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Pasta-Magie im Duisburger Antico Cantuccio

Foto: Andreas Zabel
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Als Foodtrend ist die klassische italienische Cucina kaum zu bezeichnen. Deshalb hat es einer wie Giuseppe Menga nicht leicht. Dabei hat seine Küche alles, was trendy sein sollte: Frische, Kreativität und schier unendliches Herzblut für Gäste und Genuss.

Der schmale Schalk hat das Antico Cantuccio vor drei Jahren übernommen. Einen schwer in die Jahre gekommenen Tanker von einem Ristorante. Das Interieur atmete den Geist vergangener Konzepte, bleiern, beliebig, unspannend. Schon damals der Lichtblick: der Patron. Von einem Roberto Begnini der Küche war die Rede. Unzweifelhaft verfügt der Mann, der seit über drei Jahrzehnten als Koch tätig ist, über diese Mischung aus Ironie, Humor, Phlegma und leichter Melancholie, die man auch als Charisma wertschätzen kann. Doch abseits vom Menschelnden kann der Gast sein Handwerk schätzen. Oder sollte man in Zeiten, in denen eben jene Foodtrend-Jäger die Kultur des Essens entdecken nicht doch Kunst sagen? Ein Künstler ist Menga, wenn es um die Pasta geht. Hier gehört er zu den Besten, was seine stets gut gebuchten Pastakurse auch abbilden.

Im kürzlich frisch gestrichenen (betörendes, dramatisches Rot) und schick aufgehübschtem Ristorante sind dann die Allrounder-Fähigkeiten des Küchenderwischs zu erleben. Hier kann man eine formidable Bandbreite erschmecken. Von einfachen Gerichten im Stile einer Cucina povera – wie sie etwa auf der Mittagskarte zu finden sind – wie zum Beispiel Penne mit pikanter Salsiccia, Frittierte Sardinen, Hüftsteak mit Pilzen – bis zur gehobenen italienischen Kulinarik am Abend. Da finden sich nicht alltägliche „Schwarze Tortelloni mit gemischter Fischfüllung“, ein „Bonbon mit Ricotta-Zitronenfüllung in Salbeibutter“, „Zander an Orangensoße“ oder die herrliche „Kalbsroulade mit Rucola-Mozzarella-Füllung“ auf der Karte, zum fast schon barmherzigen Aktionspreis. Auch die Kreide-Tageskarte annonciert gerne feine marktfrische Angebote auf edlen Tellern. Darunter Top-Produkte in klassischem gehobenen Arrangement der besseren bürgerlichen Küche wie ein „Seewolf in Salzkruste“. Ein Koch für alle Fälle also, Genuss ohne Foodtrend. Ist Giuseppe im Restaurant, dann sprecht mit ihm, es lohnt sich.

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