik radiotauglich, das ist ja gewissermaßen in der Definition von Pop inbegriffen. Aber er hat Kopf, Drive, Gefühl und musikalische Finesse. Und das war in den letzten Jahren nicht immer selbstverständlich. Die Flensburgerin lässt mit ihrem Debüt-Album zwar noch auf sich warten, konnte zuletzt aber mit einem Feature-Part auf der neuen Tretti-Scheibe überzeugen.
Alli Neumann: 5.12., Helios37

Mono | 9.12. | Gebäude 9

Foto: Karsten Jahnke

So viele Bands aus Japan gibt es nicht, die über Fernost bekannt werden. Mono ist eine davon, was vor allem an ihrem gespenstisch schönen Postrock liegt. 2000 in Tokio gegründet, haben Takaakira Goto, Tamaki Kunishi, Dahm Majuri Cipolla und Yoda der Welt seitdem zehn Instrumental-Alben geschenkt, was eine ordentliche Schlagzahl darstellt. Aber Achtung: Winterblues-Gefahr!
Mono: 9.12., Gebäude 9

Thees Uhlmann | 21.12. | Palladium

Foto: Ingo Petramer

Es ist wieder Zeit für wirklich lange Sätze mit sonst wenig gehörten Wörtern über Gitarrenklänge: Thees Uhlmann ist wieder da. Der Tomte-Frontmann ist das, was man gerne als „kernig“ oder „vierschrötig“ oder „entwaffnend ehrlich“ bezeichnet. Mit Songs wie „Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach HipHop Videodrehs nach Hause fährt“ oder „Junkies und Scientologen“ hat er auf jeden Fall ein Gespür für die kreativsten deutschen Songtitel unserer Zeit.
Thees Uhlmann: 21.12., Palladium

Weitere Konzerte in Köln

Oktober 2019

Tito & Tarantula | 20.10. | Gloria

Kokoroko | 21.10. | Luxor

Blood Red Shoes | 30.10. | Bürgerhaus Stollwerck

Snarky Puppy | 30.10. | E-Werk

November 2019

Heather Nova | 1.11. | Gloria

Willie Watson | 6.11. | Studio 672

The Parlotones | 6.11. | Luxor

Ilgen-Nur | 6.11. | Bumann & Sohn

The Blue Stones  | 7.11. | Blue Shell

Wallis Bird | 8.11. | Kulturkirche

Of Monsters and Men | 12.11. | Live Music Hall

Elbow | 13.11. | Live Music Hall

Herrenmagazin | 14.11. | Gebäude 9

Anna Ternheim | 14.11. | Gloria

The Murder Capital | 14.11. | artheater

Brandt Brauer Frick | 14.11. | Stadtgarten

Volbeat | 14.+15.11. | Lanxess Arena

Calexico | 15.11. | Palladium

My Sleeping Karma | 15.11. | Live Music Hall

Ezra Furman | 16.11. | Luxor

Half Moon Run | 16.11. | Live Music Hall

Greta Van Fleet | 20.11. | Palladium

Fink | 20.11. | Carlswerk Victoria

The Düsseldorf Düsterboys | 21.11. | Bumann & Sohn

Alex Mofa Gang | 23.11. | Artheater

Welshly Arms  | 24.11. | Carlswerk Victoria

Kelvin Jones | 26.11. | Luxor

Bonaparte | 28.11. | Gloria

Kummer | 29.11. | Gloria

Temples | 30.11. | Luxor

Dezember 2019

Emil Bulls | 13.12. | Carlswerk Victoria

Adam Angst | 14.12. | Live Music Hall

Pænda | 14.12. | Studio 672

AMI | 19.12. | artheater

Fatoni | 19.12. | Gloria

Callejon | 30.12. | Gloria

Januar 2020

Anti-Flag | 29.1. | Essigfabrik

Februar 2020

Turbostaat | 14.2. | Kantine

Deichkind | 29.2. | Lanxess Arena

Kvelertak | 29.2. | Essigfabrik

März 2020

Antilopen Gang | 14.3. | E-Werk

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