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Unsere Kinohighlights im November: Popcorn-Time!

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen | Foto: 2018, Warner Bros. Entertainment Inc. / Jaap Buitendijk

Herbst = gemütlich = kuscheln = KINO! Bei welchen Filmen ihr am besten das Popcorn und die große Cola teilen könnt, verraten wir euch in unseren Kinohighlights für November.

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Halloween | Start: 25.10.

Foto: Universal Pictures

Laurie ist zurück! Michael leider auch… Dieser neue Eintrag in eines der einflussreichsten und langlebigsten Horror-Franchises ignoriert alle leidigen Fortsetzungen und Remakes des Originals und posiert als alternativer zweiter Teil der Geschichte rund um den Serienmörder mit der weißen Maske Michael Myers. Der bricht in dieser Version nach 40 Jahren aus der Klapse aus, um erneut die Kleinstadt Haddonfield zu terrorisieren – nur das diesmal sein Lieblingsopfer Laurie schon auf ihn wartet. Die ist nämlich besessen davon, Myers selbst zur Strecke zu bringen. „Halloween“ funktioniert als zeitgemäßer Slasher, der die Konventionen des Genres mal bedient, mal streckt, mal frisch interpretiert. Jamie Lee Curtis gibt dabei in der Rolle des inzwischen zur kämpferischen Großmutter gewordenen Ex-Final-Girls volle Power. Raus kommt ein beseelteres Sequel als so manch anderer Neuaufguss alter Kamellen.

R: David Gordon Green, D: Jamie Lee Curtis, Nick Castle, Judy Greer

Bohemian Rhapsody | Start:31.10.

Foto: 2018, 20th Century Fox

Will man die richtigen Worte finden, um den Einfluss von Queen-Sänger Freddie Mercury auf Popgeschehen und Kultur eines ganzen Jahrhunderts zu beschreiben, kann man nicht hoch genug greifen. Der Mann und seine Musik sind Legenden, die bis heute Bestand haben. Das Biopic „Bohemian Rhapsody“ schickt sich nun an, den Mythos des Mercury zu erforschen. Erzählt wird die Geschichte des aus Tansania stammenden Farrokh Bulsara, seiner Verwandlung in den Charakter Freddie Mercury, vom steilen Aufstieg in den 70ern, seinen Exzessen, der Zerrissenheit, der Homosexualität, der AIDS-Erkrankung, dem Zerfall der Band bis zum legendären Live-Aid-Auftritt. Für die Darstellung des Mercury hat man mit Rami Malek („Mr. Robot“) nicht nur ein fast unheimlich gutes Körperdouble, sondern auch einen facettenreichen und enigmatischen Schauspieler gefunden.

R: Bryan Singer, Dexter Fletcher, D: Rami Malek, Ben Hardy, Gwilym Lee

Hier gibt es 5×2 Tickets + Filmplakate zu gewinnen.

Nur ein kleiner Gefallen | Start: 8.11.

Foto: Lionsgate / Peter Iovino

Als die alleinerziehende Mutter und Bloggerin Stephanie die unweit coolere Emily kennenlernt, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden. Bis Emily sie um den kleinen Gefallen bittet, ihren Sohn von der Schule abzuholen – und dann plötzlich spurlos verschwindet. Regisseur Paul Feig versucht sich nach etlichen erfolgreichen Comedy-Projekten hier an einem Mystery-Thriller, der durch guten Aufbau, interessante Charaktere und tonnenweise Wendungen besticht. Mit Witz, Charme und zwei brillanten Hauptdarstellerinnen ist der Film auch noch gesegnet und macht sich zudem die Mühe, Themen wie Mutter- und Freundschaft zu beleuchten. Dafür holpern die Geschichte und ihre Mysterien gen Ende ins Land des Generischen. Letztendlich vielleicht nicht ganz so raffiniert wie „Gone Girl“, aber eine eigene Art von Monster.

R: Paul Feig; D: Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding

#Female Pleasure | Start: 8.11.

