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Unsere Kinohighlights im Winter: Popcorn-Time!

Aquaman | Foto: Warner Bros. Pictures/ ™ & © DC Comics

Winter = gemütlich = kuscheln = KINO! Bei welchen Filmen ihr am besten das Popcorn und die große Cola teilen könnt, verraten wir euch in unseren Kinohighlights für Dezember und Januar.

Inhaltsverzeichnis [verbergen]

Mortal Engines: Krieg der Städte | Start: 13.12.

Foto: Universal Pictures

Auf Rädern umherbretternde Metropolen, die sich andere Städte für Ressourcen einverleiben markieren das dystopische Set-up für die Romanreihe von Philip Reeve, die nun in „Mortal Engines“ auf die Leinwand kommt. Darin geht es (natürlich) um eine junge Rebellin, die den Anführer des rollenden Londons aus Rache ermorden will. Beeindrucken kann der Film schon aus der Ferne mit bombastischen CGI-Gebilden, während die Geschichte abseits des grundlegenden Konzepts alles andere als bahnbrechend durch die Lande kullert.

R: C. Rivers; D: Hera Hilmar, Hugo Weaving

Spider-Man: A New Universe | Start: 13.12.

Foto: © 2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Bei all den Spider-Männern, die sich so im Kino herumtreiben, kann man schon mal durcheinander kommen. Den Umstand multipler Versionen des Superhelden treibt nun dieser neue Spider-Animationsstreifen auf die Spitze: Im Mittelpunkt steht der aus den Comics bekannte alternative Spider-Man Miles Morales, in dessen Realität plötzlich etliche Spinnenmenschen aus verschiedensten Parallelwelten auftauchen, inklusive dem originalen Peter Parker. Nicht nur das lange von Filmmachern gemiedene Territorium des Multiversums verspricht frischen Wind, auch der absolut einzigartige Animationsstil überzeugt. Knallbunt und verspielt erzeugt man hier den Look eines lebendig gewordenen Comicheftes und lehnt sich dabei humortechnisch tief in die Gefilde der Selbstreferentialität. Spidertastisch!

R: Bob Persichetti; Peter Ramsey, Rodney Rothman

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Aquaman | Start: 20.12.

Foto: Warner Bros. Pictures/ ™ & © DC Comics

Aquaman, der König der Meere, hat’s in der Popkultur nicht leicht: Oft geschmäht und verspottet, litt das Image des atlantischen Heroen jüngst stark. Drum engagierte man für die neuste Verkörperung mit Muskelprotz Jason Momoa den Inbegriff absoluter Maskulinität und etablierte ihn im letztjährigen „Justice League“ als Muster-Macho der Meere. Der Solostreifen poltert nun mit brachialer Bildgewalt in die Kinos und verspricht einen Ozean-Epos gigantomanischer Ausmaße. Da wollen Unterwasserkriege ausgefochten, Adelstitel verteidigt und Geschwisterzwiste ausgefochten werden. Die Zügel hält Regisseur James Wan in den Händen, der sich bisher im Horrorgenre einen ausgezeichneten Namen verdient hat und genau die richtigen Portionen Mut, Zielstrebigkeit und Vision mitbringt, um aus der Witzfigur Aquaman den Superhelden des Jahres zu machen.

R: J. Wan; D: Jason Momoa, Amber Heard, Patrick Wilson, Nicole Kidman

Mary Poppins’ Rückkehr | Start: 20.12.

Foto: © 2017 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved. Jay Maidment

Nostalgie lässt sich wunderbar ausschlachten – das hat auch Megakonzern Disney längst erkannt und zur Marktstrategie gemacht. Drum kommt nach der „Winnie Puuh“-Fortsetzung mit erwachsenem Christopher Robin nun nach gleichem Konzept die Rückkehr der Supernanny Mary Poppins ins Kino. Die besucht die erwachsenen Versionen ihrer einstigen Schützlige Jane und Michael, nach dem dessen Frau verstirbt, um mit Schirm, Charme und skurrilen Wegbegleitern wieder Spaß, Wunder, Farbe und Musik ins Leben der Familie zu bringen. Nun denn…

R: Rob Marshall; D: Emily Blunt, Ben Whishaw

Bumblebee | Start: 20.12.

