Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Doch nicht: Kein schwedischer Möbelriese für Bottrop

Foto: Pixabay
Anzeige

Die Stadt Bottrop bedauert die plötzliche Entscheidung: Der Möbelgigant IKEA richtet seine Standortpolitik neu aus und hat sich kurzfristig dagegen entschieden, sich am Gewerbegrundstück am Kraneburger Feld niederzulassen. Betroffen seien neben Bottrop auch andere potenzielle Standorte in Deutschland.

Die Gründe für den Rückzieher sind vielschichtig:  Die Umsätze des Online-Handels drängen das blau-gelbe Möbelhaus dazu, sich strategisch umzuorientieren. So sei es unabdingbar, zentraler in die Innenstädte vorzurücken: „Wir erleben in Deutschland den Trend zur Urbanisierung und der Konzentration auf Ballungszentren. Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Fahrzeug. Deshalb wollen wir neue Formate entwickeln, um insbesondere auch ein autofreies Einkaufen möglich zu machen“, so Johannes Ferber, Expansionschef bei Immobilien & Expansion IKEA Deutschland. Man wolle sich bei künftigen Neuansiedlungen insbesondere auf individuelle Konzepte in zentralen Lagen innerhalb der Metropolregionen und Innenstädte konzentrieren. „Vor dem Hintergrund des deutlich zunehmenden Anteils des Online-Handels wollen wir außerdem noch stärker in die dafür benötigte Infrastruktur investieren, etwa durch den Ausbau von Verteilzentren zur direkten Kundenbelieferung,“ so Ferber weiter.

Nicht nur die deutlich steigenden Online-Umsätze bei IKEA seien ausschlaggebend für die Entscheidung. Neben der dezentralen Lage abseits des Stadtzentrums soll auch der geplante Autobahnbau ein wesentlicher Grund für die Absage sein. Bottrops Oberbürgermeister Tischler zeigt sich enttäuscht von der Entscheidung des Konzerns. Er sieht nach wie vor optimale Möglichkeiten für die gewerbliche Nutzung am Standort Kraneburger Feld. Die Lage sei hervorragend, wesentliche Fragen zur Flächenentwicklung seien aufgrund der bisher gemeinsam mit IKEA vorangetriebenen Planungen bereits geklärt, so Tischler. Bis zuletzt habe es eine außerordentlich kooperative Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus gegeben. Tischler kündigt nun an, dass Vertreter von IKEA im Planungsausschuss am 12. April die Hintergründe für die jetzt erfolgte Absage erläutern werden.

Beste Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region