Foto: X Verleih AG

Die Doku „#Female Pleasure“ bietet einen krosskulturellen und alle Weltreligionen umfassenden Blick auf das globale Problem weiblicher Unterdrückung. Von einer orthodox jüdischen Gemeinde in New York über Indien und Japan hin zu einer Somalierin, die in London wohnt und einer Deutschen, die im römischen Ordenshaus lebte. Fünf Frauen erzählen mit beeindruckendem Mut ihre sehr persönlichen und bewegenden Geschichten, die alle Beispiele dafür sind, welche verschiedenen Mechanismen in verschiedenen Kulturen greifen, um Frauen zu unterdrücken, zu objektifizieren und zu beherrschen. Um ihre Sexualität, ihre Lust, ihre Körper und ihre Liebe zu kontrollieren. „#Female Pleasure“ ist eine grausige Bestandsaufnahme einer patriarchalen Gesellschaft, aber auch eine Inspiration zur Gegenwehr. Ein analytisch starker Film mit deutlicher Botschaft.

R: Barbara Miller

In My Room | Start: 8.11.

Foto: Pandora Film

Armins Leben rangiert schon eher am unteren, tristen Rand der Mittelmäßigkeit – bis passiert, wovon wir alle wohl schon geträumt haben: Er wacht auf und all die nervigen Mitmenschen und leidigen Verwandten sind spurlos verschwunden. „In My Room“ nimmt dieses in der Fiktion durchaus bekannte Szenario und spinnt daraus eine gefühlsstarke Meditation über Einsamkeit, bei der nie ganz eindeutig wird, ob sie Erlösung oder Verdammnis ist. Es ist ein Film, der sich Zeit nimmt, Mut zur Stille hat und viel Spielfläche für Interpretationen bietet, ohne einem diese aufdrängen zu wollen. Und wenn er ab der zweiten Hälfte seinen deutschen Indiefilm-Look gegen etwas weitaus cineastischeres eintauscht, ist er auch eine echte Augenweide. Ein aufwändig und hingebungsvoll gemachter Film, der es verdient, gesehen zu werden.

R: Ulrich Köhler, D: Hans Löwe, Elena Radonicich, Michael Wittenborn

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen | Start: 15.11.

Foto: Warner Bros. Entertainment Inc. / Jaap Buitendijk

Als 2016 das Harry-Potter-Prequel rund um Phantastische Tierwesen rauskam, klang das wie eine charmante Idee. Weil das Studio Warner Bros. aber mindestens drölfzig Fortsetzungen wollte, hat man in die Story um Tierwesen-Pfleger Newt Scamander noch den legendär bösen Grindelwald eingestrickt, der jetzt den Oberbösewicht gibt. Nun muss dieser Film die bekannten Hauptfiguren zurückbringen, Dumbledores und Grindelwalds (laut Autorin J.K. Rowling ziemlich intime) Beziehung illustrieren, neue Charaktere etablieren, mehr Tierwesen aus dem Hut ziehen, die Zauberwelt von Paris vorstellen und so viele Häkchen in Boxen setzen, dass es schwer vorstellbar ist, dass dieser Zaubertrick gelingt. Denn schon Teil 1 litt an disparaten Elementen, die schlichtweg keine sinnvolle Mischung ergeben wollten. Ob noch mehr Zutaten da helfen? Schlechte Omen.

R: David Yates, D: Eddie Redmayne, Jude Law, Katherine Waterston

Assassination Nation | Start: 15.11.

Foto: Universum Film

Schönes, stylisches Highschool-Leben heißt es für Lily und ihre Freundinnen Bex, Em und Sarah, bis ein Hacker die Handy-Geheimnisse ihrer Kleinstadt Salem leakt und ein völlig ausgearteter Mob meint, die Mädels wären Schuld – und sie lynchen will. „Assassination Nation“ klingt nach Teenie-Exploitation, ist aber viel mehr als bloße Billo-Gewaltorgien. Regisseur und Schreiber Sam Levinson liefert eine messerscharfe Sozialkritik mit massig Stil, filmischer Raffinesse und einigen starken Charakteren. „Assassination Nation“ mag laut, schrill, überdosiert und hyperamerikanisch sein, im Kern trägt dieser Streifen aber echte Gefühle und einen unausweichlichen Aufruf zum weiblichen Empowerment. Es ist ein Film, der die Welt anschreit – ob sie zuhören wird?

