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15 Fahrradtouren durchs Revier: Unsere Lieblingsstrecken

Foto: Technische Betriebe Velbert, Böker

Viele Wege führen zum Ziel – oder quer durch NRW. Mit dem Rad lassen sich Ruhrgebiet, Niederrhein und Bergisches Land besonders gut entdecken. Ob über stillgelegte Bahntrassen, mitten durch die grünste Natur oder von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, das Netz aus Radwegen hält etliche Möglichkeiten bereit. Lukas Vering stellt einige der radelwertesten Routen im coolibri-Revier vor.

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Römer-Lippe-Route

Foto: Römer-Lippe-Route

Wer die ganze Römer-Lippe-Route entlangradelt, hat einiges vor. Über 295 Kilometer geht es durch grüne Auenlandschaften, historische Städte und Relikte der Römerzeit, vom Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald durch Münsterland, Hellweg-Region und Ruhrgebiet bis zum Niederrhein und in den Archäologischen Park in Xanten. Zudem locken thematische Wegschleifen von der steigungsarmen und autofreien Hauptroute zu Römerstätten und Wassererlebnissen. Bestens geeignet für einen Radurlaub, aber auch für Tageausflüge zum Erkunden einzelner Abschnitte.

Ruhrtal Radweg

Foto: Ruhrtal Radweg

Auf 240 Kilometern führt der RuhrtalRadweg von der Ruhrquelle bis zur Ruhrmündung, von Winterberg nach Duisburg, vom sauerländischen Waldidyll bis zur ruhrpöttischen Industriekultur. Die kontrastreiche Strecke kann zudem nicht nur mit großen Sehenswürdigkeiten wie Bergerdenkmal und Ruhrviadukt oder Naturspektakeln wie Moor und Heide auftrumpfen, sondern auch mit 17 interessanten Kunstwerken, die rein funktionale Gebäude und Strukturen zu Augenweiden transformieren. Ob man diese Route nun in einem Schwung, mehreren Etappen oder in kleinen Happen abfährt – es gibt immer was zu entdecken!

Niederrheinroute

Foto: Niederrhein Tourismus Agentur

Da es sich übers flache Land am Niederrhein so besonders fein radelt, ist es kaum verwunderlich, dass hier Deutschlands größtes Radwegnetz vorzufinden ist. Auf 2.000 Kilometern kann man in die Pedale treten und sich vom schönen Örtchen Alpen bis zum historischen Xanten allerhand erschließen. Die Kombi-Möglichkeiten sind schier unerschöpflich.

Panoramaradweg Niederbergbahn

Foto: Technische Betriebe Velbert, Böker

Durch das neanderland radeln ohne sich die Waden blutig zu strampeln? Kein Ding – wer die niederbergbahn wählt, fährt über eine stillgelegte Bahntrasse mit minimalen Steigungen von Essen-Kettwig über Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath und Wuppertal bis nach Haan. Die Trasse schlängelt sich durch saftige Natur, vorbei an Viadukten und Brücken, hin zu bizarren Felskulissen und herrlichen Ausblicken.

Emscher Weg

Foto: Klaus Baumers/ Emschergenossenschaft

Und noch ein Fluss, der sich beim Fließen gerne von Radlern begleiten lässt. Über 101 Kilometer geht es von der Emscherquelle in Holzwickede bis zur Mündung im Rhein bei Dinslaken. An Stationen in u.a. Dortmund, Waltrop, Gelsenkirchen und Oberhausen lassen sich typische, aber auch überraschende Industriemonumente und Naturmomente entdecken, wie Phoenix-See, Schiffshebewerk, Nordsternpark, die Stahlskulptur „Zauberlehrling“ oder die Wilde Insel mit ihrem „Monument for a Forgotten Future“. In Abschnitten genießbar oder als ambitionierte Tagesroute machbar.

Seseke Weg

Foto: Rainer Schlautmann

Von Bönen über Lünen nach Kamen führt dieser Radweg entlang der Seseke. An der Strecke finden sich gar mannigfaltige Stationen, die nicht nur Flussumbau und grüne Landschaft zeigen, sondern mit Kunstobjekten auch zum Stirnrunzeln und Kopfkratzen anregen. Da wären etwa die Bach-Laternen, die lieber ein Fließgewässer als den Radweg beleuchten, weiße Miniaturhäuser, eine halbe Brücke, ein großes JETZT oder die Pixelröhre, in der sich die Welt in Rastern spiegelt. Perfekt für legeres Sonntagsradeln mit der kulturinteressierten Familie.

Berne-Route & Wasser-Route

Foto: Klaus Baumers/ Emschergenossenschaft

Beide Routen sind Teil des Emscherkosmos und können einzeln, aber auch als nette Ergänzungen zum Emscher-Weg gefahren werden. Die Wasser-Route führt dabei über gute 20 Kilometer von der Ruhr in Essen-Werden durch erst grüne und dann urbane Abschnitte bis zum Rhein-Herne-Kanal zwischen Dellwig und Bottrop. Hier bietet sich ein Anschluss an den Emscher-Weg oder eben die 9 Kilometer lange Berne-Route an, die vom Bottroper Berne Park über das Neue Emschertal bis in die Essener Mitte führt. Beides einfache, größtenteils autofreie Strecken für kleine, entspannte Radtouren.

