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Zu Besuch in der Rapoase

Foto: Valeriy Shtoda

Bei den August-Temperaturen hört sich das Klingelschild am Ort des Interviews wie eine Einladung an. In der „W. Oase“ trafen wir die beiden Rapper „Theo Reez“ und „Mao“ beim Videoschnitt zu ihrer neuen „Fortuna-Hymne“ – bei einem Altbier.

Beinahe versteckt ist das kleine Studio an der Luegallee im linksrheinischen Oberkassel. Hölzerne Verkleidung, Bambussträucher und eine rot-weiße Markise im Hinterhof. Rot-Weiß? – Zumindest die Markise erinnert schon einmal an die Fortuna. Scherzhaft entgegnen die beiden Rapper, dass sie die Farben extra für den Pressetermin vorbereitet haben. Wieso die Zwei der launischen Diva ein Lied geschrieben haben, ist schnell erklärt: „Die ganze Stadt ist begeistert vom Aufstieg der Fortuna. Dem Verein und vor allem den Fans wollen wir deswegen einen Song widmen“, erzählt Mehmet Ali Özarslan alias „Mao“ begeistert. Sein Partner Theodor Vinnen, der den Künstlernamen „Theo Reez“ in Anlehnung an das englische „Theories“ wählte, fand die Idee als Fortunafan natürlich großartig.

Akademischer Rap mit „Assielementen“

Auf seinem YouTubeChannel war die Liebe zu seiner Heimatstadt Düsseldorf schon zuvor ein großes Thema. In dem Track „Rio de Janeiro“ beispielsweise, stellt er das Summerfeeling in Düsseldorf mit dem der brasilianischen Stadt gleich. Ähnlich sommerlich klingt auch die Fortuna-Hymne, welche schon fast an lateinamerikanische Popmusik erinnert. Bei tropischen Temperaturen und einem Glas Altbier erzählen die beiden Rapper, dass sie bereits mit dem Bundesligaverein in Kontakt sind. Das Musikvideo zur „Fortuna-Hymne“ wollen sie der PR-Abteilung der Fortuna vorstellen. Nach fünf Jahren Zusammenarbeit haben die beiden nun ihren vierten gemeinsamen Track veröffentlicht. Das erste Mal begegneten sich die beiden an einer Realschule und sind seitdem gute Freunde. Mehmet ist Lehrer, Theo studiert soziale Arbeit an der Hochschule Düsseldorf. Das prägt auch ihr Selbstverständnis: Theo Reez und Mao geben sich betont akademisch, wollen dies aber auch des Marketings wegen mit klassischen „Assielementen“ des Straßenraps kombinieren. Die Rapper wollen sich demnächst an Künstlern wie Marteria orientieren. Von Fußball zur Politik – ein noch nicht veröffentlichter Song mit dem Titel „Juckt mich nicht!“ soll eine Gesellschaftskritik werden.

Nikolas Beitelsmann

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