Inselfestival

Veranstalterinformationen

[W]ir freuen uns, Sie an Pfingsten zu einem europäischen Festival abseits ausgetretener Pfade einzuladen. In Zeiten der Unruhe, Angst und Bedrohung verengt sich das Denken oft auf einfältige Ansichten, die populistischen Tendenzen lange verschlossene Türen öffnen. Hier muss Kulturarbeit gegensteuern und der Einfalt ein differenziertes Menschenbild für die Würdigung des Anderen in der Reflektion des Eigenen bieten. Das 17. Inselfestival will seinen Beitrag hierzu leisten, indem es, überzeugt von den europäischen Ideen, besonders die Musik von den Rändern Europas vorstellen möchte, jenen Außenbezirken, die so wesentlich sind für den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Mit den Mitteln der Kunst und mit offenen Augen den Verblendungszusammenhängen zu widerstehen, als besonnener Fürsprecher der Vielfalt und des Anderen. So wird Neue und Neueste Musik aus Island, Skandinavien, dem Baltikum, dem Kaukasus, Rumänien, Ungarn und Spanien von namhaften Solisten und Ensembles interpretiert werden. Zu nennen sind hier die auf Neue Musik spezialisierten Ensembles Recherche, Trio accanto, Trio Catch und Minguet Quartett sowie das spanische Fukio Saxophon-Quartett. Erstmals nehmen zwei ungarische Pianisten aus dem Building Bridges Projekt von András Schiff am Inselfestival teil. Ebenso debütiert der junge Trompeter Simon Höfele, der als Preisträger verschiedener Wettbewerbe seine große Karriere gerade startet und sich gerne der Neuen Musik öffnet. Wir beginnen das 17. Inselfestival mit Beethoven und schließen das Festival am Pfingstmontag mit Klängen aus Rumänien und Bulgarien, die der Israeli Avi Avital gemeinsam mit seinem Akkordeonisten Aydar Gaynullin aufführen wird. Der musikalische Teil des Festivals wird ergänzt durch eine Lesung der Autorin Esther Kinsky, die von Prof. Oswald Egger moderiert wird.

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