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Kunst-Ausstellungen im Frühjahr 2020 in Düsseldorf und Umgebung

Foto: Vincent Tantardini
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Düsseldorf und seine umliegende Region sind eine Kunstregion par excellence. Der Niederrhein hat in der jüngeren sowie in der weiter zurückliegenden Geschichte zahlreiche namhafte Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht, die Kunsthäuser der Region glänzen mit hervorragenden Dauer- und Sonderausstellungen. Welche dieser Ausstellungen in Düsseldorf, Wuppertal und Neuss ihr im Frühjahr 2020 definitiv besuchen solltet, erfahrt ihr hier.

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Ausstellungen in Düsseldorf und Umgebung

Edvard Munch | bis 1.3. | K20

Die Sonne | Foto: Kunstsammlung NRW

„Der Schrei“ von Edvard Munch hat wohl jeder schon mindestens einmal in seinem Leben gesehen, zumal das wohl berühmteste Bild des Norwegers in jüngster Zeit reichlich memefiziert wurde. In der Kunstsammlungs-Ausstellung „Edvard Munch. Gesehen von Karl Ove Knausgård gibt es das bekannte Werk zwar nicht zu sehen, dafür aber rund 140 andere Arbeiten des frühen Expressionisten. Als Kurator fungierte der norwegische Autor Karl Ove Knausgård, der die Ausstellung anlässlich der Frankfurter Buchmesse zusammenstellte, die 2019 Norwegen als Ehrengastland begrüßte. Die Besucher durschreiten vier Themenbereiche: „Licht und Landschaft“, „Der Wald“, Chaos und Kraft“ sowie „Die Anderen“.
Edvard Munch. Gesehen von Karl Ove Knausgård: bis 1.3., Kunstsammlung K20, Düsseldorf

I’m not a nice girl! | bis 17.5. | K21

Mierle Laderman Ukeles, Touch Sanitation Performance | Foto: Robi Kahn © Mierle Laderman Ukeles, Courtesy the artist and Ronald Feldman Gallery, New York

Die Arbeiten von vier Konzeptkünstlerinnen sind unter dem Titel „I’m not a nice girl“ in der Kunstsammlung K21 zu sehen. Die eigens für die Räume der Bel Etage und das Archiv Dorothee und Konrad Fischer konzipierte Ausstellung führt Arbeiten von Eleanor Antin, Adrian Piper, Mierle Laderman Ukeles und Lee Lozano zusammen, die sich mit bis heute relevanten Themen wie Feminismus, Rassismus oder Identitäts- und Genderpolitik auseinandersetzen. Mithilfe von Archivmaterial aus den späten 60er- und frühen 70er-Jahren zeigt die Ausstellung zudem eindrucksvoll den Kontakt von Konrad Fischer zu Lucy R. Lippard und anderen Vorreiterinnen der Strömung.
I’m not a nice girl!: bis 17.5., Kunstsammlung K21, Düsseldorf

degree_show – out of KHM | 15.2.–17.5. | KIT

Kunst lebt nicht in der Vergangenheit, sondern im Jetzt. Dementsprechend wichtig ist die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen, ja, tagesaktuellen Kunst. Gelegenheit dazu bietet die Schau „degree_show – out of KHM“ im KIT. Gezeigt werden zeit- und medienbasierte (Abschluss-)Arbeiten von Studierenden und Absolventen der Kunsthochschule für Medien Köln. Im Mittelpunkt der Werke steht dabei die Beziehung zwischen Menschen und Orten.
degree_show – out of KHM: 15.2.–17.5., KIT, Düsseldorf

Martin Schoeller | 28.2.–17.5. | NRW-Forum

Jay Z, 2007 | © Martin Schoeller

Im NRW-Forum zeigt der Ausnahme-Fotograf Martin Schoeller einen Querschnitt seines Schaffens. Der gebürtige Münchner und Wahl-New-Yorker erlangte 2005 mit seiner Reihe Close-Ups internationale Bekanntheit, indem er Persönlichkeiten wie Bill Clinton, Angelina Jolie, Jack Nicholson oder Angela Merkel hautnah ablichtete. Doch auch abseits der internationalen Prominenz beweist Schoeller ein Auge für die Menschen. So haben andere Reihen des Fotografen mal obdachlose Menschen in Hollywood, mal weibliche Bodybuilder, mal freigesprochene Todeszelleninsassen im Fokus.
Martin Schoeller: 28.2.–17.5., NRW-Forum, Düsseldorf

