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Chris Tall performt Anekdoten in Krefeld

Foto: Robert Maschke

Als Teenager hat man es nicht leicht mit seinen Eltern. Ständig mischen sie sich in private Dinge ein, wissen alles besser und wollen einem zu allem Überfluss auch noch das Internet erklären. Mit seiner Mutter hat Comedian Chris Tall schon abgerechnet: „Und jetzt ist Papa dran!“

Können Eltern eigentlich cool sein? Chris Tall sagt, das geht: „Wenn sie sich dem Alter entsprechend benehmen.“ Dummerweise haben davon alle Beteiligten andere Vorstellungen. Cool wäre der Vater, wenn er reden würde wie ein 50-Jähriger, aber was sagt er zur Begrüßung? Nicht „Hallo“, sondern sich jugendsprachlich ranwanzend: „Whats App?!“; schlimmer noch „Whats Appiie?!“ Wie zum Teufel kommt man auf die Idee, ein vollbesetztes Restaurant sei die ideale Kulisse für ein Aufklärungsgespräch? „Du kannst als 15-Jähriger nicht sagen: Papa, ich hab schon gebumst, wollen wir eine rauchen gehen?“ Und natürlich hapert es gewaltig an der Medienkompetenz der Erziehungsberechtigten: „Meine Wetter-App sagt, in Köln regnet es gerade, und Apps lügen nicht.“ Oder: „Stell dich mal da vorne hin, ich mache ein Selfie von dir.“

Widerstand ist zwecklos

Stand-up-Comedian Chris Tall, 27, bekannt durch Auftritte bei NightWash und dem Quatsch Comedy Club, bester Newcomer beim Deutschen Comedypreis 2016, hat den familiären Clash der Generationen zum Format erhoben. „Selfie von Mutti!“ hieß seine letzte Show, von der seine Mutter schwer begeistert, der Vater hingegen ziemlich angesäuert war: „Warum machst du nur Witze über deine Mutter, hast du sie lieber als mich?“ Das kann man als Sohn keinesfalls auf sich sitzen lassen, weshalb sich Chris Tall in seinem aktuellen Solo-Programm „Und jetzt ist Papa dran!“ seinen alten Herrn vorknöpft.
Am 7. Dezember gastiert er im Krefelder KönigPalast und performt höchst unterhaltsam Anekdoten von Mann zu Mann. Da zwingt der Daddy den Filius von der Konsole weg, um wandern und angeln zu gehen – dabei könnte man sich doch einfach ein Fischbrötchen bei Nordsee kaufen. Widerstand zwecklos: „Wer zahlt deinen Führerschein? Wir sehen uns in fünf Minuten!“ Chris Tall kann herrlich austeilen, aber auch über sich selbst lachen; seine Geschichten sind lebensecht und von hohem Wiedererkennungswert. Und irgendwann zieht man mit ihm das Fazit: Ja, Eltern können voll peinlich sein. Aber eigentlich ist Familie das Beste, was einem passieren kann.

7.12. KönigPalast, Krefeld

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