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Konzerte in Köln 2020: Unsere Empfehlungen

Odd Couple | Foto: Julian Weigand
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Köln bietet dir mehr Konzerte als alle anderen Städte in NRW zusammen, keine Frage. Damit du in all dem Wust den Überblick behältst, gibt es hier laufend aktualisiert meine handverlesenen Favoriten für die kommenden Monate – natürlich frei von jeder Objektivität und jedwedem Anspruch auf Vollständigkeit.

Inhaltsverzeichnis [verbergen]

Konzerte in Köln im Januar 2020

grim104 | 8.1. | Club Bahnhof Ehrenfeld

Foto: Hotel Rocco

Der moderne Horror – horrende Mieten, urbane Entmenschlichung, kosmische Verlorenheit: Deutschraps seltsamstes Aushängeschild grim104 nimmt sich dieser Themen als Graf Grim auf seiner EP „Das Grauen, das Grauen“ wunderbar verquer auf gewohnt aggressiven Beats an, die sicher auch live angemessen ballern.
grim104: 8.1., Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln

Konzerte in Köln im Februar 2020

And You Will Know Us by the Trail of Dead | 12.2. | Stadtgarten

Foto: Viktor Scott

Die ganze Bandbreite des Spektrums zwischen Alternative und Post-Hardcore könnt ihr euch bei einem Konzert von And You Will Know Us by the Trail of Dead abholen. Und eine ganze Menge Schweiß, trotz mittlerweile zwanzigjährigen Bandbestehen liefern die vier Texaner nämlich eine Live-Show, die sich gewaschen hat. Auch sonst gibt es gute Gründe für den Konzertbesuch im Stadtgarten: 2020 kommt endlich (endlich!) das zehnte Studio-Album der Band. Nach sechs Jahren! Länger warten nur Tool- Fans.
And You Will Know Us By The Trail Of Dead: 12.2., Stadtgarten, Köln

Mädness | 13.2. | Yuca

Foto: Landstreicher Booking

Der älteste Newcomer des deutschen Hip-Hop ist in town: Mädness. Der gebürtige Hesse („Is de Gude!“) macht Hip-Hop der alten Schule, ohne dabei hängengeblieben zu sein. Das aktuelle Album „OG“ ist direkt, ehrlich und ein Rundum-Parade-Beispiel für „Grown-Man-Rap“. Dafür sorgen nicht zuletzt die Beats von Szenegrößen wie Suff Daddy und Enaka. Nimmt man mit.
Mädness: 13.2., Yuca, Köln

Cage The Elephant | 26.2. | Live Music Hall

Foto: Neil Krug

Wer zum Beginn des neuen Jahrzehnts die Zeit für einen Abend noch mal zurückdrehen möchte, dem sei das Konzert von Cage The Elephant in der Live Music Hall ans Herz gelegt. Die US-Amerikaner sind zwar nicht in der Zeit stehen geblieben, haben aber den Sound der Mitt-2010er mitgeprägt. Ihr Album „Tell Me I’m Pretty“ von 2015 wurde 2017 immerhin mit dem Grammy ausgezeichnet. Der nächste Kracher folgte 2019 mit dem fünften Studioalbum „Social Cues“, das es wohl auch in Köln zu hören gibt.
Cage The Elephant: 26.2., Live Music Hall, Köln

Stormzy | 28.2. | Carlswerk Victoria

Foto: Melt Booking

Wer sich auch nur annähernd für UK-Rap oder auch Hip-Hop überhaupt interessiert, der kommt derzeit an Stormzy nicht vorbei. Der 26-Jährige kommt aus dem Grime, scheut sich aber auch nicht vor einer Ed-Sheeran-Kollabo. Stormzy spielt 2020 nur vier Shows in Deutschland, also ran an die Karten.
Stormzy: 28.2., Carlswerk Victoria, Köln

Highly Suspect | 28.2. | Köln

Foto: Jenn Five

Ryan Meyers Stimme ist fraglos das zentrale Element im Sound von Highly Suspect. Das New Yorker Trio nennt das Spannungsfeld zwischen Blues und Progressive Rock sein zuhause und fühlt sich dort hörbar wohl. Besonders die 2016-Scheibe „The Boy Who Died Wolf“ schindete mächtig Eindruck in Übersee, aber auch hierzulande. 2019 veröffentlichten die Geschwister Ryan und Rich Meyer gemeinsam mit Johnny Stevens ihre dritte LP „MCID“, mit der sie im Februar in Köln zu Gast sind.
Highly Suspect: 28.2., Kantine, Köln