Die Hängenden Gärten von Babylon | 25.3.–24.5. | Schloss Benrath

Ferdinand Knab, Die Hängenden Gärten von Babylon (1886), Münchner Bilderbogen Nr. 927| Foto: AKGimages

Sie waren eines der sieben antiken Weltwunder: die Hängenden Gärten von Babylon (das ist übrigens nicht in Berlin). In der gleichnamigen Ausstellung im Museum für Gartenkunst auf Schloss Benrath wird ein Bogen von den Anfängen der europäischen Gartenbaukunst im 15. Jahrhundert bis hin zur Wiederentdeckung der Hängenden Gärten um die Jahrhundertwende gespannt. Dabei steht immer das Zusammenspiel von natürlicher Begrünung und menschlicher Bebauung im Mittelpunkt, das uns auch heute in Zeiten der Klimakrise und zunehmender Urbanisierung noch und wieder beschäftigt.
Die Hängenden Gärten von Babylon: 25.3.–24.5., Museum für Gartenkunst, Düsseldorf

Angelika Kauffmann | bis 25.5. | Kunstpalast

Angelika Kauffmann. Selbstbildnis mit Zeichengriffel | Foto: Privatsammlung

Frauen waren in der klassischen europäischen Kunst meist eher Abgebildete als Abbildende. Eine Ausnahme dieser Regel stellt die gebürtige Schweizerin Angelika Kauffmann dar. Im Europa des 18. Jahrhunderts war die Malerin eine Ausnahmeerscheinung, die bereits von ihren Zeitgenossen geschätzt wurde, als Porträtmalerin hoch im Kurs stand und sich auch auf ihre Selbstdarstellung und –vermarktung verstand. Die Ausstellung im Kunstpalast führt Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen der USA, Russlands und Europas zusammen, unter anderem aus der Royal Collection, dem Britischen Museum in London, der Staatlichen Eremitage St. Petersburg oder den Florenzer Uffizien zusammen.
Angelika Kauffmann. Künstlerin, Powerfrau, Influencerin: bis 24.5., Kunstpalast, Düsseldorf

Peter Lindbergh. Untold Stories | 5.2.–1.6. | Kunstpalast

Querelle Jansen, 2012 | Foto: Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Im September 2019 verstarb der international bekannte Szene-Fotograf Peter Lindbergh. Der ehemalige Duisburger fotografiert im wahrsten Sinne des Wortes die Reichen und Schönen, machte sich schon früh einen Namen als Modefotograf, hatte aber auch über die Modewelt hinaus zahlreiche Prominente vor der Linse. Dennoch oder gerade deshalb sticht in seinen Fotografien die ganze Menschlichkeit der Abgebildeten hervor, bar jeden Status, jeder Stellung, jeden Kontostands. Die Schau „Untold Stories“ im Kunstpalast hat Lindbergh noch selbst kuratiert.
Peter Lindbergh. Untold Stories: 5.2.–1.6., Kunstpalast, Düsseldorf

Pablo Picasso. Kriegsjahre | 15.2.–14.6. | K20

Taube, 4.12.1942 | © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn, 2019; Foto: © bpk / RMN – Grand Palais / Michèle Bellot #K20Picasso #K20

Der spanische Maler Pablo Picasso ist wohl jedem ein Begriff. Als Vater des Kubismus hat er der modernen, abstrakten Kunst den Weg geebnet und ihr gleichzeitig seinen Stempel aufgedrückt. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte der Künstler größtenteils im von den Nationalsozialisten besetzen Paris, obwohl seine Kunstwerke einem Ausstellungsverbot unterlagen. Seinem kreativen Schaffen tat dies jedoch keinen Abbruch. Picasso setzte sich intensiv mit den politischen und gesellschaftlichen Themen und Ereignissen der Zeit auseinander, ohne sie dabei zum Zentrum seiner Werke zu machen. Einen Querschnitt seiner Kunstwerke aus den Kriegsjahren zeigt die Kunstsammlung von Februar bis Juni im K20.
Pablo Picasso. Kriegsjahre: 15.2.–14.6., Kunstsammlung K20, Düsseldorf

