Terror

Redaktion

Auch in seinem ersten Theaterstück befasst sich der deutsche Strafverteidiger und international erfolgreiche Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach mit heiklen Fragen der Rechtsprechung. Die in einer Doppeluraufführung am 3. Oktober erstmals am Deutschen...

Veranstalterinformationen

Regie: Kurt Josef Schildknecht // Bühne: Heinz Hauser // Kostüme: Kirsten Dephoff // Licht: Wolfgang Wächter // Dramaturgie: Dirk Diekmann // In seinem ersten Theaterstück stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Würde des Menschen: Ein Passagierflug­zeug wurde von Terroristen gekapert, um einen Anschlag auf ein ausverkauftes Fußballstadion zu verüben. Die Menschen im Stadion konnten nur gerettet werden, weil der Pilot eines Kampfjets das Verkehrsflugzeug abschoss. Die Passagiere an Bord starben. Das Luftsicherheitsgesetz erlaubt auch bei Bedrohung nicht, ein entführtes Flugzeug abzuschießen. Nun steht der Bundeswehrpilot vor Gericht, weil er 164 Menschen getötet hat, um 70.000 Menschen zu retten. Es geht in diesem Prozess um grundsätzliche Fragen: War dies eine militärische Aktion? Wer trägt die Verantwortung? Darf Leben gegen Leben ab­gewogen werden? Ist die Würde des Menschen doch antastbar? Steht hier nur der Pilot der Bundeswehr vor Gericht? Das Ur­teil in diesem spannenden Gerichtsdrama wird vom Publikum im Theatersaal gefällt: Ist der Pilot schuldig oder unschuldig? In seiner literarischen Arbeit, die sich auch mit Kriminalfällen beschäftigt, sucht der Strafverteidiger Ferdinand von Schirach nicht nach Tätern, sondern nach den Motiven für eine Tat. Mit über zwei Millionen verkauften Büchern führt er international die Bestsellerlisten an und wurde u.a. mit dem Kleist-Preis und dem Berliner Bären ausgezeichnet. Die britische Tageszeitung The Daily Telegraph nennt Ferdinand von Schirach »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«.

Aktuelle Termine aus der Veranstaltungsreihe Terror