Deichkind | 29.2. | Köln

Foto: Landstreicher Booking

Was soll man zu Deichkind noch sagen? Wenn es eine Band gibt, die Popkultur von vorn bis hinten verstanden und durchschaut haben, dann wohl diese dynamische Hamburger Truppe. Das Talent, komplexe Sachverhalte minimal herunter zu brechen und gleichzeitig in eingängigen und doch nicht langweiligen Hip-Hop-Elektro-Kladderadatsch zu verpacken, ist seit jeher das Markenzeichen der Gruppe (spätestens seit „Aufstand im Schlaraffenland“) und sorgen für ihre Beliebtheit beim Festival-Mob und dem Feuilleton gleichermaßen. Letztes Jahr kam „Wer sagt denn das?“ mit allerlei mitsing- und grölbaren Songs um die Ecke, sodass die Tour erneut eine ziemliche Gaudi (so reden die Kids!) werden dürfte.
Deichkind: 29.2., Lanxess Arena, Köln

Konzerte in Köln im März 2020

Die Sterne | 6.3. | Köln

Foto: Brigitta Jahn

Das Gesicht der Hamburger Schule ist Dirk von Lowtzow, aber Frank Spilker und Die Sterne stehen definitiv ganz weit vorne im Schulfotoalbum. Nach langjähriger Bandgeschichte erfolgte 2018 ein tiefer Einschnitt: die langjährigen Mitglieder Thomas Wenzel und Christoph Leich verließen die Band und Frank Spilker ist seitdem Die Sterne in Personalunion. Das Album „Die Sterne“, das im Februar erscheinen soll, gestaltet sich dementsprechend als eine Kollabo Spilkers mit verschiedenen Gastmusikern – unter anderem Carsten „Erobique“ Meyer und die Düsseldorf Düsterboys. Wie das live klingt, könnt ihr euch im März in Köln anhören.
Die Sterne: 6.3., Gebäude 9, Köln

Princess Nokia | 14.3. | Köln

Foto: Melt Booking

Es wird noch lange dauern, bis es auch der Letzte verstanden hat, aber Hip-Hop ist schon lange keine Männerdomäne mehr. Eine der unzähligen Beweise dafür ist Princess Nokia, jetzt schon Ikone der New Yorker Hip-Hop-Welt und Vorreiterin des Queer-Rap. Die Musikerin steht für eine neue Generation des Einforderns, der Gleichberechtigung und des Empowerments. Und macht außerdem auch einfach gute Musik. Was soll man sagen?
Princess Nokia: 14.3., Live Music Hall, Köln

Konzerte in Köln im April 2020

Alli Neumann | 1.4. | Köln

Foto: Clara Nebeling

Alli Neumanns Stimme ist so ein Fall für sich: charakteristisch, bei Bedarf wahnsinnig rauchig, immer voll und durchdringend und ziemlich einzigartig. Getragen wird der Gesang der zwanzigundirgendwas-jährigen auf einem Indie-Pop-Rock-Unterbau, der ohne Mühe Elemente der NDW und des aktuellen Sounds à la Bilderbuch verbindet. Macht Laune.
Alli Neumann: 1.4., Gebäude 9, Köln

Odd Couple | 3.4. | Köln

Foto: Julian Weigand

Es gab eine Zeit, da hatte Deutschland seine ganz eigenen Sound, nämlich den treffend bezeichneten Krautrock. Die geistigen Nachfahren dieses 60er-Jahre-Phänomens treiben noch heute ihr Unwesen, etwa in Form der Berliner Exil-Friesen Odd Couple. Das Duo (der Name verrät es) mischt die musikalischen Wurzeln munter mit Stoner Rock, Psychedelic und Garage, dass es eine Freude ist. Live funktioniert das sowieso ganz hervorragend, wovon ihr euch am 3. April in Köln überzeugen könnt.
Odd Couple: 3.4., Gebäude 9, Köln

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