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Das ändert sich 2019 beim Geierabend in Dortmund

Foto: Standout

„Wir machen es so, dass wir Spaß dran haben“, sagt Heinz-Peter Lengkeit. Seit 2017 ist der Kabarettist und Schauspieler Co-Regisseur beim Geierabend, nun bildet er zum ersten Mal ein Regie-Team mit Till Beckmann. Der 33-jährige Neuzugang hat eine klassische Theaterausbildung, war unter anderem bei der Ruhrtriennale zu sehen und schrieb gemeinsam mit seinem Bruder das Drehbuch zu Adolf Winkelmanns Film „Junges Licht“.

Trotz unterschiedlichem Background, verbindet die beiden Regisseure ihre Liebe zum Ruhrgebiet. „Wenn du mal schlechte Laune hast, dann gibt’s halt einen Spruch“, sagt Beckmann. Das Ruhrgebiet sei einfach eine Fundgrube für tolle Geschichten und Klischees, die sich sehr humorvoll umsetzen ließen.

Heinz-Peter Lengkeit
Till Beckmann | Fotos: Standout

Alles in allem soll der Geierabend 2019 flotter werden. Wenig Vorspann. Wenig Abspann: „Wir steigen soweit in die Szene ein wie es geht“, so Beckmann. Er setzt bei den Proben sehr auf klassische Rollenarbeit, wie es sie auch im Theater gibt, und ermöglicht den Schauspielern so eine neuen Zugang zu Rollen, die sie bereits kennen. Doch nicht nur das Tempo wollen Lengkeit und Beckmann ändern. Auch bei den Figuren wird es Wechsel geben. Immi und Lollo, die Zwei vonner Südtribühne, sind mit dem Weggang von Hans Martin Eickmann (Immi)Geschichte. Ein Ersatz musste aber auf jeden Fall her, immerhin kreisen die Geier über dem BVB-Land. „Das merken wir auch an der Stimmung bei den Proben, wenn der BVB gespielt hat – vor allem, wenn er verloren hat“, sagt Beckmann. Zu Immi und Lollos Nachfolge verraten die beiden Regisseure nur so viel: Es wird auf der Bühne zwei neue Fußballfans geben und ihre Geschichte ist wieder aus der Feder von Günter Rückert. Ähnlich wage bleiben sie, wenn es um die Frage geht, was der neue Bühnengeier machen wird: Der Obel ist das neue Federvieh im Horst. „Seine Rolle bricht auf jeden Fall aus“, sagt Heinz-Peter Lengkeit. Das war’s.

Wenn du mal schlechte Laune hast, dann gibt’s halt einen Spruch.

Grundsätzlich wird es aber auch 2019 ein Wiedersehen mit alten Bekannten geben. „Einige Figuren funktionieren einfach und machen Spaß“, sagt Lengkeit. Neu hinzu kommen zwei Operndiven und der Jammerlappen, der das unübersichtliche Gewirr aus aktuellen deutschen Popbarden à la Max Giesinger und Mark Forster auf die Schippe nimmt. Das Programm soll ja auch jüngerem Publikum Spaß machen. Um zu testen, wie die Sketche bei Jüngeren ankommen, schielen die beiden Regisseure bei den Proben immer wieder heimlich zu ihren Regieassistentinnen. Wenn die beiden lachen – gut. Wenn nicht, wird vielleicht noch mal nachgebessert. „Aber eigentlich weiß man nie, ob eine Szene wirklich ankommt“, so Lengkeit. Deshalb wird nach der Premiere immer noch an einzelnen Stellen geschraubt.

Der Ruhrpottkarneval bekommt hier und da eine neue Feder, dennoch soll er sich treu bleiben: „Wir wollen, dass die Anarchoeleganz bestehen bleibt. Der Geierabend darf keine glatte Plastikshow werden“, sagt Till Beckmann. Immerhin grenzt genau das die Veranstaltung von den Karnevalsfeiern ab.

Geierabend: 10.1.-5.3. Zeche Zollern, Dortmund

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