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Kunst-Ausstellungen im Sommer 2019 in Düsseldorf und Umgebung

Bogomir Ecker, Was das Foto verschweigt (1919–2019 Hundert Jahre Moderne | Von der Heydt-Museum, Wuppertal
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Düsseldorf und seine umliegende Region sind eine Kunstregion par excellence. Der Niederrhein hat in der jüngeren sowie in der weiter zurückliegenden Geschichte zahlreiche namhafte Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht, die Kunsthäuser der Region glänzen mit hervorragenden Dauer- und Sonderausstellungen. Welche dieser Ausstellungen in Düsseldorf, Wuppertal und Neuss du im Sommer 2019 definitiv besuchen solltest, erfährst du hier.

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Ausstellungen in Düsseldorf

Ai Weiwei | Kunstsammlung NRW

Sunflower Seeds: Courtesy Ai Weiwei Studio © Kunstsammlung NRW

Der chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei zählt mit Sicherheit zu den einflussreichsten Vertretern seiner Zunft und sorgt unter dem Leitsatz „Everything is art. Everything is politics“ für Furore. In der Kunstsammlung NRW sind zahlreiche seiner Werke unter ebendiesem Motto – „Alles ist Kunst, alles ist Politik“ – in der bisher größten Ausstellung in Europa zusammengestellt. Zu den Highlights zählt das Arrangement aus den raumfüllenden Installationen „Straight“ (2008–2012), und „Sunflower Seeds“ (2010), die in Kombination viel über die überaus kritischen Sichten Ais auf die Volksrepublik aussagen.
Ai Weiwei. Alles ist Kunst, alles ist Politik: 18.5.–1.9., Kunstsammlung NRW, Düsseldorf

Mur Brut 14 | Kunsthalle

In der Reihe „Mur Brut“ lädt die Kunsthalle Düsseldorf regelmäßig Künstlerinnen und Künstler dazu ein, eine Wand im Parkhaus der Kunsthalle zu gestalten. In der 14. Auflage übernimmt diese Aufgabe das Konstitutiv der Möglichkeiten, bestehend aus den Düsseldorfer Künstlerinnen Nina Nick und Valerie Buchow. Unter dem Titel „Couple Goals“ spielen sie auf den gleichnamigen Instagram-Hashtag an und stellen damit die öffentliche Wahrnehmung zwischenmenschlicher Beziehungen zur Disposition.
Mur Brut 14. Konstitutiv der Möglichkeiten. Couple Goals: 4.6.–8.9., Kunsthalle, Düsseldorf

Listen to the Image, Look at the Sound | Kai 10

Gregor Hildebrandt, Beethoven Box | Foto: Roman März

Die stetige Auflösung des Grenzbereichs zwischen Klang und Bild wird in einer Ausstellung mit dem oxymoronen Namen „Listen to the Image, Look at the Sound“ im Kai 10 behandelt. Elf Künstlerinnen und Künstler beschaffen sich mit diesem fließenden Übergang, der in der zeitgenössischen Kunst so gern spielerisch überschritten wird. Der Fokus liegt dabei nicht im speziellen auf Kunst und (Pop-)Musik, sondern unserer visuellen und akustischen Umwelt allgemein. Gerade vor dem Hintergrund moderner Bild- und Ton-Manipulationen ergeben sich hier neue und spannende Perspektiven.
Listen to the Image, Look at the Sound: 7.6.–8.9., Kai 10, Düsseldorf

Die Grosse 2019 | Kunstpalast

Boris Becker, Sprungturm Königsberg | Foto: Boris Becker

Die Besonderheit der Ausstellung „Die Grosse“ im Kunstpalast Düsseldorf besteht darin, dass sie ohne jede Zwischeninstanz unmittelbar von und für Künstlerinnen und Künstlern organisiert wird. Über die Jahre hat sie sich dabei zu einem der großen Düsseldorfer Kunstereignisse gemausert und beherbergt 2019 die Arbeiten von über 180 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und Neue Medien.
Die Grosse 2019: 30.6.–4.8., Kunstpalast, Düsseldorf

Norbert Tadeusz | Kunstpalast

Über Jahrzehnte hinweg war Norbert Tadeusz ein wichtiger Teil der Düsseldorfer Kunstszene und darüber hinaus. Der gebürtige Dortmunder lernte unter anderem bei Joseph Fassbender und Joseph Beuys, um schließlich selbst Professor an der Kunstakademie Düsseldorf zu werden. Seine Arbeiten sind bis ins extrem farbig und stellen vermeintlich bekannte Motive und Tropen durch ungewohnte Perspektiven in ein neues Licht. Im Kunstpalast findet mit etwa 40 Gemälden und Arbeiten die erste Museumsausstellung des Künstlers in Düsseldorf seit fast 30 Jahren statt.
Norbert Tadeusz: 29.8.–2.2., Kunstpalast, Düsseldorf

Ausstellungen in Wuppertal und Solingen

Peter Schenck | Von der Heydt-Museum

Peter Schenck, Renatus Descartes, spätes 17. Jh. / frühes 18. Jh., Mezzotinto | Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Obwohl der gebürtige Elberfelder Peter Schenk im Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert die europäische Kunstentwicklung unter anderem als Druckgrafiker und Verleger mitvorantrieb, geriet er in den vergangenen Jahrhunderten in Vergessenheit. Diesem Zustand wird im Von der Heydt-Museum unter dem Motto „Der berühmteste Elberfelder, der jemals in Vergessenheit geriet“ Abhilfe geschaffen. Neben den Grafiken Schenks sind dabei auch Werke seiner Zeitgenossen zu sehen, damit Stil und Wirken des Elberfelders im zeitgenössischen Kontext betrachtet werden können.
Peter Schenk. Der berühmteste Elberfelder, der jemals in Vergessenheit geriet: 14.4.–25.8., Von der Heydt-Museum, Wuppertal