Subjekt und Objekt. Foto Rhein Ruhr | 21.3.–14.6. | Kunsthalle

Einen dezidierten Blick auf die Entwicklung der fotografischen Perspektiven in den Rhein- und Ruhr-Metropolen und ihren jeweiligen Kunsthochschulen wirft die Ausstellung „Subjekt und Objekt. Foto Rhein Ruhr“ in der Kunsthalle. Gezeigt werden Arbeiten von Lehrenden und Schülern unter anderem der Folkwang Universität, der Kunstakademie Düsseldorf oder der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Subjekt und Objekt. Foto Rhein und Ruhr: 21.3.–14.6., Kunsthalle, Düsseldorf

Ausstellungen in Wuppertal und Solingen

Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde | bis 16.2. | Von der Heydt-Museum

Jussuf, 1927 | Literatur- und Kunstinstitut Hombroich / Sammlung Kahmen, Neuss;
Foto: Achim Kukulies

Hinter dem kuriosen Titel „Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde“ verbirgt sich eine biografische Reise durch das Leben von Else Lasker-Schüler. Geprägt von jüdisch-orientalischer Phantasie, dem Schrecken der Kriegsflucht und beseelt vom Künstlergeist damaliger Zeitgenossen wie Otto Dix, Edvard Munch und Gottfried Benn brachte sie ikonische Werke hervor. Ausgestellt werden die Gemälde bis zum 16.2.20 im Von der Heydt-Museum Wuppertal.
Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde: bis 16.2., Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Michael Sandle | 8.2.–1.6. | Skulpturenpark Waldfrieden

Im Skulpturenpark Waldfrieden sind von Februar bis Juni großformatige Skulpturen des britischen Bildhauers Michael Sandle zu sehen. Der Londoner setzt sich in seinem Werk intensiv mit Gewalt, bewaffneten Konflikten, Sterblichkeit, Gedenken sowie dem Ge- und Missbrauch politischer Macht auseinander. Die Ausstellung in Wuppertal spannt einen Bogen über mehr als drei Schaffensjahrzehnte des 83-Jährigen, wobei das neuste Werk “As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory” nicht einmal fünf Jahre alt ist.
Michael Sandle: 8.2.–1.6., Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal

David Czupryn und Jochen Mühlenbrink | 12.3.–26.4. | Kunstmuseum Solingen

Zwei Düsseldorfer in Solingen: David Czupryn und Jochen Mühlenbrink haben beide ihre Karriere mit einer Teilnahme an der Internationalen Bergischen Kunstausstellung im Kunstmuseum Solingen gestartet und stellen nun einmal mehr dort aus. Dabei könnten die Arbeiten der beiden Maler unterschiedlicher nicht sein. Mühlenbrink malt absolut fotorealistisch, Czupryn hingegen grotestk, poppig, detailverliebt. Gerade deshalb dürfte ein Ausflug ins Kunstmuseum Solingen aber ein eindrucksvolles Erlebnis werden.
David Czupryn und Jochen Mühlenbrink: 12.3.–26.4., Kunstmuseum, Solingen

Hannsjörg Voth & Ingrid Amslinger. Zu Lande und zu Wasser | 24.3.–13.9. | Von der Heydt-Museum

Kunst in mehreren Ebenen wird in der Ausstellung „Zu Lande und zu Wasser“ sichtbar. Gegenstand der Ausstellung sind vordergründig die Großprojekte von Hannsjörg Voth, in denen der Künstler abstrakte Ideenkonstrukte ebenso darstellte wie die Beziehung von Mensch und Natur. Gezeigt werden die in der Ausstellung durch Fotografien von Ingrid Aimslinger, die die Arbeiten Voths auf Film eingefangen hat. Dazu kommen Skizzen, Aquarelle und Zeichnungen.
Hannsjörg Voth & Ingrid Amslinger. Zu Lande und zu Wasser: 24.3.–13.9., Von der Heydt-Museum, Wuppertal

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