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Kunst-Ausstellungen im Herbst 2019 in Düsseldorf und Umgebung

Foto: Vincent Tantardini
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Düsseldorf und seine umliegende Region sind eine Kunstregion par excellence. Der Niederrhein hat in der jüngeren sowie in der weiter zurückliegenden Geschichte zahlreiche namhafte Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht, die Kunsthäuser der Region glänzen mit hervorragenden Dauer- und Sonderausstellungen. Welche dieser Ausstellungen in Düsseldorf, Wuppertal und Neuss du im Herbst 2019 definitiv besuchen solltest, erfährst du hier.

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Ausstellungen in Düsseldorf und Umgebung

Norbert Tadeusz | Kunstpalast

Norbert Tadeusz | Drei, 2005, Acryl / Leinwand, 304 x 211 cm, Estate Norbert Tadeusz / Petra Lemmerz © Norbert Tadeusz / VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Christoph Münstermann, Düsseldorf

Über Jahrzehnte hinweg war Norbert Tadeusz ein wichtiger Teil der Düsseldorfer Kunstszene und darüber hinaus. Der gebürtige Dortmunder lernte unter anderem bei Joseph Fassbender und Joseph Beuys, um schließlich selbst Professor an der Kunstakademie Düsseldorf zu werden. Seine Arbeiten sind bis ins extrem farbig und stellen vermeintlich bekannte Motive und Tropen durch ungewohnte Perspektiven in ein neues Licht. Im Kunstpalast findet mit etwa 40 Gemälden und Arbeiten die erste Museumsausstellung des Künstlers in Düsseldorf seit fast 30 Jahren statt.
Norbert Tadeusz: 29.8.–2.2., Kunstpalast, Düsseldorf

Blue is hot and red is cold | Kunsthalle Düsseldorf

Foto: Joanna Danovska

Ein Fest der Freiheit, Diversität und Individualität wird zu Ehren des multimedialen Künstlerprofessors A. R. Penck von seinen Schülern gefeiert. Die Ausstellung „Blue is hot and red is cold“ verzichtet zu diesem Zwecke ganz bewusst auf die Gebundenheit eines übergeordneten Themas und lässt den Visionen der Einzelnen genügend Raum um sich in der Kunsthalle Düsseldorf voll zu entfalten und dadurch die Besucher zu überraschen.
Blue is hot and red is cold: 12.10–10.11., Kunsthalle Düsseldorf

Die Digitale | Düsseldorf

Foto: Lenn Blaschke / Die Digitale

Die DigitaleWie ist es um die Kultur des pixeligen Zeitalters bestellt? Mit Fragen wie dieser beschäftigt sich das Festival „Die Digitale“. Los geht es am 1.11. im Weltkunstzimmer mit der Eröffnung der Gruppenausstellung „Digital Overload“, dem diesjährigen Thema des Festivals. Für eine spannende Reizüberflutung sorgen 25 Künstler aus aller Welt. Dabei wechseln sich neue Kunstformen wie Virtual Reality oder 3D-Animationen mit Büchern und Hörspielen ab. Am 5.11. treffen sich Experten, Aktivisten, Künstler und Wissenschaftler im NRW-Forum zu einem Symposium, um den Status Quo und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Außerdem warten eine Nam June Paik-Ausstellung im Parkhaus im Malkastenpark (ab 8.11.) und Musik von Juan Atkins im zakk (9.11.) auf Digital(e)fans. SoN
Die Digitale: 1.-16.11., verschiedene Orte, Düsseldorf

Die drei Expressionisten | Beck & Eggeling

In diesem Herbst treten bei Beck & Eggeling (Bilker Straße 5) in Düsseldorf lang verborgene Werke aus dem Privatbesitz ans Tageslicht: „Die drei Expressionisten. Munch. Nolde. Kirchner.“ transportieren mithilfe von Aquarellen, Zeichnungen und Graphiken ihr Innerstes nach außen. Der Betrachter gewinnt neue Blickwinkel auf die breite Gefühlspalette des einsamen, zweisamen und individuellen Menschen.
Drei Expressionisten: 9.10.–21.12., Beck & Eggeling, Düsseldorf

Sexton Blake | Altes Küsterhaus

Im alten Küsterhaus, dem künstlerischem Backsteinherz von Meerbusch, findet im Hebrst im Namen der Ausstellung „Sexton Blake“ eine Verwandlung statt. Das traditionsbeladene Kulturmanifest wird durch die futuristische Fotoprojektion der Künstlerin Astrid Busch in neues Licht getaucht und offenbart sein tiefstes Inneres in neuem Gewand.
Sexton Blake: 7.11.–8.12., Altes Küsterhaus, Meerbusch

Thymostraining | Sammlung Philara

Foto: Alex Wissel, Kyffhäusertreffen (Detail), 2019.