Foto: Paramount Pictures

Zuletzt lief’s nicht mehr ganz so gut für das Filmfranchise der Transformers, drum heißt es jetzt: Strategiewechsel. Statt herumwirbelnder Schrotthaufen und Macho-Fantasien setzt man in diesem Prequel auf den knuffigen Bumblebee, die 80er, eine weibliche Hauptfigur und statt Testosteron-Action-Regisseur Michael Bay auf den Stop-Motion erprobten Travis Knight, der zuvor an „Kubo“ oder „Coraline“ mitwirkte. Man will offenbar mehr Seele für die denkenden Blechbüchsen und statt bloßem Spektakel für die Augen, auch was fürs Herz bieten.

R: Travis Knight; D: Hailee Steinfeld, John Cena

Birds of Passage | Start: 20.12.

Foto: Ciudad Lunar Blond Indian-Mateo Contreras Foto: © W-film / Philip Gröning Filmproduktion

1968: Rapayet vom Stamm der in Kolumbien lebenden Ureinwohner der Wayuu will Geld für eine Mitgift auftreiben, als er mehr zufällig auf die Idee stößt, Amerikanern Marihuana zu verkaufen. Folgend erzählt „Birds of Passage“ vom Aufstieg seiner Familie durch das Drogengeld über ihre Korrumpierung durch Reichtum und Macht bis zum Zerfall all ihrer falschen Luftschlösser. Es ist eine scharfsinnig erzählte Geschichte, die nie Gnade für ihre Charaktere erbittet oder ihre Handlungen rechtfertigen will. Vielmehr ist es eine Erzählung aus dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, über Machtverschiebungen innerhalb einer familiären Struktur, über die Verrohung und den Verlust aller Werte. Schmerzlich verrät der Film, welche tragischen Schicksale an das Gras gebunden sind, dass am Ende der Kette auf westlichen Tischen landet.

R: Cristina Gallego, Ciro Guerra; D: José Acosta, Carmina Marquez

Der Junge muss an die frische Luft | Start: 25.12.

Foto: Julia Terjung © Warner Bros Ent.

Hape Kerkeling bedarf keiner Vorstellung. Man kennt seine Bühnenfiguren, seinen verschrobenen Humor, sogar seine Zeit auf dem Jakobsweg – was seine Kindheit im schönen Recklinghausen geprägt hat, ist der breiten Öffentlichkeit aber wohl nicht so geläufig. Sie hätte es zwar schon im gleichnamigen Buch lesen können, der Film „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt es nun aber in 100 Minuten auf der großen Leinwand. Anfang der 70er lebt es sich auch ausgelassen im Ruhrgebiet, das demonstriert zumindest die Familie des jungen Hans-Peter dem gutherzigen Jungen. Zwischen Krämerladen, Kohlekraftwerken und Klinkersteinhäusern wächst es sich ganz unbeschwert auf, bis Hans-Peters Mutter erkrankt und in Depressionen verfällt. Den schweren Seiten des Lebens begegnet er aber schon früh mit einzigartigem Humor.

Genau diesen Humor konnte Regisseurin Caroline Link in ihrer Verfilmung der Hape-Biografie auf wundersame Weise einfangen. Es ist eine herzliche Form von Witzigkeit, die einen nicht durch billige Pointen zum Lachen bringt, sondern weil sie in Charakteren und Situationen verankert ist. Viel Aufmerksamkeit schenkt der Film aber auch den traurigen Momenten in Hans-Peters Kindheit. Es ist dabei sicher Links feinfühliger Handschrift als Regisseurin zu verdanken, dass der Balanceakt zwischen Sentimentalität und Humor gelingt. Schnell hätte „Der Junge muss an die frische Luft“ die Grenze zum Heimatfilmkitsch und Nostalgieporno überschreiten können, letztlich bleibt der Film aber stets eine aufrechte, einfühlsam erzählte Geschichte. In der überdies durch Links Auge für Landschaft, Licht und Raum die Orte greifbar werden, auch wenn über allem ein hauchdünner Schleier der Romantisierung liegt.

