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Die Harlem Globetrotters kommen nach Düsseldorf

Foto: Brett Meister

Sie springen, sie dunken, sie fliegen: Die Harlem Globetrotters sind mehr als ein normales Team. Sie sind die vielleicht beliebteste Basketball-Mannschaft der Welt. Am 16. März kommen die Weltenbummler in den ISS-Dome in Düsseldorf und zeigen ihre Show. Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren, wie die Globetrotter Bull Bullard und Flip White Piet Keusen bei einem Interview in Düsseldorf erzählt haben.

Wie wird man ein Harlem Globetrotter?
Bullard
: Jeder hat eine andere Geschichte. Ich habe 2008 bei einem Dunking-Wettbewerb den zweiten Platz geholt und dann haben die Harlem Globetrotters angerufen. Ich liebe, was ich tue, du bist Sportler und Vorbild und dazu noch ein ganz guter Basketballspieler in den Fußstapfen von Legenden wie Barry Hardy, Curly Neal oder „Sweet Lou“ Dunbar.
White: Ich bin auch seit acht Jahren dabei. Ich hatte ein Basketballvideo gemacht und bei Youtube hochgeladen. So sind die Harlem Globetrotters auf mich aufmerksam geworden.

Würden Sie sich als Profisportler bezeichnen?
Bullard
: Es gibt Wochen, da haben wir neun Spiele. Ja, ich würde sagen, wir sind Profisportler. Aber wir sind auch Entertainer. Dabei wollte ich als Kind gar kein Profi-Basketballer werden. Wir kommen alle aus unterschiedlichen Sportarten. Ich war früher Footballer. Andere Jungs kommen vom Eishockey und Wasserball.
White: Meine Großeltern haben mich zu einem Spiel mitgenommen, als ich elf Jahre alt war. Ich wusste damals nicht, wie man ein Harlem Globetrotter wird. Ich dachte, das wäre ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Dann habe ich das Video gemacht und lebe jetzt den Traum.

Man weiß nie, was einen bei einem Globetrotters-Spiel erwartet.

Ist es mehr Sport oder mehr Entertainment?
Bullard
: Wir wollen, dass die Zuschauer kommen, um uns spielen zu sehen. Wir wollen zeigen, was wir können. Aber wir haben eben auch viele lustige Elemente, wie den Konfetti-Eimer. Oder wir schnappen uns die Handtasche von einer Lady im Publikum und lassen ihren Ehemann tanzen, um sie zurückzubekommen. Wir fügen diese Elemente ins Spiel und machen eine große Party. Wir sind Botschafter der guten Laune. Aber es geht um Basketball und da sind wir Profis. Von unserer 4-Punkte-Linie muss man erst einmal treffen.

Was habt ihr in Düsseldorf vor?
White
: Wir versuchen, immer auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. In Deutschland zum Beispiel ist Fußball sehr groß. Vielleicht spielen wir drei Viertel Basketball und ein Viertel Fußball. Wir laden meistens auch lokale Sportler ein, die uns unterstützen. In den USA kommen dann zum Beispiel auch Football-Spieler zum Einsatz. Mit diesen Elementen peppen wir das Spiel dann auf, vieles ist aber spontan und hängt von den Zuschauern ab.
Bullard: Man weiß nie, was einen bei einem Globetrotters-Spiel erwartet.

Wie trainieren Sie?
White
: Wir haben fast täglich ein Spiel. Davor trainieren wir zwei bis drei Stunden. Wir wollen uns perfektionieren und auch versuchen, unsere Mitspieler besser zu machen. Wir gehen vor der USA-Tour zwei Wochen ins Trainingslager und legen dann den Grundstein für die Saison. Dort setzen wir die Showelemente zusammen und machen uns fit.

Als Harlem Globetrotter sind Sie auch ein Vorbild. Wie verstehen Sie die Rolle?
Bullard
: Immer wenn wir zum Beispiel Kinder sehen, haben wir einen Einfluss auf Sie. Wir haben in den USA verschiedene Programme, eines gegen Mobbing, bei einem anderen gehen wir in Krankenhäuser und versuchen Kinder zum Lachen zu bringen. Wir alle lieben das.
White: Ich habe selbst drei Jungs, die ich liebe. Die schauen zu mir auf und es ist eine große Verantwortung, ein Vorbild zu sein. Ich versuche meinen Kindern zu zeigen, was der richtige Weg ist.

Wie oft sehen Sie Ihre Kinder?
White
: Es ist manchmal hart, wenn man so lange weg ist. Aber, wenn ich die lachenden Kinder in der Halle auf den Tribünen sehe, dann heitert mich das auf und das hilft mir. Meine Kids verstehen, was ich mache, meine Frau auch und sie respektieren das.
Bullard: Ich habe eine Tochter, die ist vier Jahre alt. Jedes Jahr Weihnachten haben wir ein Spiel, deshalb feiere ich mit meiner Tochter einen Tag früher, bevor wir wieder aufbrechen. Man könnte jetzt sagen, das ist traurig. Aber wir sehen das nicht als etwas Schlimmes an. Für uns ist es eher so: Irgendjemand hat sich die Harlem Globetrotters zu Weihnachten gewünscht und wir bringen das Geschenk. Ich bin ein eher selbstloser Mensch und hoffe, dass meine Tochter das versteht, wenn sie älter ist und es auch etwas auf sie abfärbt.

Harlem Globetrotters: 16.3., ISS-Dome, Düsseldorf

 

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