Route der Industriekultur

Route der Industriekultur per Rad

Die Hinweisschilder der Route der Industriekultur hat wohl jeder Pottbewohner oder –besucher schon mal gesehen. Sie führen quer durch Natur und Kultur des Ruhrgebietes hin zu den schönsten Industriedenkmälern, wie Gasometer Oberhausen, Kokerei Hansa, Zeche Zollverein und wie sie nicht alle heißen. Diese Lieblingslandmarken sind durch ein Netz aus monströsen 700 Kilometer Radweg verbunden, die man per Drahtesel am besten durch verschiedene Thementouren und Tagesausflüge erkundet.

Wasserquintett

Foto: Klaus Stange

Das Bergische Land lockt mit gleich fünf Talsperren auf nur einer Route. Zu bestaunen sind Brucher-, Neye-, Bever- und Wuppertalsperre sowie die Lingesesperre (Foto). 73 Kilometer muss man fahren, um sie in einer Rundtour mit Start in Marienheide alle zu entdecken. Dabei winken grandiose Ausblicke, historische Städte, wilde Natur, aber auch einige Steigungen. Für neugierige Entdecker mit Schmackes in den Beinen.

Radschnellweg RS1

Foto: AGFS Peter Obenaus

Der RS1 ist Deutschlands erster Radschnellweg, eine “A40” für Radler, die sich mit dem Fahrrad schnell auf der Achse zwischen Hamm und Duisburg bewegen möchten. Klingt erstmal funktional, hat aber durchaus was zu bieten. Über Ex-Bahntrassen, Brücken und Betonmeilen geht es durch Natur und Stadt. Geeignet für kleine Powertrips oder Radausflüge am Wochenende.

Rheinischer Esel

Foto: Jörg Fruck

Einst war der Rheinische Esel eine pulsierende Bahnverbindung, die Industriestätten in Dortmund, Bochum und Witten verband. Jetzt ist nix mehr mit Industrie und die stillgelegte Trasse ist wie so viele Relikte der großen Kohlezeit zum Kulturgut umfunktioniert worden, in diesem Falle zur Radroute. Auf deren 13 Kilometern sieht man lebendige Natur, vergessene Industrie, idyllische Halden und viel Ruhrpottkultur. Dank wenig Steigung und knackiger Länge perfekt für Anfänger, Träumer und Kinder. Auf einer ehemaligen Bahntrasse geht es aus dem Bochumer Westpark über die aufregende Erzbahnschwinge gen Nord-Westen Richtung Gelsenkirchen bis zum Zoom. Auf den zehn Kilometern passiert man den Malakow-Turm, die Zeche Carolinenglück und 18 architektonisch interessante Brücken. Ein ereignisreicher Radweg, der besonders spannend für Touristen, Radsportneulinge oder Touren mit Kind und Kegel ist, aber auch von Profis gern genutzt wird.

Parkway Emscherruhr

Foto: Lukas Vering

Über etwas mehr als 30 Kilometer radelt man über den Parkway EmscherRuhr vom Waltroper Schiffshebewerk Henrichenburg über die Herner Siedlung Teutoburgia und das Castroper Schloss Bladenhorst bis zum Kemnader See. Die breiten Wege werden von mit Steinen gefüllten Stahlkörben flankiert und laden zu gediegenen Radtouren für Ausflügler und Erkunder.

Balkantrasse

Foto: Maren Bussak, Das Bergische

Die ehemalige Trasse, über die dieser 28 Kilometer lange Radweg führt, fuhr nicht wirklich in den Balkan, sondern von Leverkusen-Opladen nach Remscheid-Lennep. Der Spitzname rührt vom Verlauf durch dünnbesiedeltes, bergiges und kurvenreiches Terrain – dank Trasse aber anfängerfreundlich ohne große Steigungen. Die Route bietet bergisches Idyll, schattige Tunnel und herrliche Aussichtspunkte.

Nordbahntrasse

Im bergischen Land auf geraden Strecken radeln? Dank der Nordbahntrasse kein Wunschtraum. Die stillgelegte und zum Rad- und Wanderweg umgebaute Bahnstrecke zwischen Vohwinkel und Oberbarmen führt über die Wuppertaler Nordhöhen und kreuzt dank zahlreicher Viadukte die gefällereichen Straßen in luftiger Höhe. 2014 wurde die gesamte Strecke mit ihren Teilabschnitten wie Werkzeug- oder Korkenziehertrasse für eröffnet erklärt.

Rheinradweg

Von der Quelle in den schweizer Alpen bis zur Mündung in die niederländische Nordsee begleitet dieser Radweg den bedeutsamen Rhein. Die 1233 Kilometer lange Strecke durch vier Länder passiert auch Düsseldorf, Duisburg, Neuss, Krefeld und Köln – perfekte Einstiegsorte für eine je nach Belieben lange Strecke. Die Etappe von Köln nach Arnheim verlangt übrigens 190 Kilometer ab – Herausforderung angenommen?

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