Foto: Julia Terjung © Warner Bros Ent.

So viel zum Verdienst der 2003 mit einem Oscar für „Nirgendwo in Afrika“ prämierten Filmemacherin. Mehr als bemerkenswert ist in diesem Streifen auch der junge Hauptdarsteller Julius Weckauf, der völlig selbstverständlich und freien Herzens in die großen Kerkeling-Schuhe tritt und die absichtliche wie die unabsichtliche Komik seiner Rolle meistert. Der Film stellt sich auf Weckaufs Schultern – und er trägt ihn von der ersten bis zur letzten Minute und bis hinter den Abspann. Schon eine erstaunliche Leistung – für die man auch Caroline Link gratulieren kann, die hier von allen Schauspielern wunderbar ehrliche Darstellungen eingefangen hat.

Und zuletzt noch dies: Als geborener Recklinghäuser habe ich schon so manchen Ruhrpott-Streifen für seine überzogene oder zusammenfantasierte Darstellung dieser Region abgestraft. Und habe hier ehrlich gesagt ähnliches erwartet. Tatsächlich aber fühlt sich „Der Junge muss an die frische Luft“ wie ein essenzieller Ruhrpott-Film an – nicht, weil man mal ein Kraftwerk im Hintergrund sieht oder die Straßen nach Zechensiedlung aussehen (was natürlich auch so ist), sondern weil die Menschen im Film die Mentalität dieser Region und zu dieser Zeit ungesteltzt ausstrahlen. „Der Junge muss an die frische Luft“ ist aber vor allem gelungen, weil es ein zutiefst menschlicher Film ist. Über Familienbande, über Mütter und Großeltern, darüber, was Kinder bewegt und wie Kinder Erwachsene bewegen. Es ist eine Verneigung vor den Menschen, die uns berühren und prägen und zu dem machen, was wir sind und einmal werden.

R: Caroline Link; D: Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring, Ursula Werner, Joachim Krol

Die Frau des Nobelpreisträgers | Start: 3.1.

Foto: SquareOne Entertainment / Graeme Hunter

„The Wife“ im Originaltitel, „Die Frau des Nobelpreisträgers“ im Deutschen, erzählt die Geschichte eines Autors, genannt Joe Castleman, der mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wird. Auf dem Flug zur Preisverleihung in Stockholm reist er mit Frau, Sohn und eifrigem Reporter, der seine Biografie niederbringen will – und hier tatsächlich pikante Details aus der Lebensgeschichte des Ehepaars Castleman serviert bekommt. Schon allein der Titel „Die Frau des Nobelpreisträgers“ darf als Provokation verstanden werden – schließlich wird Besagte hier nur als Eheweib statt als vollständige Person genannt. Die Themen Gleichberechtigung und Geschlechterverhältnisse geben dem Film seinen Anschwung, über die Ziellinie kickt ihn die legendäre Glenn Close. Für die soll es hierfür, laut einstimmiger Meinung der Fachpresse, goldene Statuen regnen.

R: Björn Runge; D: Glenn Close, Jonathan Pryce, Max Irons, Christian Slater

Robin Hood | Start: 10.1.

Foto: Studiocanal GmbH / Larry Horricks

Abermals wird der arme Robin Hood von einem franchise-hungrigen Studio an der Sehne seines Bogens aus dem Sherwood Forest gezerrt, um sich durch die nächste Möchtergern-originelle, leidvoll modernisierte, aber leider nur blamabel inkompetente Neuauflage zu quälen. Vom austauschbaren Look über blasse Charaktere bis zu logikfremden Actionszenen zieht dieser Streifen alles aus dem Köcher, was es für einen Flop benötigt. Und das ist dann schon wieder faszinierend, wenn man sich fragt: Wie zum Teufel ist dieser Unfall zustande gekommen?

