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Andy Warhol – Pop goes Art in Köln

Foto: RBA Köln | Marion Mennicken

Coverdesign ist eine Kunst, die zu verschwinden droht. In Zeiten von Spotify und iTunes verlieren großformatige Abbildungen und Illustrationen ihre Wirkung. Dabei gehören Plattencover zu den bekanntesten Werken moderner Kultur. Das verdeutlicht aktuell eine Ausstellung über Andy Warhol im Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK).

Das Prisma auf dem Cover von Pink Floyds „Dark Side of the Moon“, die vier Beatles, die die Straße zu ihrem Studio auf der Abbey Road überqueren oder die abstürzende Hindenburg auf dem Album „Led Zeppelin“. Jedes dieser Cover ist für sich schon legendär. Allerdings sind die Künstler dahinter oft unbekannt. Das ist bei dem Plattencover von „The Velvet Underground & Nico“ anders. Eine knallgelbe Banane auf weißem Grund und in der Ecke nur ein Name: Andy Warhol.
Der Pop-Künstler schuf im Laufe seines Lebens zahlreiche Cover für kleine Jazzbands und Soul-Künstler bis hin zu den Rolling Stones. Das MAKK in Köln stellt sämtliche Gestaltungen bis zum April 2019 aus, ermöglicht durch die private Sammlung von Ulrich Reininghaus. Der Unternehmer verliebte sich direkt in diesen Teil von Warhols Schaffens, seit er eine der LPs in einer Ausstellung eines befreundeten Galeristen sah.

Von spielerischen Linien zu Pop-Porträts

Die Ausstellung zeigt jedoch nicht nur die Plattenkunst, sondern auch die Entwicklung Warhols auf. Als er noch als Illustrator arbeitete und sein Geld unter anderem mit der Gestaltung von Covern für Blues- und Soul-Bands verdiente, waren spielerische Linien und klassische Motive noch Bestandteile seiner Arbeit. Dann kamen fotografische Motive hinzu. Vor allem das Rolling-Stones-Album „Sticky Fingers“ sticht dabei hervor: zu sehen ist ein Mann in enger Jeans, der in anstößiger Haltung posiert. Später entwickelten sich seine Arbeiten mehr in die Richtung seiner berühmten Pop-Porträts. John Lennon oder Debbie Harry lichtete er für ihre Alben ab. Die Ausstellung zeigt die beeindruckende Biografie des Ausnahmekünstlers,zu der eine gelungene Darstellung der Vereinigung von Kunst und Kommerz gehört. Zudem kann man im MAKK nicht nur die Cover betrachten, sondern die Inhalte jeder ausgestellten Platte auch hören – egal ob das Rolling-Stones-Album oder die Interviews auf „Giant Size 1,57$“.

Andy Warhol – Pop goes Art bis 24.4.19, Makk, Köln

Moritz Horst

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