R: Sam Levinson; D: Odessa Young, Hari Nef, Suki Waterhouse, Abra, Bill Skarsgard, Bella Thorne, Maude Apatow, Joel McHale

Suspiria | Start: 15.11.

Foto: Alessio Bolzoni / Amazon Studios

2017 bescherte Regisseur Luca Guadagnino uns mit „Call Me By Your Name“ die schönste Sommerromanze des Jahres, nun liefert er mit dem Remake des 70er-Horrorklassikers „Suspiria“ das düstere, kalte, regnerische, schaurige und verwitterte Gegenstück. Darin ertanzt sich die junge Amerikanerin Susie im Jahr 1977 einen Platz in der renommierten Berliner Tanzschule Markos, hinter der ein Zirkel von Hexen steckt. Doch einen puren Grusel-Schocker sollte man nicht erwarten – dies ist eine andere Art von Biest! Guadagninos „Suspiria“ ist eine komplizierte, verstrickte, vielschichtige und lange undurchsichtige Erzählung über Macht, die sich tief in den historischen Kontext rund um RAF und DDR gräbt. Obwohl dieser intellektualisierte Ansatz die Horrorelemente der Geschichte in den Hintergrund drängt und letztlich nicht unbedingt voll aufgeht, ist das Schauen dieses Filmes dank mit Finesse eingefangener Bilder und trance-induzierender Tanzszenen ein viszerales Erlebnis.

R: Luca Guadagnino; D: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth, Angela Winkler, Jessica Harper

Verschwörung | Start: 22.11.

Foto: 2018, Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Es ist die so toughe wie gebeutelte Hackerin Lisbeth Salander aus der Millenium Trilogie von Autor Stieg Larsson, die in „Verschwörung“ im Mittelpunkt steht – dem vierten Buch der Romanreihe, nach Larssons Ableben geschrieben von David Lagercrantz. Die inzwischen dritte Leinwand-Inkarnation der Salander spielt die fulminante Claire Foy, die sich nach Verkörperungen von Queen Elizabeth und Neil Armstrongs Frau hier richtig actiongelanden austobt. Die zentrale „Verschwörung“ des Filmes hat irgendwas mit NSA, AI und Ex-Hauptfigur Mikael Blomkvist zu tun, so wirklich wichtig ist das aber nicht. Der Fokus liegt eindeutig auf Lisbeth, die zur fast übermenschlichen Gerechtigkeitsvollstreckerin stilisiert wird. Dafür zuständig: Regisseur Fede Alvarez, der im 2013er „Evil Dead“-Remake und in „Don‘t Breathe“ ein Händchen für nervenzerreibende Spannung bewies.

R: Fede Alvarez, D: Claire Foy, Sverrir Gudnason, Sylvia Hoeks

So viel Zeit | Start: 22.11.

Foto: Universum Film

In „So viel Zeit“, der Adaption des gleichnamigen Frank Goosen Romans, will der mit Hirntumor diagnostizierte Rainer seine alte Band „Bochums Steine“ für einen letzten Gig zusammentrommeln. Gar nicht so einfach, war es doch Rainer, der vor 30 Jahren beim Konzert in der Zeche Bochum die Zukunft der Band vernichtete. Der Film ist gefälliges Wohlfühlkino für alte Herren und dabei so vorhersehbar, dass es schlicht langweilt. Nicht selten gestaltet sich das Geschehen genauso peinlich und traurig, wie Auftritte von One-Hit-Wonder-Bands von vor 30 Jahren auf Dorffestbühnen. Klar, es ist auch was Schönes dran, Bochum in cineastischer Inszenierung zu sehen – hier aber malt eine erbarmungslos zusammengeflickte Collage aus Kraftwerken, Bergbausiedlungen und Industrielandschaften aus der gesamten Region ein klischeeverhaftetes Fantasiebild Bochums.

R: Philipp Kadelbach, D: Jan Josef Liefers, Armin Rhode, Richy Müller

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