1919–2019 Hundert Jahre Moderne | Von der Heydt-Museum

Otto Dix, An die Schönheit, 1922 | Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Das Ende des 2. Weltkriegs stellte eine Zäsur dar für Europa und die gesamte Welt – und auch für das renommierte Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Das wurde im Krieg zerstört, zudem kamen mehr als 1000 der Gemälde auf die ein oder andere Art verloren. In den Nachkriegsjahren gelang es dennoch durch viel Unterstützung sowohl einen Teil der verlorenen Werke wieder nach Wuppertal zu holen, als auch den Anschluss an aktuelle Strömungen nicht zu verlieren. Aus der so entstandenen Sammlung ist im Museum nun eine Auswahl der Werke aus den vergangenen 100 Jahren zu sehen, sodass ein Bogen aus dem Revolutionsjahr 1919 bis ins ebenfalls umbrüchige Jahr 2019 gespannt wird. Unter den Werken befinden sich Arbeiten von Carl Hofer, Otto Dix und Karl Röhrig.
1919–2019 Hundert Jahre Moderne: 14.4.–22.9., Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Hede Bühl – Skulpturen | Skulpturenpark Waldfrieden

Der menschliche Kopf scheint eine besondere Faszination auf die Bildhauerin Hede Bühl auszuüben, gibt sie ihm in ihren Arbeiten doch überlebensgroßen Raum. Einer dieser Köpfe gehört bereits seit einigen Jahren zur Dauerausstellung im Skulpturenpark Waldfrieden, um ihn herum gibt es im Sommer allerdings eine ganze Sonderausstellung. Bühls Arbeiten zeichnen sich dabei nicht um lebensechte Darstellung von Individuen aus, sondern durch Reduzierung der Formensprache.
Hede Bühl – Skulpturen: 25.5.–11.8., Skulpturenpark Waldfrieden

73. Internationale Bergische Kunstausstellung | Museum Solingen

Silke Schönfeld, Videostill, „kommt und guck selber“, 2015

Das Bergische als Kunstregion steht bei der Internationalen Bergischen Kunstausstellung ganz im Mittelpunkt, wie am Namen unschwer abzulesen ist. Die Ausstellung steht dabei unter keinem konkreten Motto, sondern soll eine Idee des Kunstschaffens in sowie von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region vermitteln. Zur Eröffnung am 30. August wird zudem der Internationale Bergische Kunstpreis an die Künstlerin Silke Schönfeld für ihre Videoinstallation „komm und guck selber“ verliehen.
73. Internationale Bergische Kunstausstellung: 30.8.–27.10., Kunstmuseum Solingen, Solingen

Ausstellungen in Neuss

Anne Pöhlmann – Japanraum | Langen Foundation

Foto: Anne Pöhlmann

Die Langen Foundation in Neuss kann eine der bedeutendsten Sammlungen japanischer Kunst in Europa ihr eigen nennen. Dass hier aber nicht nur in die Vergangenheit geblickt wird, beweist die Ausstellung der Künstlerin Anne Pöhlmann im Japanraum der Stiftung. Pöhlmann zeigt hier Werke, die während eines dreimonatigen Stipendiums in Japan 2017 entstanden sind. Die Arbeiten reichen dabei von Motiven der Stadtarchitektur oder Naturlandschaft bis hin zu abstrakten Kompositionen.
Anne Pöhlmann – Japanraum: 7.4.–25.8., Langen Foundation, Neuss

Per Kirkeby. Bau und Bild | Museum Insel Hombroich

Im Museum Insel Hombroich treffen die verschiedenen Disziplinen der bildenden Kunst in einzigartiger Weise aufeinander. Maßgeblich an der Gestaltung des Areals beteiligt war der dänische Künstler Per Kirkeby, der unter anderem die sogenannten Drei Kapellen entworfen hat. In der Ausstellung „Bau und Bild“ werden Gemälde, Bronzen und Modelle Kirkebys aus fünf Jahrzehnten zusammengeführt und ermöglichen einen detaillierten Einblick in das Wirken des Malers und Bildhauers.
Per Kirkeby. Bau und Bild: 7.4.–6.10., Museum Insel Hombroich, Neuss

Süsskram – Naschen in Neuss | Clemens Sels Museum

Neuss als Süßigkeiten-Hochburg ist heute wohl kaum mehr bekannt – im 19. und auch noch im 20. Jahrhundert aber war Neuss ein Zentrum der rheinischen Süßwarenindustrie. Die Entwicklung der Süßspeise in Europa vom ausgehenden Mittelalter bis in die Moderne, mit einem Schwerpunkt auf dem Produktionsgebiet Niederrhein, ist daher Thema der Ausstellung „Süsskram – Naschen in Neuss“ im Clemens Sels Museum. Prädikat: geschmackvoll!
Süsskram – Naschen in Neuss: 28.7.–13.10., Clemens Sels Museum, Neuss

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