Vor dem Ständehaus in Düsseldorf steht ein Brunnen: „Vater Rhein und seine Töchter“. Eine schrecklich banale Anmerkung. Doch warum eigentlich? „Der Brunnen war ursprünglich eine Partydekoration aus Pappmaché“, weiß Künstler Alex Wissel. Jene Dekoration wurde für ein Künstlerfest aufgestellt, „das die ‚Rheinischen Stände‘ am 18.09.1887 Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta gaben“, so die Stadt Düsseldorf auf ihrer Website. Der Aufbau gefiel so gut, dass aus der Pappe schließlich Bronze und Granit wurden. Für seine Ausstellung „Thymostraining“ hat sich Alex Wissel mit Künstlerfesten des 19. Jahrhunderts beschäftigt.
Thymostraining: 9.11.–19.1.2020, Sammlung Philara, Düsseldorf

Ausstellungen in Wuppertal und Solingen

Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde | Von der Heydt-Museum

Hinter dem kuriosen Titel „Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde“ verbirgt sich eine biografische Reise durch das Leben von Else Lasker-Schüler. Geprägt von jüdisch-orientalischer Phantasie, dem Schrecken der Kriegsflucht und beseelt vom Künstlergeist damaliger Zeitgenossen wie Otto Dix, Edvard Munch und Gottfried Benn brachte sie ikonische Werke hervor. Ausgestellt werden die Gemälde bis zum 16.2.20 im Von der Heydt-Museum Wuppertal.
Prinz Jussuf von Theben und die Avantgarde: 6.10.–16.2.2020, Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Joan Miró – Skulpturen | Skulpturenpark Waldfrieden

© Succesió Miró, VG Bildkunst Bonn 2019, Foto: Michael Richter

Joan Miró (1893-1983) nennt sie „Personnage“, „Tête“ „Figure“ – 12 späte, nahezu abstrakte, teils überlebensgroße Bronze- und Gips-Plastiken. Der Maler und Bildhauer ist vor allem für seine magische, scheinbar heitere Malerei bekannt. Wie Picasso und Matisse zählt er zu den bedeutenden Klassikern der Moderne. Er zeige, so Bildhauer Tony Cragg, Dinge, die es so nicht gibt. Wer diese späten Skulpturen sieht, versteht Mirós Beschreibungen: wie bei der Arbeit eines Gärtners, entwickle sich sein Formenvokabular langsam und stetig, fast ohne sein Zutun. In ihrer Vereinfachung seien sie menschlicher. Erkenne der Betrachter sich darin wieder, bekäme er ein Gefühl dafür, was ihn mit allen Menschen verbinden.
Joan Miró –Skulpturen: bis 24.11., Skulpturenpark Waldfrieden

Galerie PopArt | Wuppertal

Foto: Georg Rose, Industriehalle

Und plop: Da ist eine Galerie aufgetaucht! Am 22.11. werden Passanten in der Barmer Fußgängerzone genau das sagen, wenn sie am Werth 87 vorbeischlendern. Hier machen sich nämlich bis Jahresende die bunt zusammengewürfelten Künstler der Pop-up-Artists breit. Zu denen gehören Fotograf Hassan J. Richter aus Berlin mit großformatigen „Lost Places“-Motiven und die Wuppertaler Bildhauerin Kerstin Haagmann mit so schönen wie praktischen Objekten. Und auch Hilde Hüllwegen aus Düsseldorf mit abstrakten Werken voll Lebensfreude und Georg Rose aus Wuppertal mit analoger Fotografie. Geöffnet ist die Galerie immer freitags von 14-19 Uhr und samstags von 11-18 Uhr. Vernissage am 22.11. ab 19 Uhr.
Hassan J. Richter, Kerstin Haagmann, Hilde Hüllwegen, Georg Rose: 22.11 bis Jahresende, Galerie PopArt, Wuppertal

WOGA | Wuppertaler Westen

Wuppertals offene Galerien und Ateliers (WOGA) warten in diesem Jahr am 9. und 10.11. im Westen der Stadt auf kunstinteressierte Besucher. Samstags von 14 bis 20 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr. Wenn sich exakt 223 Kunstschaffende und Galerien der freien Kunstszene Wuppertals präsentieren, ist die Bandbreite gewohnt groß: Malerei, Bildhauerei, Zeichnungen, Glaskunst, Keramik, Fotografie, Installationen und Collagen sind nur einige Beispiele für die Künste, die in den vielen Galerien und Ateliers gezeigt werden. Mitbringen muss man nur eins: Neugier.
WOGA: 9.–10.11., Wuppertaler Westen

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