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Frittenwerk: Poutines im Pott

Foto: Frittenwerk
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Was 2014 ganz bescheiden als kleine Pommesschmiede am Bilker S-Bahnhof in Düsseldorf startete, ist inzwischen ein nationales Frittenphänomen. Es eröffneten schon Ableger in Köln, Aachen und Frankfurt, seit Ende letztem Jahres darf sich dank der neusten Niederlassung in der Essener Innenstadt auch der Pott die Finger lecken.

Poutine nennt man das, was das Frittenwerk da aus Pommes und Toppings in Pappschalen zaubert. Die Fast-Food-Spezialität kommt aus Kanada und verbindet grob geschnitzte Fritten mit (dahinschmelzendem) Käse und Bratensoße. Das Frittenwerk dreht diese Idee weiter und serviert seine Pommes auch noch mit allerlei anderen Leckereien, etwa mit cremiger Champignon-Rahmsauce, mit Hackbällchen und Thai-Sauce, mit Pulled Honey Chicken und Asia-Style-Coleslaw oder mit Guacamole, Sour Creme und Tomatenwürfeln. Letztere Sünde nennt sich Tijuana Street Fries und kommt mit Knoblauchfritten daher. Neben den Hausfritten gibt es zudem auch Süßkartoffelpommes.

Vegane Bolognese und BBQ Pulled Pork

Im Kontrast zur kleinen Mutterfiliale in Düsseldorf, ist das Essener Frittenkind ein Gigant. Auf zwei großzügigen Stockwerken können an der Kettwiger Straße mitten in der Innenstadt Poutines und Co verdrückt werden, eingerichtet ist alles in Holz und Metall, akzentuiert durch fesche Lichtelemente. Wie die großen Leuchtbuchstaben, die die Lebensweisheit „Fries Before Guys“ an die Wand schreiben. Sehr zu empfehlen ist die klassische Poutine mit Mozzarellawürfeln, die nicht lange in Würfelform bleiben, und Bratensoße, die erfreulicherweise für Vegetarier geeignet ist. In Verbindung mit den knusprig frittierten, innen aber noch herrlich weichen und dazu genau richtig gesalzenen Pommes aus Eigenherstellung schmeckt diese Poutine unschlagbar lecker.

Auch eine vegane Option steht zur Wahl: Die Bolofritten! Die kommen mit veganer Bolognese, Rucola, Tomatenwürfeln, Tomate-Chili-Pesto und Cheezano (also veganem Käse). Wer Fleisch in seinem Ernährungsplan vorsieht, bekommt hiermit die Empfehlung ausgesprochen, das BBQ Pulled Pork auf Hausfritten zu probieren. Immerhin kommt das Fleisch von niederrheinischen Weiden und mit dem Versprechen artgerechter Haltung, kurzer Lieferwege und bester Qualität. Für ein gutes Gewissen beim Konsumieren sorgt auch der grüne Leitfaden im Frittenwerkkonzept. In Essen wurde etwa ein Teil der Außenfassade mit Pflanzen bestückt, zudem sind Ladenbau und Verpackungen umweltverträglich.

Das Frittenwerk ist eine Bereicherung für Essens Innenstadt, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit nur aus beliebigen Franchisefilialen und (zu) gut versteckten Restaurants bestand. Inzwischen finden sich einige markantere Konzepte, etwa das vegane sattgrün oder die beliebten Burger Brothers, die nicht nur die anrückenden Shoppinghorden mit schnellem Essen für die Seele (und das Hüftgold) beglücken, sondern auch eingefleischte Essener aus ihren Vierteln wieder in die City locken.

Frittenwerk, Kettwiger Straße 48, Essen

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