R: Otto Bathurst; D: Taron Egerton, Jamie Foxx

Ben is back | Start: 10.1.

Foto: Mark Schafer

Drogen-Kids-Drama, die Zweite – diesmal muss Mutter ran. Denn in „Ben is back“ steht der titelgebende Sohn Ben zum Weihnachtsfest unvermittelt vorm trauten Familienheim und erbittet Einlass. Weil er eigentlich in einer Wohngruppe für Suchtkranke sein sollte, erntet er erstmal Zweifel und Misstrauen von der Familie. Fortan fokussiert der Film einen einzigen Tag, die 24 Stunden, die Mutter Holly kein Auge von ihrem Sohn lassen will, und erschafft eine spannungsgeladene und wendungsreiche Story, die keine Abgründe scheut. Und besonders gut als Vehikel für herausragende Schauspielleistungen von Julia Roberts und Lucas Hedges dient. Der wurde hier nicht gecastet, weil sein Vater Peter Hedges für Regie und Drehbuch verantwortlich ist, sondern weil er einer der fähigsten Jungdarsteller im Geschäft ist. Wie man in „Ben is back“ beobachten kann.

R: Peter Hedges; D: Julia Roberts, Lucas Hedges, Courtney B. Vance

Glass | Start: 17.1.

Foto: Jessica Kourkounis © Universal Pictures

Filmemacher M. Night Shyamalan krönte sich einst mit „The Sixth Sense“ zum Meister der schockierenden Wendungen. Nur kam er danach erst nicht mehr an den Erfolg heran und später nicht mal mehr ansatzweise an die Qualität. Bis 2017 „Split“ in die Kinos kam und mit zwei besonderen Wendungen begeisterte: Erstens war es ein brillanter Horrorstreifen, zweitens offenbarte die letzte Einstellung, dass er im gleichen Universum wie Shymalans „Unbreakable“ aus 2000 spielt. „Glass“ ist nun die Kulmination beider Geschichten, in der der unverwundbare (also quasi unbreakable) David Dunn auf die Bestie in Menschengestalt aus „Split“ trifft – während im Hintergrund der Bösewicht Elijah Price alias Mr. Glass die Fäden zieht. „Glass“ ist schon jetzt eines der spannensten und unvorhersehbarsten Kinoprojekte des Jahres. Ob es gelingt? Erfährt man erst am Ende…

R: M. Night Shyamalan; D: Bruce Willis, Samuel L. Jackson, James McAvoy

Raus | Start: 17.1.

Foto: Anke Neugebauer / ostlicht filmproduktion

„Raus“ aus der fiesen Gesellschaft will der junge Glocke, der nach einer eskalierten Protestaktion von der Polizei gesucht wird. Gelegen kommt da ein geheimnisvoller Internetaufruf zum Ausbruch und Neuanfang in der Schwarzwald-Wildnis. Zusammen mit vier anderen Jungspunden geht’s also raus in die Natur und rein in den Versuch, das richtige Leben im falschen zu finden. Regisseur und Drehbuchschreiber Philipp Hirsch inszeniert hier ein visuell opulentes Festmahl, dass dank tonnenweise Kreativität und Probierfreude eine frische und treibende Lust am Filmemachen erkennen lässt. Inhaltlich reißt der Film anfangs zwar massig Fässer auf und beweist ein Gespür für die Qualen der jungen Generation im Aufstand, verflacht aber letztlich zu einem allzu gut bekannten Ausreißer-Drama. „Raus“ hat zwar wenig zu sagen, dafür aber viel zu zeigen. Lohnt sich!

R: Philipp Hirsch, D: Matti Schmidt-Schaller, Milena Tscharntke

The Favourite – Intrigen und Irrsinn | Start: 24.1.

