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Großstadtvogel: Peter Thoms

Foto: Christof Wolff
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Drei Fragen. Von Großstadtvogel zu Großstadtvogel. In unserer Porträt-Reihe stellt coolibri euch monatlich bekannte und unbekannte, umtriebige und zurückgezogene, große und kleine, laute und leise Leute vor. Kurzum: All diejenigen, die die Stadt zu einem schöneren Ort machen.

Peter Thoms, 77, Schlagzeuger, Düsseldorf

Wie läuft’s in der Stadt?
Eine Reihe glücklicher Umstände haben mich vor 52 Jahren bewegt, kopfüber in diese Stadt einzutauchen. Ich bin jetzt alt und reduziere meine Stadterkundungen auf gelegentliche Spaziergänge im Malkastenpark (Besinnlichkeit), Besuche der aktuellsten Graffitti-Galerie Kiefernstraße (Kulturgenuss) oder gönne mir ein Erlebnis der speziellen Art: Bestellung beim Köbes im Uerige: „Einen halben Liter Kölsch, aber schön langsam gezapft!“ (Abenteuer). Die Verschlimmbesserung des Stadtbildes durch Abriss und Neubebauung haben schon vorgängerische Großstadtvögel beklagt – zu Recht! Folgerichtig wäre, den Schlossturm abzureißen, um einem größeren Riesenrad Platz zu machen. Man könnte ihn ja auf dem Bahnhofsvorplatz wieder aufbauen – vielleicht als Altbierglas verkleidet?

Läuft bei dir?
Nach jahrelanger Helge-Schneider-Abstinenz bin ich seit 2013 wieder als Begleitmusiker mit ihm unterwegs. Manchmal komme ich mir dabei vor wie ein Zwangsnarr, der nicht mehr recht zur Belustigung taugt, aber gedrängt wird, diesen Job zu machen. Spaß macht mir das schon – aber anderen auch? Weitere verlockende Aufgaben bietet mir die Heimatkapelle „Happy Gangstas“. Uns gibt es jetzt schon seit zehn Jahren. Eine schlagkräftige Truppe aus drei kriminell-musikalischen Individuen.

Was fehlt zum Lauf deines Lebens?
Menschen, die mir sehr nahe waren und mein Leben entscheidend geprägt haben, leben nicht mehr. Auch wenn das ab einem gewissen Alter zum Lauf des Lebens gehört, ist es nicht leicht hinzunehmen. Auf den Alltag in der Stadt bezogen fehlt mir ein Ort (Kneipe, Club, Podium), an dem swingende Musik gespielt wird. LIVE! Mit Wehmut denke ich an die Zeiten des DOWNTOWN. Manches war eben früher doch besser. PS: Dem Gerücht, ich triebe mich häufig auf dem D’dorfer Hbf herum, um in einer rheinischen Stadt (Anfangsbuchstabe K) Großstadtluft zu schnuppern, möchte ich entschieden widersprechen.

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