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Großstadtvogel: Dr. Koch

Foto: Christof Wolff
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Drei Fragen. Von Großstadtvogel zu Großstadtvogel. In unserer Porträt-Reihe stellt coolibri euch monatlich bekannte und unbekannte, umtriebige und zurückgezogene, große und kleine, laute und leise Leute vor. Kurzum: All diejenigen, die die Stadt zu einem schöneren Ort machen.

Dr. Koch, 47, Künstler, Düsseldorf

Wie läuft‘s in der Stadt?
Da ich gerade das Rheinkraut Festival koordiniere und eine Menge Feedback bekomme, versuche ich das zusammenzufassen: Toll kann es nicht laufen, wie sollte sich sonst die Beauftragung der Kulturentwicklungsplanung (KEP) erklären lassen. Bezieht man die Frage nun auf Attraktivität und kulturelles Angebot, passt nur noch das Wort „katastrophal“! Wie kann es möglich sein, dass geförderte Einrichtungen eine Monopol-Stellung haben und rein nach Motiven der Arbeitsvermeidung agieren? Wo sind die Erfolge, die auch dem Budget der städtischen Förderung entsprechen? Udo Lindenberg wird „Düsseldorfer des Jahres“, während das Schaffen eines Henry Storch ignoriert wird?

Läuft bei dir?
Ich habe über Jahre versucht, Stadt und Kulturamt Konzepte vorzuschlagen, was jedoch nur auf Desinteresse stieß. Eigeninitiativ setze ich gerade das Rheinkraut Festival um. Die Veranstaltung ist ein undogmatisches, pluralistisches Förderkonzept als freie Aktionskunst – das, obwohl das Rheinkraut ohne Budget agiert, in Relation jetzt schon größere Erfolge vorweist, als die millionenschwere städtische Förderung! Womit sich die Frage aufdrängt, ob nicht gerade solche Konzepte von der Stadt umgesetzt werden müssten? So könnte doch ein Kraftwerk-Museum nicht nur ein Touristen-Magnet, sondern auch ein toller Auftrittsort für Düsseldorfer Bands sein – genau so etwas schafft doch Attraktivität und Lebensqualität!

Was fehlt zum Lauf deines Lebens?
Soweit ist alles ganz cool – ich hätte nur gerne einen 90-Stunden-Tag, um die ganze Arbeit bewältigen zu können. Irgendwie möchte ich immer alles perfekt machen und ärgere mich zu Tode, wenn etwas aus Zeitmangel nicht so klappt wie ich es mir vorstelle. Im Mai erscheinen die neuen Alben meiner Band Vibravoid und ich bin sehr gespannt, wie die ankommen… vielleicht sind wir ja dann 2019 der nächste Skandal aus Düsseldorf bei dieser idiotischen Echoverleihung.

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