Foto: 2018 Twentieth Century Fox

Regisseur Yórgos Lánthimos („The Lobster“, „Dogtooth“) wagt mit „The Favourite“ etwas Neues: Statt die Absurdität unseres Daseins durch Entrückung und stilisierte Kälte zu unterstreichen, lehnt sich das Kostümdrama voll ins laute Gefühlchaos. Das entsteht hier in der Dreiecksbeziehung dreier Frauen im 18. Jahrhundert: Queen Anne, ihrer engen Vertrauten Lady Marlborough und deren vom Adelsglück gefallene Cousine Abigail, die sich ihren Weg zurück nach oben intrigiert. Lánthimos beweist dabei ein geniales Händchen für Charakterkonstellationen und perfide Machtspielchen, die er von drei phänomenalen Darstellerinnen austragen lässt. Dazu gesellt sich ein genüsslich düsterer Humor, der nicht wie von Lánthimos gewohnt trocken zwischen den Zeilen klebt, sondern launisch aus allen Ecken sprüht. Ein verzückend durchtriebenes Stück Kino.

R: Yórgos Lánthimos; D: Emma Stone, Rachel Weisz, Olivia Colman

Creed 2 | Start: 24.1.

Foto: Barry Wetcher © Metro-Goldwyn-Mayer Pict Inc & Warner Bros. Ent.

Der achte Film des berühmten Boxfilm-Franchises „Rocky“ fokussiert zum zweiten Mal den jungen Boxer Adonis Creed, dessen Vater in Teil vier der Serie vom sovietischen Boxer Ivan Drago im Ring getötet wurde. Nun kämpft Creed Jr. gegen Drago Jr. und zwischen inspirierenden Motivationsreden und anspornenden Trainingsmontagen entfaltet sich ein Film, der der Formel des Franchises mit treuem Herzen folgt. Ausreichend neue Ideen, herausragende Darsteller und viel Herz lassen „Creed 2“ dennoch alles andere als alt aussehen.

R: Steven Caple Jr.; D: Michael B. Jordan

Ralph reicht’s 2: Chaos im Netz | Start: 24.1.

Foto: 2018 Disney. All Rights Reserved.

In ihrem zweiten Abenteuer geht’s für die Arcade-Game-Charaktere Ralph und Vanellope raus aus der Spielhalle und rein ins Internet, wo sie nach einem Ersatzteil für ein kaputtes Spiel jagen und dabei allen Netzfallen des WWW begegnen. Aus diesem Stoff kann man belanglosen Schrott wie den Emoji-Film machen, oder einen witzigen, cleveren, charmanten und bedeutenden Film über Freundschaft, Selbstentdeckung und Online-Kultur. Nicht nur Letzteres ist Disney mit „Ralph reicht‘s 2“ gelungen, auch eine Parade an Gastauftritten beliebter Charaktere konnte die Firma unterbringen. Hit-Material!

R: Rich Moore, Phil Johnston; D: Ralph Ruthe

Beautiful Boy | Start: 24.1.

Foto: Francois Duhamel, Courtesy of Amazon Studios

Basierend auf den Memoiren des Journalisten David Sheff und denen seines Sohnes Nic erzählt „Beautiful Boy“ von Nics Drogensucht und dem Kampf seiner Familie mit eben jener. Es ist ein schmerzhaft anzusehender Film, der den leidvollen Kreislauf von Besserung und Rückfall immer und immer wieder durchspielt. Weh tut das besonders, weil es dem Film schnell gelingt, Intimität zu den Charakteren aufzubauen und die innige wie komplexe Vater-Sohn-Beziehung greifbar zu machen. Ist „Beautiful Boy“ dabei aufgrund des ständigen Kreisedrehens im erzählerischen Sinne frustrierend, spiegelt dies doch adäquat die Gefühle wieder, die Nics Familie über die Jahre seiner Sucht ertragen mussten. Getragen wird der Film von zwei herausragenden Schauspielern, die in jeder Szene absolut überwältigende weil nuancierte und glaubhafte Leistungen abliefern.

R: Felix van Groeningen; D: Steve Carell, Timothée Chalamet, Maura Tierny

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